Kann nicht mehr ... 2,5 Jahre treibt mich zu Weißglut

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von divemouseanja 12.01.11 - 20:14 Uhr

Hallöchen,

ich bin immer nur stille Mitleserin aber heute muss ich auch mal meinen Frust los werden.

Mein Kleiner ist 2,5 Jahre, hat einen ziemlich starken Willen und ist sehr lebendig. Seit ca. einem Jahr!!!! kippt er jeden Tag irgendetwas mit Absicht aus. Wasserglas, Milchglas etc. Schimpfen hat keinen Sinn, Ignorieren hat keinen Sinn, selbst aufwischen noch viel weniger (das macht ihm Spaß). Ich weiss einfach nicht mehr was ich noch mit ihm machen soll.

Dann kommt jetzt noch hinzu, dass er einfach nicht in seinem Bett bleibt. Viele Monate hat es super geklappt, dass er allein einschläft. Doch plötzlich haben wir jeden Abend riesen Theater. Er bleibt einfach nicht im Bett und das geht teilweise 1,5 Stunden so. Habt ihr Tips?

Er ist wie gesagt sehr willensstark was ich ja auf der einen Seite auch gut finde. Allerdings ist es im Moment echt extrem anstrengend und jedes Verbot wird mit Schreien und Heulen umrahmt. Ich bin sehr verständnisvoll, sage ihm auch, dass ich ihn verstehen kann aber ich habe das Gefühl das kommt überhaupt nicht bei ihm an.

Wie macht ihr das mit Euren 2,5jährigen?

Beitrag von klopsi 12.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo,

unsere Maus ist auch 2 1/2 Jahre.

Willensstark, oh ja.#schwitz

Muss ehrlich sagen, ruhig kann ich da nicht immer bleiben.
Denn machmal reicht es einfach.
Und dann werd ich auch mal laut.

Ins Bett bringen war bei uns schon immer ein schwieriges Thema. Aber wir haben jetzt auch immer wieder mal mehr Probleme. Will nicht ins Bett, sagt sie will spielen. Regt sich beim Anziehen usw dann riesig auf. Im Bett gehts dann erst, wenn wir Buch vorlesen. Wenns dann ans schlafen geht, sagt sie "Hab keine Lust mehr" und will aufstehen.
Hatten einige Tage, da ist sie dann auch aufgestanden und wollte raus aus dem Schlafzimmer (schläft bei uns, haben kein Kizimmer).
Habe alles versucht.

Einmal ging sie dann mit Papa, weil es mir so gereicht hat. Und der war einfach stanhafter und hat sie im Bett zurückgehalten. Ohne Gewalt, aber bestimmend. Und ab dem nächsten Tag ging es plötzlich besser. Geschreie war es aber an dem Abend sehr.

Jetzt haben wir Phasen, da geht es super und schnell. Dann wieder dauert es ewig. Doch eines bleib ich jetzt, stark und bestimmend. Und seither klappt es besser.

Hatten ne zeit, da war schlafen ein riesen Problem, jedes misslungene Spiel, jedes Nei von uns, einfach jede Kleinigkeit ein riesen Drama. Hat da dann auch mal gezwickt und gehauen. Da bin ich zu ner Heilpraktikerin.
Und das hat auch geholfen.

Sagte, das Kinder in manchen Entwicklungsphasen "hängen" und dann geht nix mehr.
Und vor allem sehr willensstarke Kinder haben da mehr Probleme.

Also wenns echt nicht mehr geht, informiere dich doch da mal.

LG

Beitrag von divemouseanja 12.01.11 - 21:09 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Mit welchem genauen Auftrag seid ihr zu der Heilpraktikerin gegangen und was hat sie gemacht?

LG

Beitrag von anne_84 13.01.11 - 00:31 Uhr

Hallo Anja #winke,

Ich kenne dieses Verhalten sehr gut #aerger und bei uns hat es dann schlussendlich mit gnadenloser Konsequenz irgendwann geklappt. Ich denke mittlerweile müssen die Kleinen auchnlernen dass hinter einem Verhalten eine Konsequenz steht.
Also sage ich Leni dann ganz ernst und streng, dass wenn sie das nicht lässt, ich ihr den Becher abnehme, sie eben nicht zudecke, ihr eben nicht den Schlafanzug anziehe... wenn sie es dann, und das kommt auch vor ;-), darauf anlegt, dann ziehe ich "es" auch durch.

Natürlich kann ich dass nicht bei jedem Konflikt so handhaben, aber ich habe mir einfach gesagt, dass in manchen Situationen es für meine und ihre Nerven besser ist, kein Öl aufs Feuer zu giessen und durchzugreifen. In anderen Situationen wird natürlich auch mal verhandelt, erklärt, sie bekommt auch mal Recht... Aber ich muss sagen, sie lernt sehr schnell wann Schluss ist und wann da doch noch was geht ;-) Man muss sich halt immer überlegen was man als Konsequenz ankündigt, es soll ja keine Strafe sein, sondern eine logische Reaktion auf sein Verhalten.

Was diese Bett-Situation angeht, so würde ich mal genau analysieren woran sein plötzlicher Widerstand liegen könnte... Dann ausprobieren ob es besser wird wenn du glaubst die Ursache gefunden zu haben, und wenn das nicht klappt würde ich ein "ernstes" Gespräch mit ihm haben, ihm genau erklären was geht und was nicht und ihm erklären wie es in Zukunft abläuft, und mich daran halten. Kommt er alleine aus dem Bett?

Hoffe ich konnte dir bisschen helfen #schwitz,

LG,

Anne

Beitrag von divemouseanja 13.01.11 - 06:38 Uhr

Hey Anne,

danke für Deine Antwort.

Ich bin wirklich nicht immer sehr konsequent und genau das habe ich mir gestern abend auch überlegt. Ich bin einfach zu weich und nachgiebig und lasse mir wirklich ein bissl auf der Nase rumtanzen. Das wird sich in Zukunft ändern und ich hoffe mal, dass es fruchtet.

Ja, er kommt allein aus dem Bett und ich denke er hat keine Angst, sondern ist einfach neugierig. Aber dies mit einer wahnsinnigen Ausdauer, dass ich echt manchmal fast am platzen bin. DAnn schicke ich auch meinen Mann weil weiss, dass ich sonst echt ungerecht werde.

Danke auf jeden Fall für Deine Antwort!

LG Anja