Sie will einfach keine Beikost (7 Monate)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tuttifruttihh 30.11.10 - 13:19 Uhr

Hey,

wir haben meiner Kleinen das erste Mal Beikost angeboten, da war sie 5 Monate. Es hat überhaupt nicht geklappt. Wir haben es immer wieder versucht, erst mit Karotte, dann Karotte-Kartoffel und dann Karotte-Kartoffel-Rindfleisch. Irgendwann fanden wir heraus, dass sie keine Karotte mag. Seitdem wir ihr Pastinake anbieten klappt es besser, sie hat sogar schon mal fast ein ganzes Gläschen geschafft. Aber davon, regelmäßig (täglich) die Mittagsmahlzeit durch Beikost zu ersetzen, sind wir noch meilenweit entfernt. Wir haben ihr nun auch einen Frucht- bzw. Frucht-Getreide-Brei angeboten, den mag sie zwar lieber als den Mittagsbrei, allerdings klappt es auch nicht wirklich. Ähnlich sieht es bei dem Abendbrei aus. Auch wenn wir ihr eine gedünstete Karotte oder eine Reiswaffel anbieten, steckt sie es zwar kurz in den Mund, verzieht dann aber angewiedert das Gesicht.

Ich will einfach nicht, dass das Essen ein Kampf wird (was es leider teilweise ist, denn zumindest der erste Löffel braucht eine Menge Überredenskunst). Wenn sie nur ihre Fläschchen bekommt ist sie das ausgeglichenste Baby der Welt. Habe dann beim Kinderarzt nachgefragt, ob wir das mit der Beikost nicht sein lassen können, bis Fiona eindeutig danach verlangt, aber er meint dass sollte man nicht machen, weil sie mit 7 Monaten schon Beikost brauchen würde. Ich weiß aber, dass es Mütter gibt, die das ganze erste Jahr ausschließlich stillen. Stillen tu ich aber leider nicht, Fiona bekommt Säuglingsnahrung (1er). Gibt es hier Fläschchenmütter, die erst später Beikost eingeführt haben? Und habt ihr das mit dem Arzt abgesprochen??? Ich will mich irgendwie nicht über seinen Rat hinweg setzen, habe aber wirklich das Gefühl, Fiona ist noch nicht so weit.

Sie ist übrigens sehr gut entwickelt, ziemlich groß und propper. Sie sieht nicht aus, als ob ihr etwas fehlt...

Was würdet ihr machen?

Liebe Grüße Saskia und Fiona

Beitrag von schwilis1 30.11.10 - 13:26 Uhr

Warum muß ein Baby Brei essen? Warum muss ein Baby überhaupt essen?
na gut ich weiß nicht wie es bei Fläschchennahrung ist, aber generell würde ich keinem Baby essen aufzwingen was es nicht möchte.
Mein kleiner isst auch erst seit seinem 1. Geburtstag mehr als nur nen Fingerhut. ne Freundin tut mit 14 monaten noch voll stillen, da die kleine lediglich probiert.

habt ihr mal fingerfood probiert? vll ist es die konsistenz? würg... :)
wenn sie das auch ablehnt dann wuerde ich zwar anbieten und an jeder mahlzeit teilnehmen lassen aber aufhoeren druck auszuüben und es hinnehmen :)

Beitrag von njmuench 30.11.10 - 13:33 Uhr

Warten, bis sie sich selber meldet... Das wird schon...

Übrigens mein persönliches Mantra lautet: es ist alles eine phase #liebdrueck

Beitrag von marlen77 30.11.10 - 13:34 Uhr

Hallo,

also ich würde sie,glaube ich jedenfalls, nicht zwingen. Biete ihr immer wieder an und wenn sie es braucht wird sie auch essen. So habe ich es damals mit meinem Sohn gemacht. Es heißt doch immer: Kinder nehmen sich das was sie brauchen und deine Tochter braucht es anscheinend noch nicht.
In der Milch ist im Notfall doch alles wichtige enthalten.
Mach dich nicht verrückt und biete ihr nur regelmäßig und abwechslungsreich an.

LG

Beitrag von tuttifruttihh 30.11.10 - 13:38 Uhr

Ich glaube Eisen ist nicht genug drinne und meine Eisenwerte waren in der Schwangerschaft auch nicht so doll. Nicht, dass meine Maus irgendeinen Mangel bekommt #zitter

Beitrag von marlen77 30.11.10 - 13:42 Uhr

Wenn sie Eisen braucht, wird sie auch essen. Die Babys sollen sowas noch spüren. der Körper der kleinen ist noch nicht so verkorkst wie der eines Erwachsenen :-D

Beitrag von sunflower.1976 30.11.10 - 13:36 Uhr

Hallo!

Du hast aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten.
Entweder Du setzt nochmal ein paar Wochen ganz mit der Beikost aus und probierst es dann nochmal.
Oder Du gibst ihr weiterhin Brei, akzeptierst aber, dass sie vielleicht nur zwei Löffelchen oder ein halbes Gläschen möchte und danach ihre Milch. Der Brei ist BEIkost und keine ERSATZkost für die Milch, wie es häufig dagestellt wird. Gerade in den ersten Monaten der Beikost geht es darum, dass die Kinder Spaß am Essen bekommen und Interesse an Neuem. Und nicht darum, dass unbedingt eine Mahlzeit ersetzt wird.
Versuch nicht, sie zu überreden, noch ein, zwei Löffelchen mehr zu essen. Wenn Deine Tochter Dir signalisiert, dass sie nichts mehr essen möchte, mach ihr ihre Milch.

Meine Kinder waren zwr Stillkinder. Aber mein großer Sohn wollte erst mit 9,5 Monaten mehr als ein paar Probierhäppchen. Der KiA meinte, dass Kinder spüren, wann ihr Körper etwas anderes als Milch (egal ob MuMi oder Säuglingsnahrung) vertragen kann. Es sei in Ordung, wenn ein Kind nur wenig oder keinen Brei möchte. Würde man es mit Druck versuchen, kann es passieren, dass das Kind deswegen das Essen verweigert, obwohl die Milch eigentlich nicht mehr reicht.
Bei beiden Kindern hatte ich nicht das Ziel, eine Mahlzeit zu ersetzen sondern habe meine Kinder bestimmen lassen, wie viel Brei und Milch sie jeweils wollten. Dasging völlig problemlos.

LG Silvia