Beikosteinführung: ab wann ne ganze Mahlzeit?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wespse 14.01.11 - 10:48 Uhr

Hallo!

Hanna bekommt seit Sonntag Brei. Habs Eiswürfelweise eingefroren und sie bekam erst 1, seit 2 Tagen 2 Würfel. Danach MuMi.

Ab wann kann man denn eine ganze Mahlzeit durch Brei ersetzen? Gibts es Anzeichen vom Kind, wonach ich mich richten kann? Sollte sie dazu schon richtig gut essen können? Hab gestern was gelesen, von wegen Löffel selber halten. Davon ist sie noch weit entfernt, glaub ich. Noch ist sie am lernen, denke ich. Die letzten Löffelchen einer Portion klappen immer am besten.

Bin nur am überlegen, weil man ja nach einem Monat schon die zweite Mahlzeit durch Brei ersetzen kann/soll.

Danke

Anja + Hanna, heute 5 Monate #verliebt

Beitrag von jumarie1982 14.01.11 - 10:55 Uhr

Huhu!

Man sollte GARNICHT ersetzen, weil es ja nunmal nur BEIkost, nicht ERSATZkost ist ;-)
Die Empfehlungen ganze Mahlzeiten zu ersetzen stammt einzig und allein von der Babynahrungsindustrie wie Hipp und co.

Am besten für dein Kind ist es, wenn du IMMER so viel essen lässt, wie sie Lust hat und danach, egal ob 20g oder 200g gegessen wurden, die Brust/Flasche anbietest.

Kinder brauchen im ersten Lebensjahr ihre Milch um sich optimal zu entwickeln. Deshalb sollte Milch im KOMPLETTEN ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel sein, was leider oft nicht gelingt, wenn man dem Kind immer mehr Brei mit dem Löffel reinstopft (sie also nicht selbst entscheiden, was sie in welchen Mengen essen wie zB beim Fingerfood). Das sind dann die Kinder, von denen man hier im Forum liest, dass sie mit 7 Monaten komplett ihre Milch verweigern.
Das ist ungesund und unnötig.

Also mach schön langsam und denk immer dran, dass die Milch an erster Stelle steht. Alles andere dient im ersten Jahr erstmal dem Kennenlernen und Spass haben.

LG
Jumarie

Beitrag von wespse 14.01.11 - 11:00 Uhr

alles klar. Danke.

Dann mal anders gefragt: ab wann kann ich ihr zB 200 g anbieten?

Beitrag von jumarie1982 14.01.11 - 11:03 Uhr

Ich weiss nicht, bei uns hat das Kind von Anfang an Fingerfood gegessen und IMMER selbst entschieden, wie viel er isst.
Solche Fragen kamen da nie auf.

Allerdings ist deine Kleine ja nun auch echt noch klein.
Fraglich, ob 200g nicht noch ne ganze Weile zu viel sind.

Fütter sie langsam und aufmerksam und lass sie einfach in Ruhe damit, sobald sie auch nur den leisesten Anschein macht, als ob sie nicht mehr mag.
Auch wenn sie zappelig wird oder sich mit etwas anderem beschäftigt, würde ich die Mahlzeit abbrechen und noch Milch anbieten.
Verpass einfach ihre Zeichen nicht und fang nicht an mit "na komm schon, noch 3 Löffel, dann ist es leer...!"

#winke

Beitrag von littlet85 14.01.11 - 13:35 Uhr

Dann klink ich mich hier mal ein.
@Anja: ich hoffe, das ist ok #liebdrueck

Bei uns schaut es ja so aus, dass mein kleiner flasche, egal ob mumi oder pre total verweigert. ist ja auch ok. aber ichgeh in 2 monaten wieder arbeiten und bin froh, wenn das mit der beikost weiter so gut klappt. Was würdest du in dem fall tun? SATT wird er durch die beikost und stillen tu ich ihn zwischen 17 und 7 uhr weiter nach bedarf.

lg, tina

Beitrag von karin3 14.01.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

wir haben früh angefangen Mittagsbrei zu geben. Später gab es Abendbrei, Nachmittagsbrei usw usf.
Aber meine Kleine hat nie (!) auch nur eins der Gläschen geschaft immer nur die Hälfte. Da ich inzwischen selber koche habe ich keine Ahnung wie viel sie jetzt isst. Ich glaube aber nicht das es soviel wie in den Gläsern ist. Richte dich einfach nach deinem Kind.
zum Löffelselber halten : machmal schaft sie es jetzt das sie etwas auf den Löffel geschaufelt bekommt und das Ganze auch noch in ihrem Mund landet. Meistens muss ich helfen.

Gruß Karin mit Sarah 14 Monate

Beitrag von brille09 14.01.11 - 12:23 Uhr

Hallo,

mach dir mal gar keinen Druck und bereite immer mehr von der Beikost vor als sie "normal" isst. Den Rest musst du halt mal wegkippen. Dann siehst du doch eh, ob sie danach noch Hunger hat. Wenn ja, gibst du ihr die Brust, wenn nein eben nicht. Schlimmstenfalls kommt sie ne Stunde nach der "Fütterung" und will trinken. Aber verhungern wird sie dir nicht. Bei uns hat sich die Frage nicht gestellt, da er nicht "ausgehungert" sein durfte zum Beikost essen und so hab ich ihn immer ne halbe Stunde/Stunde vor der normalen Zeit gefüttert. Dann hat er halt noch etwas länger bis zur nächsten Flasche durchgehalten.

Bestimmt kommt irgendwann der Punkt, wo sie "essen" will und nicht "trinken". Meiner hat z.B. immer lieber Flasche als Löffel gegessen. Löffel war halt immer so mehr ein Spiel. Das fand ich nicht schlimm. Und plötzlich, so mit 6 Monaten oder so hat er plötzlich nachmittags die FLasche ausgespuckt und den Mund auf. Naja, dann sieht mans eh. Meiner ist jetzt 7,5 Monate und ich hab ne Woche vor Weihnachten noch ne riesige Menge an Milchpulver gekauft. Tja, und seit den Feiertagen (wo halt alle oft am Tisch gesessen sind und so) will er keine Milch mehr tagsüber. Aber er isst mittlerweile die "normalen" Glasmahlzeiten und auch z.B. Brot und auch vom Tisch.

Ich halt übrigens nichts davon, erst eine Mahlzeit komplett zu ersetzen und dann erst die nächste "in Angriff" zu nehmen. Experimentier doch ein bisschen, lass sie probieren, va. das Obst am Nachmittag ist meistens mehr der Renner als Gemüse-Fleisch.

Ich glaub, je lockerer man an das ganze rangeht (und je weniger man drüber liest ;-)), desto einfacher wirds. Wir haben z.B. auch sehr früh mit "Fingerfood" (ich hass den Ausdruck in dem Zusammenhang, erinnert mich mehr an ne Party, aber ich mein halt so Kekse, Breze, Brotrinde, auch mal an Tomaten, Gurken, Paprika lutschen) angefangen. Mittlerweile beherrscht er das super und beißt überall ab - unglaublich, da er keine Zähne hat.

Den Löffel halt ich übrigens selber! Das "experimentieren" können wir dann lieber im Sommer im Garten starten.

Beitrag von kathrincat 14.01.11 - 13:20 Uhr

wenn dein kind will, naja was für dein kind eine ganze mahlzeit ist bestimmt das kind, meine hat am ersten tag ein halbes großes gläschen gegessen, am 3 ein ganzes, ja noch obstmarkt dannach. im schnitt wurde sie von 300-400 gr. satt.