Myomnukleation

Archiv des urbia-Forums Unterstützter Kiwu.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von ssilke16 15.01.11 - 16:27 Uhr

Hallo,

ich habe ein ca 2 cm grosses intramurales Myom, das eine ungünstige Lage hat. Angeblich wirkt es wie eine Spirale und verhindert so die Einnistung des befruchteten EI´s.
Da das Myom wohl die ganze Gebärmutterwand durchzieht und eine komplette Entfernung die Gefahr birgt, dass sich die Form der Gebärmutter verändert, was zur Unfruchtbarkeit führen kann, hat der Chirurg vorgeschlagen, erst einmal nur den Teil des Myoms, der in die Gebärmutter ragt bei einer Bauchspiegelung "wegzuschaben".

Ich habe die teilweise Entfernung mal gegoogelt, aber nichts dazu finden können,
hat Eine von Euch vielleicht Erfahrung damit und kann mir berichten, ob der Eingriff etwas gebracht (sprich eine Schwangerschaft ermöglicht) hat???

Ich wäre wirklich dankbar wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilen würdet....;-)

Beitrag von sweeti77 15.01.11 - 17:17 Uhr

Hi Ssilke,

nun ja, ich bin solch ein Glückskind, dass bei der Myomverteilug scheinbar mehrfach "hier" geschrien hat.:-[ Ich habe mehrere Myome an der Außenwand der GM und hatte eins innen, dass auch sehr doof lag und wohl den Spermien den Weg in die GM erschwerte.
Nun hatte ich im Juni vergangenen Jahres eine Bauchspieglung und Gebärmutterspiegelung und dabei wurde das Myom, ca. 1 cm, und ein Keim, der sich auch schon eingeschlichen hatte, mit einer Klinge ausgeschabt. Nun ist alles sauber und selbst nach 2 IUI - Stimus ist zum Glück noch nichts innen wieder gewachsen. Die außen wachsen dafür umso besser. #augen Tja, schwanger bin ich noch nicht - haben gerade gestern unsere 2 IUI hinter uns gebracht (es liegen auch noch Schwierigkeiten bei meinem Mann vor) - aber ich hoffe sehnlichst, dass es dieses Mal klappt. Ich würde auf alle Fälle was tun und das, was dein Arzt vorschlägt, klingt für mich vernünftig. Wünsche dir alles gut, Sweeti

Beitrag von ssilke16 16.01.11 - 14:23 Uhr

Hallo Sweeti,

vielen Dank für die schnelle Antwort....
Das mit den Myomen ist echt ne total blöde Sache....eigentlich sind sie ja nicht schlimm, so lange man nicht schwanger werden möchte....
Hattest Du auch Beschwerden durch die Myome? Oder wie wurden die festgestellt?
Wurde Dein Myom komplett entfernt, oder wurde noch einen Rest in der Gebärmutterwand belassen???
Wie lange musstest Du nach der OP warten, bis Du wieder versuchen durftest schwanger zu werden?
Mir sagte man, dass ich, da nur der innere Teil weggeschabt wird, direkt damit beginnen könnte..
Auch wurde mir geraten, wenn die Eileiter durchgängig sind, es mit IUI zu versuchen.
Aufgrund einer angeblich noch zusätzlich bestehenden Gelbkörperschwäche, habe ich habe bereits drei Zyklen mit Clomifen und zwei Zyklen mit Puregon Stimulation hinter mir.
Diese Medikamente stimulieren ja die Östrogenproduktion, und man vermutet ja, dass das Myom Wachstum von Östrogen unterstützt wird. Daher habe ich angst, dass der in der Gebärmutterwand verbleibende Teil des Myoms ruck zuck wieder wächst....
Musstest Du für die IUI auch mit irgendwas stimulieren?? Oder konntest Du einfach so los legen??

Ach mensch, das ist alles ganz schön ätzend...und wenn man dann noch sieht, wie andere quasi aus versehen ss werden, dann kotzt einen das noch viel mehr an...in unserem Freundeskreis wird gerade Eine nach der Anderen ss, meist beim ersten Versuch oder so, mal aus versehen....und wir versuchen es schon seit zwei Jahren....das frustriert ganz schön....

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es bei Euch diesmal geklappt hat..#klee

Beitrag von sweeti77 16.01.11 - 21:19 Uhr

Hallo Ssilke,

lass den Kopf auf keinen Fall so schnell hängen.

Meine Myome wurden bei der regulären FA-Untersuchung gefunden. Meine Ärztin wusste, dass wir auf ein Baby hinarbeiten und entdeckte, dass in der GM sich ein Myom gebildet hat, dass Aborte verursachen kann. Somit musste ich vor der KiWu-Behandlung operiert werden. Beschwerden bestanden noch nicht. Ich stimuliere vor jeder IUI mit Puregon und Synarela als Downregulierung. Meine Ärztin in der KiWu-Praxis untersucht auch regelmäßig die Myome außen und ja, sie wachsen durch die Hormone. Bis jetzt ist das aber kein Problem. In der GM hat sich bis jetzt noch nichts wieder gebildet, sodass ich erst mal beruhigt bin. Allerdings könnte ich halt auch aufgrund der vielen äußeren Myome meine GM irgendwann verlieren, nur hoffe ich, dass ich vorher unseren Nachwuchs in den Armen halten darf.
Nach der OP kann man meines Wissen nach nach einer kurzen Pause gleich loslegen. Man sollte den Narben halt Zeit geben, zu heilen. ;-)

Liebe Grüße, Sweeti

Beitrag von feroza 15.01.11 - 21:52 Uhr

Mein Myom war Kindskopf-groß und lag intramural obenauf.
Dabei war die Gefahr, das ein Eileiter beschädigt werden könnte, sehr groß, so sagte mir mein FA. Dennoch hab ich es machen lassen im Dez.2009, es war eine große BS, lag 7 Tage stationär.

Es wurde ein 5cm großer Schnitt auf der GM gemacht, er hat das Myom in 4 Stunden OP langsam stufenweise rausgeschält. Hätte sich bei uns kein Kinderwunsch mehr eingestellt, so hätte die GM auf jeden Fall raus gemusst, hieß es.

Was in jedem Fall sein wird - bei vorliegender SS - es würde ein KS werden, aber damit kann ich Leben.

Die OP ist gut verlaufen, ich war zwar 4 Wochen krank geschrieben, aber es hat sich gelohnt: 5 Monate später hat der FA nochmals eine BS gemacht (zur Kontrolle) und nur ein paar Verwachsungen (die durch die erste OP entstanden sind) entfernt.

MIT dem Myom hätte ich nicht SS werden können UND dürfen, so sagte der FA und auch mein jetztiger Professor der KiWu.

Alles in allem bin ich sehr froh es gemacht zu haben.

Der FA, der mich operiert hatte, ist sehr kompetent und hat sich auf das Thema spezialisiert. Mein Glück! ;-)