Wunsch nach Absicherung "hysterisch"?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von schwachz 29.11.10 - 16:56 Uhr

Mein Partner und ich stehen ziemlich in der Pflicht, wir haben einen Kredit für den Ausbau des Hauses aufgenommen, das uns beiden gehört. Außerdem bin ich Bürgin für den Kredit, mit dem er seinen Teil des Hauses abzahlt.

Eine Lebensversicherung mit mir als Begünstigter abzuschließen hat er "keinen Bock". Er häkt meinen Wunsch danach für "hysterische Anwandlungen". Er meint, eine Unfallversicherung und ein paar Tausender Lebensversicherung für unser gemeinsames Kind müssten reichen. Dabei hat er ein volljähriges Kind, das im Ernst- und Erbfall jederzeit die Auszahlung ihres Erbteils am Haus verlangen kann, was ich unter keinen Umständen einfach so könnte. Nicht dass ich ihr das zutraue, aber falls ihre Mutter - mit über 50 noch komplett ohne Rentenanspruch - Geld benötigt, wird sie das wohl tun müssen.

Ich finde, dass das mit Verantwortung und Füreinander-Einstehen nichts zu tun hat, was er da abzieht.

Beitrag von gh1954 29.11.10 - 17:06 Uhr

Bei bestehenden Schulden wegen einer Immobilie halte ich es für sinnvoll, eine Risiko-Lebensversicherung abzuschließen, die kostet nicht die Welt.
Die meisten Banken verlangen das sogar bei Vergabe eines Hauskredits.

Beitrag von anyca 29.11.10 - 17:30 Uhr

Finde ich selbstverständlich, in so einer Situation eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Wir haben KEINE Schulden oder Immobilien, aber sobald das erste Kind kam, haben wir Risikolebensversicherungen abgeschlossen. Kostet ja wirklich nicht die Welt.

Beitrag von king.with.deckchair 29.11.10 - 23:10 Uhr

Selbstverständlich schließt man in einer solchen Situation Lebensversicherungen ab, ich würde sogar sagen, für ihn UND Dich.

Tipp: Schließ' du doch eine auf ihn ab, das geht.

Ich würde mich allerdings fragen, ob ich auf so einen Schwachkopf meine Zukunft bauen will. Wir haben keine hohen Immobilienschulden, dennoch sind wir beide in Höhe von jeweil etwa einem Bruttojahresgehalt risikolebensversichert, weil wir kaum etwas auf der hohen Kannte haben - und tun gleichzeitig auch Geld auf die Seite. Wir arbeiten beide Vollzeit und wir sind der Ansicht, dass der/die Zurückbleibende in der Trauerzeit nicht noch finanzielle Sorgen, sondern mind. ein Jahr haben sollte, in dem er/sie sein Leben frei von finanziellen Einschränkungen neu regeln kann.

LG
Ch.