Frage wegen Pflegedienst

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von minkabilly 03.01.11 - 08:29 Uhr

Hallo!
Wir haben ja den Pflegedienst für 4,5 Std. /Tag und nun meinte die Chefin, daß wir für "Grundpflege" (füttern, wickeln, waschen etc.) selbst zahlen müssen. Dies wäre nicht in den kosten der KK enthalten.
War das bei euch auch so?
LG

Beitrag von gille112 03.01.11 - 08:47 Uhr

Hallo,
das ist soweit schon richtuig,aber ihr bekommt ja bestimmt Behandlingspflege oder?darin sind alle medizinischen Sachen, z.B. Beobachtung bei Sauerstofftherapie monitoring usw....
Eigentlich geht das Füttern usw in die Grundpflege und müßte von dem Pflegegeld bezahlt werden.Habt ihr schon ne Pflegestufe?
Also bei uns wurde das so nebenbei mit gemavht, dazu hat niemand was gesagt.
Wenn du genaueres wissen magst, kannst du dich gerne über Vk melden.

LG Gille

Beitrag von minkabilly 04.01.11 - 09:35 Uhr

hab gestern mit der KK gesprochen, ja es ist "Behandlungspflege"...PS hab ich jetzt beantragt

Beitrag von billy38 03.01.11 - 10:06 Uhr

Hallo,

also das finde ich schon ein bisschen komisch? #kratz
Was sollen sie den sonst 4,5 Std. machen ?, den Monitor beobachten ?#kratz
Wir hatten damals ein ganzes Jahr den Pflegedienst bei uns. Die Grundpflege war immer mit enthalten.
Wir haben aber auch die Pflegestufe 1, wobei diese erst später dazu kam.

Ruf doch mal in der KK an oder frage den Kinderarzt.
Ich versteh sowas nicht #gruebel

Lg B.

Beitrag von dani-79 03.01.11 - 14:16 Uhr

Hallo,
ich bin in diesem Forum sonst nur stille Mitleserin aber ich verfolge Deine Threads schon lange mit wachsender Begeisterung!! Glückwunsch erstmal das ihr endlich zu Hause seid und auf diesem Wege alles Gute fürs neue Jahr!!
So, ich arbeite selber bei einem mobilen Pflegedienst und es ist tatsächlich so das alle Behandlungspflegen (medizinische Sachen) am Monatsende mit der Krankenkasse abgerechnet werden, dafür gibt es ja eine ärztliche Verordnung. Alle grundpflegerischen Sachen die nicht medizinisch sind wie waschen, wickeln, Nahrung reichen (wenn nicht über Sonde oder PEG) wird von der Pflegeversicherung getragen. Heißt: Ihr bekommt je nach Pflegestufe einen Betrag X , davon müsst ihr dann die Nicht-medizinischen Leistungen des Pflegedienstes bezahlen. Oder besser:selber machen.
Ich denke, der Pflegedienst kommt ja nicht nur 1x am Tag für 4,5 Stunden zu euch sondern 3-4x, oder? Wenn die dann jedesmal wickeln etc. wird das auf Dauer ziemlich teuer für euch, da braucht ihr schon Pflegestufe 3 um da nicht draufzahlen zu müssen...

LG dani

Beitrag von minkabilly 03.01.11 - 14:52 Uhr

Danke für deine Antwort!
Der Pflegedienst kommt immer vormittags 4,5 Std. am Stück, da sie von etwas weiter weg kommen.
Ich habe heute den Antrag auf eine Pflegestufe fertig gemacht, um die Grundpflege zu sichern. Sonst wäre es ja auch keine Entlastung für mich, wenn ich alles selbst machen würde.
Aber was genau muß ich beantragen: Pflegegeld oder Pflegesachleistungen? Oder beides?

Beitrag von ronjaleonie 03.01.11 - 20:36 Uhr

Hi!

Ich hoffe das du mich hier bitte nicht falsch verstehst, aber wieso solltest du für die grunddinge wie wickeln, füttern, waschen überhaupt Geld oder Unterstützung bekommen? Das macht doch jede andere Mama auch!?

Klar ist das bei euch sicher aufwendiger und vielleicht komplizierter, aber ich kann dennoch nicht verstehen wozu du "Entlastung" benötigste, ausser bei den wirklich pflegerischen Dingen?

LG
Nicole, die es einfach nur gerne verstehen würde, die auch selbst 2 Frühchen hat, die intensivere Pflege brauchten, sie ich aber selbsr erbringen musste und auch habe

Beitrag von billy38 03.01.11 - 21:46 Uhr

Hallo,

weil der Pflegeaufwand bei extrem Frühchen "auch bei der Grundpflege" aufwändiger sein kann.
Wenn sie die benötigten "Mehrminuten" nachweisen kann, dann bekommt sie für ihre Tochter ne Pflegestufe.
Es kommt natürlich auf viele Dinge an :
( Diagnose, Therapien, Mehraufwand in Minuten uvm.)
Ich glaube schon das es für ne Pflegestufe reicht.

Lg

Beitrag von minkabilly 04.01.11 - 09:33 Uhr

Es ist schon ein großer Unterschied, ob man ein "Extremfrühchen" aus der 25.SSW hat oder "nur" 4 Wochen zu früh entbunden hat.
Frühchen ist nicht gleich Frühchen.
Ich hab ja auch 2 Frühchen, mein Sohn kam in der 31.SSW. Und er brauchte keinen Pflegedienst oder ähnliches.
Klar muß man ein Baby wickeln, füttern etc.das ist mir auch klar. Aber es ist was anderes, wenn dein Kind noch Sauerstoff braucht und viele Medikamente und und und...durch ihre schwere BPD ist sie sehr schnell erschöpft, das trinken dauert ewig; ständige Bauchkrämpfe, Reflux.....u.s.w.
Wir beantragen jetzt die Pflegestufe, da bei Lara sicherlich eingrößerer Aufwand besteht als bei einem normalgeborenen Baby.

Beitrag von billy38 04.01.11 - 13:01 Uhr

#pro

Es ist schon ein großer Unterschied, ob man ein "Extremfrühchen" aus der 25.SSW hat oder "nur" 4 Wochen zu früh entbunden hat.
Frühchen ist nicht gleich Frühchen. #pro


:-D

Beitrag von amma1211 04.01.11 - 23:35 Uhr

hallo,

auch von mir die besten wünsche zur kleinen lara. toll, wie sich sich entwickelt. und du scheinst auch eine sehr starke frau zu sein.

auch ich möchte dir nicht zu nahe treten.
sicher gibt es große unterschiede zwischen frühchen. aber für diesen berechtigten mehraufwand hast du doch die 4,5 h hilfe, wenn ich es richtig verstanden habe. das ist der halbe tag. das wird dich doch sicher sehr entlasten. was strebt dir den vor. wie gesagt, ich möchte nur verstehen.

gruß

Beitrag von minkabilly 05.01.11 - 08:45 Uhr

das wäre schön, wenn es so wäre: 4,5 Std. volle Entlastung, aber so ist es halt nicht
"theoretisch" darf der Pflegedienst nur Medikamente geben, inhalieren, Monitor überwachen, Sauerstoffbedarf beobachten und das wars (Behandlungspflege)...dafür brauchen sie aber keine 4,5 Std.

das füttern, wickeln, waschen etc. gehört nicht dazu (das ist Grundpflege) und das ist ja gerade das was mich entlasten würde, da es mit Lara sehr anstrengend ist, daher die PS ,damit wir darüber auch die Grundpflege finanzieren können, d.h. daß der Pflegedienst es mitmachen darf und ich entlastet werde

Beitrag von amma1211 05.01.11 - 14:28 Uhr

hallo,

das ist dann natütlich quatsch. ich dachte, sie kommen 4,5 stunden und helfen dir die vollen 4,5 stunden und entlasten dich damit dann einen großen teil.
warum werden euch dann die 4,5 stundne genannt, wenn sie medikamentengabe,inhalieren und die von dir erwähnten dinge nur beispielsweise 2,5 stunden dauern. füllen sie dann die restlichen 2 stunden mit anderen dingen wie windelwechseln und co auf?

mich interessiert es sehr. du hast großes mitgefühl und riesen bewunderung, wie stark du bist bzw. auf mich wirkst.

gruß

Beitrag von dani-79 04.01.11 - 11:49 Uhr

Ich denke ihr fahrt mit dem Pflegegeld am Besten. Wenn du den Antrag fertig gemacht hast dann nix wie zur Post und sag auch dem PD Bescheid das ihr eine PS beantragt habt. Wir können z.B. auch eine Schnellbeurteilung ausstellen , das macht es dann dem medizinischen Dienst einfacher und die Bearbeitung und Genehmigung geht schneller. Die PS wird dann rückwirkend zum Tag der Antragsstellung erstellt, entsprechend bekommt ihr dann das Geld rückwirkend zum Tag der Antragsstellung!
Ruf doch nochmal bei deiner KK an und frag ob die was mit einem Schnellgutachten anfangen können und obs dann schneller geht. Denn bis der Dienst der KK rauskommt, das kann leider auch Wochen dauern (in der Regel dauert die Bearbeitung ab Antragsstellung ca. 6 -8 Wochen), und das wird unter Umständen (wenn der PD nicht kulant ist und die Rechnung aussetzt bis ihr das Pflegegeld habt) auch teuer...
LG dani

Beitrag von minkabilly 04.01.11 - 14:49 Uhr

danke für die Tips

Beitrag von supermaus72 03.01.11 - 22:50 Uhr

Hallo Minkabilly,

Ich bin wirklich erstaunt. Wozu kommt denn der Pflegedienst, was macht der bei Euch, vor allem so viele Stunden?
Daß das Füttern und Wickeln nicht bezahlt wird, kann ich mir schon vorstellen, wenn Du ein normal geborenes Baby hättest, würdest Du ja auch füttern und wickeln usw.
Wir reden doch von Sauerstoffbrille wechseln, sondieren, evtl. auch mal Sonde legen weil diese rausgerupft worden ist, Kabeln für Monitor legen usw, das muß Du doch auch machen wenn der Pflegedienst nicht da ist #kratz .
Ich persönlich fände es ausserdem ziemlich ätzend so viele Stunden am Tag eine Fremde Person im Haus zu haben.
Die Pflegestufe zu diesem Zeitpunkt zu bekommen stelle ich mir schwierig vor, weil der Mehraufwand zum normalgeborenen Baby einfach noch nicht so viele Minuten aufweist, das kommt erst später, wenn die Kleine z.B. nicht läuft, obwohl andere Kinder dies in dem Alter normalerweise tun, und Du Sie immer tragen musst, oder wenn Du Ihr spezielles Essen zubereiten musst usw.
Du kannst Dir im Netz ein Pflegetagebuch runterladen, wenn Du das für eine Woche ausgefüllt dem Arzt vom med. Dienst geben kannst, ist er Dir bestimmt schon mal milde gegenüber gestimmt ;-).

Wünsche Euch weiterhin viel Erfolg !

LG Supermaus

Beitrag von dani-79 06.01.11 - 11:54 Uhr

Mir ist da noch was eingefallen: hast du dich mal nach der Familienpflege erkundigt? Die wird unter bestimmten Umständen wie z.B Krankheit der Mutter oder auch zur Entlastung von den KK für ein paar Wochen oder sogar Monate auf Antrag von den KK bezahlt...
Bei uns hier organisiert das die Caritas. Die schicken dann je nach Bedarf eine Hauswirtschafterin, Hebamme oder Erzieherin raus in die Familien, bis zu 8 Stunden täglich!
Wäre das nicht eine bessere Entlastung für dich?