wie soll ich mich entscheiden ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von rosebay 30.11.10 - 21:35 Uhr

Halli hallo,

bin neu hier im Forum und hoffe auf eine rege Diskussion, die mir vielleicht weiter hilft. Ich bin jetzt Ende der 20 SSW und habe die gesicherte Diagnose erhalten, dass wir ein Kind mit freier Trisonomie 21 bekommen (Down-Syndrom oder Mongoloismus).
Aufgrund der medizinischen Indikation ist ein SS-Abbruch noch möglich. Aber es wird nur durch Einleitung einer Geburt gemacht. Ich weiß nicht, wovor ich nun mehr Angst habe: vor dem Leben mit einem geistig und körperlich behinderten Kind - ich bin keine super-nanny und sehr freiheitsliebend. Oder vor einem Psycho-Knacks, weil ich ein Leben zerstört bzw. getötet habe. Wer hat selbst ein DS-Kind - bzw. wer traut sich offen zuzugeben, dass er ebenfalls einen Abbruch gemacht hat und wie man das aushalten kann (95 % aller werdenden Mütter entscheiden sich gegen solch ein Kind). Dies ist von allen Tabu-Themen wahrscheinlich das ober-mega Tabuthema. Darum vorab lieben Dank für ehrliche Berichte und mein voller Respekt.
Übrigens kann sich mein geliebter Mann ein Leben mit dem Kind nicht vorstellen und leidet nun sehr, weil ich nicht weiß, was ich tun soll. Das belastet mich zusätzlich. Wer mag von seinen Erfahrungen berichten ?

Beitrag von jurbs 30.11.10 - 21:38 Uhr

oh, das ist sicher eine super schwere Situation, in der ihr beide grade steckt ... tut mir leid zu lesen ... ich muss sagen - in der 20.SSW hab ich meine beiden Buben schon so geliebt, ich hätte mich niemals gegen sie entscheiden können ... #zitter ... hoffentlich entscheidet Ihr Euch richtig!

Beitrag von mamavonyannick 30.11.10 - 21:44 Uhr

Hallo,

ich war glücklicherweise bisher nicht in solch einer Situation und es tut mir wahnsinnig leid für euch, dass man euch nun solch eine schwere Entscheidung abverlangt. Aber: Ich würde mich aus jetztiger Sicht gegen dieses Kind entscheiden.

vg, m.

Beitrag von losel 01.12.10 - 00:03 Uhr

Sry aber du solltest dich schämen!!!!

Beitrag von mamavonyannick 01.12.10 - 07:28 Uhr

#rofl

Mach ich später#bla

Beitrag von lillibell123 30.11.10 - 21:49 Uhr

Das tut mir so leid. Ich glaube, einen Rat kann Dir keiner geben, ich hoffe allerdings, daß Du auf Gleichgesinnte triffst und Dich austauschen kannst. Dann wird Dir die Entscheidung leichter fallen.

Sehr guten Freunden von mir ist dies auch passiert. Sie sind sehr gläubig und haben sich trotzdem gegen das Kind entschieden. Noch immer leiden sie sehr.

Eine andere Bekannte hatte auch dieses Erlebnis. Allerdings ist ihr Kind noch im Mutterleib gestorben. Sie hat das sehr gut verkraftet, weil sie sich gesagt hat, daß die Seele einfach eine neue Chance in einem neuen Körper bekommt. Nun hat sie 2 supertolle, gesunde Kinder.

Ich weiß nicht, ob ich Dir etwas helfen konnte, wünsche Dir aber alles, alles Gute, besonders ganz viel Kraft.

Und egal wie Ihr Euch entscheidet, es wird richtig sein!

LG lillibell.#liebdrueck

Beitrag von mum2011 30.11.10 - 22:01 Uhr

Erst mal tut es mir sehr leid das ihr so eine diagnose bekommen habt!
Also ich habe im Juni die diagnose bekommen das mein kleiner leider nicht lebensfähig sein wird,das war in der 21 ssw!Mir wurde gesagt das Leano noch im mutterleib leider versterben wird!Wir haben uns dann für eine einleitung der geburt entschieden,weil wir einfach nicht wollte das der kleine weiter leidet, weil er so starke fehlbildungen hatte!
Ich muss sagen das war für uns die schwerste entscheidung!

Natürlich ist es jedem Selber überlassen aber ich persönlich würde ein DS baby nicht weg machen lassen,aber viellt hängt es auch damit zusammen das eine bekannte ein DS baby hat und die kleine einfach nur bezaubernd ist!

alles gute für euch!

glg irina

Beitrag von daniel1012 30.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo Rosebay,

erst einmal fühle dich #liebdrueck. Es ist eine sehr belastende Situation in der ihr da gerade steckt, aber sie ist nicht ausweglos.
Zum Thema SS-Abbruch in dieser SSW kann ich nur sagen, dass es für mich nicht in Frage kommen würde. Man spürt das Kind.
Ich selber habe eine körperliche Behinderung, diese ist sehr sehr selten. Diese schränkt mich in meinem Leben aber nicht wirklich ein Das Einzige was ich nicht kann, ist rennen. Brauch ich auch nicht, meine beiden kennen es nicht anders, bei uns ist fürs Fangenspielen Papa zuständig.. . Eine körperliche Behinderung, heißt ja nicht, dass auch eine geistige Behinderung vorliegen muss. Ich bin geistig fit, habe meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit sehr gut bestanden. Davor hab ich ne Fachoberschulreife mit Quali erworben.
Das nur so nebenbei, auch wenn es an deinem Thema etwas vorbei geht. Will dir damit sagen, körperlich behindert heißt nicht gleich auch geistig behindert.

Down Syndrom Kinder sind oft in vielen Dingen sehr begabt, haben ein gutes Gedächtnis und und und. Auch die haben es verdient zu Leben, diese Würmer haben es sich ja auch nicht ausgesucht, genau wie mongoloide Kinder. Alle sind auf ihre Weise etwas ganz besonderes.

Ich würde abwarten, wie ihr euch fühlt wenn das Kind auf der Welt ist. Wenn du dich der Sache nicht gewachsen fühlst, kannst du noch immer entscheiden ob du es zur Adoption frei gibst. Es gibt auch sogenannte offene Adoptionen, wo du mit den Adoptiveltern sprechen kannst und dein Kind vielleicht auch regelmäßig sehen kannst.

Also ich kann nur sagen, dass einen dieser Gedanke kaputt macht, wenn man daran denkt, dass dieses Kind das ganze Leben lang auf Unterstützung angewiesen ist, aber wir sind so ein gut entwickeltes Land, welches auch für Behinderte derzeit mehr macht, dass es klappen wird.
Klar wird es schwer, aber es ist zu schaffen. Wartet bis nach der Geburt.
So wie sich dein Text liest, würdest du dieses Leben gern zur Welt bringen und würdest daran zerbrechen in jetzt ins Leben zu schicken und Abschied nehmen zu müssen, weil "ihr" es so entschieden habt. Es kann euch bei dieser Entscheidung niemand helfen, ihr müsst entscheiden.

Egal was ihr für eine Entscheidung trefft, es wird für euch die richtige sein und muss sich auch für euch so anfühlen.
Es wird euch niemand einen Vorwurf machen, und wenn doch, hat dieser jemand keine Ahnung wie schwer so etwas ist, egal wie man sich entscheidet.

Also ich wünsche dir und deinem Partner, dass ihr die für euch richtige Entscheidung trefft. Ich drück euch die Daumen und denke an Euch.

Lg Nadine
PS: Falls du reden möchtest kannst dich über die Vk melden.#liebdrueck

Beitrag von rosebay 30.11.10 - 22:26 Uhr

Guten Abend Nadine,

ich bin echt beeindruckt von Deiner Offenheit - undendlich super lieben Dank. Du hast Recht, eigentlich möchte ich das Kind austragen - aber ich habe Angst davor und auch Angst, dass mein geliebter Mann das nicht aushält und mich verlässt.

Der Tipp mit der offenen Adoption ist gut, ich werde mich diesbezüglich mal informieren. Ich wusste gar nicht, dass es das in der Form gibt. Aber letzlich ist es wahrscheinlich so, dass man sein frisch geborendes Kind ja doch nicht hergibt.

Danke jedenfalls für Deine Mail. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben einen schönen Abend und viele Grüße, Beate

Beitrag von steffken80 30.11.10 - 21:58 Uhr

Hallo,

hab darüber schon viel nachgedacht, da ich vor 2 Jahren solch einen Fall im Bekanntenkreis hatte. Sie hat sich gegen das Kind entschieden und es war auch so schwer für sie.

Jetzt 2 Jahre später, sagt sie, es war die richtige Entscheidung für sie.

Natürlich gab es eine Zeit in der Sie nicht mehr wusste wie es weitergehen soll und wie sie mit dieser Entscheidung weiterleben soll. Aber irgendwann wurde der Schmerz über den Verlust weniger.

Heute hat sie ein 1/2 jähriges Mädchen und ist total glücklich.

Ich will dir jetzt nicht dazu raten, aber auch nicht abraten. Will dir einfach nur mit der Geschichte ein wenig mut machen.

Ich wünsch dir für deine Entscheidung viel Kraft und Mut und wünsche dir, dass du deine Entscheidung nicht bereuen wirst.

#liebdrueck

steffken

Beitrag von natascha88 30.11.10 - 21:59 Uhr

Hallo!
Lass dich mal #liebdrueck. Ich glaube, das ist eine der schwersten Entscheidungen, die man treffen kann.
Ich glaube, ich würde mich für dieses Kind entscheiden. Ich würde glaub ich nicht damit leben können, mein Baby getötet zu haben, nur weil es "nicht normal/gesund" ist. Das wirkt so, als hätten Behinderte kein Recht auf Leben.

Ich hatte vor einigen Tagen Kontakt zu einer Urbiarin names "losel" (ich hoffe, die ist nicht sauer. falls sie das hier liest: ich will nur der TE helfen), die ein Kind mit Trisomie 21 hat. Vielleicht schreibst du sie einfach mal an, sie kann dir vielleicht etwas darüber erzählen.

Oder suche eine Selbsthilfegruppe (oder ähnliches) für Eltern mit Trisomie 21- Kindern, dann kannst du dir vielleicht ein Bild darüber machen, wie diese Kinder sind und ob du damit leben kannst. Ein Kennenlernen sagt bestimmt mehr als nur darüber zu lesen.

Ich wünsche dir für deine Entscheidung alles Gute, vor allem, das du sie nicht bereust!

Liebe Grüße,
Natascha

Beitrag von funkeline1976 30.11.10 - 22:00 Uhr

Das tut mir wirklich sehr leid.

Meine Kollegin stand vor dem gleichen Problem. Sie wollte es erst behalten, hat sich dann aber dagegen entschieden. Sie USt. Heute sehr froh darüber.

Ich persönlich würde genauso entscheiden.

Ich wünsche dir alles Gute

Beitrag von runa1978 30.11.10 - 22:05 Uhr

Hallo Rosebay,

ihr steckt gerade in einer sehr schwierigen Situation. Hierfür wünsche ich Euch erstmal ganz ganz viel Kraft!!

Du fragst, wer schon einmal einen Abbruch gemacht hat? Ich nicht, aber ich gebe offen zu, daß ich mich wahrscheinlich für einen Abbruch entscheiden würde. Es käme allerdings darauf an, in welcher SSW eine "Erkrankung" (Und dann kommt es auch noch an, welche Erkrankung) festgestellt wurde. Als Außenstehende kann man leicht Reden schwingen, aber wie sieht es aus, wenn man tatsächlich die gleiche Situation durchlebt? Ich weiss es nicht...

Du bist Ende der 20SSW... das Baby ist durchaus überlebensfähig, wenn ihr jetzt eine Spätabtreibung durchführt. Letztendlich können wir Dir hier tausend Ratschläge und Berichte schreiben, entscheiden müsst IHR! Egal welche Entscheidung ihr trefft, für Euch soll es die richtige sein...

... In Deiner Visitenkarte steht "Alles wird gut". Das ist auch mein Leitsatz, denn letztendlich wird alles im Leben irgendwann gut. Erinnere Dich oft an den Satz...

Viel Kraft für Eure Entscheidungsfindung

VlG, Runa

Beitrag von nana13 30.11.10 - 22:09 Uhr

Hallo,

ICh bin in der Glückliche lage 2 gesunde Kinder zuhaben.

Ich kenne ein paar leute wo ein behindertes Kind haben.
gerade vor 3 wochen bekam eine Bekannte von mir ein trisomie21 kind.

er ist zufrüh auf die welt gekommen und sie wusten bis nach der geburt nichts davon.
sie waren sehr traurig,aber sie holen informationen und nicht wirklich übers internet sondern wenden sich an zentren wo spezialiesirt sind auf trisomi21.

die erfahrung die ich mit solchen menschen gemacht habe sind sehr positiv.
je nach stärke der behinderten (jenach dem wie viel sie selbständig machen können)
leben menschen mit ds fast selbständig. können sogar in die schule gehen.
klar die gleiche erwartungen wie einem nicht geistigbehinderten kind haben diese kinder nicht,auch ist die lebenserwartung eher gerninger also so um 60 jahre.

aber ichwürde nicht sagen das es eine sehr schwere behinderung ist.
menschen mit ds sind sehr lebensfrohe und einfach (für mich) liebenswerte personen.

ich kan mir gut vorstellen das es für euch nicht leicht ist, aber bevor ihr euch gegen das kind entscheidet versucht doch ein mensch mit ds kennen zulernen, und schaut was es bedeutet ein solchen mensch durchs leben zubegleiten.

wünsche für euch ganz viel kraft für eure entscheidung und eure zukunft.

für mich perönlich käme es nicht in frage mein ss deswegen abzubrechen, aber wie gesagt ICH würde mich für das Kind entscheiden, habe das gefühl ohne lange darüber nachzudenken, aber ich aktzeptiere auch jede ander entscheidung.
ich denke so durch meine erfahrungen wo ich mit ihnen gemacht habe.

lg nana

Beitrag von ostseekraebbchen 30.11.10 - 22:25 Uhr

Hallo..erst einmal tut es mir leid für Euch,daß Ihr nun vor so einer Entscheidung steht.. und ich denke auch, daß nur Ihr alleine eine Entscheidung treffen könnt, mit der beide leben können..
Ich kann nur aus meiner Sicht sagen, daß ich mir schon die erste Zeit nachdem ich wusste, daß ich schwanger bin , mir darüber Gedanken gemacht habe und mich auch bewusst gegen die Nackenfaltenmessung entschieden habe.. Mein Freund und ich sind uns einig,daß wir das Kind so nehmen, wie es kommt.. natürlich hofft jeder auf ein gesundes Kind, aber ich denke, wenn man sich schon vorher Gedanken darüber macht,fällt die Entscheidung (in welche Richtung auch immer) nicht so schwer,wenns dann wirklich so sein sollte..
Ich wünsch Euch alles Gute #klee

Beitrag von jindabyne 30.11.10 - 22:34 Uhr

Das wirt sicherlich die schwerste Entscheidung Deines Lebens #liebdrueck

Ich habe selber eine Tochter, die mit einem Gendefekt geboren wurde. Wir haben es erst nach der Geburt erfahren und es war sehr schwer die erste Zeit, weil uns auch keiner genau sagen konnte, was aus ihr werden würde. Ihr Gendefekt ist sehr, sehr selten.

Dennoch war für uns klar, dass wir ein weiteres Kind mit diesem Gendefekt nicht abtreiben lassen würden. Unsere Tochter und wir führen ein absolut lebenswertes Leben. Das Leben mit einem besonderen Kind kann den eigenen Horizont unheimlich erweitern. Aber man muss bereit dazu sein, sich darauf einzulassen und den Herausforderungen offen entgegen zu treten. Ist man das nicht, dann sollte man über einen Abbruch nachdenken.

Ich denke, wenn mein Kind "nur" Trisomie 21 hätte und keine weiteren schweren Fehlbildungen oder Krankheiten, dann würde ICH es auf jeden Fall behalten.

Wenn Du andere Betroffene mit Trisomie 21-Kindern suchst, dann schau doch mal hier bei Urbia im Forum "Leben mit Handicaps" oder bei www.rehakids.de.

Lg Steffi

Beitrag von karamalz 30.11.10 - 22:37 Uhr

hallo rosebay,
im september 2008 wurde ich durch iui schwanger. ich war 38 und risikogefährdet aufgrund statistiken. vor der ss habe ich immer gesagt, wenn etwas nicht stimmt, tu ich mir das sicher nicht an. leicht dahingeschwätzt. dann stand zur auswahl fruchtwasseruntersuchung oder nicht. ich entschied mich, erstmal nur feindiagnostik und im falle da ist etwas erkennbar, kann man ja weiteruntersuchen. also gingen wir zur feindiagnostik mit großem bangen und ich schaute meinem mann in die augen und sagte ihm: "ich liebe mein baby schon viel zu sehr, egal was jetzt festgestellt wird, wir nehmen es an, wie es ist!" kurz: baby war/ist gesund. aber ich glaube deine mutterliebe ist auch schon sehr ausgeprägt, oder?

für deine entscheidung wünsche ich dir besonnenheit und das du sie niemals bereust.

alles gute

*bei allem was du tust, bedenke das ende*

Beitrag von kicherbaby 30.11.10 - 22:37 Uhr

Hallo,

google mal nach dem "Oldenburger Baby" (Tim). Vielleicht hilft dir die Geschichte etwas weiter in deiner Situation.

Wie auch immer du dich entscheidest, es wird für euch richtig sein und nur das ist jetzt Wichtig. Keiner ist in eurem Leben nur ihr.

Lg

Beitrag von knusperflocke99 30.11.10 - 22:39 Uhr

Auch von mir erst einmal mein Beileid zu der Diagnose :-(
Ich selber musste zum Glück noch nicht vor dieser Entscheidung stehen, aber sowohl ich als auch mein Freund haben von Anfang an gesagt, dass wir uns in einem solchen Fall gegen das Kind entscheiden würden. Wir hätten es uns beide nicht vorstellen können bzw. nicht den Mut und die Kraft gehabt.

Letztendlich wird es einem bei beiden Sachen teilweise schlecht gehen. Bei einem Abbruch, weil man bewusst ein Leben beendet hat und bei dem Entschluss es zu behalten wird es sicher viele schwere Momente geben in denen man nicht mit der Situation klar kommt. (zumindest wenn man es sich selbst nicht vorstellen kann mit einem behinderten Kind zu leben)

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr die für euch richtige Entscheidung trefft.
Und wünsche euch viel Kraft egal wofür!

LG Katja

Beitrag von losel 01.12.10 - 00:19 Uhr

Wie kann man bei sowas einem beileid wünschen????? NULL anstand!

Wenn einer verstirbt sage ich beileid aber ansonsten nicht!
Sry aber ich glaube nicht das du ansatzweiße eine ahnung hast was Down Syndrom ist?! Also ehrlich gesagt wenn du dich nicht für so ein kind gewachsen siehst dann auch für kein anderes. ***Meine meinung***

Du kannst auch nicht her kommen und sagen das man egal wie sie sich entscheidet schlecht fühlen wird.... sag ma wie lebst du denn das du dir so ein recht heraus nimmst sowas hier zu schreiben???

Erst mal was in erfahrung bringen und sich mal schlau machen bevor ich so einen scheiß schreibe....!!

Beitrag von losel 01.12.10 - 00:12 Uhr

Huhu,


ich bin Mutter eines Down Syndrom Kindes (mit 19 jahre mutter geworden)

Wenn du fragen hast schreib mich in der PN an ich erzähle und erkläre dir gerne wie mein leben ist/bisher war.

Achte bitte nicht auf "mütter" die zur abtreibung raten die wissen einfach nichts von der Behinderung. Ich kenne seit der Geburt meines Sohnes (bilder in der VK) viele Mütter mit so einem Kind und KEINE hat es je bereut es zu bekommen. Leider können von diesem Thema nur Frauen mitreden die entweder die erfahrungen gemacht haben oder solche Kinder sehr gut kennen. Und damit meine ich nicht umbedingt nur die gesundheitliche seite.

Wenn du ehrliche antworten auf deine fragen haben willst frage DS Mütter sie wissen immerhin von was sie sprechen und können dir eher sagen was richtig wäre als eine Frau die das nicht miterlebt hat.

Ich werde dir gerne meine Geschichte erzählen wenn du willst.

Aber davon abgesehen in der 20 woche glaube ich nicht das du es wirklich verkraften könntest, du bist schon so weit und DIESES kind will zu DIR warum abtreiben? Und so schlimm wie du es dir im moment vorstellst ist es sicher nicht glaub mir.

Bevor du so eine schwere entscheidung triffst erkundige dich bei Mütter eines DS kindes und mach davon deine entscheidung abhängig denn nur diese Mütter wissen wie das Leben mit so einem Kind ist, kein arzt, keine bekannte/freunde können dir das wirkliche leben schildern.


Lieben Gruß und mach dich nicht verrückt es gibt schlimmeres - glaub mir, wünsche dir viel Kraft weiterhin.

Losel #winke (mit Leon an der Hand und Bauchzwergi 17 ssw.#verliebt)

Beitrag von mamavonyannick 01.12.10 - 07:32 Uhr

Das hier keiner zur Abtreibung geraten hat, das hast du nicht bemerkt, oder? Es ist ein Unterschied zu sagen: Ich rate dir... oder Ich würde... machen.

Und deine Erfahrung in allen Ehren, aber vllt solltest du grundsätzlich lernen, andere Meinung zu tolerieren, egal wie sehr sie deiner eigenen Lebenserfahrung und Einstellung widerstreben.

Beitrag von mamavonyannick 01.12.10 - 08:01 Uhr

Im übrigen solltest du vllt mal deine Texte in deiner vK überdenken. Wenn ICH sage, dass ich mich zur Abtreibung entscheiden würde, dann liegt das nicht daran, dass ich ein Kind mit Down Syndrom als "Monster" ansehe. Und bloß weil DU eine Entscheidung für dieses Kind treffen würdest, heißt das nicht, dass es für andere die richtige entscheidung wäre.

Du hast geschrieben, man sollte sich erstmal informieren und sein Hirn einschalten, bevor man handelt. Das selbe gebe ich zurück, denn auch du scheinst Menschen, die abtreiben lassen oder abgetrieben haben noch NIE zu ihren Beweggründen befragt zu haben. Von daher: Fang an, das, was du bei anderen einforderst, zu leben, dann kann man sich mit dir vllt vernünftig weiter unterhalten. Und eine Behinderung -egal welche- als "Labalie"#kratz abzuwerten, finde ich für jemanden, der aufklären will, nicht unbedingt das geeignete Argument. Denn selbst ein gesundes Kind kann eine Herausforderung sein. Jede Einschränkung sollte somit also nicht heruntergespielt werden. Damit hilfst DU niemandem.

Beitrag von julia89 01.12.10 - 00:18 Uhr

Hi

erstmal möchte ich mein Mitleid ausdrücken es tut mir echt leid für euch.

Nun überlege aber mal du hättest diese untersuchung nicht machen lassen.
Dann wüsstest du nicht mals das das kind krank sein wird.
Aber jedes kind hat meiner Meinung nach ein recht auf leben. du wirst dieses Kind trotz Behinderung lieben.
Jede Frau die keine Kinder bekommen kann, wird dieses Kind lieben.
du kannst es also wenn du überhaupt nich klar kommst mit dem Kind zur Adoption frei geben.
Einen Abbruch würdest du ganz sicher bereuen weil du es jetzt bestimmt schon unter deinem Herzen spüren kannst.

Ich wünsche dir viel Kraft und alles gute.

LG
Julia

Beitrag von clazwi 01.12.10 - 07:19 Uhr

Hallo Rosebaby,


wir haben uns für ein behindertes Kind entschieden - unsere Pflegetochter ist geistig behindert.
Sie hat zwar nicht das Down-Syndrom, aber eine starke Intelligenzverminderung.

Wir kommen gut im Leben zurecht. Sicher gibt es manchmal auch stressige Zeiten, aber sie ist der Sonnenschein unserer Familie.

Wir gehen sehr offensiv mit ihrer Behinderung um. Ich bin von Anfang an mit ihr "unter's Volk" gegangen, wir machen überhaupt keinen Hehl daraus.
Wir haben ein tolles soziales Umfeld und sind hier im Leben voll integriert.

Ich will das Leben mit einem behinderten Kind nicht schöner reden als es ist - wie gesagt: ich habe auch "meine Phasen", in denen ich mich richtig k.o. fühle und es einfach bequemer wäre, sie hätte diese Behinderung nicht.

Aber diese Phasen sind für mich kein "Contra behindertes Kind."

Alles Gute,
Claudia

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