Ein Ferber-Erfahrungsbericht

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 09:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

also um es gleich Vorwegzunehmen:

Ich habe aus Mangel an anderen Lösungsstrategien meine Tochter im Säuglingsalter schreien lassen, allerdings ist sie heute 18 Jahre alt und ich kann euch einiges berichten.

Zunächst einmal bekam ich natürlich meine Große, da war ich grade 19 und habe noch zu Hause gewohnt. Sie hat nie laut geschrien und ich konnte es mir erlauben nach meinem Instinkt zu handeln. Ich habe sie schon beim kleinsten Muks zu mir genommen, gestillt und gekuschelt. Manchmal schlief sie bei mir, manchmal aber auch in ihrem eigenen Zimmer (das war halt damals so #augen obwohl ich mir etwas anderes auch gewünscht hätte aber damals hieß es:"Bloß nicht bei den Eltern schlafen lassen, Verdacht auf Plötzlicher Kindstod....").

Nach 16 Monaten wurde meine zweite Tochter geboren. Ich wohnte immer noch bei meinen Eltern und sie war ein Schreikind. Es hat schon direkt nach der Geburt angefangen, dass die Maus gebrüllt hat, wie am Spieß und ich mit der Situation völlig überfordert war. Sie war nur ruhig, wenn ich sie mit dem Bauch auf meinem Arm immer herumgetragen habe. Als wir dann aus dem KH kamen (im Übrigen mit der Empfehlung im Gepäck nur nach Plan zu stillen, also alle 4 Stunden) fing der Horror an. Ich muß dazu sagen, dass meine Schwester auch noch bei meinen Elter wohnte, mit ihren etwa 5 Jährigen Sohn. Die Kleine schrie und schrie, sie hat sich dann gar nicht beruhigen lassen, weder auf dem Arm, noch an der Brust oder mit Nucki oder sonstwas. Meine Familie war schrecklich entnervt von Geschrei der Kleinen und ich mehr und mehr verunsichert. Irgendwann trank sie auch nicht mehr und ich hatte auch keinen richtigen Milcheinschuss (Stress). Es sollte zugefüttert werden, aber auch die Flasche nahm sie nicht wirklich an, sie hat ja geschrieen, da konnte sie ja nicht trinken. Auf Anraten meiner Mutter (die mir auch dauernd zuredete, dass ich doch einfach schreien lassen sollle) bin ich dann zu unserem KiA, der mir auch einfach nur empfahl, die Kleine (sie war damals gerade Mal eine Woche alt) schreien zu lassen, dies hätte sich schon oft bewährt. Egal wen ich fragte, mein Hebi, meine Mutter, der KiA, andere Mütter, alle sagten mir ich solle sie schreien lassen. Und ich wusste mir keinen anderen Rat mehr, war auch völlig verunsichert und habe sie dann auch einfach schreien lassen.

Sie kam entweder tagsüber in den Kinderwagen und dort schrie und jammerte sie so vor sich hin, oder ich legte sie in ihr Bett, in ein eigenes Zimmer, wobei ich alle Türen schließen musste um das auszuhalten und dabei selbst völlig am Ende mit meinen Nerven auch nur geheult habe. Sie schlief dann zwar mit 2 (!) Wochen etwas 6 Std durch hate jedoch auch vorher den ganzen Nachmiitag von ca. 13.00 bis 18.00 durchgeschrieen. Es ist einfach nur schrecklich und während ich das schreibe kommen mir wieder die Tränen. Die Kleine wurde bei ihren Schreiattacken immer hysterischer und ließ sich nur noch beruhigen, wenn ich mit ihr in einem abgedunkelten Zimmer saß, sie auf meinem Bauch gelegt habe und ihr leise was vorgesungen habe (naja mehr gebrummt).

Als sie etwa 7 Monate war haben wir endlich, endlich eine Wohnung gefunden. Und was passierte? Sie kam zusammen mit ihrer Schwester in ein Zimmer, machmal sogar in ein Bett. Sie hörte fast schlagartig auf mit ihrem panischen Schreiakttacken. Wenn sie wirklich mal geschrieen hat, dann habe ich sie durch die Wohnung getragen (ich musste ja keine Angst mehr haben vpor meiner genervten Familie) oder sie kam zu mir ins Bett.

Aber sie hat ihre Schäden davon getragen. Als Kleinkind war sie Schlafwanderlin, sie h´saß ganz oft mitten in ihrem Zimmer und hat geschrieen und ließ sich jur beruhigen, wenn ich sie ganz sacht ohne mit irh zu sprechen wieder ins Bett legte und mich neben sie legte, bis sie wieder eingeschlafen war.
Als Schulkind hatte sie (im Übrigen bis heute) extreme Schlafprobleme. Sie konnte dann einfach nicht einschlafen, lag stundenlang wach und erst, wenn sie bei mir im Bett ganz eng an mich gekuschelt war, dann konnte sie schlafen.
Heute ist es so, dass sie sich extrem an mich klammert, Früher war das körperlich, also da klebte sie immer an mir wie eine Klette. Heute ist es eher psychisch. Sie kann nichts tun, ohne mit mir erstmal darüber zu reden, sich quasi meiner zu versichern. Sie hat schreckliche Angst vor unbekannten Siutationen. Sie kann kaum bis gar nicht entspannen. Und das alles nur, weil ich sie im Säuglingsalter habe schreien lassen, das weiß ich heute!

Mit meinem Kleinen habe ich das von anfang an ganz anders gemacht. Er schlief von Anfang an bei usn im Bett (übrigens bis heute, obwohl er schon 5 ist :-p). Als Säugling hatte ich ihn eigentlich den ganzen Tag im Tragetuch und habe ihn auch nach Bedarf gefüttert (trotz Flaschennahrung) und er hatte und hat bis jetzt keinerlei Probleme mit Schlafen und neuen Situattionen (außer ganz normalen Befürchtungen).

Ich wollte das nurmal berichten, weil ich hoffe, dass sich vielleicht die ein oder andere frische Mama dreimal überlegt, ob sie ihr Baby schreien lässt.

LG Tina ----> die heute auch kein schlechtes Gewissen hat, das der Zwerg immer noch bei uns schläft ;-)

Beitrag von ayshe 30.11.10 - 10:19 Uhr

Ich finde es sehr mutig von dir das zu berichten, vielen Dank #blume

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 10:28 Uhr

Oh #hicks danke. Aber mutig ist was anderes, nach meiner <meinung.

Mutig wäre es gewesen, trotz allen Empfehlungen zum Schreien lassen meine Tochter dennoch so zu behandeln, wie es meinem Instinkt entsprochen hätte.

LG #winke Tina

Beitrag von ayshe 30.11.10 - 10:39 Uhr

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Mutig wäre es gewesen, trotz allen Empfehlungen zum Schreien lassen meine Tochter dennoch so zu behandeln, wie es meinem Instinkt entsprochen hätte.
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Schon, aber ich finde es wichtig, daß auch Eltern über negative Auswirkungen sprechen und es nicht verheimlichen, denn es ist eben wichtig.

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 10:55 Uhr

ja ich habe lange überlegt, ob ich es schreiben sollte, aber ich hoffe wirklich, dass sich die ein oder andere Mama das durchliest und einfach drüber nachdenkt.

Denn die negativen Auswirkungen sind einfach nicht von der Hand zu weisen und meine Tochter ist ja nun auch schon erwachsen.

Sie kann sich zwar nicht daran erinnern, aber ihr Unterbewusstsein, ihre Seele, ihr Vetrauen in andere Menschen, all das hat darunter gelitten und sie muss nun mit den Konsequenzen meines Tuns zurecht kommen (sie macht aber eine Therapie, ich hoffe, dort kann ihr geholfen werden).

Uns hat das ferbern nichts gebracht, nur Leid und Kummer. Und sie hat über Jahre hinweg Probleme mit dem Schlafen. Das kann man nicht mehr oder nur sehr schwer wieder gerade biegen.

LG Tina

Beitrag von mamamia-1979 30.11.10 - 10:42 Uhr

Da gehört Mut dazu. Ich finde es toll das du dich das Traust#liebdrueck.

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 10:50 Uhr

Vielen Dank #liebdrueck

Beitrag von maria2012 30.11.10 - 11:16 Uhr

Hallo!!!

Ich finde es toll, dass du das geschrieben hast.

Es ist total erschreckend, wie sich so ein Fehlverhalten durch das ganze Leben wie ein roter Faden zieht.

Danke für deinen Erfahrungsbericht, ich hoffe, dass du viele junge verzweifelte Mütter damit bekehren kannst!!! #klee

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 11:40 Uhr

Vielen Dank #blume.

Ja ich finde es auch erschreckend und so schlimm, dass ich meiner Tochter so etwas angetan habe! Man kann das nicht wieder rückgängig machen und ich bin auch der Meinung, dass das bei z.B. 2 Jährigen ähnlich fatale Auswirkungen haben kann, wie es bei einem Baby der Fall ist.

Ich hoffe auch, dass sich einige junge Mütter wenigstens ein Beispiel daran nehmen, wie man es auf keinen Fall machen sollte. Egal wie sehr so ein Würmchen schreit und sich vielleicht auch nicht beruhigen lässt, es ist keine Lösung, das Kind schreien zu lassen!

LG Tina

Beitrag von felix.mama 30.11.10 - 11:28 Uhr

Einer schöner bericht der zeigt was doch alles mit kindern gemacht wurde unter dem deckmantel, das das so sein muss.
Jedoch wird das hier wieder auf wenig resonanz stoßen, denn dein bericht ist erschreckend und unbequem. er stößt zum nachdenken an und das wäre etwas was sich viele nicht trauen. denn schreien tut hier ja kein kind, sie jammern ja nur! und das wird schon nicht so schlimm sein.
das es schlimm ist zeigt deine tochter. und wenn ich mir auch schon meine generation anschaue, dann gibt es da viele denen es ähnlich geht (mich teilweise eingeschlossen)
warum gibt es nur so viele selbsthilfe gruppen? warum ertragen viele menschen stress so schlecht? woher kommen aufeinmal die vielen fälle von angstzuständen?
Man könnte mir jetzt wieder übertreibung vorwerfen, aber das überlasse ich jedem selber!

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 11:53 Uhr

Danke #blume!

Also ich kann nur zum Thema Resonanz sagen, dass ich damals jeden Strohhalm ergriffen hätte, JEDEN.
Leider gab es damals sowas wie Internet in jedem Haushalt, Krabbelgruppen in jeder Gemeinde etc. nicht und ich habe ja von jedem nur diesen einen Tipp bekommen, nämlich sie einfach schreien zu lassen. Das waren auch immer nur "gutgemeinte" Tipps, aber mit erschreckender Auswirkung! Es wurde dann auch immer argumentiert, dass es wichtig sei, dass ich (als Mutter) bei Kräften bliebe, dass ich ausreichend Schlaf bekäme und mich auch noch um meine Große zu kümmern habe. Aber all das haben wir durch das Schreien lassen auch nicht erreicht. Ich war weder ausgeglichen oder ausgeschlafen oder konnte mich besser um meine Große kümmern. Es war das Gegenteil der Fall, durch das ständige Schreien war ich mit meinen Nerven bald so am Ende, dass ich mich um gar nichts mehr richtig kümmern konnte. Ich habe ja auch völlig entgegen meiner inneren Stimme gehandelt.

Ich wurde als Baby/Kleinkind auch geferbert. Ich durfte nie, NIEMALS bei meinen Eltern im Bett schlafen, egal ob ich krank war oder Angst hatte oder sowas. Und ich habe bis heute Angst davor alleine zu schlafen und mein Vetrauen in andere Menschen ist ebenso extrem angeknackst.
Soviel zu diesem Thema. Damit wurden/werden Generationen von Menschenkindern zu unselbstständigen/ängstlichen Erwachsenen "erzogen". Deswegen spreche ich auch mit meinen beiden Töchtern darüber sehr offen, weil ich verhindern möchte, dass sie das aus Unwissenheit oder weil sie nicht anders kennen, bei ihren zukünftigen Kindern genauso machen.

LG Tina

Beitrag von felix.mama 30.11.10 - 12:02 Uhr

Ja aus diesem grund habe ich von anfang an das gemacht was ich für richtig hielt. Und das ist auch der grund warum so viele frauen hier (mich eingeschlossen) gegen das ferbern wettern!

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:32 Uhr

>>"Und das ist auch der grund warum so viele frauen hier (mich eingeschlossen) gegen das ferbern wettern! "<<

Und das ist auch gut so. Je öfter man liest, oder hört oder sieht, dass eine Handlung evtl nicht richtig oder sogar sein kann, umso eher überdenkt man das Handeln, hinterfragt und ändert es oder fängt es gar nicht erst an.

Ich wäre damals froh gewesen, wenn es sowas wie urbia (insbesondere das Schlafen/Stillen und Ernährung/Baby Forum) gegeben hätte oder mir jemand eine anderen Weg aufgezeigt hätte.

Übrigens hat meine Schwester ihrem Sohn das "Schlafen" auch mit kopntrolliertem Schreienlassen beigebracht und er ist am Ende drogenabhängig geworden. Mein beiden Schwester und ich wurden ebenso zum Schlafen verdonnert und wir haben alle drei Probleme, sei es Depressionen, workaholic, Abhängigkeitserkrankungen, Bindungsprobleme usw.

Kann sein, dass das alles nur zufällig so gekommen ist, oder das es andere Faktoren gab (die gab es mit Sicherheit auch) aber ich kann mir vieles damit erklären und vor allem kann ich mich noch sehr gut an die Angst erinnern, die ich hatte, wenn es hieß "Nun aber ab ins Bett mit dir".

LG und mach weiter so! Tina

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:33 Uhr

hm ich geb mal ein -schädlich- in zeile 4 dazu #winke

Beitrag von leopoldina1971 30.11.10 - 11:42 Uhr


In einigen Punkten hast du mir aus der Seele gesprochen.
Rückblickend bereue ich es zutiefst, ihn abends bzw. nachts nicht häufiger bzw. gänzlich mit ins Bett genommen zu haben. Völlig verunsichert und aus Mangel an anderen Erfahrungsberichten (ich wäre so dankbar um die heutigen Diskussionen und Erkenntnisse gewesen - leider hatte ich es damals noch nicht so mit dem Internet) habe ich die "Anweisungen" der Hebamme befolgt, dass das Schreien ganz natürlich sei und ich ihn bloß nicht ständig ins Bett holen solle bzw. herumtragen solle usw. Man wollte ja alles richtig machen.
Das einzig Richtige ist aber, seinen Urinstinkten zu folgen!
Deshalb darf unser 6jähriges Schulkind, welches derzeit sehr anhänglich ist und schlecht durchschläft bzw. nachts unsere Nähe sucht, auch bei uns im Bett schlafen, solange er das braucht.

LG

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:05 Uhr

>>"Deshalb darf unser 6jähriges Schulkind, welches derzeit sehr anhänglich ist und schlecht durchschläft bzw. nachts unsere Nähe sucht, auch bei uns im Bett schlafen, solange er das braucht. "<<

Bei uns ist das genauso. Der Kleine hat zwar sein eigenes Zimmer, sein eigenes Bett, welches er auch immer mal zwischendurch nutzt ;-) , aber wenn er zu mir sagt, dass er bei uns schlafen möchte, dann darf er das auch.

Bei ihm steht jetzt bald die Einschulung an und ich denke, dass das auch mit reinspielt, denn seitdem der Vorstellungstermin in der Schule war, möchte er halt lieber bei uns bleiben. Wahrscheinlich geht ihm viel im Kopf herum und er braucht einfach die Sicherheit von mama und Papa.

LG und danke für deine Worte #liebdrueck Tina

Beitrag von littlelight 30.11.10 - 11:44 Uhr

Ich finde es auch sehr mutig von dir, dass du deine Erfahrungen hier niederschreibst. Vor allem, weil sie noch immer sehr an deinen Nerven zerren und deine Tochter noch mit den Folgen zu kämpfen hat!

Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Liebe und Kraft besser mit der Situation umgehen zu können.

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:09 Uhr

Viele Dank,

ja du hast recht, mich bedrückt dieses unsägliche Verhalten meinerseits immernoch sehr. Vor allem weil ich sehe, was meine Tochter damit für Probleme hat. Je älter sie wird, desto klarer wird auch ihre Problematik.

Viele Dank für deinen Wunsch, ich denke vor allem meine Tochter kann das gut gebrauchen.... aber ich auch ein bisschen #liebdrueck.

LG Tina

Beitrag von raevunge 30.11.10 - 11:53 Uhr

Schön geschrieben, vielen Dank für deinen Bericht und deinen Mut!

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:09 Uhr

Danke dir #blume

Beitrag von schwilis1 30.11.10 - 12:52 Uhr

ich hoffe sehr, dass die überzeugten Ferber Mamis das hier lesen, und es nicht einfach abtun, so nach dem motto, jedes Kind ist anders, und dass dein kind so anhänglich ist hat nichts mit dem schreien lassen zu tun.

Meine Familie hat auch immer Angst ich verhätschel meinen sohn so sehr... aber sie haben aufgehoert mich zu belehren. denn sie sehen was für ein freundlicher weltoffener Mensch er ist und dass mein "verwöhnen" ihm doch viel gutes bringt :)

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:13 Uhr

Oh ja, das kenne ich auch. Was meinst du, wie oft mir meine Mutter vorhält, ich würde den Kleinen viel zu sehr verwöhnen (und dabei weiß sie noch nicht mal, dass er mal wieder bei uns nächtigt #schein ).

Aber mittlerweile lasse ich mir nicht mehr in meine Erziehung reireden, denn ich weiß, dass es ihm gutgeht damit und er ohne Scheu mit anderen Menschen in Kontakt treten kann, neue Aufgaben zu meistern versteht und alles in allem ein sehr ausgeglichener kleiner Mensch ist #verliebt.

LG Tina

Beitrag von frau_e_aus_b 30.11.10 - 13:03 Uhr

Danke für deinen ehrlichen Bericht #liebdrueck

Ich habe auch einen ähnlichen Fall in der Familie.
Dieser Junge ist allerdings erst 3Jahre alt. Er wurde ab dem 1. Tag geferbert, weil es ja der "bequemere" (??) Weg war.

Wenn er weinte und Nähe wollte wurde er ins Bett gesteckt und Tür zu.

Er geht zwar ganz gerne ins Bett, schläft aber sehr schlecht, wacht mehrmals die Nacht auf und schreit - es wird aber nicht reagiert (um dem Jungen die Grenzen zu zeigen)
Er ist ein sehr anhänglicher u ängstlicher Junge.
Er ist entwicklungsverzögert. Kann es nicht ertragen wenn Mama oder Papa den Raum verlassen. Spricht kaum ein Wort.

Organisch ist alles i.O.

LG
Steffi

Beitrag von buzzi2 30.11.10 - 15:21 Uhr

Liebe Steffi,

ich habe sowieso das Gefühl, dass es oftmals einfach "in der Familie" liegt, wie mit so einem kleinen Menschen umgegangen wird. So wie ich in der Kindheit behandelt wurde, so ähnlich gebe ich es auch an meine eigenen Kinder weiter. Das trifft nicht bei jedem zu, aber halt leider doch ganz oft.

Die "Symptome" haben sich bei meiner Tochter, je älter sie wurde, immer mehr vestärkt und auch manifestiert. Und es ist mir nicht gelungen, sie zu beheben, auch als ich sie dann später bei mir habe schlafen lassen und ihr immer soviel Nähe gab wie sie brauchte, es ist fast schon irreparabel. Ich denke, es wird ihr viel Kraft und Ausdauer abverlangen, bis sie in der Lage sein wird, ein eigenständiges selbstbestimmtes Leben führen zu können.

LG Tina

Beitrag von live.free 30.11.10 - 15:45 Uhr

#schock

#schmoll #schmoll #schmoll Der arme kleine Junge.... #schmoll #schmoll #schmoll

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