Hausgeburt beim 2.KInd??

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von eva1082 30.11.10 - 14:03 Uhr

Hallo zusammen,

meine Frage richtet sich hauprsächlich an diejenigen die ihr 2. Kind zu hause bekomen haben.

Ich bin echt am überlegen ob ich unser 2. Kind daheim bekomme. Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Hebi und fühle mich unheimlich wohl und sicher bei ihr.
Die einzigen Bedenken beziehen sich eigentlich auf die Zeit kurz nach der Geburt. Einerseits wäre es sehr schön wenn mein Sohn sein Geschwisterch gleich um sich hat. Andererseits überlege ich ob es für mich nicht einfacher wäre, wenn ich im KH noch die paar Tage zum "entspannen" hab bevor mich unser dann knapp 2 jähriger dann wieder in beschlag nimmt (was ja sein gutes recht ist).

Das andere ist, ob das ganze "gesiffe" sprich der starke Wochenfluss daheim wirklich angenhm ist in Bezug auf due Entsorgung.

wäre schön wenn ich ein paar Erfahrungen "hören" könnte.

LG eva

Beitrag von itsmyday 30.11.10 - 14:43 Uhr

Hi Eva!

Also, wenn es Dir um ein entspanntes Wochenbett geht, würde ich an Deiner Stelle zu Hause bleiben und jemand für Deinen Großen und den Haushalt organisieren. #cool
Ich selbst hatte zwar eine entspannte Zeit im KH, das war aber wohl eher Glück. Viele meiner Freundinnen waren heilfroh, als sie die ständige Einmischung der Kinderschwestern hinter sich hatten. #augen

Und zum "Gesiffe".....um das mußt Du Dich im KH und auch zu Hause selbst kümmern, sprich: in beiden Fällen geht das Zeug direkt in den Mülleimer. Ich sehe da den Mehraufwand zu Hause nicht. Ihr habt ja wohl eine Müllabfuhr?! #kratz

Also, laß dir helfen zu Hause, damit Du diese erste Zeit mit neuem #baby gaaanz arg genießen kannst, dann wird das bestimmt ein tolles Erlebnis, wenn du doch sogar schon eine Hebamme hast, der Du vertraust....das ist für die meisten eigentlich die größte Hürde. #schwitz

Alles Gute!!! #liebdrueck

Itsy

Beitrag von 30.11.10 30.11.10 - 14:46 Uhr

Ich hab mein 2 Kind Ambulant bekommen, HG war mir doch zu Gefährlich.

Also Zuhause konnte ich mich gut erholen trotz dem 1 Jährigen, mein Mann war ja auch da.
Krankenhaus hätte ich micht nicht erholen können.
Die meißten Weiber da die man auf dem Zimmer hat mögen es ja wenn die Heizung auf 5 ist und Fenster und Tür zu, DAS ist für mich schon der Horror schlechthin.

Zuhause ist immer am besten;-)

Beitrag von matsel 30.11.10 - 15:24 Uhr

hallo,
ich habe beide kinder zu hause bekommen. wenn deine hebi hg´s macht und du dir eine geburt zu hause vorstellen kannst, warum nicht?
in den ersten tagen nach der geburt wird die hebamme jeden tag kommen, insofern du hilfe benötigst auch öfters oder aber eben etwas seltener, das wird individuell abgesprochen. zum thema entspannung und kh jann ich nicht wirklich was sagen....andererseits wenn man das so hört: 6uhr wecken, blutdruck, fieber messen etc besuch der anderen im zimmer, gebrüll der anderen kinder wenn man selbst schlafenwill^usw usw. naja, wers mag. vorlesen kann man auch auf der couch o im bett da kann man sich durchaus einrichten. das "gesiffe" hast du doch, wenns gut kommt, mind 4-6 wochen. da macht es doch keinen unterschied ob du gleich zu hause bist o nach 3 tagen kommst.
die frage ist wirklich ob du dir es vorstellen kannst...ohne schmerzmittel usw.
zum thema sicherheit: www.quag.de
es ist einfach so das bei genauer risikobewertung eine hg genauso sicher ist wie im kh.
lg

Beitrag von eva1082 30.11.10 - 15:58 Uhr

Hi,

vorstellen kann ich mir das auf jeden Fall. Schmerzmittel hatte ich beim ersten Mal auch nicht weils schlichweg zu schnell dafür ging. Mumu 5cm bis mein Kind da war.....1,5 h.

Klar dauert das gesiffe länger abe halt die stärksten Blutungen den 1. und 2. Tag. Aber das war eigentlich eh kein AUsschlaggebender Grund dagegen.

Nach der ersten Geburt haben mich die Schwestern eben unendlich genervt mit dem Stillen z.B und das wollte ich mir nun auch sparen.


Vielen Dank für all eure Antworten!! WIr werden nochmal genau drüber nachdenken, hab ja noch bissl Zeit, aber ich denke schon das ich es daheim machen werde.

liebe Grüße

Beitrag von uvd 30.11.10 - 15:35 Uhr

nun, ich habe nicht mein 2. kind, sondern erst mein 4. kind zuhause bekommen. vielleicht darf ich trotzdem berichten?

es war die beste, einfachste, erfüllendste, schönste, problemloseste geburt von allen. es war das größte kind (4050 gramm) und endlich die ersehnte wassergeburt im geburtspool.

meine hebamme kam zur geburt und danach jeden tag vorbei.
das wochenbett war wesentlich entspannter als im KH.
eigenes schlafzimmer, eigenes bett, eigenes bad, niemand, der morgens um 7 betten machen oder fieber messen will.
besuch nur nach absprache, telefon und türklingel abgestellt.

mein mann war meine haushaltshilfe. d.h. er hatte unbezahlten urlaub und der verdienstausfall wurde von der krankenkasse bezahlt.

die hebamme hat den müll nach der geburt (gebrauchte einmalunterlagen etc.) aufgeräumt und entsorgt. es war 1 müllsack voll.

die wochenbinden braucht man mehrere wochen, nicht nur die ersten 3-4 tage, von daher spielt das keine rolle.

ich würde nie wieder freiwillig in ein KH gehen!

Beitrag von anarchie 30.11.10 - 16:48 Uhr

Hallo!

meine 4 Kinder(8,6,3,1) sind alle zuhause geboren...

Ich fand das Wochenbett immer sehr entspannt, hätte mich aber auch im KH NIE wohlgefühlt.
Mir ist Fremdbestimmung und Routine ein Graus.

Dein Mann sollte aber schon einige tage da sein...das müsste er ja auch,wenn du im KH bist - und diese zeit solltest du auch wirklich langsam machen...

lg

melanie

Beitrag von golm1512 30.11.10 - 17:35 Uhr

Hallo!
Ich habe das erste Kind im GBH und das zweite zuhause bekommen. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen ins Krankenhaus zugehen#schein.

Die HG war das allertollste überhaupt. Kurz und schmerzhaft und hinterher konnte ich einfach bleiben, wo ich war. Mein erster Sohn hat seinen Bruder 1,5 Stunden nach der Geburt kennengelernt. Da er gleich mit zu uns Bett huschen konnte und ich eben nicht für ein paar Tage wegen des kleinen Bruder verschwunden bin, hat er ihn einfach so hingenommen. Eifersucht war eigentlich kein echtes Thema.
Ich fand die ersten Tage so wunderbar. Ich war ein bisschen "high" von all den Hormonen.

Den Wochenfluss hast du sowieso länger als ein Krankenhausaufenthalt dauert.
Da ich jahrelang einem KH gearbeitet habe, WUSSTE ich, dass ich zuhause viel mehr Ruhe haben würde. Hatte ich ja auch. Ich habe im Wochenbett sehr schön entspannt, weil mir nicht permanent jemand reingeredet hat und wir alle Zeit der Welt hatten um uns kennenzulernen.

Gruß
Susanne

Beitrag von qrupa 30.11.10 - 18:51 Uhr

Hallo

wir werden in den nächsten Wochen unser zweites Baby hoffentlich zu hause bekommen dürfen. Der Mülleimer im Bad mit den Binden muß mein Mann eben regelmäßig ausleeren, aber das ist ja nun wirklich kein großer Aufwand. Und ich persönlich finde KKH alles andere als erholsam. Mein eigenes Bett, meine eigene Bettwäsche, mir bei stillbedingten Heißhungerattacken nachts um 3 meinen Lieblingsjoghurt aus dem Kühlschrank holen können, kein Besuch der plötzlich im Zimmer steht, niemand der mir erzählt wann und wie ich mein Baby zu stillen zu wickeln und zu baden habe, niemand der unbedingt JETZT sauber machen will,...
Und um unsere große Tochter kümmert sich der Papa mit, das müsste er auch wenn ich ein paar Tage in der Klinik wäre.

Beitrag von cori0815 30.11.10 - 20:11 Uhr

hi Eva!

Nur zu!

Ich hatte noch nie eine Hausgeburt, aber ich hätte es sofort gemacht, wenn mein Mann hinter mir gestanden hätte (zumindest beim zweiten Kind. Beim ersten hätte ich wohl echt noch Manschetten gehabt).

Die Illusion, dass du dich im KH besser erholen kannst, kann ich dir getrost nehmen: bei mir war es so, dass sich die Besucher die KH-Türklinke in die Hand gaben. Das wäre zuhause NIE so gewesen, weil die Leute da die Privatsphäre einfach ernster genommen hätten.

Mein Sohn war 18 Mon., als sein Geschwisterchen kam. Und ich hätte ihn selbstverständlich für die Geburt außerhalb des Hauses geparkt. Aber ich glaube nicht, dass er mich mehr gestresst hätte als die Besucher ;-)

Zum "Entsorgen": kauft doch einfach einen billigen Mülleimer mit Deckel. Und bringt die Binden einfach in den ersten Tagen 2x täglich raus in den Müll. Was soll daran schwierig sein? SOOOOOOO viel ist es ja auch nicht. Nicht zu vergleichen mit den demnächst anfallenden Windelbergen ;-)

Macht deine Hebamme denn auch Hausgeburten? Meine hätte ich dafür nicht bekommen, da sie keine Hausgeburten macht. Dann hätte ich noch die Hebamme wechseln müssen - das wollte ich nicht.

Lg
cori

Beitrag von eva1082 30.11.10 - 20:42 Uhr

Hi Cori

Das mit dem Müll ist ja eigentlich wirklich kein Problem...

ja meine Hebi macht Hausgeburten hab schon ein bisschen mit ihr drüber gesprochen. Mein Mann ist nicht wirklich davon überzeugt, was aber wohl am Beruf als Sani liegt, aber er sagt ich soll mich dabei wohlfühlen und er kommt daheim auch damit zurecht.

lg eva

Beitrag von qrupa 01.12.10 - 08:15 Uhr

Hallo

Meiner hat auch erstmal keine Freudensprünge gemacht aber nach einem ausführlichen Gespräch mit meiner Hebamme, in der er jede noch so "dumme" Frage stellen konnte und alle "was wäre wenn" Szenarien durchgegangen ist und dabei festgestellt hat, dass eine Hausgeburt nicht bedeutet dass man sich wieder ins Mittelalter zurückbegibt, welche technischen Möglichkeiten Hebammen im Notfall haben, welche Medikamente im Niotfall zur verfügung stehen, was sie alles können und dürfen ist er absolut dafür gewesen. Macht doch mal einen Gesprächstermin mit deinem mann und deiner Hebamme. Du wirst wahrscheinlich auch viel entspannter sein, wenn dein Mann voll hinter dir steht anstatt es einfach nur "über sich ergehen zu lassen"

LG
qrupa

Beitrag von tekelek 30.11.10 - 20:46 Uhr

Hallo Eva !

Ich habe sowohl mein erstes, als auch mein zweites Kind zu Hause bekommen. Das dritte steht nun schon in der Warteschleife ;-)
Im Krankenhaus entspannen ? Soll das ein Witz sein ;-) ?
Ich war zwar noch nie wegen einer Geburt im Krankenhaus, aber die Male, die ich dort war, konnte ich beim besten Willen nicht entspannen ...
Ständig irgendwelcher Hintergrundlärm, schlechte Betten, mieses Essen (zumindest in meinen Augen), keine Privatsphäre, nein Danke.
Und der Wochenfluss wäre für mich kein Argument. Ein großer Mülleimer, täglich wechseln lassen vom Mann, fertig.
Die "Hinterlassenschaften" nach den Geburten verschwanden bei uns binnen ca. 15 Minuten in großen Säcken und wanderten nach draußen, eine halbe Stunde später sah das Zimmer aus, als ob nie eine Geburt stattgefunden hätte (bis auf die Wöchnerin und das Baby ;-)).
Unsere Tochter hat damals ihren Bruder eine Stunde nach der Geburt begrüßen dürfen und der normale Tagesablauf wurde durch nichts gestört (morgens Wehen, abends Kind geboren, gemeinsames Abendessen, dann alle ins Bett).
Wenn Du Dich so wohl fühlst bei dem Gedanken an eine Hausgeburt, würde ich auch eine machen #pro

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (bald 6), Nevio (4) und Sohn Nr.2 (34.SSW)

Beitrag von becca04 30.11.10 - 21:00 Uhr

Hallo Eva,

ich hatte von drei Geburten zwei Hausgeburten (Nr. 2 und 3) - die letzte ist gerade einmal 3 1/2 Monate her.

Ich kenne also beides (KHG und HG) und kann nur zuraten - sofern die Voraussetzungen stimmen - das Kind zu Hause zu bekommen: Nur hier kann man wirklich selbstbestimmt sein, bleibt von Adrenalinattecken infolge von Ängsten und Stress verschont, muss nicht umziehen, sondern kann gleich mit der ganzen Familie den Neuankömmling begrüßen.

Das Chaos der Geburt ist wirklich innerhalb von maximal 30 Minuten beseitigt - eine 60 Grad-Waschmaschine und das war's.

Die Tage danach liegt man halt im Bett mit seinem Baby und hat ein bisschen Schonfrist - bei mir hat auch mein Mann und zusätzlich meine Mutter den Versorgungsdienst und die Betreuung der beiden Kinder übernommen. Für die Wochenflussbinden hatte ich einen kleinen Eimer beim Klo stehen, der einmal am Tag von meinem Mann geleert wurde.

Ich denke ebenfalls, dass das KH der letzte Ort ist, an dem man nach (geschweige denn während...) einer Geburt wirklich entspannen kann, zu sehr muss man sich den Abläufen anpassen und kann seine eigenen Bedürfnisse sowie die des Babys gar nicht richtig wahrnehmen.

Also: Ich wünsche Dir eine wunderschöne zweite HAUSgeburt,
liebe Grüße,
Becca

Beitrag von magdalena70 01.12.10 - 10:19 Uhr

Hallo Eva,
nur noch als kleiner zusätzlicher Tipp: Nach einer KH-Geburt kann man ja die U2 auch dort machen lassen. Bei der HG musst Du Dir wegen der U2 selbst jemanden suchen. Ich habe mir nach einer schlechten Erfahrung nach der ersten HG eine Kinderärztin gesucht, die dafür zu uns nach Hause kam. Das war eine sehr entlastende Entscheidung, weil ich im Frühwochenbett selbst noch nicht außer Haus musste und unsere neugeborene Tochter auch nicht gleich in irgendwelchen Wartezimmern mit Viren und Bakterien in Berührung kam. Außerdem war es stressfrei und es stellte überdies sicher, dass wir diesmal eine Kinderärztin hatten, die mir nicht auch noch Vorwürfe wegen meiner Entscheidung zur HG gemacht hat.
Selbst diesmal kommt unsere Kinderärztin wieder zu uns nach Hause, obwohl wir inzwischen 17 km weit weg wohnen! #huepf

Beitrag von eva1082 02.12.10 - 07:32 Uhr

Hi

ja das stimmt zur U2 müssen wir dann hinfahren weil unser Kia keine Hausbesuche macht. Aber man hat ja bis zum 10. Lebenstag Zeit dafür. Und wenns mir noch nicht gut ginge kann mein MAnn ja allein hinfahren.

Um iren und Bakterien im Wrtezimmer muss ich mir keine Sorgen machen weil unser Kia die U s bei den ganz kleinen Zwergen immer morgens macht wenn noch kein anderer da ist und man dirket ins Behandlungszimmer marschieren kann. mein SOhn hat bis er mit 6 Monaten das erste mal erkältet war kein Wartezimmer von innen gesehen.

LG Eva

Beitrag von golm1512 02.12.10 - 10:01 Uhr

Bist du da sicher?
Ich habe mich darauf eingerichtet, mit meinem neugeborenen Sohn zur U2 zur Kinderärztin fahren zu müssen, weil die in einem ganz anderen Stadtteil ist und der Fahrtweg nicht ganz kurz.
Als ich meinen Sohn dann angemeldet habe, wollten die gar nicht, dass ich komme. Ob mir ein Hausbesuch recht wäre? Ja, und der wurde dann auch gemacht. Ganz einfach. Hast du schon mal nachgefragt?