eigenes Stillcafè

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tartaruga81 29.11.10 - 18:19 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe am 15.10 d.J. meinen zweiten Sohn bekommen mit dem ich öfter in unserer Stadt unterwegs bin....wie ich und ein paar Andere Mamis festgestellt haben, gibt es leider keine richtige Möglichkeit uns gemütlich mit unseren Zwergen inkl. Kinderwagen in ein Cafè zu setzten, weil schon zwei Wägen den kompletten Platz einnehmen würde.

Jetzt habe ich mir überlegt ein eigenes kleines Stillcafè (Cafè oder Verein?) zu eröffnen....wie mach ich einen Businessplan....was muss da Alles für so ein Cafè rein? Denn ich brauche da leider finanzielle Unterstützung. gibt es sowas wie ein Gründerkredit? Früher gab es da doch was vom Arbeitsamt. Könnte jede erdengliche Hilfe brauchen.

Schon mal Danke!

LG Ela

Beitrag von shampoo 29.11.10 - 18:50 Uhr

hallo ,
es gibt existenszgründer-seminare die man besuchen kann und sollte. dort erfährst du erstmal grundlegendes, was du alles zu bedenken hast.

businessplan ist sehr komplex, vor allem, wenn du gelder beantragen willst und musst.
in erster linie benötigst du einen absolut tragfähigen plan und eine solide geschäftsidee, die überzeugt und gewinnbringend ist.

gruß
claudia

Beitrag von ballroomy 29.11.10 - 19:01 Uhr

Ich würde auch dazu raten, an einem Existenzgründerseminar teilzunehmen.
Du kannst Dich auch beim Arbeitsamt danach erkundigen.
Einen Verein zu gründen ist leichter, vorausgesetzt Du kannst genügend Leute zum mitmachen mobilisieren. Dann würden die Räumlichkeiten über die Vereinsbeiträge bezahlt werden. Allerdings arbeitest Du dann vermutlich ehrenamtlich. Wenn Du Geld verdienen möchtest, dann eher über ein eigenes Café, wobei das natürlich auch schief gehen kann, und Du trägst das Risiko.


Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von tritratrullalala 29.11.10 - 19:05 Uhr

Hallo,
ich würde auch sagen: höre dich erst einmal nach Seminaren für Existenzgründer um. Man bekommt vom Arbeitsamt einen Zuschuss für eine Existenzgründung (ungefähr in Höhe von dem, was man als Arbeitslosengeld I bezogen hat), aber ein Gründerkredit wäre mir neu. Freunde von mir, die sich mit einem Buchlanden selbstständig gemacht haben, mussten sehr viele Banken abklappern, bevor die das Geld zusammen hatten. Und das waren Leute vom Fach mit jahrelanger Berufserfahrung.

Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass du dir das etwas einfach vorstellst. Du hast allem Anschein nach keinen Schimmer von Gastronomie und auch keine finanziellen Mittel und wo du als junge Mutter die Zeit hernehmen willst, ist mir auch ein Rätsel. Und gerade in der Gastronomie gibt es ZIG Regeln und Verordnungen über Hygiene und Lebensmittel. Das ist echt mal nicht so eben neben dem Stillen erledigt. Vielleicht könnten du und andere Mütter bestehende Räume mitnutzen - Kirche, Stadtteilprojekte o.ä. Dann hast du dein Still-Café, ohne dass du dich verschulden musst.

LG,
Trulli

Beitrag von aennsche 29.11.10 - 19:11 Uhr

Hi

Wenn sich ein Stillcafe rentieren würde, gäb es davon sicherlich einige

Gruß, Anne

Beitrag von carrie1980 29.11.10 - 19:20 Uhr

Hi Ela,

ich war schonmal selbstständig und habe damals auch finanzielle Unterstützung bekommen!Das mit dem Businessplan ist aber ziemlich kompliziert... vorallem im Gastronomiebereich gibt es VIEL zu beachten...

Und---obwohl ich selber Mutter von 3 Kindern bin und stille...würde ich so einen Ort eher meiden #zitter;-)

Aber das sieht sicher jeder anders...

Wie willst du denn mit den 2 Kleinen die Leute bewirten,Einkaufen,Buchhaltung etc machen...da kommt ganz schön viel auf dich zu.

War eher ne fixe Idee,oder?!#gruebel#liebdrueck

LG Carrie

Beitrag von vwpassat 29.11.10 - 20:12 Uhr

Überlege mal, wieviele Frauen wielange ungefähr stillen bzw. Kinderwagen schieben.

Jetzt überlege mal, wie gut normale Cafe's frequentiert sind.

Merkst Du was?

Beitrag von sonntagsmalerin 29.11.10 - 20:20 Uhr

... und wie viele Frauen davon tatsächlich in ein Café gehen...

Beitrag von marion2 30.11.10 - 08:03 Uhr

...und Kaffee trinken soll man ja auch nicht so viel wenn man stillt

Beitrag von seikon 29.11.10 - 20:25 Uhr

Dein Plan in allen Ehren. Die Idee ist sicher auch sehr nobel. Aber ich empfehle dir, dass du mal einen Monat in einem Café deiner Wahl mit dem Geschäftsführer mit läufst und dir das mal anschaust.

Du scheinst da eine rosa Brille auf zu haben. Denn du bietest dann zwar anderen Muttis einen Treffpunkt. Aber du selber wirst nicht mehr viel von deiner Familie nicht mehr viel haben.
Stell dich dann schon mal drauf ein, 7 Tage die Woche und rund 16 Stunden am Tag schaffen.
Deine Kinder wirst du dann vermutlich nur kurz durch die Tür sehen, wenn du abends mal ins Kinderzimmer schaust.

Beitrag von yozevin 29.11.10 - 20:37 Uhr

Hallo

Ohne jetzt was großartig sinnvolles beitragen zu können, antworte ich dir trotzdem mal....

Bei uns in der Stadt (Kleinstadt, etwa 35000 Einwohner) hat vor nicht allzu langer Zeit ein Familiencafé eröffnet, eben für diesen Zweck, stillenden Mütter bzw Mütter im Allgemeinen, die mit Kinder in Cafés ja eher ungern gesehen sind, ein Plätzchen zu bieten.... Es war recht zentral gelegen in der "Innenstadt", halt in der Einkaufsstraße.... Dieses Café existierte, trotz guter Werbung und eigentlich recht ansprechenden Ambiente, knapp 6 Monate! Es war einfach nicht gefragt... Woran es genau lag, weiß ich natürlich nicht! Aber ich könnte mir vorstellen, dass sich das nicht unbedingt rentiert!

Ich denke, dass ich das Risiko nicht eingehen würde, vor allem, wenn ich kein Startkapital dafür habe, was bei dir ja der Fall zu sein scheint! Nacher ist ein kredit da, aber das zu finanzierende Cafe´existiert gar nicht mehr.... Wäre mir wirklich zu riskant!

LG

Beitrag von schwarzesetwas 29.11.10 - 20:43 Uhr

Tolle Idee.
Aber wohl mehr als wenig Umsatz.

Denk mal ein wenig über Gastronomie nach.
Dann wirst Du über Deine Idee selbst schmunzeln.

Unterstützung vom Arbeitsamt kannst Du da ziemlich knicken.

Lg,
SE

Beitrag von manavgat 29.11.10 - 20:46 Uhr

sorry, aber das ist etwas, das die Welt nicht braucht!

Pleitegehen kannst Du auch mit was anderem.

Gruß

Manavgat

Beitrag von coppeliaa 29.11.10 - 21:26 Uhr


nun ja, wenn ich mir so überlege wie lange durchschnittlich gestillt wird ... bei vielen ist nach 6 monaten schluss. wenn ich so zurückdenke ... da hätt ich im ersten halben jahr vielleicht 2-3x lust gehabt in ein cafe zu gehen. und beim zweiten kind? mit kleinkind noch dabei? noch weniger.

du müsstest dir also jedes jahr eine neuen kundenstamm aufbauen. der noch dazu eher selten kommt. und wenig konsumiert. uh, ganz ehrlich... nö, das wird nix.

und gastro allgemein ... die anderen habens eh schon geschrieben. einkauf, buchhaltung, personal (und seis nur die putzfrau), div auflagen ... da ist eine menge mehr dahinter als hinterm tresen stehen und bedienen!

lg

Beitrag von cat_t 30.11.10 - 10:06 Uhr

Hallo Ela #blume

mach Dir mal über Folgendes Gedanken:

-welches Angebot soll es im Café geben? Wer bereitet das zu Wer kauft ein?
-wie lange soll es offen haben?
-wer arbeitet dort? Was verdienen diese Leute?
-welche Genehmigungen brauchst Du?
-welche Ladeneinrichtung benötigst Du für die Gäste, die Zubereitung der Speisen und Getränke und für die Mitarbeiter?
-wo machst Du das? Wieviel Miete und Nebenkosten wird das kosten?
-was kosten Dich nötige Versicherungen?
-wieviel Geld müßtest Du aufnehmen? Wie zahlst Du das zurück? Was, wenn das Cafe 12 Monate nicht läuft? Welche Umsätze müßtest Du fahren? wieviel Kunden müßten für den Umsatz X kommen? Wieviele wären das pro Tag/Stunde?

Und dann müßtest Du schlauer sein. Arbeit ist es auf jeden Fall. Viel Arbeit.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von anyca 30.11.10 - 10:10 Uhr

Ich denke auch nicht, daß sich das rentiert.

Aber die Idee, bei einer Gemeinde o.ä. einen Raum für so ein Projekt zu suchen, ist gut. Da könnte man ohne Lebensmittelvorschriften etc. etc. selbstgebackenen Kuchen anbieten. Müssen eben nur genug Ehrenamtliche mitmachen.

Beitrag von ayshe 30.11.10 - 10:33 Uhr

Hallo,

ich würde mich jetzt nicht so extrem auf die Stillerei fixieren.

Was aber immer gut ist, ist zb Platz, ob nun für Kinderwagen oder für Rollstühle, behindertengrecht paßt auch für Kinderkarren.
Und ich sehe oft, daß es nicht gegeben ist.

Und ansonsten kann man ja überall stillen.

Was auch ganz nett ist, sind Kinderspielecken, gibt es auch nicht so häufig.

Und diese Dinge beziehen sich eben nicht nur auf Stillende als Zielgruppe.

Beitrag von hendrik-j 30.11.10 - 10:41 Uhr

Hallo Ela,

ich weiß gar nicht was die anderen haben. Ich finde die Idee super und finde in unserer Stadt fehlt so etwas auch. Selbst mit meinem 3 jährigen würde ich noch in so ein Café gehen, weil sich keiner beschwert wenn es lauter wird und Spielzeug angeboten wird und man die Kinder einfach laufen lassen kann.

Du musst halt üblerlegen was Du noch anbieten willst. Dein Cafe/Treffpunkt sollte was besonderes haben.

Guck mal hier

http://www.wichtelwelt.net/

Das ist so ein Café und durch die flexible Kinderbetreuung und Zusatzangebote ist es auch was besonderes.

LG
Nadine #sonne

Beitrag von manavgat 30.11.10 - 11:11 Uhr

Du weißt nicht, was wir haben?


Kann ich Dir sagen: Erfahrung!

Gruß

Manavgat

Beitrag von hendrik-j 01.12.10 - 09:50 Uhr

#klatsch Stimmt das habe ich vergessen. Ihr wisst ja immer alles. ;-)

Ist Deine Marktanalyse bei dem Thema echt so schlecht ausgefallen? Dann nehme ich mein erstes Posting natürlich zurück und finde die Idee auch total schwachsinnig wie alle anderen hier auch. #cool

Aber mal ehrlich. Warum machen alle die Idee schlecht? In anderen Städten funktionieren solche Cafés wunderbar, warum sollte man es nicht versuchen bzw. sich mal näher mit dem Thema beschäftigen und Infos sammeln? Klar, der eine mag es und der nächste nicht, aber jemanden deswegen gleich so zu demotivieren finde ich auch nicht richtig.

Wenn Ihr Euch alle so gut auskennt, dann gebt doch lieber Tipps wie man raus findet ob ein Markt dafür da ist und an wen man sich wenden kann.

Jeder der überlegt sich selbständig zu machen, sollte wissen das es eine Heidenarbeit ist und im Gegensatz zu so manch einer Festanstellung kein Zuckerschlecken. Aber ich finde es gut, dass es Leute gibt die diesen Schritt auch wagen wollen und sich vorher informieren und was anderes hat die TE nicht gemacht. Ich finde Ihr Posting hört sich im Gegensatz zu vielen andere hier sogar vernünftig an. Sie hat sich wenigstens schon einmal Gedanken über einen Businessplan gemacht. ;-)

VG
Nadine #snowy

Beitrag von manavgat 01.12.10 - 19:08 Uhr

diese Idee ist so abstrus, da hilft auch keine Marktanalyse.

Gruß

Manavgat

Beitrag von hendrik-j 02.12.10 - 09:18 Uhr

Schade das Du nicht mal nach links und rechts guckst.

Bei Dir gibt es nur mag ich oder mag ich nicht und wenn Du was nicht magst ist es gleich scheiße.

Super Einstellung!

Gruß
Nadine

Beitrag von windsbraut69 30.11.10 - 11:51 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Eltern scharf drauf sind, praktisch im Kindergarten Kaffee trinken zu können.

Eine ganz andere Frage ist es dann noch, ob sich so ein Konzept rechnet - der Platz- und Personalbedarf ist enorm und ich denke, im Verhältnis zu gemischtem Publikum wird wenig konsumiert.

Gruß,

W

Beitrag von marion2 30.11.10 - 18:15 Uhr

"im Verhältnis zu gemischtem Publikum wird wenig konsumiert"

Ich denke, da denkst du richtig. Ein Großteils des Publikums wird ja noch gestillt und zahlt somit nicht für Heizung und warm Wasser...

Beitrag von cat_t 09.12.10 - 09:09 Uhr

Hallo Ela #blume

und? was kam bei den Überlegungen heraus? Machste was oder nicht?

#liebdrueck
Sanne #sonne