Phimose OP - Eure Erfahrungen, haben solche Angst

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von meritene 12.01.11 - 21:18 Uhr

Hallo zusammen,
nachdem unser Sohn (2,5 Jahre) nun innerhalb von drei Monaten zwei Vorhautentzündungen hinter sich hat, haben die Ärzte gemeint, dass wir um eine OP nicht drumrumkommen.

Bei der letzten Entzündung (gerade ein paar Tage her) sind die Keime sogar in die Harnröhre aufgestiegen, er hatte solche Schmerzen, dass er den Urin über 17 Stunden zurückgehalten hat (er ist schon trocken), es war eine Qual. Er hat gebrüllt und geweint vor Panik, musste so dringend, es tat ihm aber zu weh. Er bekam dann einen Katheter und Antibiotika, aber insgesamt war es wirklich schrecklich und er musste viel leiden.

Nun sollen wir in zwei Wochen zur OP kommen. Ich bin unsicher, weil ja häufig geschrieben wird, dass man es damit nicht überstürzen soll. Andererseits will ich ihm nicht noch einmal so eine Entzündung zumuten.

Wir sind hin- und hergerissen. Noch warten oder doch jetzt schon operieren.

Wie verlief die OP bei Euren Jungs? Hatten sie Komplikationen, Schmerzen?
Schreibt mir all Eure Erfahrungen, egal ob pro oder contra OP.

Vielen Dank,
Dani

Beitrag von elliot 12.01.11 - 22:38 Uhr

Hi!
Also bei uns war das überhaupt gar kein Problem. Er hatte noch im Aufwachraum Schmerzmittel bekommen und dann hab ich ihm Nachmittags nochmal was gegeben.
Die Wunde heilte schnell und er fand die Sitzbäder richtig toll die wir jeden Tag machen mußten. Waren eine Nacht stationär weil auch noch der Hoden mit operiert werden mußte.
Ich kenne deine Sorgen ich habe nur geheult und habe ihn persönlich aufden OP Tisch gelegt und den Blick werde ich nie vergessen...
Aber nachher war es wirklich unproblematisch.
Also Liebe Grüße

Beitrag von sternchen7778 12.01.11 - 22:48 Uhr

Hallo Dani,

mein Sohn musste mit 2 3/4 wg. Hodenhochstand operiert werden. Da seine Vorhaut auch sehr eng war, beim Wasser lassen sich ständig aufgeblasen hat, er jeden Morgen bei der Morgenerektion Schmerzen hatte, haben uns die Ärzte (Kinderarzt und zwei Kinderchirurgen) eine OP empfohlen, in der beides gleichzeitig operiert wird.

So wurde es dann auch gemacht. Die OP wurde ambulant unter Vollnarkose durchgeführt. Ich durfte mit in den OP bis er eingeschlafen war und war schon wieder im Aufwachraum, als er noch geschlafen hat.
Wir mussten dann noch ein paar Stunden in der Praxis bleiben. In dieser Zeit durfte er langsam aufstehen, sich hinsetzen, mal ein paar Schritte laufen, ein paar Bissen essen, ein paar Schluck trinken. Nachdem das alles problemlos geklappt hat, durften wir heim - bestens ausgerüstet mit Schmerzmitteln, Wundsalbe, Mulleinlagen und den Handynummern der Chirurgen, an denen wir sie rund um die Uhr im Notfall hätten anrufen dürfen.
Zuhause wollte mein Sohn dann aber erstmal was richtiges essen und auf den Boden, um mit seinen Legos zu spielen.

Wir mussten in jede Windel/direkt auf die Penisspitze ein Stück Mull legen, auf dem ein dicker Klacks Wundsalbe drauf war (wie das bei Kindern ohne Pampers gehandhabt wird, weiß ich leider nicht). Jeden Abend mussten wir ein Sitzbad in purem Wasser machen. Er durfte dabei mit den Händen im Wasser rühren, damit es sich sanft um den Unterleib herum bewegte und alles umspülte. Mit dem Schmerzsaft durften wir so großzügig wie möglich umgehen.

Einen Tag nach der OP und eine Woche danach mussten wir zur Kontrolle zum Chirurgen. Die restliche Nachsorge übernahm der Kinderarzt.

Da wir ja zwei OPs in einer hatten, weiß ich leider nicht 100% was warum beachtet werden musste, aber er durfte vier Wochen nach der OP nicht Laufrad, BobbyCar etc. fahren, durfte nicht springen, sollte eben alles weglassen, was eine größere Belastung auf den Unterleib gebracht hätte.

Einen Tipp kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, sondern hab' es hier gelesen: Damit es beim Wasserlassen anfangs nicht so sehr brennt, sollte der Penis in einen Becher mit Wasser gehalten werden. Wenn dann der Urin direkt ins Wasser geht, verdünnt er sich sofort und nichts brennt.

So, mehr fällt mir nicht mehr ein. Wenn Du noch irgendwelche Fragen hast, kannst Du Dich gerne direkt bei mir melden.

LG, #stern.