Welche Stillabstände Stillen zum Beruhigen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mrslucie 30.11.10 - 15:33 Uhr

Hallo!

Mein Kleiner ist jetzt 9 Tage alt (nein, jung!) und hat, zumindest nachts, nen Wecker verschluckt, d.h. kommt ca. alle drei Std.

Bei meiner Tochter damals war es ähnlich, und man konnte sie auch beim Schreien nie durch Stillen beruhigen, d.h. jeglicher Versuch, vor den 3 h schon zu stillen, wurde durch ganz übles Weinen quittiert.

Valentin scheint sich gut durch's Stillen beruhigen zu lassen.

Daher meine Frage: stillt Ihr zum Beruhigen? Und wie sieht's dann mit Bauchweh aus? Denn diese erste Milch soll doch, im Vergleich zur fetthaltigeren Hintermilch, eher Bauchweh machen, und die bekommen sie ja dann, bei häufigen Stillen, viel mehr?

Will ihn halt net mit der Brust trösten und damit dann Bauchweh auslösen.

Puh, kompliziert...

Danke für Antworten!
LG Lucie

Beitrag von lilly7686 30.11.10 - 15:40 Uhr

Hallo!

Stillen macht kein Bauchweh, wenn dein Sohn richtig angedockt ist und keine Luft schluckt.
Wenn dein Sohn gerne zur Beruhigung gestillt wird, dann könnt ihr das gerne machen ;-)

Liebe Grüße!

Beitrag von zweiunddreissig-32 30.11.10 - 15:42 Uhr

Bauchweh wird er sowieso haben, egal ob Hinter- oder Vordermilch#winke Wenn er will, lass ihn trinken!

Beitrag von hippogreif 30.11.10 - 16:12 Uhr

Ich denke, dass ist persönliche Einstellungssache.
Ich habe immer darauf geachtet, dass meine Tochter nur gestillt wurde, wenn sie auch Hunger hatte.
Zum Beruhigen würde ich nie stillen. Dafür gibts ja nun wirklich andere Beruhigungsmethoden, die man probieren kann. Außerdem war es mir immer wichtig, dass meine Brust nicht als Beruhigungssauger mißbraucht wird ;-). Und ich wollte auch nie so ein Dauernuckelndes Kind haben.
Mußt Du aber wirklich selbst entscheiden.

Beitrag von steffi0413 30.11.10 - 16:42 Uhr

Hallo Lucie,

Du kannst ihn immer anlegen, wenn er unruhig wird. Stillen ist doch nicht nur Nahrung und Getränk, sondern auch Beruhigung, Körpernähe, Schmerzmilderung, Mamiduft... ;-) Wurde auch dafür "erfunden", die Babys schnell beruhigen zu können.

Bei Naturvölkern (wo Stillen im Selbstbedienungssystem funktionniert - Mami oben ohne, Baby im Tragetuch) wurde beobachtet, dass die Babys 60-80x (!) in 24 Stunden aus der Brust trinken und haben noch nie von Bauchschmerzen gehört. ;-)

Zu viel milchzuckerreiche Vordermilch kann wirklich Bauchschmerzen verursachen. Wenn das der Fall wäre, würdest Du aber gleich bemerken. Dein Kleiner hätte dann häufigen, wasserdünnen Stuhl.
Dann wird man ein wenig vorsichtiger mit dem Brustwechsel und das Problem ist gelöst. :-)

Wenn Du das Gefühl hast, dass er nur ganz wenig getrunken hat und in Kürze wieder an die Brust möchte, kannst Du wieder die gleiche Brust anbieten.

LG
Steffi

Beitrag von gigamama 04.12.10 - 23:48 Uhr

Also so ganz stimmt das nicht. Stillen macht auch Bauchweh, und zwar weil durch das Erneute anlegen der Darm in Bewegung gerät. Ich stille auch zur Beruhigung. Solange der Kleine damit kein Problem hat. Warum nicht. Besser als Daumen und Schnuller. Wenn die Abstände manchmal zu kurz sind, dann spucken sie zuviel und die Verdauung macht Schwierigkeiten. Ich schaue nicht so genau auf die Uhr. Mal stille ich im 1-2 Stundentakt und mal nach 3-4 Stunden. Und dick kann man von Muttermilch nicht werden. Also einfach weiter stillen nach Bedarf. Manchmal weinen die Kleinen beim erneuten Anlegen, weil es so im Darm zieht und brummelt. Einfach beim Laufen andocken , das beruhigt, lenkt kurzzeitig ab. Wenn das erste Brummeln überwunden ist, geht es auch wieder wie gewohnt weiter mit dem Stillen. Kommt eh gleich wieder unten raus. Les mal ' Und ich lass dich nicht schreien - auch wenn es gut für die Lungen ist' amazon oder libri. Lg