Kinderwunsch

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Ich-und-du=wir 29.11.10 - 18:15 Uhr

Ich wollt mal fragen, wie es bei euch ist. Ist euer Mann/ Freund auch eher zurückhaltend oder fast schon gefühlskalt, wenn der Kinderwunsch zu Sprache kommt? Muß dazu sagen, daß wir schon mehrere Jahre vergebens versuchen ein Baby zu bekommen und es einfach nicht klappen will. Mich macht das total fertig und für ihn ist das alles nicht schlimm. Er zeigt mehr Emotionen, wenn es um ein neues Auto oder den Job geht. Dabei war er es, der damals vorgeschlagen hatte mit dem Üben zu beginnen.

Es ist ja nicht so, daß er mich nicht unterstützt. Er geht mit in die KiWuPraxis. Auch mal zum US. Läßt das SG machen, wenn wieder eins gebraucht wird. Aber trotzdem fühle ich mich, als würde es ihm nichts ausmachen, daß es nicht klappt.

Klar nimmt er mich in den Arm, wenn es mal wieder die Mens kommt, aber eben weil ich traurig bin und nicht weil auch er traurig ist.

Wie ist es denn bei euch so?

Beitrag von russianblue83 29.11.10 - 18:19 Uhr

Hallöchen! Na dann hilft er dir doch schon sehr, finde ich! Das hört sich doch alles sehr liebevoll an... Du hast sicher nur das Gefühl das es sich mehr über Auto´s oder so freut #liebdrueck

Was meinst du, was sollte er noch machen?

Beitrag von Ich-und-du=wir 29.11.10 - 18:25 Uhr

Weißt du, wenn du sein Gesicht sehen könntest, dann wüßtest du, was ich meine. Ja, er ist liebevoll, aber es ist, als wäre er gar nicht bei der Sache, wenn er mich umarmt. Momentan ist bei ihm im Job eine Veränderung im Anmarsch und da kann er plötzlich Emotionen zeigen. Er ist dann nervös, total happy und auch mal ganz hibbelig.

Beim Kinderwunsch ist es wie ein Pflichtprogramm, das man eben machen muß. Frau ist traurig, also schnell mal in den Arm nehmen.

Schön wäre, wenn er von sich aus mal fragen würde, wie es mir geht. Oder eben auch, wie weit wir wirklich noch gehen wollen. Die Diskussion muß immer ich anfangen und sehe ih an, daß er das gar nicht will (also reden). Und genau das bräuchte ich einfach. Das weiß er aber auch

Beitrag von sniksnak 29.11.10 - 18:28 Uhr

Hast du ihm denn mal gesagt, wie du das empfindest?

Und warum in schwarz, eigentlich? #gruebel

Beitrag von Ich-und-du=wir 29.11.10 - 18:30 Uhr

Ja, ich habs ihm gesagt. In schwarz, weil ich einfach zu viele hier kenne und ich manche Dinge einfach nicht so preis geben will

Beitrag von sniksnak 29.11.10 - 18:38 Uhr

Ok.

Und wie hat er darauf reagiert?
Könnte es sein, dass er einfach unsicher ist und er nicht zeigen will, wie sehr es ihn trifft, dass es nicht klappt?

Beitrag von Ich-und-du=wir 29.11.10 - 18:42 Uhr

Eben emotionslos. Es ist ja nicht seine "Schuld", daß es nicht klappt, sondern es liegt an mir. Außerdem hat er mir ins Gesicht gesagt, daß es ihn nicht trifft. Es wäre genauso ok, wenn es erst in 1 Jahr klappen würde. Das macht mich eben fertig. Sonst ist er ein liebevoller netter Mann, den ich nie wieder hergeben wollen würde.

Beitrag von bensu1 29.11.10 - 18:50 Uhr

hallo,

mein mann und ich waren sehr lange in der "alle werden eltern, nur wir nicht" spirale gefangen. wenn es wieder mal nicht geklappt hat, war ich diejenige, die mehr gelitten hat.
so hatte es zumindest den anschein.

jahre später hat er zugegeben, dass er für mich stark sein und mir eine schulter zum ausweinen bieten wollte. fertig gemacht hat es ihn von zeit zu zeit auch.
aber er wollte um nichts trauern, das er nicht hatte. der kinderwunsch war zwar durchaus da, aber die trauer weil's nicht klappen wollte, war ihm oft zu abstrakt.

lg und alles gute
karin