Kind ins bett so schlimm???

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von kyra01.01 15.01.11 - 14:35 Uhr

bin durch das letzte posting drauf gekommen!!!!

hab mich letztens mit dn mädels unterhalten mit denen ich entbuden habe und beim thema schlafen hab ich dann erwähnt das ich die kleine wenn sie nachts wach geworden ist mit in unser bett nehme... sie schläft dann in ihrem bett nicht mehr schreit und weint und wenn sie doch mal wieder einschläft wird sie total oft wach.. also auch nen bisl ego trip denn wenn si bei uns schläft wird sie nicht wach...
das die mädels mich nicht auf dem marktplatz hingerichtet haben war echt alles...
aber was ist denn daran so schlimm???
man hört ja immer viel und hier lese ich ganzn oft das das viele machen....
ich finde es auch schön die kleine bei mir zu haben und mir ihr zu kuscheln....
wann sollte man denn damit aufhören???
#kratz

Beitrag von dentatus77 15.01.11 - 15:24 Uhr

Hallo!

Wir halten es seit 1,5 Jahren genauso! Wobei Stina die ersten Monate eh im Beistellbett geschlafen hat, aber auch da hab ich sie zu mir rüber gezogen, wenn sie unruhig war. Wenn sie doch die Nähe braucht, warum soll ich sie ihr nicht geben? Und vor allem, warum soll ich uns allen eine schlaflose Nacht machen, wenn die Lösung des Problemes so einfach ist?

Meine Mutter erzählt immer wieder, dass meine jüngste Schwester und ich einige Jahre fast jede Nacht ins Elternbett gekrabbelt sind, ich selbst habe dabei wohl auch immer meinen kompletten Staat an Kuscheltieren mitgebracht ;-). Aber irgendwann war das halt vorbei. Bei meiner Schwester hab ich das alles selbst mitbekommen, die ist noch bis ins Schulalter nachts zu meinen Eltern gewandert. Und sie hat es noch mit 10 geliebt, wenn sei bei mir oder unseren Eltern schlafen durfte.

Mein Gott, solange es für alle beteiligten OK ist, wenn so ein Zwerg in der Besucherritze schläft, warum soll man sich und das Kind da stressen? Und ich denke, abgesehen davon, dass die meisten Kinder von alleine irgendwann nicht mehr ins Elternbett krabbeln, kann man ja bei einem 5jährigen leichter an die Vernunft appelieren als bei nem 2jährigen.

Liebe Grüße!

Beitrag von pegsi 15.01.11 - 16:10 Uhr

Du solltest damit aufhören, wenn Dein Kind es nicht mehr will. :-)
Wach wird sie übrigens auch, wenn sie bei Euch ist, nur offenbar ist sie dann nicht beunruhigt.

Beitrag von mama-02062010 15.01.11 - 18:04 Uhr

Wir hatten das anfangszeit 3 mal gemacht, weil er Nachts einfach wach wurde und nicht mehr schlafen wollte hatten wir ihn zu uns ins Bett geholt und dort schlief er dann weiter.

Das war dann mit 3 Monaten vorbei, wenn er Nachts wach wird spielt er oder erzählt und schläft den auch von alleine weiter ein.

Beitrag von sauerkraut78 15.01.11 - 19:47 Uhr

jaja, ich hab auch von vielen gehoert (eher aus unserer Elterngeneration) : "mach das bloss nicht, dann kriegst Du sie nie wieder aus deinem Bett raus."

So ein Quatsch. Meine Tochter ist jetzt 20 Monate alt und schlaeft ab morgens 6 ca. bei uns im Bett weiter. Im eigenen wuerde sie das auch nicht machen. Wenn Sie krank ist oder einfach nicht gut drauf, schlaeft sie auch schonmal ganze Naechte bei uns, wenn Sie das moechte. Und es war nach diesen Phasen nie so, dass sie nicht wieder in ihrem Bett schlafen wollte.

Mach einfach weiter wie Du meinst. Ich finde das Kuscheln auch schoen, und die Maeuse kommen eh viel zu schnell ist das Alter wo sie es nicht mehr moechten ;-)

LG

Beitrag von woelkchen1 15.01.11 - 21:40 Uhr

Meiner Meinung nach gehören Kinder zur Mutter- auch nachts! Ich hab meine beiden Mädels mit im Bett. Und fast alle Kinder in meinem Umfeld schlafen zumindest teilweise nachts im Bett der Eltern, auch noch größere Kinder!

Oftmals ist es aber so, dass gerad die älteren Kinder anfangs im eigenen Bett geschlafen haben, aber später die Nähe brauchten und erst später- mit 1 Jahr, mit 3 oder 4 Jahren ins Elternbett gezogen sind.

Die 2 Jungs meiner besten Freundinnen (beide 2,5 Jahre) schlafen auch die 2. Nachthälfte im Elterbett.

Eigentlich kenn ich von all den Kindern im Umkreis nur 2, die das nicht brauchen/machen.

Also ruhig Blut, mit 16 liegen sie sicher nicht mehr in deinem Bett. Ich genieße das nach über 2 Jahren noch in vollen Zügen, ich höre so gern ihren Atem beim einschlafen, und gerad in dem Alter ist das gemeinsame Aufwachen echt wunder-wunderschön!

Meist mach ich die Augen auf, weil mich wer an der Nase kitzelt, und schaue in die 2 schönsten, leuchtenden Augen der Welt!

Beitrag von trixipaulchen 15.01.11 - 21:46 Uhr

Ich glaube das sollte jeder so machen wie er es am Besten findet. Ich persönlich habe es nie gemacht weil ICH dann nicht schlafen konnte!

Meine Mäuse hatten aber auch nie größere schlafprobleme. Wenn du (und dein Mann - von dem ich übrigens auch getrennt schlafe weil er schnarcht...) nichts dagegen habt macht es doch einfach so!

Beitrag von kikschbaby 16.01.11 - 21:36 Uhr

Ich sehe das auch eher entspannt, unser Sohn ist jetzt knapp 18 Monate hat sein eigenes Bett welches mit in unserem Schlafzimmer steht, er schläft darin wie ein Stein. (er hat kurz nach der Geburt bis ca. 3 Monate nur mit in unserem Bett geschlafen, wir hatten ein Beistellbett, darin kam er nicht zur Ruhe und hat viel geweint)

Gelegentlich wenn er jetzt krank ist oder ein Zahn ihn quält wird er nachts wach und will dann wieder mit in unser Bett, da liegt er dann in der Mitte und schläft in der Regel sehr schnell wieder ein.

Warum soll man dann nachts irgendwelche Kämpfe führen nur damit er in seinem Bett weiter schläft? (er hat in seinem Kinderzimmer auch ein Bett welches er zunehmend interessanter findet, also mal abwarten)

Wenn es dich also nicht stört mach weiter so, ich kenne auch genug die sich über uns aufregen...sollen sie machen.
Ich denke wir tuen das richtige...

#winke

Beitrag von sandra1702 17.01.11 - 09:06 Uhr

Mach es einfach, wie du es für richtig hälst.
Wenn es für deinen Mann und dich okay ist, dann lasst doch die Kleine bei euch schlafen.
Es kommt von ganz allein, dass sie dann im eigenen Bett schlafen will.
Lass dich da nicht verrückt machen.
Unser Kleiner schläft auch bei uns mit im Bett und ich finde es einfach nur schön. So eine kleine süße Wärmflasche ist doch auch was schönes ;-)

Beitrag von ayshe 17.01.11 - 09:07 Uhr

Nichts ist schlimm daran, wenn ein Kind Nähe braucht.
Und so ist es nun mal, es tut ihr gut, deshalb pennt sie auch so schön.

Wir hatten jahrelang ein Familienbett und ich kenne so manche Probleme nicht, von denen ich hier lese. Manches sind einfach selbstgemachte Probleme.


Ein Text von Birgit Welter (Stillberaterin, LLL) mit Auszügen von Denise Both (Stillberaterin, IBCLC)

„Das Kind wird verwöhnt und verzogen.“
"Ja, das ist jetzt schon total verwöhnt"
"Ihr verzieht das Kind, nachher will es nur noch auf den Arm"
"So lernt das Kind ja nie alleine einzuschlafen, alleine zu spielen, sich mit sich selbst zu beschäftigen ..." "Wie soll das Kind denn seinen Rhythmus finden, wenn Du es ständig mit der herumziehst".
So und ähnlich lauten viele Aussagen wohlmeinender Freunde, Verwandte und auch wildfremder Menschen, von denen man auf der Straße angesprochen wird.
Was ist dran an dieser Theorie, dass das Baby durch die Zuwendung,
die es erhält verwöhnt und verzogen wird?
Bernadette Stäbler beschreibt in ihrem Buch "Mama" die Angst,
sein Kind nicht richtig zu erziehen:
"Und schon ist sie da, diese Angst, sein Kind zu verziehen.
Welche Ursachen hat sie? Denn, wer dieses unschuldige Baby anschaut,
fühlt sich sehr glücklich.
Niemand kann sich vorstellen, dass es eines Tages unerwünschte Handlungen vollbringen wird.
Wenn wir also von "verziehen" sprechen, haben wir ein älteres Kind vor Augen.
Das Kind im Trotzalter, das immer "nein" ruft, läßt seine Mutter denken:
"Was für einen Dickkopf habe ich mir großgezogen. Sicher habe ich es falsch gemacht!"
Ist es wirklich so wichtig, dass unsere Kinder vor der Zeit lernen, alleine zu schlafen, alleine zu sein und sich mit sich selbst zu beschäftigen?
Ist es notwendig, dass wir Erwachsenen unseren Lebensrhythmus ändern und an das Baby anpassen, damit sich das Kind gut entwickelt?
Auch hierzu möchte ich wieder aus dem Buch von Bernadette Stäbler zitieren:
"In vielen ursprünglich lebenden Kulturen, die wir "primitiv" nennen, wurden inzwischen Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse eine Umwälzung unserer Ansichten über die herkömmliche Kindererziehung mit sich brachten.
Ich möchte eine afrikanische Studie herausgreifen und vereinfacht darstellen:

Die erste Gruppe gebar ihre Babys zuhause und ließ diese keinen Moment allein.
Geborgen bei der Mutter, wurden sie nach Bedarf gestillt und mussten niemals schreien.
Bald ging die Mutter wieder auf das Feld, um die gewohnte Arbeit zu verrichten, das Neugeborene in ein Tragtuch geschlungen.
Die Kontrollgruppe bekam ihre Babys im Krankenhaus mit aller medizinischen Hilfe, einschließlich schmerzlindernden Medikamenten.
Gleich nach der Geburt wurden Mutter und Kind getrennt, um zu ruhen.
Die Babys bekamen Fläschchen und Schnuller, weil dies "das Moderne" war.
Daheim schliefen die Kinder in ihrem Bettchen, in ihrem eigens dafür hergerichtetem Zimmer.
Allein, ohne Körperkontakt. Alles ging recht zivilisiert zu, nämlich nach einem genauen Zeitplan, denn die Kinder sollten sich früh an ein geordnetes Leben gewöhnen und weder kleine Tyrannen noch nervös werden.
Ein Jahr später offenbarte sich das Unerwartete:
Die Kinder der ersten Gruppe waren in allem den anderen voraus: Sie waren intelligenter in ihren Verhaltensweisen und auch viel sozialer eingestellt, selbst die körperliche Entwicklung war besser, obwohl sie die ganze Zeit "festgebunden" waren.
Ähnliche Ergebnisse ergaben vielseitige Studien in den verschiedensten Kulturkreisen.
Wenn wir versuchen, dies mit einer natürlichen, einfühlsamen Intelligenz nachzuvollziehen, wissen wir, warum das Ergebnis so ausfallen musste.
Das Baby fühlt sich bei seiner Mutter geborgen.
Es muss seine Kräfte nicht für das Weinen verbrauchen.
Der mütterliche Körper gibt ihm Wärme.
Wenn das Baby sich an seine Mutter schmiegt, fühlt es ein wenig von dem Glück, das es neun Monate lang im Mutterleib haben durfte.
Es kennt von daher ja auch schon die Herztöne seiner Mutter, es kennt sogar schon ihre Stimme und nun sieht es endlich ihr Gesicht, ihre Augen und darf an der Brust trinken, wenn es möchte.
Das ist das Glück, die mütterliche Liebe, die Impulse gibt für die Intelligenz und das soziale Verhalten. Wenn das Baby sich an die Körperbewegungen der Mutter anpassen muss, während sie ihre alltägliche Arbeit verrichtet, übt es in wundervoller Weise seine Muskeln und den Gleichgewichtssinn." (Aus: Denise Both: "Tragen")

In einem amerikanischen Buch über die Entwicklung von Kindern (Aldrich: "Babys are Human Beeings"') habe ich einmal den wichtigen Satz gefunden
"Damit Kinder sich gut entwickeln können, sind liebevolle Fürsorge und ein beständiges, direktes Eingehen auf ihre Bedürfnisse so ausgesprochen wichtig".
Das steht zwar manchmal im Widerspruch zu unserem "modernen, westlichen" Lebensstil, aber es zahlt sich langfristig aus.

Es ist ein seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen bewährtes "Mittel" ein Kind an der Brust zu beruhigen und zum Einschlafen zu bringen.
Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden.
Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Kindes nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem:
Babys und Kleinkinder wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben und Eltern, die nicht in das "Schema der derzeitigen Mode" passen, werden verunsichert.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass niemand fragt
"Wann muss das Kind selbstständig atmen lernen" oder
"Wann muss das Kind frei laufen können"?
Beim ersteren geht jeder davon aus, dass dies eine Fähigkeit ist, die ein gesundes Kind selbstverständlich beherrscht und bei zweiten wird eine große Zeitspanne von vorneherein als normal angenommen.
Nur beim Schlafen, da wird dem Kind nicht die Kompetenz zugestanden, dass es auch diese Fähigkeit selbst und in dem für es passenden Tempo entwickeln wird.
Da wird immer wieder behauptet, dass die Eltern das Kind entsprechend "trainieren" müssen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass bis jetzt noch jedes Kind aus dem Bett der Eltern ausgezogen ist und zwar lange vor der eigenen Hochzeitsnacht :) . Die Zweifler und all die, die meinen, dass sie es besser wissen, kannst Du ja mal fragen, ob sie gerne alleine schlafen und ob sie der Meinung sind, dass sie ihren Partner "verwöhnen" (im Sinne von "verziehen"), wenn sie gemeinsam in einem Bett, vielleicht sogar aneinandergekuschelt, schlafen.

Um Menschen bewusst zu manipulieren, muss ein gewisses logisches Denkvermögen und auch bereits eine vorausschauende Denkweise vorhanden sein. Über beides verfügt ein Baby oder Kleinkind noch nicht, denn es kennt noch keinen Zeitbegriff und es hat auch noch keine zielgerichteten Gedankenfolgen wie sie erforderlich sind, um den Eltern "auf der Nase herumzutanzen".

Es ist deshalb auch nicht möglich ein Baby zu "verwöhnen" im Sinne von "verziehen".
Ohnehin ist verwöhnen ja nichts Negatives.
Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn uns jemand verwöhnt, will heißen etwas Gutes tut.
Verwöhnen ist nichts anderes als jemandem etwas Gutes tun, dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt und das ist etwas Positives.

Largo, Buch „Kinderjahre“:
„Manche Erwachsene befürchten, ihr Kind zu verwöhnen, wenn sie auf seine Bedürfnisse allzu rasch eingehen.
Sie meinen, das Kind immer wieder hinhalten zu müssen, damit es nicht allzu verlangend oder gar aufsässig wird.
Das Gegenteil ist richtig.
Wenn man ein hungriges Kind vertröstet, wird sein Hunger nicht kleiner werden.
Nur wenn es Essen bekommt, hört es auf, nach Nahrung zu verlangen.
Genauso ist es auch mit den emotionalen Bedürfnissen.
Erst wenn das Verlangen nach Nähe und Aufmerksamkeit gesättigt ist, klingt es ab.
Kein Kind ist unersättlich in seinen Ansprüchen. Ein Kind verlangt nicht mehr Geborgenheit, als es braucht.

von Biggi Welter zum „Einschlafstillen“ und „Allein einschlafen“
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=2&range=20&action=showMessage&message_id=64051&forum=129

http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=56060