Wie äußert sich Hochbegabung bei euren Kindern ????

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Beitrag von bosima2209 29.11.10 - 13:50 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage.

Die zukünftige Schuldirektorin meines Sohnes (6 Jahre) hat mich bei der Schultauglichkeitsprüfung darauf aufmerksam gemacht hat, dass mein Sohn Merkmale einer Hochbegabung zeigt.

Wie äußert oder äußerte sich in dem Alter von 6 Jahren bei euren Kindern eine Hochbegabung?

Beitrag von 5678901234 29.11.10 - 14:01 Uhr

und woran macht sie das fest bei den paar minuten???

lg

Beitrag von dornpunzel 29.11.10 - 15:31 Uhr

Würde dein Sohn Merkmale einer Hochbegabung zeigen, hätten die Erzieherinnen im Kindergarten dich sicher schon darauf angesprochen. Die sehen dein Kind jeden Tag und können sowas sicher auch gut einschätzen.

Zu deiner Frage: gar nicht. Bis zur fünften Klasse ist kein Mensch auf die Idee gekommen, dass mein Sohn hochbegabt sein könnte. Außer meinem Opa natürlich, aber der hat das schon am Tag seiner Geburt gesehen. :-p

Beitrag von janni0604 29.11.10 - 17:54 Uhr

Hallo,

leider sind nicht alle Erzieherinnen so fit darin eine Hochbegabung zu erkennen. Unser Sohn wurde sogar von seiner Erzieherin für nicht schulreif erklärt, dabei hatte er nur Langeweile und zog sich dadurch immer mehr zurück. Obwohl er bereits ganze Bücher allein gelesen hat, war die Erzieherin z.B davon überzeugt, dass der Lütte nicht einen Buchstaben kennt. Er war übrigens in einer Vorschule, die eigentlich sehr gut für solche Kinder geeignet ist. 2-3 mal am Tag Angebot, darunter auch Schach haben ihm nicht gereicht ;-)
Hochbegabung wird leider viel zu oft zunächst nicht erkannt!

Liebe Grüße
Janni

Beitrag von arthurmama 30.11.10 - 09:56 Uhr

Gegenfrage: Wieso haben bei Deinem Sohn bis zur 5. Klasse keine Erzieherin und keine Lehrerin diesen Verdacht gehegt!

Wie sagte es unsere KiPsy: würde man das an der Nasenspitze erkennen, bedürfe es keines Testverfahrens und keines Tests und keines darauf spezialisierten Berufs.

LG, I.

Beitrag von lucy15 29.11.10 - 22:53 Uhr

Rechne schon mal damit, dass du hier viel virtuelle "Kloppe" bekommst ;-) ist ein gaaaanz böses Thema !

Beim meinem Sohn fiel auf, dass er schon sehr früh in ganzen Sätzen sprach, eigentlich keine "Babysprache" benutzte, mit 3 alle Buchstaben konnte, mit 2,5 Jahren sich mit dem Thema "Tod und Sterben" beschäftigt hat, mit 3 diskutiert hat wie ein Großer, mit 4 gelesen hat......insgesamt hat er sich immer mit Themen beschäftigt für die er eigentlich "zu jung" war.

So, hilft dir das irgendwie weiter?
Was denkst DU denn? Ist dein Sohn schon anderen aufgefallen?

LG;
Lucy

Beitrag von bosima2209 30.11.10 - 09:46 Uhr

:-( Jaja, ich habe schon gesehen, dass bei dem Thema viele sehr böse reagieren. Warum nur? Mir kommt das immer vor wie Neid der Besitzlosen, obwohl mir viel lieber wäre, wenn mein Kind nicht hochbegabt wäre.

Im Kindergarten werde ich auch angesprochen, dass Finn anders ist. Nicht negativ aber anders als ALLE anderen. Letzten wurde mir gesagt, dass er der einzige ist, der hier im Kiga so ist. Aber ich muss dazu sagen, dass der Kindergarten in den er geht was Förderung im Allgemeinen anbelangt nicht wirklich ein Vorzeigebeispiel ist und ich somit nicht verwundert wäre, wenn da solche Sachen nicht wirklich auffallen oder unter den Tisch fallen.

Und zu deiner Frage, ja mein Sohn ist anderen schon aufgefallen.

Er ist anders als andere Kinder. In manchen einfachen Sachen viel zu kompliziert und bei komplexen Zusammenhängen dann plötzlich sehr clever. Er ist so widersprüchlich und tut sich bei einfachsten Sachen sehr schwer aber fragt mich dann über Dinge wie zum Beispiel das Universum, die Meere und so weiter so genau aus, dass ich da häufig kapitulieren muss und er mich anguckt und sagt "Mama, da musst du mal googeln" :-D

Nun denkt man ja, dass das viele Kinder machen. Aber wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte, dann stelle ich Unterschiede fest und mein Sohn weiß diese ganzen Sachen auch noch Wochen später ganz genau. Die Tiefe des Mariannengrabens, die Namen der Planeten und die Entfernung, die Entstehung von Winter und Sommer .... bis ins kleinste Detail und nicht in kindlicher Erklärung sondern schon richtig die ERwachsenenversion.

Ich merke, dass er sich auf Geographie, Mathematik und Technik eingeschossen hat und da sehr wissbegierig ist. Andere Sachen langweilen Ihn schnell. Er ist sehr pedantisch und übergenau. Perfektionistisch würde ich schon sagen. Wenn was nicht gleich klappt, dann wirft er alles hin und später beobachte ich ihn heimlich wie er diese Sachen dann in seinem Zimmer übt bis er sie perfekt beherrscht. Mit neuen Situationen kommt er dagegen sehr schwer zurecht. Andererseits blüht er in seinem Sport richtig auf. Er spielt seit 1 1/2 Jahren Fußball und die Trainer sagen, dass er ein Ausnahmetalent wäre, was gefördert werden muss. Er spielt schon in der Gruppe mit, in der die Kinder 2 bis 3 Jahre älter sind als er, da er in der anderen Mannschaft unterfordert wäre laut Aussage des Trainers. Er spielt im Allgemeinen lieber mit Größeren und kommt mit denen besser zurecht. Es ist halt schwer zu erklären und ich weiß nicht wirklich wie ich mich da verhalten soll. Zuviel der Förderung kann ja auch schnell überfordern.

Nun sprach mich die Direktorin darauf an bei der Schuluntersuchung (die nicht nur paar Minuten dauerte) und sagte, dass wir das mal im Auge behalten sollten und später vielleicht mal testen lassen müssten. Sie vermutet eine Richtung der Hochbegabung.

Ich weiß nun gar nicht mehr was Sache ist aber ich denke die Direktorin hat ja schon ihr ganzes Leben mit Kindern zu tun und sagt das ja nicht mal einfach so.

Übrigens habe ich meinen IQ testen lassen und der ist im Bereich Mathematik und Allgemeinwissen/komplexes Denken überdurchschnittlich hoch obwohl ich in der Schule immer arge Probleme mit Mathematik hatte, was ich mir auch nicht wirklich erklären kann :-(

Ich habe immer das gefühl mein Sohn denkt bei einfachen Sachen viel zu komplex ...


Beitrag von arthurmama 30.11.10 - 10:07 Uhr

Oh, Glückwunsch - da hast Du aber schon mal eine sehr umsichtige und sensible Direktorin gefunden.
Ich denke, sie hat recht mit Ihren Ratschlägen.

Ich würde Ihre Beobachtung im Hinterkopf behalten und wenn es zu Auffälligkeiten in der Schule oder zu anderen Problemen kommt, würde ich diese "Vermutung" ausgraben und der auf den Grund gehen.

Freue Dich über Dein Kind so wie es ist. Ein Test und eine Zahl drauf ändert gar nichts an Eurem Innenverhältnis und an deinem Kind, kann aber eine Hilfe sein, wenn sie nötig sein sollte. Und egal wie andere HB-Kinder sind, DAS HB-Kind gibt es nicht. Ihr müsst Euren Weg gehen.

VG, I.

Beitrag von bosima2209 30.11.10 - 10:12 Uhr

Ja, sie ist sehr nett. Sie hatte schon meinen Mann in der Schule :-)

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ihr dass vielleicht aufgefallen ist, weil unsere Schule hier nur eine kleine Dorfschule ist, in der es von jedem jahrgang nur eine Klasse gibt in der jeweils nicht mehr als 15 Kinder sind. Da fallen Auffälligkeiten bei Kindern ja viel eher auf, als an solchen großen Schulen mit 30 Kindern in einer Klasse und 3 Klassen pro Jahrgang.

Ich zumindest finde es gut, da die Kinder hier auch individuell besser gefördert werden können.

Aber was soll ich sagen, man hat uns eingemeindet und nun ist im Gespräch diese Schule zu schließen in ein oder zwei Jahren. Jaja, so ist das heutzutage :-(