Beckmann/PID-Diskussion

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 11:14 Uhr

Gestern gab es mal wieder ein PID-Diskussionsrunde. Vor allem Frau von der Leyen überrascht mich bei dem Thema immer wieder sehr positiv ;-)

Ich fand die Diskussion wirklich sehr gut und auch mal halbwegs "sachlich". Auf jeden Fall sehr sehenswert:

http://www.daserste.de/beckmann/sendung_dyn~uid,lagq7pkdhmy939tejip3jfhn~cm.asp

Beitrag von saskia33 11.01.11 - 11:34 Uhr

Wenn es für Krankheiten(schwere) genutzt wird mag es ok sein!

Anders sehe ich das wenn es für die Geschlechtsbestimmung genutzt wird!Ich finde es sehr erschrenkend wenn man sich so sein Kind "aussuchen " kann #kratz

lg

Beitrag von -wildblume- 11.01.11 - 11:51 Uhr

Hallo!

also, als wäre es so einfach mit einer IVF oder ICSI schwanger zu werden. dieser weg ist so steinig und es ist ein permanentes bangen, bangen ob frau überhaupt eizellen produziert, bangen ob die sich auch befruchten lassen, bangen ob sich die befruchteten auch weiter entwickeln, und schlußendlich bangen ob diese sich auch einnisten und wenn, kommt es auch zur entbindung ????!!!
wer denkt, dass eine künstliche befruchtung eine garantie für eine schwangerschaft ist und man dann acuh noch sagen: och nö, ein braunäugiges kind möchte ich nicht oder ich hätte lieber ein mädchen oder was auch immer, ist sowas von naiv und weltfremd. die paare die eine künstliche befruchtung benötigen sind einfach nur glücklich, wenn man überhaupt ein kind in den armen halten darf!
ließ dir mal folgenden artikel durch, der ist toll geschrieben und ich denke er ist im sinne aller ivf/icsi frauen geschrieben.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74822669.html

Beitrag von saskia33 11.01.11 - 12:02 Uhr

Sag das nicht mir ;-)

Ich meinte auch das hier

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-27442237.html

Beitrag von karina6886 11.01.11 - 22:36 Uhr

Dieser Artikel hat mich schon mehrfach zum Weinen gebracht!!!

Daumen hoch für diese Frau!#pro#pro

Beitrag von -wildblume- 11.01.11 - 11:57 Uhr

ein auszug des artikels

Zellhaufen mit Potential

Von Menasse, Eva:

Konservative Politiker und leider inzwischen auch etliche andere, deren moralischer Kompass bei jeder etwas komplizierteren Frage "Hitler, Hitler" blökt, phantasieren seit Jahren von gentechnisch manipulierten "Designerbabys": Wenn man erst einmal die PID erlaube, dann seien allen Wünschen Tür und Tor geöffnet, die Leute würden sich umgehend in den Labors stauen, um dort schlanke, blonde und blauäugige Mädchen ohne Diabetes- und Brustkrebsgen zu bestellen. Und von da ist es logischerweise nicht mehr weit bis zur nächsten Euthanasie-Aktion in der NS-Tötungsanstalt Hartheim. Ich empfehle allen PID-Gegnern einen Tag im Wartezimmer einer Kinderwunschklinik: Denn erstens kann die Medizin solche Designerbabys nicht herstellen und wird es vermutlich nie können. Sie weiß nicht einmal, warum nur manche Embryonen sich einnisten, die meisten aber nicht.

Aber zweitens, und das ist es, was mich an den selbstgefälligen Moralaposteln so empört, haben Menschen, die nicht davon betroffen sind, nicht die geringste Ahnung, was dieses sperrige Wort "Reproduktionsmedizin" in Wahrheit bedeutet. Sie haben nie die verweinten Frauen gesehen, die dort sitzen, nachdem ihr x-ter Versuch, schwanger zu werden, fehlgeschlagen ist oder denen die mühsam erkämpfte Schwangerschaft gerade wieder zwischen den Beinen herausblutet. Und sie wissen nicht, was für ein Aufwand und eine Qual es ist, diese paar Embryonen erst einmal zu gewinnen, mit denen man dann dies und jenes nicht tun darf.

Ein Mann: masturbiert in einen Becher.

Eine Frau: gibt am besten ihren Beruf auf und lebt nach dem Eisprungkalender. Nimmt alle möglichen Pillen und Präparate, geht alle paar Tage zum Ultraschall, zur Blutabnahme, hat Armbeugen wie eine Rauschgiftsüchtige. Lernt, sich selbst zu vorgeschriebenen Zeiten Spritzen in den Bauch zu setzen. Lässt sich zur Entnahme der Eizellen unter Vollnarkose "punktieren", ein harmloses kleines Wort für alle Risiken und Nebenwirkungen einer ganz normalen, wenngleich kurzen Unterleibsoperation. Dann wartet sie demütig, wie viele Eizellen gewonnen werden konnten.

Wie viele davon brauchbar sind. Wie viele davon sich befruchten lassen. Wie viele davon eine Qualität aufweisen, um am dritten Tag zurückgespült zu werden. Und dann beginnt das Hoffen und Warten, das in einem Großteil der Fälle vergeblich und niederschmetternd ist, denn die Schwangerschaftsrate liegt pro Versuch irgendwo zwischen 15 und 30 Prozent. Frauen tun sich das an, Frauen tun sich das immer wieder an, wie freiwillige Laborratten, nicht weil sie pervers sind, sondern weil ihre Natur ihnen sagt, dass sie ein Kind wollen. Ein Kind, kein Designerbaby, und nicht weil sie Gott spielen, sondern nur Mutter sein wollen.

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 12:58 Uhr

Seh ich anders. Wenn jemand der Meinung ist, er müssen sich den Streß und die Strapazen einer IVF antun, um ein Mädchen oder einen Jungen zu bekommen, dann soll er das doch tun. Wer bin ich, dass ich mir das Recht heraus nehmen und anderen Menschen meine eigenen Moralvorstellungen aufzwänge.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das zu einem Massenphämomen entwickeln wird.
Solche Ängste können wirklich nur Menschen schüren, die im Grunde keine Ahnung von der Thematik haben.

Ansonsten kann ich mich Wildblumes Ausführungen nur anschließen. Aber mir ging es auch nicht darum wieder eine PID-Diskussion auszulösen. Ich wollte lediglich auf dieses (meiner Meinung nach) sehenswerte Sendung hinweisen. Leider wird das Thema meistens sehr unsachlich diskutiert. Da fand ich diese Diskussionsrunde wirklich mal sehr angenehm.

Beitrag von kolbo-sauri 11.01.11 - 13:07 Uhr

#pro#danke schließe mich an!

Beitrag von saskia33 11.01.11 - 13:08 Uhr

Entschuldige,ich verneige mich demütigst #augen

Anscheinend verstehst du nicht was ich damit eigentlich sagen wollte!
Ausserdem frag ich mich gerade warum du so angriffslustig bist????
Hab ich dir irgendetwas getan?Nein!

Das ist auch der Grund warum ich dev.nicht hier hin wechseln werden,das Klima ist mir hier zu frostig!

Ansonsten schönen Tag noch #blume

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 13:17 Uhr

Traurig, wenn Du Dich schon angegriffen fühlst, weil jemand anderer Meinung ist.
#augen

Und dass Du scheinbar wirklich wenig Ahnung von der Thematik hast, zeigen Deine Antworten leider. Warum sonst verweist Du auf einen Artikel, in dem es um ein Verfahren der Spermienselektion geht. Was hat das mit der PID zu tun?
Und warum wäre es denn bitte so ein Problem, wenn Eltern sich das Geschlecht aussuchen wollen. Sollen sie es doch tun, wenn sie unbedingt so scharf auf eine IVF sind.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass sich kaum eine Frau freiwillig der ganzen Sache aussetzen möchte. Ich hätte jedenfalls gerne drauf verzichtet.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 13:24 Uhr

Das seh ich auch so. Jede Frau, die natürlich schwanger werden kann, wird doch keine IVF oder ICSI Aachen lassen. Ich würde das auch lieber nicht machen müssen, aber es geht eben nicht anders. Mir ist es auch egal, ob es dann ein Mädchen oder Junge wird, ob es blaue oder braune Augen hat.

Aber genau das ist es ja, bei PID geht es ja um richtige Probleme und nicht die blauen Augen.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 13:26 Uhr

Aachen = machen (böses iPad :-p)

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 13:38 Uhr

"Aber genau das ist es ja, bei PID geht es ja um richtige Probleme und nicht die blauen Augen."

Genau so sieht es aus und genau deshalb finde ich Verweise auf Designerbabys oder Geschlechterwahl bei dem Thema auch immer so geschmacklos. Ständig wird über die "Würde" des Embryos gesprochen und die Würde der Kiwu-Frauen wird völlig vernachlässigt. Und darum war ich so beeindruckt von Frau von der Leyen. Sie spricht nämlich genau das an und rückt die Paare, die schon einen langen Leidensweg hinter sich haben, ins Blickfeld. Und sie spricht einen ganz wesentlichen Punkt an: Man kann den Embryo niemals ohne die potentielle Mutter betrachten. Aus dem Embryo im Reagenzglas wird kein Mensch ohne die Frau. Und verlieren die meisten PID-Gegner völlig aus den Augen.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 13:43 Uhr

Eben. Und ist es wirklich besser, wenn ich mir dann so ein Eichen einsetzten lasse und es dann zu eine FG kommt? Ich meine jetzt nicht mich, aber es gibt genügend, die oft durch diese Hölle gehen müssen.

Ausserdem was ist so schlimm am Geschlecht aussuchen? Wer sagt denn, dass es dadurch plötzlich viel mehr Mädchen oder Jungen geben würde? Das ist doch Kaese.

Wenn man den Weg wählt, hat man normalerweise kaum eine andere Wahl. Sicher man könnte noch adoptieren, aber das ist eben auch nicht jedermanns Sache.

Ich finde es immer total komisch, dass ein Ei mehr zählt, als ein schon im Mutterleib wachsendes Leben.

Beitrag von kolbo-sauri 11.01.11 - 13:19 Uhr

Für jemanden, der sich ständig wiederholt, wie schrecklich es doch "hier" ist, bist Du aber erstaunlich oft in diesem Forum...#aha

Beitrag von sternenkind-keks 11.01.11 - 14:30 Uhr

ich habs mir jetzt gar nicht angesehen, weil mich diese diskussionen schier aufregen!
immer dieser kack mit "designerbaby".
die, die dieses argument auf den tisch bringen, haben keine ahnung!

es kann gesetzlich festgelegt werden, dass es nur nach medizinischer indikation erlaubt ist!

es ist in der tat so, dass ich in deutschland gezwungen werde, mehrere fehlgeburten hinzunehmen, als vorher genetische defekte und somit NICHT LEBENSFÄHIGE zellklumpen nicht einsetzen zu lassen.

mir hat in deutschland allen ernstes mal ein doc gesagt, dass unser gendefekt erst in der 16. ssw festgestellt werden kann.
ich dürfte dann aber bis zur 20. ssw abtreiben, da solle ich mir keine sorgen machen.

BITTE?????


aber den zellklumpen darf ich nicht "töten".

sorry, aber das ende vom lied ist, dass ich NIE ein leibliches kind von meinem mann haben werde, weil politiker keine ahnung haben!

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 14:49 Uhr

Genauso war die Diskussion eben nicht ;-)
Ich rege mich für gewöhnlich über solche Diskussionen auch immer sehr auf. Aber diese Diskussion war ausnahmsweise mal nicht so polemisch.

Beitrag von sternenkind-keks 11.01.11 - 14:55 Uhr

wäre dann ja schön, wenn sich die verantwortlichen davon mal was annehmen würden...

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 15:00 Uhr

Vielleicht kann Frau von der Leyen noch den ein oder anderen im Bundestag von ihrer Position überzeugen ;-)

Beitrag von sternenkind-keks 11.01.11 - 15:43 Uhr

ich glaube, bis das gesetz in deutschland durch ist, bin ICH "großmutter"

Beitrag von mi0403 11.01.11 - 15:17 Uhr

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Leute über Dinge diskutieren, von denen sie null Ahnung haben, bzw. das ganze Elend nicht annähernd mitgemacht haben.

Die kath. Kirche hat Kondome verboten (klar die dürfen auch keinen Sex haben)

Männer verbieten Abtreibungen (um das Kind kümmert sich eh meist die betroffene Frau)

und Frauen mit zig Kindern entscheiden über KB, PID etc.

Ist finde es armselig, wie wir kämpfen müssen (KK) um Kinder zu bekommen.