Stimmt das wirklich?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von espirino 06.01.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

ich habe jetzt die lebhafte Disskusion (Baby allein im Zimmer schlafen lassen) weiter unten durch geforstet und folgende Aussage gefunden:

Zu langes und tiefes Schlafen der Babys stellt ein erhöhtes SIDS Risiko dar.

Studien gäbe es dazu und Empfehlungen. Ganz ehrlich lese ich mir nicht alle neuesten und aktuellsten Studien zu der optimalsten Pflege und Versorgung eines Babys durch, da es sich zum einen sekündlich ändert und bei genauerer Betrachtung und Veränderung einiger Kriterien man das ganze auch anders rum wieder auslegen könnte.

Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, wie solche Studien ablaufen sollten, denn man wird ja wohl kaum einen Teil der Babys einem oder mehreren SIDS-Faktoren aussetzen und dann schauen, was passiert oder? Oder nehmen die dazu Mäuse? Klärt mich mal jemand auf?

Jedes meiner Babys hat mit spätestens 8 Wochen nachts durchgeschlafen und ich meine damit nicht 5-6 Stunden, sondern 10 bis 12. Hätte ich vorher diesen Satz oben schon gehört, hätte ich vermutlich gar nicht mehr ruhig schlafen können.
Die meisten der Väter schlafen seelenruhig und fest, auch wenn das Baby unruhig schläft. Die Mütter dagegen lauschen oft nach dem Atmen des Babys.
Was ich damit sagen will, ist, daß einem der (wohlgemerkt) gesunde Menschenverstand schon Hilfestellung gibt, was man tun und lassen sollte. Menschen, die unvoreingenommener an das Ganze rangehen, weil sie nicht pausenlos im I-Net nach den neusesten Sicherheitsregeln suchen machen instiktiv alles, was sie glauben, daß es das beste für ihr Baby ist ohne diese Panik im Genick: Wenn ich etwas nicht so mache ist mein Baby schutzlos ausgeliefert.

Was mich immerzu fasziniert ist die menschliche Eigenschaft zu glauben, einzig was ich tue ist der Massstab aller Dinge.

LG Jana

Beitrag von blobundbohne 06.01.11 - 10:48 Uhr

"Was mich immerzu fasziniert ist die menschliche Eigenschaft zu glauben, einzig was ich tue ist der Massstab aller Dinge. "

Weise Worte! :-)
Vielleicht rufen wir uns alle mal diesen Satz ins Gedächtnis, bevor wir wieder wild drauflosposten.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 11:00 Uhr

Ja, Du hast Recht.

EIGENTLICH sagt nämlich der gesunde Menschenverstand JEDER Mutter, dass sie ihr Kind ständig bei sich haben sollte.
Hätten wir nicht Häuser, so wie wir sie haben, wäre das ja auch gar keine Frage.

Da aber viele Mütter leider nicht mehr darauf hören, GIBT es ja leider heutzutage die ganzen Schlafprobleme.

Ja, es gibt Studien zu dieser Thematik. Sie wurden v.a. in den USA durchgeführt. Wenn es Dich interessiert suche z.B. nach "James McKenna". Seine Forschungen beschäftigen sich ausschliesslich mit dieser Thematik.

In Interviews erzählt er auch von seinen Ergebnissen.
z.B.
"Durchschlafen ist ungesund":
http://www.youtube.com/watch?v=Wluc5fICkbc

"Übers Alleinschlafen":
http://www.youtube.com/watch?v=PqSDwgJ7n2M

"Warum und wie Babies schlafen":
http://www.youtube.com/watch?v=OF4_3ImdH9s

"Die Biologie des Familienbetts":
http://www.youtube.com/watch?v=i-Y0qRaP644

Auch Dr. William Sears (Autor von "Schlafen und Wachen") beschreibt seine Ergebnisse von Untersuchungen mit Babys, die gemeinsam und getrennt von der Mutter schlafen.
Ein Bsp.: Bei den alleinschlafenden Babys wurden pro Nacht über hundert Tiefpunkte der Sauerstoffsättigung im Blut festgestellt. Dagegen gab es keinen einzigen solchen Tiefpunkt bei gemeinsam schlafenden Babys.


Mir selber ist es absolut unbegreiflich, dass in der Schwangerschaft alle hier es kaum abwarten können, bis sie ihr Kind ENDLICH in den Armen halten können. Gleich nach der Geburt gibt es dann aber nichts wichtigeres als dass man das Kind endlich öfters ablegen kann, dass es sich schneller allein beschäftigt, dass es schneller durchschläft, schneller selbstständig wird, isst, betreut wird, ....

Vielleicht sollten sich einige Mütter mal wieder dieses Gefühl in Erinnerung rufen, als sie in den Wochen vor der Geburt so ungeduldig auf ihr kleines Baby gewartet haben.


Ja, wenn wir alle einfach nach unseren WIRKLICHEN Muttergefühl handeln würden, dann bräuchten wir sicher weder Studien noch medizinische Ratschläge.

Aber diese Sicherheitsmaßnahmen bestätigen eben einfach das, was einige einfach gefühlsmässig sowieso machen und andere ablehnen, nämlich dass ein kleines Baby NICHT allein schlafen sollte.
Deshalb werden sie selbstverständlich zu einer solchen Diskussion heran gezogen.
Natürlich wäre es schöner, wenn man nicht auf Studien und Forschungsergebnisse zurückgreifen müsste, aber sie stellen nun mal eine gewisse Objektivität her, weil sonst ja jeder "sein Gefühl für das Bauchgefühl" hält.


LG Sabrina

Beitrag von espirino 06.01.11 - 11:14 Uhr

Was mich nur immer wundert ist, daß Studien so gehalten werden, daß man sie in alle Richtungen auslegen kann.

Und wie geht das, ein Baby ständig mit sich rumzutragen? Ich gestehe in der Beziehung höre ich auch manchmal auf mich selber. Ich kann mein Baby nicht mit aufs Klo oder zum Duschen nehmen. Ich kann es auch nicht, wenn ich selbst esse, staubsauge, die Wäsche mache mich um die 5 Jährigen Zwillinge kümmere oder, wie jetzt am PC sitze. Was aber nicht heißt, daß es zu diesen Zeitpunkten abgeschoben wird. Es muß halt auch manchmal im Laufgitter quaken, bis ich wieder verfügbar bin. Den vorwurfsvollen Satz meiner Söhne: Seit das Baby da ist hast du nie für uns Zeit. habe ich mir schon anhören müssen.

Ganz ehrlich hab ich mich auch nie über Möglichkeiten des ständigen Körperkontakts des Babys zur Mutter schlau gemacht, da es mir aufgrund der Tatsache, daß mein erstes Kind gleich zwei waren unmöglich schien und auch damals schon wurde ich, weil ich es eben ablehnte sehr argwöhnisch als Mutter dargestellt, die eben nicht das beste für ihr(e) Kind(er) will. Wohlgemerkt zu 100% von Frauen, die sich in ihrer Situation nur mit den Bedürfnissen ihres (ersten) Kindes befassen mußten.

LG Jana

Beitrag von queequeg 06.01.11 - 11:39 Uhr

Jetzt bekommst du sicher wieder antworten in denen gesagt wird: Natürlich kannst du dein Kind mit aufs Klo nehmen oder zum duschen. Genausolche Mütter sind hier unterwegs.

Körperkontakt ist wichtig, klar. Aber ich seh das nicht so eng wenn das <Baby auch mal abgelegt wird.

Meine Ma hat mir erzählt früher mußten die Frauen auf dem Feld arbeiten, die Babys wurden am feldrand angelegt. Die lagen da auch allein rum. Also solche Dinge gabs und gibt es immer wieder in der Menschheitsgeschichte. Soll doch jeder so machen wie er denkt finde ich.

Lg

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 11:45 Uhr

#bla

Wie gut, dass immer diejenigen meinen, sie wüssten so genau darüber Bescheid, die es nie selbst ausprobiert haben.

LG Sabrina,
die ihr Baby noch nie mit unter die Dusche genommen hat.... #augen

Beitrag von queequeg 06.01.11 - 11:51 Uhr

Ich persönlich geh ja nur Duschen wenn mein Mann da ist. Von daher muß ich mein Baby auch nie mit zum Duschen nehmen. Und für den Toilettengang liegt sie einfach auf ihrer Krabbeldecke. Ist doch kein Drama.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 13:38 Uhr

>>Ich persönlich geh ja nur Duschen wenn mein Mann da ist.<<
So einfach ist es...

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 11:41 Uhr

Vielleicht kannst Du ja ein konkretes Bsp. bringen, wo man diese Untersuchungen "in alle Richtungen auslegen kann". Diese Aussage ist mir zu allgemein.

Sicher hast Du mit Zwillingen nicht gerade den einfachsten Start gehabt, wenn es z.B. um den ständigen Körperkontakt geht.
Aber es ist nicht unmöglich. Ich kenne selbst eine Zwillingsmutter, die das so macht und es geht mit den tollen Tragehilfen, die es heute gibt, recht gut. Ich habe selbst zwei unserer Kinder, die vom Alter her sehr nah beisammen sind, oft gemeinsam getragen und das gemeinsame Schlafen ist bei uns sowieso selbstverständlich.

Besonders das Wäsche machen oder Staubsaugen liebt unser Jüngster übrigens. Beim Staubsaugen kann ich sicher sein, dass er nach kurzer Zeit auf dem Rücken eingeschlafen ist. ;-)
Aber selbstverständlich ist er mit 15 Monaten nicht mehr ständig und ausschliesslich bei mir. Er ist ein begeisterter Klettermax und rennt viel mit seinen grossen Geschwistern herum. :-p

Ich kann es nur empfehlen, sich damit zu beschäftigen, denn man wird die Erfahrung machen dürfen, dass so viele der Probleme, von denen man z.B. hier im Forum liest, eigentlich gar nicht existieren würden.

#winke

Beitrag von lumidi 06.01.11 - 15:10 Uhr

Also ich bin nur am Laptop, wenn mein Kleiner schläft oder alleine spielt. Wenn er quengelt bin ich sofort für ihn da. Er muss nicht warten bis ich verfügbar bin wie du sagst. Ok, wenn ich auf dem Klo bin, dann dauert es ein bisschen länger.

Beitrag von krischi-1508 06.01.11 - 12:25 Uhr

Hallo Sabrina,

du hast sicher mit sehr vielem Recht. Ich sehe das genauso, ich handle nach meinem Muttergefühl und viele andere sicher auch. Deswegen schläft mein Baby ja direkt neben mir im Beistellbett und spürt meine Bewegungen, mein Atmen und trotzdem schläft er durch. Meistens 8 Stunden seit er 5 Wochen alt ist. Nur im Schub kommt er ca. 2 Mal zum Stillen. Was sagst du jetzt??? Und was sagen da all die Studien??? Das zeigt doch, dass man nichts verallgemeinern kann.

Anscheinend braucht er den Schlaf und warum soll das jetzt schlecht sein?

Man kann die Tiefschlafphasen nicht verhindern, oder soll ich ihn im 3 Stunden Takt wecken? Man weiß doch gar nicht genau, wann so eine Phase statt findet.

Mehr als alle Risikofaktoren (allein schlafen, Rauchen usw.) ausschalten kann man nicht, deswegen hör bitte auf Angst zu verbreiten.
Jedes Kind ist unterschiedlich.

Die Empfehlung lautet, ein Kind soll bei den Eltern im EIGENEN Bett schlafen. Mein Gewissen ist also beruhigt, auch wenn dadurch die Angst nicht weg ist. Die kann mir niemand nehmen, nur Leute wie du, verstärken sie zusätzlich. Vielen Dank, ich denke ich spreche auch für viele andere Mamas.

Beitrag von margarita73 06.01.11 - 12:46 Uhr

#danke#pro

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 13:12 Uhr

>>Mehr als alle Risikofaktoren (allein schlafen, Rauchen usw.) ausschalten kann man nicht.<<

Und um nichts anderes geht es hier.
Genau darum!
Und ein Risikofaktor ist eben das Alleinschlafen, weshalb eine der Maßnahmen zur SIDS-Prävention lautet, dass das Kind im ersten Lebensjahr eben NICHT alleine schlafen sollte.

Und WENN ein Baby vor dem Alter von 6 Monate eben schon so lange (6 h am Stück) durchschläft, dann KANN das eben ein Zeichen für eine SIDS-Gefährdung sein. Das ist alles.
Um Angstverbreitung geht es dabei gar nicht.
Wenn jemand sagt, nimm wegen SIDS lieber keine dicken Kissen ins Bett, dann sagst Du doch auch nicht: "Ach hör bitte auf, das könnte ja noch jemandem Angst machen!"

Ihr regt euch hier über Dinge auf, die EIGENTLICH selbstverständlich sein sollten.

Beitrag von margarita73 06.01.11 - 13:29 Uhr

Ich glaube auch nicht, dass Du Angst verbreiten möchtest. Aber durch Deine Äußerungen kann man Angst bekommen, auch wenn Du das nicht beabsichtigst.
Die Empfehlung lautet: nicht allein im Zimmer, aber im eigenen Bett zu schlafen. Das FB wird hinsichtlich SIDS-Prävention nicht empfohlen. Ich bin gar nicht gegen das FB, versteh mich nicht falsch (meine Tochter schläft auch in meinem Bett), aber die Empfehlung lautet anders und wenn ein Kind 6 Stunden oder mehr durchschläft, ist das doch ein Grund zur Freude und nicht nur zur Sorge! Es KANN ein Anzeichen für eine SIDS-Gefährdung sein, muss es aber nicht zwangsläufig.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 13:34 Uhr

>>Es KANN ein Anzeichen für eine SIDS-Gefährdung sein, muss es aber nicht zwangsläufig.<<

Hab ich ja auch nie behauptet.

Es kommt mir hier so vor, wie in den Harry-Potter-Geschichten: Wir haben so grosse Angst, also nennen wir "es" lieber nicht beim Namen. Wenn wir "es" nicht aussprechen, dann existiert es nicht in unserer Welt.

Und wenn jemand es doch wagt, dann machen wir lieber eine Hexenjagd auf denjenigen.

Ist ja auch viel schöner, sich einfach nur an dem ENDLICH durschlafenden wenige Wochen alten Säugling zu freuen.

Beitrag von margarita73 06.01.11 - 13:37 Uhr

Also, jetzt gehst Du aber zu weit! Habe ich mit meiner Antwort denn nun irgendwas unfreundliches, angreifendes gesagt, das Dich veranlasst, von einer Hexenjagd zu sprechen?? Ich denke nicht!!! Ein Forum bietet Raum für unterschiedliche Ansichten. Du vertrittst Deine, andere die ihren. Und gut ist es doch damit! Sollte es zumindest sein.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 13:43 Uhr

Schau Dir doch die Diskussionen an, in denen es um das Thema geht.
Ich spreche nicht von Dir, sondern von dem Verhalten, das hier im Forum von vielen an den Tag gelegt wird.

Ich bin die "Böse", weil ich es gewagt habe, nicht freudentaumelnd in das allgemeine Glüchwunsch-Rufen einzustimmen, weil ein wenige Wochen altes Baby durchschläft.

Bitte "bloss nicht Angst verbreiten" - allgemeine Freude ist angesagt! #augen

Beitrag von margarita73 06.01.11 - 14:09 Uhr

Ich schaue mir DIESE Diskussion an und kann nicht erkennen, dass Du als böse dargestellt wirst. Grundsätzlich gibt es hier im Forum allerdings leider immer wieder Rungehacke, obwohl es doch hier darum geht, sich gegenseitig Tipps und Ratschläge zu geben.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 14:15 Uhr

DIESE Diskussion bezieht sich aber auf die vergangenen, siehe Ausgangsposting:
"ich habe jetzt die lebhafte Disskusion (Baby allein im Zimmer schlafen lassen) weiter unten durch geforstet und folgende Aussage gefunden: (...)"

Beitrag von margarita73 06.01.11 - 14:17 Uhr

Die hab ich nicht verfolgt. Langsam wird´s auch etwas ermüdend. Ich hab Dich nicht angegriffen und damit ist jetzt von meiner Seite alles dazu gesagt.

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 14:28 Uhr

Ich habe auch nirgends behauptet, dass Du mich "angegriffen" hast.

Du hast unter den Beitrag von "krischi-1508" mit ihrer Aussage: "Mehr als alle Risikofaktoren (allein schlafen, Rauchen usw.) ausschalten kann man nicht, deswegen hör bitte auf Angst zu verbreiten." - die an mich gerichtet war - das hier gepostet: #danke #pro und deshalb durfte ich wohl davon ausgehen, dass auch Du ein Problem damit hast, dass ich in den vorherigen Diskussionen auf die SIDS-Präventionsmaßnahmen hingewiesen habe.

Und das kritisiere ich ... mehr nicht.
Wie gesagt, es ist einfach lächerlich, wenn man jemandem "den Mund verbieten" will, bloss weil er die Wahrheit sagt.

Beitrag von krischi-1508 06.01.11 - 18:21 Uhr

Es tut mir leid, dass du dich angegriffen gefühlt hast von mir, d as wollte ich sicher nicht. Ich wollte dir auch nicht den Mund verbieten.

Meiner Meinung nach ist es aber Angst verbreiten! Wenn man schon alles menschenmögliche tut, um sein Kind zu schützen und dann immer noch liest, dass es nicht genug ist, ist dies für mich befremdlich. Manches ist leider Gottes auch eine höhere Fügung, auf die wir fast keinen Einfluss haben.
Das ist traurig, ist aber so.

Wenn ich auf der Strasse von einem Dachziegel erschlagen werde, konnte ich das auch so gut wie nicht verhindern. Erzähl ich deshalb den ganzen Tag, Leute, geht keinesfalls mehr auf die Strasse!
Ich will damit nicht gut reden, sein Baby im eigenen Zimmer schlafen zu lassen oder irgendein Risiko einzugehen, ich möchte nur, dass man auch mal was geniessen kann, ohne ständig negativ zu denken.

Es soll doch jeder nach seiner Art und Weise leben, du wirst die Welt nicht ändern können und ich auch nicht. Wir müssen es uns aber auch nicht noch gegenseitig schwer machen und Panik verbreiten. Das meine ich allgemein, nicht auf dich bezogen.

Liebe Grüße von Krischi

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 18:37 Uhr

>>Wenn ich auf der Strasse von einem Dachziegel erschlagen werde, konnte ich das auch so gut wie nicht verhindern. Erzähl ich deshalb den ganzen Tag, Leute, geht keinesfalls mehr auf die Strasse!<<

Bist Du noch der selben Meinung, wenn es um ein einsturzgefährdetes Gebäude geht, bei dem schon oft vergleichbare Unfälle geschehen sind?

Wenn Du weisst, dass bei diesem speziellen Gebäude schon öfters Unfälle passiert sind, dann würdest Du doch auch ein Schild aufstellen und die Leute warnen, dass sie vielleicht einen Mindestabstand einhalten sollen o.ä.


Ich weiss, kein sehr reales Szenario, weil ein solches Gebäude wohl abgerissen würde, aber ich wollte gerne bei Deinem Vergleich bleiben.

Es geht nicht darum, irgendwelche abwegigen Horrorszenarien an die Wand zu malen, sondern es geht um konkrete Maßnahmen, die eben zur Vorbeugung von SIDS empfohlen werden. Und zwar nicht einfach nur aus Spass oder weil man gerade nichts besseres zu tun hatte.
Es gibt einen Grund dafür und jedes Kind, das an SIDS stirbt ist eines zu viel.


Sicher muss schlussendlich jeder selbst entscheiden, was er umsetzt und was nicht. Aber mit dieser Entscheidung muss er auch leben.
Hinterher kommst sonst immer das grosse "ich habs ja nicht gewusst".

Beitrag von hannih79 06.01.11 - 19:53 Uhr

..... erfüllst du denn wirklich ALLE der Empfehlungen ( rein interessehalber ) ?

VG

Beitrag von marysa1705 06.01.11 - 21:31 Uhr

Ja, obwohl unsere Kinder eigentlich schon gar nicht mehr im risikoreichen Alter von unter einem Jahr sind.

Ich stille, wir sind alle Nichtraucher, Drogen und Medikamente sind sowieso klar.
Wir haben ein Familienbett mit angebautem Kinderbett, so dass unser Sohn auf seiner eigenen Matratze schlafen kann. Die Matratze ist nicht zu dick und nicht zu weich, sondern fest. Wir haben keine Gitterstäbe, keine dicken Kissen oder Decken. Unser Sohn hat mittlerweile höchstens mal ein dünnes Kissen UNTER dem Bettlaken. Schlafsack hat er auch keinen, sondern er schläft nur im Schlafanzug (Schlafsack und Decke gehen bei ihm gar nicht, wie auch bei allen unseren Kindern bis sie grösser wurden; das wurde sofort weggestrampelt).
Unser Zimmer ist komplett ungeheizt, wir haben keine Pflanzen im Zimmer und haben keine Haustiere.
Er hat kein Kuscheltier, keine Bändel oder sonstiges im Bett.
Und Rückenschläfer sind unsere Kinder sowieso von Anfang an.