Nasse Fenster - was tun?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von tragemama 30.11.10 - 22:38 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin gespannt auf Eure Antworten. Wir wohnen seit zwei Jahren in unserer Wohnung, Erdgeschoß Altbau mit (leider) recht neuen Kunststofffenstern. Tagsüber wird geheizt, minimum zwei Mal stoßgelüftet, eher öfter - halt je nachdem, wie viel wir da sind.

Sobald die Außentemperatur unter 0 Grad sinkt, sind morgens unsere Fenster klatschnass. Ich laufe dann mit dem Lappen, trockne alle Fenster und darunterliegende Fugen ab, lüfte danach. Eine Stunde später: Fenster nass. Dementsprechend haben wir in einigen Räumen Schimmelflecken in den Fugen. Die wurden letztes Jahr nach dem Winter ausgetauscht, aber das geht jetzt schon wieder los.

Ist unser Lüftverhalten falsch?

Was auch ein Grund sein könnte: Ich muss die wenige Wäsche, die nicht in den Trockner darf (etwa drei Stück pro Tag) im Kinderzimmer aufhängen, weil unser Keller penetrant nach Öl riecht. Kann das die Luftfeuchtigkeit in der ganzen Wohnung so stark erhöhen, dass hier unser Problem liegen könnte? Andererseits ist doch eine hohe Luftfeuchtigkeit gerade in geheizten Räumen eigentlich gesund und erstrebenswert, oder nicht?

Ich weiß nicht mehr weiter und hoffe auf Lösungsvorschläge, dafür vorab vielen Dank,
Andrea

Beitrag von .roter.kussmund 01.12.10 - 00:23 Uhr

"Kann das die Luftfeuchtigkeit in der ganzen Wohnung so stark erhöhen, dass hier unser Problem liegen könnte?"

ja, irgendwo muß sich ja das wasser niederschlagen.

Beitrag von sonne_1975 01.12.10 - 00:28 Uhr

Nein, an der Wäsche liegt es nicht, zumal es nur 3 Stück sind.

Wir haben früher immer Wäsche in der Wohnung getrocknet und die Luftfeuchtigkeit hat sich vielleicht um 4-5% erhöht, und auch nur in dem Zimmer. Wir haben in jedem Raum einen Hygrometer, wissen also genau, wieviel es sind.

Es liegt an den Fenstern, wenn die Wand schlechter gedämmt ist, als die Fenster. Fenster sollen immer die wenigste Dämmung im Vergleich haben.

LG Alla

Beitrag von bi_di 01.12.10 - 05:21 Uhr

Öh, wenn mich meine Physik-Kenntnisse nicht völlig verlassen haben, ist es doch so, das sich Feuchtigkeit an den kältesten Stellen niederschlägt.

Wenn also die Fenster nass sind, sind sie die kälteste Stelle - nach Deiner Theorie also alles i.O.

Grüsse
BiDi

Beitrag von sonne_1975 01.12.10 - 09:08 Uhr

Die alten Fenster werden aber nicht so nass.

Wir hatten früher auch einen ungedämmten Altbau mit neuen Fenstern, Fenster waren viel nass. Letztes Jahr haben wir Aussendämmung machen lassen und jetzt sind die Fenster nur ganz ganz minimal nass, 2-3 mm.

Beitrag von bi_di 01.12.10 - 05:54 Uhr

Eine hohe Luftfeuchtigkeit tut Bronchien und Schimmel gut ;).

Habt ihr den Trockner in der Wohnung stehen? Meine Mutter z.B. hat einen Kondenstrockner, den könnte man prima für Dampfbäder einsetzen.

Besorgt Euch doch mal ein Hygrometer - dann wisst Ihr Bescheid über die tatsächliche Luftfeuchtigkeit in Euren Wohnräumen und wisst, wo Ihr ansetzen könnt. Könnte ja auch sein, das die Fensterfugen unzureichend gedämmt / befüllt sind.

Klatschnasse Fenster hatten wir auch schon in diversen Wohnungen, aber geschimmelt hat da gar nix.

Grüsse
BiDi

Beitrag von romance 01.12.10 - 08:59 Uhr

Guten Morgen,

wir haben das Problem auch. Wir sind hier neu eingezogen, die Wohnung stand zwei Jahre leer und klar bei dem winter letztes Jahr, ist es feucht hier drin. Das wußten wir allerdings nicht, bis wir eingezogen sind.

Wir lüften auch, 3 mal am Tag wie es gerade geht. Und ich schreibe es auf, wie und wieviel Flüssikeit ich sammeln kann.

Unser Makler (Vermieterin ist krank, Tochter wohnt weit weg) übernimmt manchmal was und hat hier uns ein Luftentfeuchter hingestellt. Es ist jeden Tag an und am Abend schaue ich wieviel Liter es gezogen hat.

Die meiste Antwort der Vermieter: Sie lüften falsch.#augen

Die Fenster sind alle Nass, als wenn ich damit in der Waschanlage gefahren wäre. So nass und auch bin jeden Morgen, am abziehen und trocken reiben.

Wir müssen abwarten, ob es was bringt und ob es evtl. wo anderes liegen könnte. Da auch andere Wohnungen betroffen sind. Nur die sagen ja nichts und veheimlichen es wohl, mann sieht es aber deutlich.

LG Netti

Beitrag von blattgoldflieger 01.12.10 - 11:28 Uhr

Hallo,
Wasser kondensiert da, wo es kalt ist. Das heißt, dass Eure Fenster nicht genug dämmen oder so eingebaut wurden, dass es eine Kältebrücke gibt.

Ich habe lange in einer winzigen Wohnung gewohnt, da geschlafen, Wäsche getrocknet, hatte ein Bad ohne Fenster und haben NIE Probleme mit beschlagenen Fenstern oder Schimmel gehabt, weil die Fenster gut waren und die Wände auch gut isoliert.

Lg,
Betty

Beitrag von milka700 01.12.10 - 13:46 Uhr

Jap. Kanns auch nicht mehr hören!
Habe hier bei dem Wetter zw. 40 und 50% (nach Wäsche aufhängen) Feuchtigkeit, lüfte 3 - 7mal (morgens quer, wenns nicht stürmt) und hab undichte (Holz)Fenster (Kitt porös und von 1975), darauf Schimmel und auch Wasser drauf. Mir kommts vor als wenn das von außen "reingezogen" wird, denn es kommt unter dem Silikon vor, sofort nach dem abwischen.
Auch da, wo die Fenster zum Mauerwerk hin abschließen, sind schon Ritzen.
Heut war endlich mal jmd mit Ahnung da und meinte, die sind verbraucht und müssten im Frühjahr eigentlich neu geglast werden und abgeschliffen (nicht nur immer wieder neu bepinselt) sowie verfugt.

Beitrag von tanteelli 01.12.10 - 17:12 Uhr

Hi,

ich würde euch auch raten, unbedingt Hygrometer zu kaufen um das im Auge zu haben. Am Anfang hatten wir hier auch keine und ständig diese Probleme, jetzt wo man die Zahlen sieht und sich erstmal eingefuchst hat, weiß man wie´s funktioniert.

An den Hygrometern kann man z.B. auch schön sehen, falls man zu lange lüftet. Die Mieter über uns lüften z.B. immer viel zu lange und haben jetzt nach kurzer Zeit schon Schimmel.

Auch wenn ich nicht gerne jeden Abend und morgens durch die Wohnung renne, um die Jalousien runter (abends) und dann wieder hochzumachen (morgens), hilft das bei uns ungemein, nasse Fenster bei diesen Temperaturen zu verhindern. Habt ihr Jalousien?

Dass es an den wenigen nassen Klamotten liegt, glaube ich nicht. Aber was anderes zum Ölgestank. Das hatten wir hier auch sehr stark, bis jemand (Heizungstyp?) feststellte, dass irgendeine Dichtung am Öltank nicht richtig schloss. Er hats behoben und jetzt riechts hier nicht mehr.

Vielleicht mal nachschauen lassen.

LG