Ständig Angst vor Verletzungen bzw. Brüchen

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von melly2008 14.01.11 - 12:32 Uhr

Hallo liebe Muttis!

Meine Süße ist jetzt 19 Monate alt, ein superliebes Kind und lacht fast den ganzen Tag über...ABER: sie ist TOTAL WILD #schock!!!
Dauernd stolpert sie über ihre eigenen Füße, über Spielsachen usw. Sie läuft schon sehr gut und deswegen auch sehr schnell... und fällt dann natürlich auch mit mehr "Karacho" hin. Oder aber, sie tobt mit mir, lacht, hat Spaß und lässt sich plötzlich einfach fallen #schwitz...mal gerade nach hinten, mal nach vorne, mal mitten in sich zusammen... . Die ist dann aber so wild und in ihrem Spiel drin, dass ich glaube, sie spürt garnicht, wenn sie sich verletzt... was, wenn sie auf mein Handgelenk oder ein härteres Spielzeug mit voller Wucht fällt und sich dabei eine Rippe bricht? Aber nicht weint oder schreit und einfach weiter spielt und ich somit den Bruch garnicht bemerken würde? Sowas ist doch total gefährlich #schock!!!!
Mann, oh Mann!! Ich mache mir jetzt echt Sorgen! Andererseits kann ich ihr ja nicht nurnoch "Gummispielzeug" geben und Stofftiere; das wäre doch einseitig für die Entwicklung; oder was meint ihr?

Nun meine Fragen:
Wie gefährlich ist das? Passiert sowas häufig? Und vor allem: wie finde ich heraus, wenn sie sich etwas bricht? Sollte ich sie sicherheitshalber bei jedem Hinfallen vom Arzt durchchecken lassen? Aber dann müsste ich ja mehrmals pro Tag gehen... . Ist bei einem eurer Mäuse mal sowas passiert? Vielleicht bin ich überängstlich, ich weiß... . Aber ich mache mir eben Sorgen... wenn man doch so einen kleinen Wildfang hat.. . Ich würde mich mal über eure Meinungen und Einschätzungen freuen.

Liebe Grüße,
eure besorgte Mutti Melly

Beitrag von co.co21 14.01.11 - 12:36 Uhr

Hallo Melly,

ich hab genauso ne Sorte Kind, Lara ist nun 18 Monate alt und ein totaler Wirbelwind...blaue Flecken sind an der Tagesordnung!

Aber bisher ist noch nie was schlimmeres passiert, ich denke, wenn die Mäuse sich wirklich weh tun, dann merken die das auch, und zeigen es dir! Also Lara tut sich erstaunlicherweise recht selten weh....aber wenn merken wir das sofort ;-)

Mach dir nicht soviele Sorgen, dein Kind gehört zwar zur wilderen Sorte, aber ist vollkommen normal! Kinder toben nun mal, die einen mehr, die anderen weniger und tun sich natürlich auch mal verletzten, aber in der Regel bleibt es bei nem blauen Fleck oder einer Schürfwunde, ich glaubd die sind ziemlich robust :-)

LG Simone

Beitrag von sunshine181175 14.01.11 - 12:43 Uhr

Meine Tochter hat auch ständig "Unfälle" und weint auch selten dabei.
Aber wenn etwas gebrochen ist wird es blau und dick, oder? Ich denke das bekommt man schon mit....

Beitrag von miau2 14.01.11 - 12:48 Uhr

Hi,
nicht böse gemeint, aber JA, du bist überängstlich.

Versuch dich zu entspannen....

Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich ein ansonsten gesundes Kleinkind durch einen normalen Sturz (wenn es jetzt nicht gerade von etwas höherem herunter) ernsthaft verletzt. Und noch unwahrscheinlicher ist es, dass dein kind mit einer gebrochenen Rippe fröhlich weiter spielt.

Nein, du musst nicht nach jedem Sturz zum Arzt. Zum Arzt gehst du, wenn dein Kind auffällig ist - humpelt (wobei wir da auch schon zuminest kurz abwarten, ob es besser wird), Anzeichen einer kopfverletzung zeigt, einen Körperteil schont, über Schmerzen (z.B. im Bereich der Rippen) klagt o.ä...oder wenn es blass ist, zu ruhig oder wie auch immer sonst auffällig.

Meinen beiden ist noch nichts passiert, und zwei Jungs im Alter von 2 und 4,5 Jahren - da reicht die Bezeichnung WILD manchmal kaum aus.

Sie sind schon von oben von der Rutsche gefallen, vom Couchtisch (hintherher wusste unser Großer, warum es verboten ist auf den tisch zu klettern ;-)), sie sind schon beide zusammen die halbe Treppe runtergefallen (hinterher wussten beide, warum sie an der Stelle nicht spielen sollten - und wir wussten nicht, warum wir nicht als erstes nach dem Einzug das Schutzgitter angebracht hatten...), und der Kleine ist auch schon alleine die halbe Treppe heruntergefallen.

Sie sind beim Turnen gefallen, der Große ist schon von der Schaukel gepurzelt.

Und wir waren bisher EIN einziges Mal nach einem Sturz beim Arzt...und das war (steinigen braucht uns niemand, wir haben uns mehr als genug Vorwürfe gemacht) als unser Kleiner im Alter von knapp 3 Wochen auf Papas Bauch geschlafen hat, der Papa auch eingeschlafen ist und der Kleine heruntergefallen war. Da waren wir dann allerdings auch 2,5 Tage im KH, und DER Arztbesuch war selbstverständlich. Wobei auch da Gott sei Dank nichts passiert war, der KH-Aufenthalt diente nur der Überwachung.

Aber mit einem Kleinkind, das sich nach einem Sturz vollkommen normal verhält würde ich nach normalen Alltags-Stürzen nicht gehen. Ich glaube, sonst würden wir vor lauter Arztbesuchen gar nicht mehr zum Stürzen kommen ;-).

Wenn dein Kind "dauernd" über die eignen Füße und Spielzeug stolpert wäre vielleicht ein Sehtest eine Überlegung.

Denn bei allem Chaos, das bei uns mehr als oft im Spielzimmer herrscht- dauerndes Stolpern hatten wir noch nie.

viele Grüße
Miau2

P.S. auch dir sei empfohlen, einen Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle zu besuchen. ich denke, das könnte helfen, dass du das etwas gelassener siehst.

Beitrag von kruemi090607 14.01.11 - 13:41 Uhr

Glaub mir, wenn sie sich wirklich schlimm verletzt dann merkst du das!!! ich denk mir immer, was soll ich denn machen? Ihn anbinden ;-)... wenn was passiert, dann fahr ich mit ihm ins Kh und sollte es ganz schlimm sein, dann ruf ich den Notarzt... ABER es geht doch in den meisten Fällen alles gut aus... meine Devise: Betrunkene und kleine Kinder haben ganz besondere Schutzengel....
Falls es Dich beruhigt, dann mach halt einen 1. Hilfekurs für Baby und Kleinkinder....

Beitrag von inajk 14.01.11 - 14:06 Uhr

Mmmmhhh...
ich wuerde vorschlagen du kleidest ein Zimmer rundum dick mit Schaumstoff aus und sperrst sie darin ein. Hand- und Fussfesseln waeren vielleicht auch noch empfehlenswert (aber aus Gummi, sie koennte sich ja sonst dran wehtun).
So bist du sicher dass ihr nichts passiert und sie sich ausgezeichnet entwickeln kann!


:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)


Jetzt mal ernsthaft... Kinder gehen nicht kapuut, ohne dass man's merkt. Kinder gehen eh nicht so leicht kaputt, davon mal angesehen. Kinderknochen sind wie gruenes Holz, die kriegt man kaum durch. Erfahrene Kinderaerzte wissen das: Wenn ein Kleinkind mit einem Knochenbruch kommt, ist das ein ernstzunehmendes Signal fuer schwerste Misshandlung, denn bei "normalen" Kleinkinderunfaellen (von Treppe oder Stuhl fallen) brechen Kinderknochen normalerweise einfach nicht.

Wenn dein Kind nach einem Sturz nicht weint und froehlich weiterspielt, dann hat es auch nichts Schlimmes. Also mach dir keine Sorgen und bitte, lass dein Kind spielen und toben!

Im Gegensatz zu unbemerkten Knochenbruechen ist naemlich motorische Unterentwicklung eine sehr reelle Gefahr. Das sind die Kinder, die spaeter oft uebergewichtig werden, sich eckig bewegen und nicht gerne Sport machen. Und dann beim Ergo- oder Physiotherapeuten landen, um da wieder Springen und klettern zu lernen, was sie eigentlich in ihren ersten Lebensjahren haetten tun muessen.

Also freu dich dass deine wunderbare Tochter das tut und ermutige sie dazu! :-)

Ich wuerde allerdings schon mal die Frage an dich selbst richten, wie es kommt, dass du so extrem aengstlich bist in diesen Dingen. Mit sich selber darueber im Klaren zu sein (mit oder ohne Hilfe von aussen) kann helfen, diesen aengstlichenh Blick auf die Welt als eine einzige grosse Gefahrenquelle nicht auf deine Tochter zu uebertragen - denn das waere echt nicht gut.

LG
Ina

Beitrag von hoffnung2011 14.01.11 - 14:53 Uhr

Schon wenn ich die Überschrift sehe, dann habe ich Tränen in den Augen. Diese Angst ist an sich normal aber wenn jede Mama nach jedem problem des Kindes zum Arzt laufen würde, dann sind die Folgen klar oder ? Dann wird dein kind vllt nichts haben und holt sich dann in der Praxis von einem anderen Kind etwas..

Also jetzt zu den Tränen:
du kannst dein Kind nicht vor allen Risiken der welt schützen. Ich dachte, man kann es, kann man nicht. Ich habe k.a. und es ist auch egal, sie war noch klein. wir hatten ein Reihenhaus. Sämtliche treppen waren abschirmt von ihr (!!!!) und sie ist tortzdem eine gesamte Etage runter. Mramortreppe. Und ich sag dir, ich achtete penibel darauf.
Folge: 3 Tage KH. vorgestern und inzweischen ist sie eine junge Dame, geht sie die Treppe hoch, dann dreiht sie sich zu mir noch, weil sie einfach dumm ist und bowohl ich es ihr sagte, dass man auf der Treppe nicht spielt, tut sie es und fällt 5 Treppen runter..genau auf Fliesen mit dem Kopf..

Kann man sie schützen ? Kann man nicht..