Mal was anderes - wie geht ihr mit dem KiWu-Thema vor anderen um?

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von pumpphonia 06.01.11 - 10:16 Uhr

Liebe Mädels,

ich wünsche erst einmal allen ein gesundes, glückbringendes Jahr 2011. #klee

Ich bin gerade in einer Zwickmühle. Meine Verwandtschaft weiß größtenteils nicht von unserem KiWu und ich möchte es auch nicht jedem auf die Nase binden. Meine Mutter und ihr Partner sowie meine Schwiegereltern wissen, dass es bei uns nicht so einfach klappt und kennen die Geschichte seit der ersten Bauchspiegelung.

Jetzt hat mir meine Mutter mitgeteilt, dass meine Großeltern sie gefragt haben, ob wir keine Kinder wollen und/oder uns unser "sorgloses" Leben zu fein für Kinder sei. :-[#schock#heul

Sie sagte ohne weitere Worte, dass es nicht immer am wollen liegt...
Jetzt fängt mein Vater mit Partnerin an ständig zu fragen, ob wir schon mal über Kinder nachgedacht haben...am WE feiert mein Vater 50. Geburtstag und mir wurde jetzt per Telefon gesagt, dass sie noch ein kleines Geschenk für uns hätten, was aber nichts mit Weihnachten zu tun hat. Ja was wird das wohl sein? Irgendein hinweis darauf, das sie Großeltern werden wollen.

Sorry fürs #bla, aber wie macht ihr das? Ich will und kann nicht jedem von unserem nun seit 2 Jahren bestehendem KiWu erzählen. Auch nicht welche Wege wir bisher gegangen sind und ich möchte schon gar nicht, dass jeder bei einem Treffen fragt wie der Stand der Dinge ist...

Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll...jedes Sticheln und Fragen erinnert mich daran, dass ich nicht "funktioniere". Es fühlt sich an, als würde einem ein Stück Weiblichkeit genommen. Klingt komisch, ist aber so.

Für Antworten und Tipps bin ich sehr dankbar. #blume

Beitrag von bertimaus 06.01.11 - 10:28 Uhr

Hallo und #liebdrueck

ich versteh dich gut und denke, dass das jeder für sich entscheiden muss.

Mein Mann und ich waren Freunden und Familie gegenüber offen (was den Vorteil hat, dass man nicht mehr so oft gefragt wird, wann Nachwuchs kommt, aber den Nachteil, dass man hin und wieder mitleidige Blicke erntet... :-[).

Bei der Arbeit und im Bekanntenkreis haben wir das nicht thematisiert.

Beitrag von bine-1976 06.01.11 - 10:32 Uhr

Hallo Du,

wir probieren nun seit nunmehr 8 Jahren mehr oder weniger erfolglos. Ich war zweimal schwanger und zweimal sind es Sternenkinder geworden ...

Ich bin ein Mensch von dem jeder weiß, wie gern ich Kinder hätte und bei meinem Mann ist es genauso.

Im Laufe der Zeit haben wir beide festgestellt, das es einfacher ist, die Leute mit der Wahrheit zu konfrontieren und die die es wirklich interessiert, die haben meist auch so viel feingefühl das sie einen von alleine reden lassen wollen! Und die anderen kann man mit Dumpfen Ansagen ruhig stellen!

Selbst mein Chef weiß inzwischen wie es bei mir aussieht und ich muss sagen, er geht mit der Thematik sehr sensibel um und stellt mich ohne große Rückfrage für jegliche Termine bei Ärzten etc frei ...

Überlegt doch einfach mal in Ruhe, ob ihr nicht einfach offen sagt, das ihr schon eine Weile über den KIWU nachgedacht habt, aber es einfach bei euch nicht so einfach ist und ihr Bescheid gebt, sobald es eine frohe Nachricht zu verkünden gibt ... meist reicht den Leuten das als Info schon aus!

Hoffe ich konnte dir etwas helfen ...

LG
Bine mit #stern#stern

Beitrag von hocha 06.01.11 - 10:38 Uhr

Hallo,
ich kenne das. Wir haben es außer den eigenen Eltern und Schwiegereltern auch niemandem erzählt. Wobei bei uns mittlerweile niemand mehr fragt...
Ich schätze es wird einfach darauf gewartet, dass wir irgendwann sagen "ich bin schwanger". Wir sind die Letzten im ganzen Freundeskreis nur noch ein zwei jüngere Paare fehlen noch aber die werden sicherlich bald nachlegen....

Ich habe lange auch so gedacht wie Du, habe mich aber vor kurzem dazu entschieden einer Freundin davon zu erzählen und es war ein sehr befreiendes Gefühl. Man muß sich nun nicht mehr verstellen oder unter Fadenscheinigen Argumenten Termine evtl absagen. Oder behaupten man ißt bestimmte Lebensmittel nicht (obwohl das alles nicht stimmt)...

Es ist sicherlich nicht einfach darüber zu reden aber die meisten reagieren positiv darauf. Wir haben im Freundeskreis auch zwei Paare die KiWu gemacht haben und die von Anfang an darüber geredet haben. Und es hat niemand schlecht über sie geredet. Ganz im Gegenteil. Die einen bekommen jetzt tatsächlich im April Nachwuchs und wir fiebern alle mit :-)

Ich kenne das Gefühl des "nicht richtig funktionierens" aber es ist quatsch. Wir haben uns das ja nicht ausgesucht und jeder hat sein Päckchen zu tragen... vielleicht ist das unseres :)

Überlege Dir ob Ihr es nicht vielleicht doch den anderen erzählt..zumindest einigen, dann würden sie es verstehen und nicht so blöde Sprüche machen.

Wenn Du das nicht möchtest, was ich auch verstehen kann, dann lege Dir ein wirklich dickes Fell zu und glaube mir, ich weiß wovon ich da spreche es gibt immer wieder irgendwo jemanden der so Sprüche wie "der liebe Gott wird schon wisssen wieso er der keine Kinder gibt" losläßt ohne zu überlegen, dass vielleicht noch andere mit am Tisch sitzen die auch ein Problem haben Kinder zu bekommen....
Aber egal wie Ihr Euch entscheidet, Ihr schafft das :-) Nur Mut.

LG
Hocha

Beitrag von fuxx 06.01.11 - 10:40 Uhr

Huhu,

ich finde, dass man gerade in der heutigen Zeit mit 26 noch lange keine Kinder kriegen muss.
Ich persönlich würde den Fragenden erzählen, dass Ihr Euch durchaus vorstellen könnt Kinder zu bekommen. Aber nicht jetzt. Noch seid Ihr jung, wollt Euch jobtechnisch gut platzieren um eine Familie später auch ernähren zu können und die Welt bereisen.
Ich denke diese Argumentation ist absolut nachvollziehbar.

An Eurer Stelle würde ich den Kreis der "Wissenden" nicht vergrößern. Ich habe den Fehler gemacht auch sehr offen (vielleicht viel zu offen) über dieses Thema zu reden. Und mittlerweile nervt es mich sehr, wenn ich ständig gefragt werde "Und, was ist mit Euch??" Vorallem wird man ständig daran erinnert, dass es nicht klappt.

#klee

Beitrag von bunny2204 06.01.11 - 10:48 Uhr

Wir haben immer offen darüber gesprochen und nur positive Reaktionen gehabt.....

Es ist doch nicht "schlimm" oder "peinlich" wenn es nicht klappt, nichts wofür man sich schämen muss...

LG BUNNY

Beitrag von pumpphonia 06.01.11 - 11:49 Uhr

Ich danke euch herzlichst für eure Antworten.

Jetzt muss ich daraus eine für mich vernünftige Lösung finden. Bei uns ist es so, dass diejenigen die es wissen, doch ab und an fragen wie es so läuft. Mit einigen kann man gut drüber reden, bei anderen fällt es mir sehr schwer. Gerade weil ich weiß wie sie mit anderen Situationen umgehen.

Ich weiß, dass es einem nicht peinlich sein muss oder man es sich nicht ausgesucht hat, aber ihr kennt sicher das Gefühl des Versagens, des nicht funktionierens. Meine Fruchtbarkeit ist etwas intimes, so intim, dass ich eben nicht mit jedem darüber sprechen will. Und ja, ich bin "erst" 26 bald 27 und mein Mann gleich 29, trotz alledem ist die Generation meiner Eltern mit 20 Eltern geworden und trotz alledem üben wir "schon" 2 Jahre. Mit zunehmendem Alter wird es eben auch nicht einfacher. 27 ist ein gutes Alter zum Kinder bekommen...

Wir werden sehen. Alles wird gut.

"Das Glück ist wie ein Schmetterling, versuche ihn zu fangen und er entwischt dir - setze dich ruhig hin und er wird sich auf deiner Schulter niederlassen."

Hab ich gestern auf einer Postkarte auf meinem Schreibtisch gefunden. Ein Zeichen.

Beitrag von chez11 06.01.11 - 16:12 Uhr

huhu

ich denke das muss jeder selbst wissen, bei uns wussten es alle, auch freunde und mir gings damit besser.
und bei uns wurde nicht dauernd gefragt, ich glaube man wird mehr gefragt wenn die leute ahnungslos über die situation sind.

ich hab im großen und ganzen bis auf eine person nur gute erfahrungen mit dem wissen gemacht als wo es alle noch nicht wussten, da wurde dauern gestochert und das ging mir auf den keks;-)

LG#winke

Beitrag von mausbaer02 06.01.11 - 16:48 Uhr

Hallo!

Dir auch erst mal ein schönes, gesundes und glückliches neues Jahr.

Ich denke auch, dass das jedes Paar für sich selber entscheiden muss.
Ich bin mit meinem Mann so verblieben, dass es unsere eigene, intime Sache bleibt. Unsere Eltern wissen, dass es nicht einfach bei uns ist und meine beste Freundin weiß es auch. Aber alle anderen geht das nichts an. Natürlich kommen häufiger Fragen, wann wir denn nun endlich.... "Jetzt seid ihr schon 3 Jahre verheiratet, wann...." "Jetzt seid ihr beide mit dem Studium fertig, wann...." usw.....

Ich sage dann ganz klar, dass ich erst 27 bin und ich keinen Grund sehe, jetzt schon Kinder zu bekommen. Wir möchten zwar Kinder, aber eben noch nicht jetzt.

Und dann ist die Sache meistens gegessen. Für meinem Mann und mich ist der Weg so besser, denn wir möchten beide mit niemandem darüber reden - dieses Thema gehört alleine uns.

Aber andere Paare sehen das anders. Deshalb müsst ihr beide auch einfach für euch entscheiden, was ich möchtet.

Ich drück dir die Daumen für das kommende Jahr.

Liebe Grüße

mausbaer

Beitrag von steffi-k 06.01.11 - 17:01 Uhr

Hallo! Wir gehen mit der sache ziemlich offen um, wir kommen damit eigentlich besser klar als wenn man ständig darauf angesprochen wird wann wir den endlich mal an nachwuchs denken und unser Umfeld geht eigendlich sehr positiv damit um.

LG Steffi

Beitrag von 27505 06.01.11 - 18:17 Uhr

Hallo pumphonia.
Weiss absolut was du meinst. Uns geht es ganz genauso. Die einzige, die unsere ganze Geschichte kennt ist meine Schwester. Wir hatten 2010 unseren 5. Hochzeitstag. Und da es hier so "lustige" Bräuche gibt Kinderlosen Paaren zu sowas Reizwäsche zu schenken haben wir meinen Eltern erzählt, ich hätte drei Fehlgeburten gehabt. Ich muss dazu sagen, das ich bereits 2 ICSI und 1 Kryo hinter mir habe und es deshalb auch tatsächlich ein kleines wenig zu empfinde. Jetzt habe ich von meiner Schwester gehört, das meine Eltern das anderen Leuten erzählt haben!!!!!Wohl in guter Absicht, aber trotzdem!!!Jetzt bin ich total froh, das wir nicht die Wahrheit erzählt haben.
Tja, und anderen haben wir bisher immer erzählt, das wir noch nicht so genau wissen ob und wann wir Kinder wollen. Ich hoffe ja das es dieses Jahr endlich klappt. Wollen im Frühjahr oder Sommer wahrscheinlich noch einen allerletzten Versuch starten. Muss aber erhlich gestehen, dass ich im Moment einfach nur riesen Schiss habe das dieser letzte Versuch auch negativ ausgeht, und dann alles zu Ende ist.
Habe dir jetzt glaube ich nicht so wirklich geholfen, oder? Und das erst mal soviel bei Urbia geschrieben.
Ich wünsche euch,das ihr für euch einen Weg findet auf solche Fragen reagieren zu können.
VG 27.....

Beitrag von jo-hanna- 06.01.11 - 19:00 Uhr

Hallihallo!

Wir sind von Anfang an recht offen mit dem Thema umgegangen... Natürtlich haben wir nicht alle direkt eingeweiht - aber eben so nach und nach - wie es sich ergeben hat!
Inzwischen wissen Familie, Freunde, Kollegen und ARbeitgeber Bescheid und ich würde es immer weniger so machen!

Die Fragen werden weniger... Zwischenzeitlich haben wir viel erzählt und erklärt - aber auch nur solange es für uns OK war... Dann haben wir irgendwann gesagt dass wir nicht immer darüber reden möchten und Bescheid geben, wenn es was Neues gibt oder uns danach ist. Das war dann auch OK.

Und ganz ehrlich: Mir sind oft die mitleidigen Blicke lieber wie die Blicke die sagen"Jaja typisch: nur leben wollen und nicht an Kinder denken - typisch!"

Viel Erfolg auf deinem WEg!
Johanna #klee

Beitrag von fraggel01 06.01.11 - 20:00 Uhr

Frau "funktioniert" nicht und das ist bereits belastend genug. Habe schon eine Tochter 6 Jahre alt und es hat doch mal funktioniert. Mittlerweile ÜZ 14 vorher aber auch nie richtig verhütet.....Schnelllebigkeit, Stress und zum kotzen das wars....Ich erzähle gar nichts nur das ich ab und an mal Bauchiaua habe dann wissen mein engsten vertrauten bescheid und gut ist...ist ja meins!

Beitrag von lucccy 06.01.11 - 20:51 Uhr

Hallo,

Du hast ja schon viele hilfreiche Antworten bekommen, trotzdem möchte ich meinen Senf dazugeben.

Ich kann auch mit den meisten Menschen besser über die Fehlgeburt sprechen als über die Kiwu-Behandlung. Wäre das nicht auch was für Dich? Je nach Ablauf einer FG sollte man ja auch ne Weile nicht schwanger werden. Damit wäre dann ja gesagt, dass Ihr grundsätzlich Kinder wollt, dass es aber nicht so einfach klappt, wie man immer denkt. Und genauer würde ich darüber dann an Deiner Stelle einfach nicht reden. Falls dann Monate oder Jahre später nochmal jemand fragt, kannst Du immernoch Gerinnungsprobleme oder so als Ursache für die Fehlgeburt(en) nehmen.

Gruß Lucccy

Beitrag von mc799 08.01.11 - 14:09 Uhr

Hallo,

wir haben für unsere Tochter (*1.1.2009) auch mehr als eineinhalb Jahre gebraucht. Bei meinem Mann ist alles ok, ich habe PCO.

Die ganze Zeit über hab ich mich darin verrannt, dass das bloss keiner wissen darf, das bloss niemand aus der Familie usw merkt, das ich zweimal pro Woche vor der Arbeit in die Klinik zur Kontrolle fahre...
Und dann aber trotz Stau noch pünktlich im Büro sein muss.
Psycho-Stress pur. #klatsch

Als ich dann nach eineinhalb Jahren vor lauter Hormondröhnungen total unausstehlich wurde, haben wir die Notbremse gezogen.
Behandlungspause und Schluss mit den Heimlichkeiten.
Mir ging es sofort so viel besser!!!!!!!!!!!!
Und, was soll ich sagen?
In diesem ersten Pausenzyklus ist unser Neujährchen entstanden!#verliebt

Es ist doch viel mehr Kopfsache, als ich immer glauben wollte.
Jetzt trainieren wir für Nr. 2, was wieder nicht ohne Medis läuft.
Dieses Mal habe ich das nächste Umfeld informiert und es geht mir super dabei.
Gerade läuft der erste Clomi-Zyklus, mal gucken, ob es was wird.

LG
Martina