Nach Ulniaris und Guyon nun auch noch TOS

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Beitrag von rittmeisters 30.11.10 - 16:06 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=10&tid=2914547

Hallo hatte ja vor einigen Tagen schon mal geschrieben das mir die Hände häufig einschlafen, war beim Neurologen und Orthopäden bei ersterem bekam ich die Diagnose UlnarisrinnenSyndrom beim zweiten das Guyon syndrom heute musste ich wieder zum Orthopäden und Erfuhr das der Neurologe noch eine Diagnose setzte und zwar TOS Syndrom

http://www.handchirurgie-zentrum.ch/flyertos/flyerTOS1.htm

Nun darf ich erstmal zum Gefäschirurgen und habe natürlich erst für !Mitte Januar#schock!Einen Termin bekommen... Heute habe ich schon dauewrhaftes Kribbeln in den Fingern verspürt, und es gibt nix was ich zur Linderung tun kann ausser einer OP und die kommt erst nach Sicherung des TOS in Frage...

Ich dreh noch durch!!!

Gibt es hier vielleicht jmd. mit einer ähnlichen Geschichte? Kann man etwas tun um die Schmerzen zu lindern???

Beitrag von enni12 01.12.10 - 09:36 Uhr

Hallo,

ich hatte dir ja bereits geschrieben, dass ich die gleichen Symptome hatte und die Ursache bei mir "nur" eine absolut verspannte Rückenmuskulatur war!

Beitrag von rittmeisters 01.12.10 - 17:41 Uhr

Danke für deine Antwort, hier wie auch das letzte mal, mit meinem Rücken ist Leider /zum Glück alles in Ordnung... keine Wirbel verschoben und keine Verspannungen.
Wurd bereits alles Abgeklärt, eine Physio bekomme ich erst Nach dem ich bei der Gefäschirugie im KH war und die Diagnose auf TOS bestätigt oder abgeschmettert wird, selbstverständlich werden wir es, wenn es TOS ist weiterhin schauen ob es mit Krankengymnastik/Physio weg geht, erst wenn es nicht Hilft wird Operiert, da es aber fast täglich merklich Schlimmer wird, würde ich bald alles tun nur damit es besser wird...
Und eins ist Sicher Egal ob TOS oder nicht ein Ulnarisrinnensyndrom liegt zu 100% beidseitig vor und es wird mir vermutlich eine OP am Rechten Arm nicht erspart bleiben!!!

Ich danke euch für eure Antworten und werde mich ggf. no einmal melden wenn ich weiteres weiss!!!

Beitrag von fascia 01.12.10 - 09:38 Uhr

Liebe Nadine,

vor ein paar Tagen habe ich Dir geantwortet. Ich werde das an dieser Stelle fortsetzen.

TOS - da kommt der Neurologe der Sache ja langsam etwas näher.
Thoracic outlet syndrome bedeutet: Es handelt sich um eine Ansammlung diverser Symptome. TOS ist eine typische Ursache für solche Beschwerden, wie Du sie hast. Aber das TOS selbst hat auch eine Ursache. Die ist es, die gefunden und behandelt werden muss, zusammen mit dem ggf. vorliegenden TOS.
Es ist also eine Kettenreaktion, die sich hier abspielt.

Wenn unter diesen Bedingungen die Hände operiert werden (also am Ende der Kette gearbeitet wird), kann das zwar zu Linderung führen, aber die Gefahr einer verlängerten Heilungszeit und eines Wiederkehrens der Beschwerden ist erhöht.
Wenn TOS ausgeschlossen wird, dann könnte eine OP (u.U.!) sinnvoll sein. MIT TOS ist die OP ein glatter Fehler.
(Beim TOS sind Gefäße in Bedrängnis. Die Engpässe - es können mehrere sein - behindern die Zirkulation, die Ver- und Entsorgung ihres Stromgebietes. Wenn bei bestehendem TOS nun auch noch operiert wird, fällt in diesem Gebiet eine höhere Stoffwechselbelastung an, um die OP-Verletzung zu organisieren. Da der Körper aber nicht einmal in der Lage ist, mit den normalen Anforderungen klarzukommen, sind die Heilungsbedingungen nicht sehr gut.)

Die Möglichkeiten eines Orthopäden sowie eines Neurologen bei der Behandlung solcher Syndrome sind gering. Ihnen stehen Medikamente, Spritzen, Skalpell und Verordnung von sog. Heilmitteln (Physiotherapie) zur Verfügung.
(Verdienen können sie nur an den drei erstgenannten.)

Ich habe zwanzig Jahre Physiotherapie hinter mir. Als Therapeutin, meine ich.
Ich schätze, dass 80% der Hand-OPs wegen solcher Symptome/Syndrome nicht hätten sein müssen - nicht hätten sein dürfen.
Die Tendenz zur OP - ohne vorangegangene unblutige Behandlung - ist während dieser Jahre stets gestiegen.
Dieser Anstieg hat keine medizinischen Gründe - es sind wirtschaftliche.

Wenn Du meine Patientin wärst, wäre nach ein paar Wochen mit 80%-iger Sicherheit die OP-Frage vom Tisch.
Und wenn Du eine kooperative und fleißige Patientin wärst, wären Deine Beschwerden dauerhaft Geschichte.

Geh hin und VERLANGE höflich ein Rezept zur Physiotherapie.
Wenn man es Dir verweigert, geh privat zur PT oder zur Osteopathie.
Aber:
Nicht warten auf Januar und das, was dann (vielleicht) kommt.




Du fragst, ob jemand ähnliche Probleme hat oder kennt.
Ich kenne das.
In- und auswendig.


Hilf Dir selbst, denn Du wurdest bisher nicht gut beraten.


#klee,
fascia






Beitrag von fascia 01.12.10 - 10:27 Uhr

...und lies, was enni geschrieben hat. Ein Klassiker!

Beitrag von enni12 01.12.10 - 13:20 Uhr

Ja, bei mir standen auch die übelsten Diagnosen im Raum #zitter

Schade, dass sie auf Antworten immer nicht reagiert #schein