Abstillen kindgerecht

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von littlet85 07.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich hab ja weiter unten schon geschrieben, weil mein kleiner keine Flasche mag. Ist ja auch ok für mich.

Nun hör ich öfter, dass sich Kinder mit 8 oder 9 Monaten abstillen. Wie geht das denn? Kann ich mir gar nicht vorstellen?

Das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint. Ich überlege nur einen sanften Weg der uns beiden gerecht wird. Wenn mein Kleiner etwa 1,5 Jahre ist, werde ich manchmal auch wieder tageweise auf Geschäftsreise gehen müssen (bzw. dürfen, denn ich liebe meinen Job).

Wie macht man das da?

Ich meine, Frühstück ist klar, da kann er was anderes haben. Abends wird er eh nicht in den Schlaf gestillt. Das ist mehr so Schmuse-Stillen und wäre dann durch Abendbrei von der Ernährungsseite nicht mehr notwendig. Papa bringt ihn immer mit kuscheln ins Bett.

Aber was mach ich Nachts? Momentan stillen wir noch 3 bis 100 Mal und ich denke, wenn das jetzt schon so ist, ist er daran gewöhnt (was ja ok ist, da er eh neben mir schläft). Aber was ist, wenn ich wieder weg muss bzw. darf?

Habt ihr "Abstillgeschichten" für mich? Wie lief das bei euch? Oder bin ich egoistisch? #heul

lg, Tina

Beitrag von lilly7686 07.01.11 - 21:21 Uhr

Hallo!

Ich denke, da muss jede Mutter den richtigen Weg finden. Eure Stillbeziehung ist einzigartig. Und nur ihr zwei wisst, wir ihr damit umgehen müsst.
Du kennst dein Kind am Besten.

Aber ich kann dir von meiner Bekannten erzählen.
Ihr Sohn ist jetzt 22 Monate alt und wird noch gestillt. Sie ist auch mal ne Nacht weg oder den ganzen Tag über weg und nur nachts daheim.
Für die beiden ist es nicht so schlimm. Ihr Sohn weiß, dass sie wieder kommt und bleibt auch bei Papa. Ist auch nachts kein Problem. Gestillt wird dann halt wieder, wenn Mama wieder da ist.

Wie gesagt, jede Stillbeziehung und jedes Kind ist einzigartig. Und du und dein Sohn müsst für euch entscheiden, wie ihr es machen wollt.

Liebe Grüße!

Beitrag von littlet85 07.01.11 - 21:26 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Ich wünsche mir so sehr, dass das ganze ohne Tränen abläuft. Ich liebe mein Kind und stille gerne, aber ich bin auch mit meinem Job glücklich und würde sooooo gerne beides unter einen Hut bekommen, denn ich denke, am glücklichsten ist eine Familie doch, wenn alle glücklich sind.

Ich hab hier schon viel von dir gelesen und glaube, ich kann dich auch noch was fragen. Was ist eigentlich (ab 1 Jahr) davon zu halten:

http://joomla.rabeneltern.org/index.php?option=com_content&view=article&id=152:besser-schlafen-im-familienbett&catid=72:wissenswertes&Itemid=85

LG, Tina

Beitrag von lilly7686 07.01.11 - 21:51 Uhr

Puh, so etwas ist immer schwierig.
Ich glaube, auch hier ist es wichtig, zu schauen, wie eure Beziehung ist. Und wie dein Sohn darauf reagiert.

Was ich wichtig finde, ist, dass man das Kind nicht alleine schreien lässt. Dass man ihm zeigt, dass man immernoch da ist, und es immernoch liebt.

Ich glaube, diese Methode kann in Ordnung sein. Aber auch hier gilt eben: du kennst dein Kind am Besten. Du weiß, was du ihm zumuten kannst und was nicht.
Bei einem äußerst sensiblen Kind würde ich das nicht machen. Bzw würde ich persönlich es gar nicht machen. Allerdings ist meine Kleine auch erst 7 Monate alt. Mag sein, dass sich meine Einstellung dazu noch ändert ;-)

Hör auf dein Herz und dein Kind. Ihr seid ein super Team, und du weißt wahrscheinlich genau, ob und wann du diese Methode anwenden kannst ;-)

Aber wie schon in dem Link steht: nicht unter einem Jahr. Die Methode setzt voraus, dass dein Sohn das Ganze auch versteht. Manche Kinder verstehen diese Dinge schon mit einem Jahr. Andere erst später.

Lg

Beitrag von rmwib 07.01.11 - 21:33 Uhr

HUHU

ich kann Dir von uns sagen, dass es völlig problemlos klappt, wenn ich abends mal nicht da bin oder nachts. Bin ich da, stillt er, weiß er, dass ich nicht da bin, stillt er nicht und lässt sich wenn er aufwacht von Papa tätscheln und nimmt etwas Wasser ;-)
Wenn die Kinder älter sind, verstehen sie ja auch besser ;-) aber ganz aufhören will er noch nicht. Ich geb ihm die Zeit, auch wenn ich langsam angenervt bin- ich dachte neulich, wir hätten es langsam... jetzt kriegt er gerade die letzten Zähne und danach probiere ich nochmal, ob man das aussteuern kann, momentan ist es sinnlos bei uns- und ich will ihn auch nicht zwingen, wenn, muss er schon auch mitziehen.

GLG

Beitrag von die.caro 07.01.11 - 21:45 Uhr

Hallo,

Euer "3 bis 100 Mal" stillen kommt mir sehr bekannt vor :-D Das hatten wir mit unserem kleinen Flaschenverweigerer in dem Alter auch und ich habe, so schön es irgendwie auch war, immer befürchtet, dass ich meinen Sohn in der Schulzeit noch zur Pause stillen müsste ;-)

Dann wurde es automatisch weniger. Um den ersten Geburtstag herum habe ich nur noch nach dem Frühstück gestillt (wenn der Hunger zu groß war, vorher). Das war meinem Sohn noch total wichtig, er hat sich richtig angestellt, bis er an der Brust war.

Als er mit 14 Monaten anfing zu laufen, war das Thema auf einmal erledigt. Er hat es immer öfter vergessen und als ich ihn eines Morgens anlegte, sah er mich nur kurz an, bleckte die Zähne (ich dachte schon, er beißt jetzt zu), lachte dann, setze sich auf und ging weg. Das wars. Einfach so. Da hatte ich dann erstmal dran zu knabbern, was ich vorher auch nie gedacht hätte.

Übrigens hat er etwa in dem Alter beim Spielen mal eine Avent-Flasche gefunden, die er vorher nie akzeptiert, sondern geschrien und gewürgt hat, wenn er sie nur sah. Als er interessiert daran rum nuckelte, habe ich ihm etwas Kuhmilch reingetan, die er sofort ausgetrunken hat. Seitdem trinkt er am Tag öfter mal eine Flasche stark verdünnte Apfelschorle aus der Flasche, weil er aus dem Glas nur kleine Mengen trinkt. Nachts nimmt er gerne mal ne Kuhmilch (verdünne ich, damit er nicht zu viel Milcheiweiß bekommt), was ich nicht optimal finde, aber er scheint gerade wieder einen erhöhten Kalorienbedarf haben und mag keine Pre-Milch u.ä.

So, das war unsere Abstillgeschichte. Er hat einfach den Zeitpunkt selbst bestimmt, wie man so oft hört und plötzlich klappt auch das mit den Flaschen.
Euch viel Erfolg!

Caro

Beitrag von wonderful-mom 07.01.11 - 22:44 Uhr

Hallo Tina,

mein sohn ist jetzt dann 10 monate alt.. und wir stillen auch noch so gefühlte 100 mal am tag.
die stillen sich alleine ab?? wow.. supi.. schön wärs. meiner denkt da im leben nicht dran.. der würd am liebsten den ganzen tag dran hängen.. inzwischen verweigert er den brei.. isst zwar ab und an mal bei mir und meiner tochter mit aber das wars dann auch.
seit ein paar wochen ist es auch so weit, dass er schreit bis ich ihn stille und schläft auch ohne stillen nie ein!

egoistisch?? NEIN, das bist du garnicht. auch fürs stillen gibts grenzen. und wenn die überschritten ist, muss man eingreifen.

bin mal gespannt ob hier noch mehr kommt.. könnte händeringend auch ein paar tips gebrauchen

alles gute für euch!

lg

Beitrag von anne_loewe 08.01.11 - 09:45 Uhr

Liebe Tina,

hört sich für mich wie Schnullerverweigerer an :-)
Das heisst, wenn er nachts halbwach wird darfst Du als Schnullerersatz herhalten.
Wie man das angewöhnt weiss ich auch nicht... mein Sohn hatte eben nachts den Schnuller und war dann angestillt als er tags nach dem Essen nicht mehr trinken wollte weil er eben satt war... das war mit ca 9,5 Monaten der Fall.

Ich würde versuchen die "schlechte Angewohnheit" nachts los zu werden....
LG Anne