Stillen schützt in keinster Weise vor Krankheiten

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 01:52 Uhr

geschrieben von einer leidenschaftlichen Stillmama.

Ich lese hier nur noch still mit und lese oft wie sich Stillmamis mit nicht Stillmamis zerhacken.

Ich für meinen Teil war immer und von Anfang an eine leidenschaftliche Stillmama und hatte es mir zu Aufgabe gemacht so lange zu stillen wie der Kleine das möchte. Am Ende hat er sich nach ca. 18 Monaten selbst abgestillt. Er fing mit 9 Monaten an Fingerfood zu essen vorher wollte er nicht. Ich habe alles getan was in den Medien steht. Kein Honig, keine Nüsse, keine Kuhmilch. Ich war der festen Überzeugung das ich so meiN Kind vor den Erkrankungen des Lebens schützen kann. Er durfte nichts süsses nur gesundes, ohne viel Salz ect. pp.

Was soll ich euch sagen, ich bin der Meinung das Stillen schützt nicht unbedingt. Mein Sohn bekam vor ca. 4 Monaten Diabetes und die Diagnose der Zoliakie steht auch noch im Raum.

Ich will damit sagen, das ein Kind welches mit 4 Monaten schon Brei bekommt gesünder sein kann als ein Kind wie meines welches Langzeit gestillt wurde.

Ich war immer der Meinung nur meine Mumi ist das beste für mein kind, habe da auch keine andere Meinung akzeptiert, heute denke ich das es vielleicht besser gewesen wäre ihn frühzeitig mit normalem Essen aufzuziehen, vielleicht wäre er dann jetzt gesund??

Macht euch nicht immer so madig, ich finde das furchtbar. Behart nicht immer auf eurer Meinung, lasst die Mamas das machen wie sie es für richtig halten. Vielleicht ist stillen gar nicht so gesund, wer weiß? Meine Tochter, die nicht gestillt werden konnte (leider) ist kerngesund, das regt mich dann doch zum nachdenken an.

Eine kerngesunde Flaschentochter (14 Tage gestillt) und ein kranker langzeit gestillter Junge.

Ich würde immer wieder stillen keine Frage, schon wegen der Bindung, die ich zu meinem Sohn enger empfinde als zu meiner Tochter, aber ich schaue nicht mehr mit Argusaugen auf eine Mama die eine Flasche auspackt.

Viele Grüße

Beitrag von bluemotion 08.01.11 - 08:40 Uhr

"Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, so lange zu stillen wie der Kleine das möchte"...hört sich ja nach schwerer Arbeit wider Willen an#kratz

Im Grunde geb ich dir Recht, aber du kannst dein Erfahrenes nicht pauschalisieren.
Vielleicht liegt Diabetes bei euch in der Familie versteckt.

Ich könnte mir vorstellen, das diese Krankheiten ohnehin gekommen wären und es nichts mit der Ernährung zu tun hat. ABer sicher weiß man es nie.

Ich für meinen Teil bin trotzdem der Überzeugung, das Süßigkeiten, salziges, allergene LM nicht in Babyhände gehören.

LG und alles Gute!#klee

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 10:08 Uhr

Nee ich kann mein Erfahrenes nicht pauschalisieren, dass ist völlig richtig. Aber wirtzig sind ja gerade immer und immer wieder die Stillmütter die meist pauschalisieren ;-) in dem sie behaupten das nur ihre Ernährung gut ist und eine Milchflasche nicht in Babyhände gehört!!


""Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, so lange zu stillen wie der Kleine das möchte"...hört sich ja nach schwerer Arbeit wider Willen an"

Wo du das rausliest ist mir Schleierhaft. #gruebel

Sicher kann es sein das die Krankheit auch so gekommen wäre, aber es kann auch sein das eben gerade das Stillen nicht gut für meinen Sohn war.

Thats life

Beitrag von littlelight 08.01.11 - 16:00 Uhr

"Sicher kann es sein das die Krankheit auch so gekommen wäre, aber es kann auch sein das eben gerade das Stillen nicht gut für meinen Sohn war."

Wie kommst du darauf, dass die natürliche Ernährung für ein Lebewesen nicht gut sein kann?#kratz


fragende Grüße

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 23:59 Uhr

Das habe ich nie behauptet. #gruebel Ich habe doch gesagt das ich immer wieder stillen würde, eben weil ich stillen toll finde. Ich es aber auch toll finden würde, wenn man Flaschenmütter nicht immer so angreifen würde und als Stillmutter immer der Meinung ist, das nur die Muttermilch das Optimale für das baby ist.

Beitrag von rmwib 08.01.11 - 08:46 Uhr

HUHU

natürlich kann Stillen auch nicht das verhindern, was ohnehin im Kind steckt.

Es tut mir leid für Dich, dass Dein Kleiner so krank ist #liebdrueck aber Du hast ihn sicher nicht "krank gestillt"- vermutlich wäre es genauso, wenn er die Flasche bekommen hätte-

Dass das Stillen an sich vorbeugt ist richtig, aber das heißt eben auch nicht, dass alle gestillten Kinder niemals Diabetes, Krebs, Stoffwechselerkrankungen oder sonstetwas kriegen--- aber ich glaub, das war Dir vorher klar ;-)

Alles Gute für Deinen Kleinen.

GLG

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 10:13 Uhr

Natürlich war mir klar das es passieren kann, schliesslich gibt es keine Garantie, aber dennoch wollte ich damit ausdrücken, dass ein Flaschenkind und auch ein frühes Beikostkind gesünder sein kann als ein lange gestilltes Kind.

Hier werden die Flaschenmuttis oft derb angegriffen und auch die Mütter die früh mit Beikost anfangen. Wer sagt aber das es krank macht?? Die Kinder können gesünder sein als ein gestilltes Kind. Klar die Medien berichten das, aber die Medien berichten auch das Stillen vor Allergien und sonstigem schützt.;-) und das tut es eben nicht.

Beitrag von crystall 08.01.11 - 10:17 Uhr

Hi,

ich geb dir vollkommen recht.

Meine Kinder wurden beide nicht gestillt und Paul war in den ersten Jahren gar nicht krank, und Alexander, er wird bald 1, hatte auch noch nie irgendwas.

Die KInder einer Bekannten wurden beide vollgestillt und sind dauerkrank.
das 4 Monate alte baby hatte gerade erst eine lungenentzündung und die 4 jährige war nie 1 monat am stück im kiga, sondern ständig krank zuhause

lg

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 10:53 Uhr

Ich will hier gar keine Diskussion anfangen über nicht stillen und stillen. Ich wollte einfach mal sensibilisieren und sagen das man die Frauen das machen lassen sollte was sie möchten. Denn es gibt keine Garantie das Stillen oder Flasche eben beim eigenen Kind etwas auslöst oder eben nicht auslöst.

Ich habe meine Bekannte nicht verstehen können als sie ihren Kindern die Flasche an den Hals gehangen hat und immer war ich der Meinung, das sie ihren Kindern das Beste mitgeben sollte. Das hat sie getan für sie eben in Form von Flasche und sehr früher Beikosteinführung. Heute sehe ich das auch anderes und kann das Stillen nicht mehr als ultimatives Nahrungsmittel sehen. Ich würde immer wieder stillen keine Frage!! kann aber eben auch jede Mutter verstehen die es nicht tut.

Wahrscheinlich kann man das Ganze als Glückssache betrachten ähnlich einem russischen Roulett. Entweder es geht gut (egal ob Flasche oder Stillen) oder eben nicht.

Beitrag von gslehrerin 08.01.11 - 10:26 Uhr

"Was soll ich euch sagen, ich bin der Meinung das Stillen schützt nicht unbedingt." Vergleiche das mal bitte mit deiner Überschrift...
Empirische Untersuchungen führt man durch, um genau solche Einzelfälle nicht als Maß aller Dinge zu nehmen. Da geht es um Mehrheiten, sonst könnte man ja immer vom Einzelfall auf die Allgemeinheit schließen. Dein gestillter Sohn hat Diabetes. Die hat er aber doch nicht, weil du ihn gestillt hast...Wenn man große Menge betrachtet, und dann feststellt, dass gestillte Kinder seltener Diabetes entwickeln als nicht gestillte Säuglinge ist das Beweis, dass Stillen vor Krankheiten schützt, aber natürlich nicht immer und vor jeder Krankheit. Insofern hast du mit dem Satz: "Das Stillen schützt nicht unbedingt" recht, das behauptet aber auch keiner.

LG
Susanne

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 10:47 Uhr

Es geht mir auch viel mehr darum, das hier die Flaschenmütter und die die früh mit Beikost anfangen oft böse angegriffen werden. Eine Stillmutter denkt immer das es das ultimative ist zu stillen und akzeptiert meist nicht, das es Frauen gibt die das eben nicht möchten. Ich habe früher als Stillmutter eben so gedacht und konnte nicht verstehen wie meine Bekannte ihre vier Kinder mit Flasche aufzieht. Was soll ich sagen sie hat sogar vier gesunder (bis jetzt) Flaschenkinder. Sicher ist auch ein Fall nicht als das Maß der Dinge zu betrachten, aber dennoch kann mir keiner sagen ob es nicht doch dadurch ausgelöst wurde weil ich solange gestillt habe. Darüber gibt es schliesslich keine Studien und auch keine Forschungsergebnisse.

Beitrag von viofemme 08.01.11 - 12:20 Uhr

Als Stillmutter reduzierst du aber sehr deutlich das Risiko vieler Erkrankungen. Als jemand der zu früh mit Beikost beginnt, erhöhst du es hingegen!
Natürlich - und das hat GSLehrerin ja deutlich gemacht - geht es immer nur um Wahrscheinlichkeiten und die Wahrscheinlichkeiten einer Erkrankung kann ich als Mutter durch die Ernährung beeinflussen - positiv oder negativ.

Es sterben auch Nichtraucher an Lungenkrebs und Kettenraucher werden uralt. Aber wahrscheinlicher ist der umgekehrte Fall.

Und ich als Mutter setze meinem Kind bestimmt nicht bewusst einem höheren Risiko aus, indem ich kompetente Empfehlungen, wie beispielsweise die der WHO, bewusst ignoriere.

Beitrag von ellannajoe 08.01.11 - 14:19 Uhr

Hallo,

ich lese hier schon eine Zeit mit und habe noch nie gelesen, dass jemand angegriffen wurde, sondern es werden Meinungen geschrieben.

Meine Meinung ist, Stillen ist die optimale Ernährung für Menschenkinder und Kuhmilch ist die optimale Ernährung für Kälbchen.

Mütter die nicht stillen können, wollen oder dürfen haben die Möglichkeit, ihre Babys mit Kunstmilch zu ernähren. Damit haben sie totales Glück, denn diese ist Heute so gut, wie nie. Früher wären diese Babys gestorben, oder von einer Amme großgezogen worden.

Die Menschheit wäre schon längst ausgestorben, wenn Stillen krank machen würde. Ich glaube eher, dein Sohn hat solange mit dem Essen gewartet, weil Kinder ebend genau wissen, was gut für sie ist.

Mein Sohn wurde 3 Jahre gestillt und das Risiko, dass er doch noch ND und Allergien bekommt sind da, weil es in den Genen nunmal diese Veranlagung gibt.

Mein Risiko an Lungenkrebs zu sterben habe ich gesenkt, da ich mich von Rauchern fern halte. Trotzdem kann es mich erwischen, weil ich in einem Raucherhaushalt groß geworden bin, sehr lange selbst geraucht habe und vielleicht einfach Pech habe.

Ich werde also immer und immer wieder Stillen den Vorzug geben. Angreifen würde ich niemanden, wegen Flasche geben, allerdings immer klarstellen, dass nach 4 Wochen nicht einfach die Milch weg ist und diese Ausrede auch nicht gelten lassen.

Alle Mütter sollten aufgeklärt werden übers Stillen und zwar richtig und keine Ammenmärchen und dann soll doch bitte jeder selbst entscheiden...


Alles Liebe für deinen Sohn

Beitrag von rmwib 08.01.11 - 15:48 Uhr

schöner Beitrag #pro

Beitrag von ellannajoe 08.01.11 - 17:42 Uhr

#hicks
Danke schön.

Es geht mir einfach darum, dass ebend alle Frauen korrekt informiert werden und nicht irgendeinen Mist erzählt bekommen, wovon das Stillen schon im Vorherein zum scheitern verurteilt ist.

Wenn dann eine Mama sich entscheidet, ich möchte einfach nicht stillen, oder ich kann und will nicht, ist es für mich völlig in Ordnung. Es ist ja der Körper der Frau und nicht jeder kann das Stillen genießen.

#winke

Beitrag von simonesven 08.01.11 - 12:12 Uhr

#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro

Beitrag von oekomami 08.01.11 - 17:22 Uhr

Hallo,

wie soll Diabetes 1 was mit dem Stillen zu tun haben.

Das ist eine Generkrankung, und wie soll Stillen ein Gen wieder heile machen?

Beitrag von whitewitch 08.01.11 - 23:56 Uhr

Das ist so nicht richtig. Es müssen mehrere Faktoren zusammen kommen, damit der Diabetes ausbricht, nur alleine der Gendefekt reicht hierfür nicht aus. Das heißt auch ein Flaschenkind kann Träger sein es muss aber nicht zum Ausbruch kommen!

Ich wollte damit auch nur sagen, das eben stillen nicht bestmöglichst schützt oder schützen muss, weil es hier oft negative Äusserungen gegenüber Flaschenmüttern gibt.

Und ich wollte weiterhin damit sagen, das jede Mutter selbst entscheiden sollte was für ihr Kind das Beste ist.

Beitrag von laboe 08.01.11 - 22:31 Uhr

Ich finde deinen Beitrag große Klasse. Selten leist man hier mal einen Beitrag, in dem mal jemand seine ursprüngliche Meinung, die durch Lebenserfahrung ins Wanken gebracht wurde, relfektiert und daran andere teilhaben lässt!

Große Klasse und sehr interessant!

Daumen hoch!#pro

Danke für dein Posting!:-)

Laboe

Beitrag von schnee-weisschen 09.01.11 - 11:21 Uhr

Hey,

meiner Meinung nach hätte das lieber ungesagt bzw. -geschrieben bleiben sollen, weil eine "bestimmte Art von Müttern" Deinen Beitrag, egal wie gut er gemeint war, als Legitimation zum Nicht-Stillen nehmen werden.

Das Ding ist doch, dass es absolut möglich wäre, dass es Deinem Sohn ohne das LZS noch viel schlechter gehen würde.
Bei Zöliakie spielen btw. ebenfalls die Gene zu 95% eine Rolle, und wenn Du glutenhalte Lebensmittel zu Dir genommen hast, sind die logischerweise auch in de MuMi zu finden.


Für mich sagt Dein Beitrag absolut gar nix über die Vorteile vom Stillen aus.

LG


sw

Beitrag von whitewitch 09.01.11 - 22:13 Uhr

Ja da magst du recht haben, aber das Ding ist auch das es ihm ohne das Stillen vielleicht besser gegangen wäre, das kann mir schliesslich keiner sagen! Dennoch bereue ich keines Falls gestillt und auch lange gestillt zu haben, es war die schönste Zeit überhaupt!

Mein Beitrag sollte auch nichts über die Vorteil vom stillen aussagen, da ich nicht mehr 100% davon überzeugt bin, das Stillen eben Vorteile bringt.

Das Mütter das als Anregung nehmen könnten, dem stimme ich nicht zu. Eine Mutter die nicht stillen will, wird auch nicht stillen, da wird auch dieser Beitrag keinen Einfluss drauf nehmen.