Lehrerin lässt Kind 3 Stunden nachsitzen ohne vorherige Absprache...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von catwoman28 30.11.10 - 19:28 Uhr

Nabend,

bräuchte mal Meinungen zum folgenden Thema,gern auch von Pädagogen ect.

Folgendes hat sich gestern ereignet: eine aufgeregte Mutter eines Klassenkameraden meines Sohnes ruft mich so gegen 13.30Uhr an und fragt ob ich weiß,wo sich ihr Sohn befindet. Zum besseren Verständnis:die Jungs sind 8 und in der 3.Klasse.

Da meiner gestern nicht am Unterricht teilnehmen konnte,da er krank war,musste ich dies leider verneinen.

So, gegen 16.30Uhr ruft sie mich erneut an und erzählt mir,das ihr Sohn eben nach Hause kam,da die Lehrerin ihn von 12.45Uhr bis kurz nach 15Uhr hat nachsitzen lassen!!!Und dieses auch nur beendet wurde,weil der Vater eines weiteren Klassenkameraden zur Schule hochfuhr um das Kind dort rauszuholen.

In der Klasse gibt es einige Schwierigkeiten bezüglich der Hausaufgaben/wobei man sagen muss,die Lehrerin übertreibt es sehr und ist vor allem auch SEHR jung!) Sie ist sehr perfektionistisch und lässt die Kinder teilweise 1 Aufgabe bis zu 4 mal neu machen,nur weil einzelne zahlen nicht ganz korrekt in den Kästchen geschrieben sind oder weil irgendwas in Deutsch nicht so stimmt wie sie es gern hätte.
Und nun dieses! Ich bin wirklich entsetzt.

Die besagte Mutter war völlig aufgelöst,hat sich wahnsinnige Sorgen um ihr Kind gemacht,das 3 STD nicht nach Hause kam. Vor allem OHNE vorherige Ankündigung oder jegliche Benachrichtigung. Sowas geht doch nicht!

Die Mutter hat gestern Abend dann noch bei der Lehrerin angerufen und um Aufklärung gebeten,doch diese zeigte sich sehr uneinsichtig und meinte O-Ton: ich lasse die Kinder solange nachsitzen wie ich das denke und wenn es 4 oder 5 Stunden sind.Daraufhin hat sie aufgelegt.

Ganz ehrlich ,ich hätte die Dame sowas von rund gemacht,wenn es mein Kind betroffen hätte...

Heute nun hat sie beim Direktor angerufen und dieser behauptet,die Lehrerin hätte gesagt,sie hätte das Kind um 12.50Uhr aus der Schule entlassen,was ja augenscheinlich völlig verlogen ist,sonst hätte der Vater des anderen ihn ja nicht um kurz nach 15 Uhr aus dem Klassenzimmer zerren können,sie wollte ihn ja noch da behalten,aber er meinte es würde nun reichen und hat ihn mitgenommen!

Sie hat nun beim Schulamt angerufen und wartet auf eine Rückmeldung.

Kann man die Lehrerin dafür nicht zur Rechenschaft ziehen? Das grenzt ja schon an Freiheitsberaubung!Mit meinem Sohn hätte sie das nicht gemacht,ich hätte sie an den Haaren aus dem Klassenzimmer gezogen,ganz ehrlich.

Der Herr vom Schulamt meinte nur,eigentlich dürfe man überhaupt nicht nachsitzen lassen,und wenn dann nur mit Einverständnis der Eltern,und dann auch nur 1 Schulstunde aber nicht 3 Std.

Übrigens war der Junge nicht das einzige Kind,ein Mädel saß wohl noch länger dort,ohne Info an die Eltern,mehr weiß ich aber bisher nicht.

Und falls jemand mit der logischen Frage kommt,warum die Mutter nicht einfach zur Schule hoch ist: Sie hat MS und ist an den Rollstuhl gefesselt,kann derzeit bei diesen Witterungsverhältnissen nicht mit dem Rolli den ungräumten Berg hoch,sonst wäre sie natürlich sofort los um dort nachzusehen wo er steckt.

Über Meinungen würde ich mich freuen.

Gruß Cat

Beitrag von kawatina 30.11.10 - 20:15 Uhr

Hallo,

Nachsitzen ohne die Eltern vorab zu informieren, ist natürlich nicht zulässig.

3,4 oder 5 Stunden (oder solange die Lehrerin für nötig erachtet) wie diese durchgeknallte Lehrerin behauptet, schon mal gar nicht.

In diesem speziellen Fall würde ich nicht mal versuchen die Wogen beim Schulleiter zu glätten, sondern direkt eine Aufsichtsbeschwerde verfassen, wo man noch nett formuliert, das man sich um den psychischen Zustand der Lehrerin sorge #schein

In Grundschulen sollte das Beste sitzen, was man in der Lehrerschaft finden kann (da gibt mir meine gute Freundin /Lehrerin auch Recht) und nicht gescheiterte Existenzen, wie es oft der Fall ist.

Denn stimmt das Umfeld fördert es die Lernfreude ungemein.;-)

Alles was du für eine gute Beschwerde brauchst, also die Begründung deiner Beschwerde( oder die der anderen Mutter) zu untermauern,findet sich im Landesschulgesetz.

LG
tina

Beitrag von martina75 30.11.10 - 20:15 Uhr

Hallo,
das finde ich unmöglich. Gerade in der heutigen Zeit, wo immer wieder Kinder verschwinden. Man hätte die Mutter informieren können, daß ihr Sohn aus Grund xy nachsitzen muß und das er erst um xx.xx Uhr die Schule verlassen wird.
Andersherum werden die Kinder ja auch nicht einfach nach hause geschickt, wenn eine Schulstunde ausfällt. Ist zumindest bei uns so. Bei den Kindern, die normal nicht in die Betreuung gehen, wird zuhause angerufen, ob jemand da ist. Meldet sich niemand, geht das Kind dann ausnahmsweise in die Betreuung und wird nach den regulären Schulschluß nach hause geschickt. Das ist zumindest bei uns so.
Ich würde mich an der Stelle der Mutter auch an die zuständige Schulbehörde wenden. Das geht einfach nicht und kann auch nicht kommentarlos übergangen werden.
LG,
Martina75
P.S.: Man hat uns am ersten Elternabend auch gesagt, daß sofort zuhause angerufen wird, wenn morgens ein Kind unentschuldigt fehlt.
Man könnte heute nicht vorsichtig genug sein und man rief lieber einmal umsonst bei den Eltern an als sich nachher mal Vorwürfe machen zu müssen.

Beitrag von mimi1410 30.11.10 - 20:33 Uhr

Hi,

es geht gar nicht, dass die Eltern nicht informiert werden - schrifltich!

An jeder Schule, an der ich bislang unterrichtet habe, ist es so, dass Nacharbeiten 1 Woche vor dem Termin schriftlich angezeigt werden müssen. Einfach dabehalten und nicht Bescheid geben, geht gar nicht (zumindest nicht in By).

LG Mimi

Beitrag von rienchen77 30.11.10 - 20:39 Uhr

wenn das alles nichts bringt, würde ich Anzeige wegen Freiheitsberaubung machen....

Beitrag von kawatina 30.11.10 - 20:51 Uhr

Hallo,

ich glaube das geht nur, wenn sie die Türe verschlossen oder das Kind
am Fortgehen aktiv gehindert hätte.
Das Kind stand ja nicht unter Zwang - im Grunde schon. Aber es hat sich nicht versucht dieser Maßnahme zu entziehen. Deshalb schwierig.

Nötigung ist aber locker drin, da die Lehrerin ihre Stellung als Amtsträger mißbraucht hatte.

Ich würde es aber mit Beidem versuchen#schein

LG
tina

Beitrag von gismomo 30.11.10 - 21:41 Uhr

Hallo,

wie das vom Rechtlichen her ist weiß ich nicht - weil sich mir diese Frage vom Rechtlichen her gar nicht stellen würde, da ich allein vom gesunden Menschenverstand her nie auf die Idee kommen würde, ein Kind ohne Benachrichtigung der Eltern in der Schule zu behalten.

Eigentlich ist erst einmal der Rektor der Schule der Ansprechpartner für Beschwerden, nicht das Schulamt. So ein Gespräch würde ich auch nicht telefonisch sondern persönlich führen! Falls sonst noch einiges im Argen liegt, wie du andeutest, kann man das ebenfalls dabei ansprechen.

Es kommt nicht gut, wenn gleich das Schulamt eingeschaltet wird - zuerst sollte man das persönliche und direkte Gespräch mit dem Schulleiter suchen. Erst wenn dieser nicht reagiert, sollte man das Schulamt einschalten. Wenn du gleich das Schulamt einschaltest riskierst du, dass sich der Schulleiter übergangen fühlt - keine guten Voraussetzungen für eine konstruktive Lösung des Problems. Er wird dadurch indirekt als inkompetent dargestellt und so, als ob er seinen Laden nicht im Griff hat, um es mal salopp zu formulieren.

Ich verstehe nicht, warum hier so oft mit dem Schulamt gedroht wird - sicherlich ist es der richtige Weg, wenn massive Probleme (wie z.B. in diesem Fall) auftreten UND der Schulleiter sich ebenfalls nicht gesprächsbereit zeigt. Aber zuerst einmal sollte der direkte Vorgesetzte informiert werden, und das ist nun mal der Schulleiter. Falls die Sachlage wirklich so eindeutig ist wie du sie beschreibst, wird er definitiv im eurem Sinn reagieren und die Lehrerin entsprechend instruieren (und vermutlich - in eurer Abwesenheit - sehr klare Worte ihr gegenüber finden...).

lg
K.

Beitrag von kawatina 01.12.10 - 10:39 Uhr

Hallo,


Schulleiter vergessen in ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Lehrern, das es oft auch um das Wohl des Kindes geht, was in vielen - eigentlich fast allen- Fällen grundsätzlich hinter dem Corpsgeist der Lehrer hinten an steht.;-)

LG
tina

Beitrag von gismomo 01.12.10 - 11:52 Uhr

Hallo Tina,

dann scheint "mein" Schulleiter zu den Ausnahmen zu gehören - ich hatte selber zwar noch nie Probleme mit Eltern, aber von Kollegen habe ich schon einiges mitbekommen (waren aber keine so gravierenden Probleme wie dieser Fall), und mein Schulleiter ist meistens auf der Seite der Eltern - was auch nicht immer gut und fair ist. Er hat z.B. einem Lehrer mal die Klassenleitung entzogen, ohne sich vorher dessen Stellungsnahme zum Thema anzuhören, nur auf Wunsch der Eltern. Das finde ich nun auch nicht fair, er hätte sich wenigstens erst mal BEIDE Seiten anhören müssen.

lg
K.

Beitrag von kawatina 01.12.10 - 19:03 Uhr

Hallo K,

ein guter Schulleiter hört sich halt beide Seiten an.
Ich sag ja auch nicht das es immer einfach ist unbefangen an die Sache heran zu gehen...denn die Schüler gehen und die Kollegen bleiben.

Was manche Lehrer aber mit ihren Schülern (und auch Kollegen) so veranstalten.....eigentlich wäre das eine gute Geschäftsidee, wenn mein Klientel mich mal für meine Hilfe bezahlen müßte...aber ich habe ja so ein gutes Herz.#schein

Nun ja manchmal erreicht einen auch der Hilferuf von Lehrerinnen, die Probleme der speziellen Art mit männlichen Kollegen haben. Auch nicht so selten, das Schulleiter dies nicht zur Kenntnis nehmen wollen.#zitter

Komischerweise fast immer Probleme mit jemanden aus der Reihe 50+. Die neuen "Besen", gerade die Lehrer um die Mitte bis Ende 30 kehren sehr gut.;-)

LG
tina, die ihren Schulleiter als kleine Strafe zum Klassentreffen mit einladen wird, weil eine Ehemalige immer noch ziemlich notgeil auf den ist....eigentlich tut er mir fast wieder leid...oder doch nicht#rofl#schein#rofl


Beitrag von gismomo 01.12.10 - 20:12 Uhr

Hallo Tina,

dann hefte ich mir mal den Orden mit den "neuen Besen" an ;-), da ich altersmäßig in diese Gruppe gehöre.

Nein, im Ernst - ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es, wenn es Probleme gibt, eher Probleme mit den "älteren" Kollegen sind. Ich frage mich oft, warum das so ist - ob man mit dem Alter automatisch verbohrter wird, wenn man nicht an sich arbeitet und bewusst gegensteuert? Ich weiß es nicht. Jedenfalls hab ich auch einen Kollegen aus dieser Kategorie, bei dem ich mich häufig zusammenreißen muss, weil er sich absolut unkollegial gegenüber den engagierten Lehrern verhält. Die Schüler bekommen das weniger zu spüren, aber die engagierten Kollegen, und das nervt manchmal gewaltig. Aber vermutlich ist das überall so, dass es "solche" und "solche" gibt.

Ich bin auch nicht immer mit der Klassenlehrerin meines Sohnes zufrieden. So ca. ein Mal in der Woche passiert etwas, was ich nicht in Ordnung finde - sei es, dass sie in einem benoteten Leseverständnistest zwei Fragen (von insgesamt 12) stellt, die gar nicht aus dem Text heraus beantwortet werden können.
Sei es, dass (heute passiert) mein Sohn heulend aus der Schule heim kommt, weil sich 8 Mütter melden sollten, um Plätzchenteig mitzubringen (auf dem mitgebrachten Zettel stand die Formulierung, dass es schön wäre, wenn die Mütter den Teig mit den Kindern zuhause vorbereiten könnten, und er hatte sich schon darauf gefreut, ihn mit mir zusammen zu machen, und hat gestrahlt, als ich gesagt habe, er kann sagen dass er Teig mitbringen darf). Ihr war das sicher gar nicht bewusst, aber mein Sohn war schwer gekränkt, weil er sich riesig darauf gefreut hatte und enttäuscht war, dass er nun keinen mitbringen durfte. Er hat das wirklich als Strafe angesehen, und war sehr geknickt, dass er nicht "ausgewählt" worden war, den Teig mitbringen zu dürfen. Mir tut es leid, dass sein freiwilliges Engagement und seine große Motivation so eine negative Rückmeldung erhalten hat - obwohl es sicherlich keine Absicht war, klar.

Ich sage mir, dass er damit klar kommen muss, denn eine Klasse besteht nun mal aus mehreren Kindern, und da kann nicht immer auf das einzelne Kind Rücksicht genommen werden. Aber ich weiß auch ganz genau, dass so etwas bei seiner alten Klassenlehrerin nicht passiert wäre. Sie hätte das ganz anders geregelt, und jedes Kind, das wollte, hätte auch Teig mitbringen dürfen und hätte sich dann für sein Engagement positiv bestätigt gefühlt. Solche Sachen passieren halt leider dauernd, und insgesamt hat seine Motivation, in die Schule zu gehen, schon sehr darunter gelitten, und seine Fröhlichkeit leider auch.

Aber OK - ich werde ihn stärken, und bin mir durchaus bewusst, dass die Schulrealität nicht nur aus tollen Lehrern besteht. Solange man einigermaßen damit leben kann...

Aber wie du schreibst, gibt es ja ganz andere Fälle, und ich finde es sehr gut, dass du die Aufgabe übernommen hast, Wege für die betroffenen Eltern zu finden. Ich hoffe auch, dass sich das hier angesprochene Problem im Sinn der betroffenen Eltern klärt. Willkür von Lehrerseite aus - das geht gar nicht!

lg und viel Spaß beim Klassentreffen :-p

K.

Beitrag von gismomo 01.12.10 - 20:16 Uhr

Hab grad gemerkt, dass ich versehentlich eine Zeile gelöscht hatte, so dass vielleicht nicht ganz klar ist, was ich gemeint habe:
Mein Sohn hatte von mir die Erlaubnis, dass er sagen darf, dass er Teig mitbringen kann. Da sich aber zu viele gemeldet hatten, "durfte" er keinen mitbringen, weil es sonst zu viel geworden wäre. Für ihn kam das aber als Strafe an, da die Lehrerin den anderen Kindern "erlaubt" hatte, Teig mitzubringen, aber ihm nicht - deshalb war er so enttäuscht.

lg
K.

Beitrag von derhimmelmusswarten 01.12.10 - 06:38 Uhr

Hmm mir stellt sich da immer die Frage, warum Eltern nicht sofort auf den Putz hauen. Ganz ehrlich: Wäre uns das passiert, wobei unser Kind noch sehr klein ist, und ich hätte das meinem Freund erzählt, hätte er sich die Lehrerin am nächsten Tag wahrscheinlich so vorgeknöpft, dass sie in keinen Schlapphut mehr gepasst hätte! Ohne Ankündigung kann so etwas nicht sein und ich hoffe, dass dein Sohn sich das nicht mehr gefallen lässt und einfach aufsteht und geht!

Beitrag von catwoman28 01.12.10 - 07:42 Uhr

hallo,

nur kurz da im Stress...es geht nicht um meinen Sohn,sondern einem seiner Klassenkameraden bzw.mehreren. Mein Sohn hätte warscheinlich angefangen zu weinen nach einer gewissen zeit,weil er weiß das ich mir Sorgen machen würde,mal davon abgesehen das ich spätestens nach 1 Std. zur Schule hochgegangen wär.

Gruß Cat

Beitrag von luka22 01.12.10 - 11:32 Uhr

In Baden-Württemberg ist es gesetzlich eindeutig verboten.
Gehöre zwar nicht zu den militanten Müttern, gegen so viel Willkür würde ich ganz klar vorgehen. . Ich würde mich an die Schulleitung wenden, wenn es diese nicht eindeutig Stellung bezieht, ans Schulamt.

http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/t/dyy/page/bsbawueprod.psml?doc.hl=1&doc.id=jlr-SchulGBW1983V18P90%3Ajuris-lr00&documentnumber=1&numberofresults=1&showdoccase=1&doc.part=S&paramfromHL=true#focuspoint

Gruß
Luka

Beitrag von catwoman28 01.12.10 - 12:01 Uhr

Danke! Wir sind aus Baden-Württemberg. Werde es weitergeben zumal der Schulleiter nun auch nicht wirklich gesprächsbereit ist und die Lehrerin in ihrem handeln auch noch unterstützt!

Gruß Cat

Beitrag von delfinchen 01.12.10 - 12:12 Uhr

Hallo,

das Verhalten der Lehrkraft geht gar nicht. Wenn schon nichts Schritliches kommt, hätte man wenigsten telefonisch bescheid geben können.
Wenn der Schulleiter das Verhalten auch noch unterstützt (wobei ich denke, er hat das nur vor den Eltern gemacht, aber danach ein ernstes Wort mit der Kollegin gesprochen), dann haben deine Bekannte recht, wenn sie weitere Schritte einleiten.

Wenigstens eine Entschuldigung hätte kommen MÜSSEN.

LG,
delfinchen

Beitrag von luka22 01.12.10 - 12:47 Uhr

#schock#schock

Sachen gibt es...die gibt es gar nicht!

Wenn der Schulleiter kein Einsehen hat und nicht deutlich Position bezieht, also in der ARt, dass so etwas nie wieder vorkommt, dann würde ich mich ans staatliche Schulamt wenden. Natürlich am besten mit anderen Eltern zusammen.
Das eine Lehrerin, vor allem eine junge, mal über das Ziel hinausschießt ist das eine. Dass niemand sich verpflichtet fühlt, sich dafür zu entschuldigen, eine ganz andere.
Es ist doch selbstverständlich, dass jede Mutter in Panik gerät, wenn ihr Kind nicht rechtzeitig zu Hause ist. Vor allem ein Grundschulkind! Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Hier wird zusätzlich noch gesetzeswidrig gehandelt...und das noch vom Schulleiter unterstützt? ...was soll man dazu noch sagen...

Und ürbigens kennt sich die Junglehrerin sehr wohl mit den Gesetzeslage aus. Im Referendariat gibt es eine gesonderte Prüfung zum Schulrecht und eine der wichtigsten Paragraphen ist da eben §90!

Grüße
Luka

Beitrag von parzifal 01.12.10 - 12:24 Uhr

Klar ist, dass die Lehrerin einen psychischen Schaden hat.

Und sie wird ihre Meinung auch nichtändern, selbst wenn Du 1000x im Recht bist.

Das Ganze ist selbstverständlich auch strafrechtlich nicht uninteressant. Wenn Du eine Strafanzeige/Strafantrag machen würdest wäre ein Ermittlungsverfahren am laufen. Verbunden mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde auch füreinen Lehrer nicht schön (insbesondere wenn die Dame noch nicht verbeamtet ist, wovon ich bei "jung" ausgehe).

Wenn die Lehrerin nur ein bischen Hirn hätte, würde sie den sofortigen Rückzug antreten. Das sie das nicht macht, spricht für eine Macke, der man mit Vernunft und Logik nicht beikommen wird.

Und das Problem ist, dass man Lehrern nur sehr schwer beikommt. Selbst dem Direktor (wenn er überhaupt etwas machen will) sind häufig die Hände gebunden.

Handelt es sich um die Klassenlehrerin? Dann sollte ein Klassenwechsel in Erwägung gezogen werden.

Beitrag von catwoman28 01.12.10 - 13:13 Uhr

Danke für deine Meinung.

Ob die Mutter eine Anzeige machen wird weiß ich nicht.Sie hat sich erstmal ans Schulamt gewandt,da mit dem Direktor wie gesagt nicht zu sprechen war. Er hat das sofort abgetan mit der Aussage,die Klassenlehrerin hätte den Jungen um 12.50Uhr aus der Schule entlassen,was einfach glatt gelogen ist!

Und dann erdreistet sich die Dame auch noch auf ihrem Standpunkt zu beharren und sich nicht mal ansatzweise zu entschuldigen,sondern auch noch knackefrech die Aussage zu machen,wenn sie will das das Kind bzw.die Kinder 4-5 Std. nachsitzen dann ist das so weil sie das will.Ich mein,Hallo? Sowas geht einfach nicht.

Im Moment versucht die Mutter erstmal alle betroffenen Eltern zusammenzutrommeln um sich zu beratschlagen inwieweit man da etwas machen kann.

Wie schon erwähnt,mit meinem Sohn hätte sie das nicht gemacht,die wär nicht mehr glücklich geworden. Wie es aussieht mit Klassenwchsel weiß ich nicht,sollte ich ihr mal anraten,was ja aber das Problem der anderen Kinder nicht verändert...

Gruß Cat

Beitrag von delfinchen 01.12.10 - 14:46 Uhr

Man, da muss man sich ja für seine "Kollegen" echt schämen!!!
Das geht überhaupt nicht!
Dummdreist - vor lauter Unsicherheit.

Druck machen, die kann sich das nämlich nicht leisten, JETZT schon - wie es aussieht VOR der verbeamtung - ärger mit den schulbehörden zu kriegen. das ist wahrscheinlich dsa einzige, wie man sie "kriegen" kann. traurig, dass sowas lebenslang auf kinder losgelassen wird.


grüße,
delfinchen

Beitrag von gismomo 01.12.10 - 15:35 Uhr

Hallo Cat,

hast du schon ein Gespräch mit der Lehrerin und der Schulleitung geführt (also alle drei an einem Tisch)? Wenn die Lehrerin weiterhin behauptet, dass sie das Kind pünktlich entlassen hat, das Kind aber definitiv nicht nach Hause kam und sie die Frage auch in Beisein des Schulleiters beantworten MUSS, dann kann sie gar nicht anders als es zugeben oder aber dreist lügen. Du hast ja die Aussage deines Kindes, dass es nach der angegebenen Uhrzeit noch im Klassenzimmer war- die Fakten sind also eindeutig. Ebenfalls kannst du sie dann direkt fragen, ob sie zu dir am Telefon gesagt hat, dass sie selbst entscheidet, wie lange sie die Kinder nachsitzen lässt (also das, was sie dir am Telefon gesagt hat). Sie muss dann Stellung beziehen und es kann von diesem Gespräch ein Protokoll angefertigt werden - du kannst dir auch die Elternvertreter der Klasse dazu holen und darauf bestehen, dass ein Protokoll des Gesprächs angefertigt wird.

In diesem Fall hast du etwas Handfestes, und je nach Verhalten der Lehrerin kannst du mit diesem Protokoll zum Schulamt gehen. Ich persönlich würde mich erst in dieser Hinsicht absichern, bevor ich mich ans Schulamt wende.
Dann ist der Fall eindeutig, und das Schulamt MUSS entsprechend reagieren.

So, wie sich die Situation momentan darstellt, könnte es für das Schulamt (welches ja nichts mitbekommen hat) auch aussehen, also ob Eltern hysterisch reagieren würden. Das soll überhaupt keine Wertung oder Beurteilung eurer Situation sein (im Gegenteil, ich finde auch dass das Verhalten der Lehrerin gar nicht geht), aber ich weiß, dass das Schulamt sehr kritisch ist, weil eben oft auch Eltern wegen Peanuts anrufen und sich beschweren, und dass sie deshalb am besten "Beweise" haben wollen (wie beispielsweise ein Gesprächsprotokoll).

Gerade weil die Sache ja recht ernst es und es nicht um einen kleinen Pipifax geht, würde ich als Mutter nur mit handfesten Beweisen zum Schulamt gehen. Und die hast du, wenn vom Gespräch ein Protokokoll angefertigt wird und im Gespräch Lehrerin, Schulleitung, Elternvertreterin und betroffene Mutter anwesend sind.

Die Lehrerin MUSS im Gespräch Stellung beziehen, sie kann sich nicht mit einer Ausrede herauswinden - deshalb ist dieses Gespräch so wichtig, und es ist wichtig, dass alle vier Parteien daran teilnehmen!

Wenn du willst, kannst du die Lehrerin vorab informieren, dass dieses Gespräch stattfinden wird. Mal sehen, ob sie dann immer noch bei ihrer Meinung bleibt...

Ich habe im Kindergarten eine ähnlich ärgerliche Situation erlebt, und die Kursleiterin, um die es damals ging, war so unverschämt zu mir, dass ich sie nachher bewusst am Elternabend vor allen anderen Eltern habe auflaufen lassen. Ich hatte vorher mit ihr alleine gesprochen, aber sie war in diesem Gespräch so unverschämt, dass ich absolut wütend war. Da hat es mir dann nichts mehr ausgemacht, sie ins offene Messer laufen zu lassen. Wer nicht hören will, muss fühlen. Es ist deshalb sinnvoll, das Ganze taktisch klug anzugehen und handfeste Beweise zu haben.

lg
K.

PS: Sorry wenn ich so geschrieben habe als ob es um dein Kind geht, ich war einfach zu faul, das nach dem Schreiben wieder zu ändern.

Beitrag von catwoman28 01.12.10 - 17:38 Uhr

Hi,

Danke für deinen Text.Ein Gespräch wird unumgänglich sein.Die Mutter wartet nun noch auf den Rückruf des Herrn vom Schulamt,damit man das erstmal besprechen kann.Die weiteren Schritte werden dann wohl erläutert. So wie ich das sehe,werden sich einige Eltern da zusammentun und um ein ernstes Gespräch mit dem Schulleiter und der Klassenlehrerin bitten.

Wenn sie dann immer noch bei ihrer Aussage bleibt,hat sie verloren,da es mehrere Zeugen gibt,die bestätigen können,das der Junge NICHT um 12.50Uhr entlassen wurde,sonst wäre er ja wohl kaum um kurz nach 15 Uhr dort herausgeholt worden. Wie glaube ich schon erwähnt,wollte sie ihn ja noch gar nicht gehen lassen,aber der Vater des anderen hat gesagt nun ist genug und ihn mitgenommen ohne Schulranzen ect.
Ein Mädel saß scheints noch einiges länger...

Der betroffene Junge musste somit auch noch doppelt leiden,da er nur morgens frühstückt,dafür aber kein Pausenbrot mitnimmt,weil es laut Aussage der Mutter wieder mit heimgebracht würde und er dann eben zu Mittag isst,sprich er hat seit Morgens um 7.15Uhr nichts mehr gegessen bis um 15 Uhr...

Habe heute nochmal mit ihr telefoniert und sie möchte die Lehrerin nicht Anzeigen,eben weil die Kinder dann nur noch mehr drunter leiden müssen,hat auch gesagt,wenn sie sich wenigstens am telefon entschuldigt hätte und ihren Fehler eingesehen hätte, ok.Aber dann noch solche Aussagen wie schon weiter oben geschrieben,sie würde die Kinder auch 4 oder 5 std. nachsitzen lassen weil sie das so will,das geht eben gar nicht! Bin mal gespannt wie das weitergeht...

Gruß Cat


Beitrag von delfinchen 01.12.10 - 17:47 Uhr

Hallo nochmal,

sie sollen ggf. mit der Presse drohen - bin echt kein Freund solcher Maßnahmen und schon von berufswegen eher auf Lehrerseite, aber wie mehrfach gesagt: das geht nicht.

LG,
delfinchen

Beitrag von juniorette 01.12.10 - 13:13 Uhr

Hallo,

wäre das mein Kind gewesen, würde ich dieser Lehrerin die Hölle auf Erden bereiten - dieselbe Hölle, durch ich die gegangen wäre, wenn mein Kind ohne Ankündigung der Schule nicht nach Hause kommt.

LG,
J.

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