Immer nur Papa...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von juen 17.01.11 - 21:14 Uhr

Hallöchen zusammen,

es geht um unsere Tochter (19 Monate).
Sobald mein Mann zu Hause ist bin ich komplett abgeschrieben.
Sie klebt regelrecht an ihm, sobald er den Raum verlässt fängt sie an zu weinen. Wenn ich sie wickeln möchte gibts Geschrei nach Papa. Ins Bett bringen lässt sie sich von mir auch nur mit (anfangs) Tränen. Wenn wir dann im Zimmer sind ist es gut.
Ich arbeite nicht, bin den ganzen Tag mit ihr zusammen. Wir spielen zusammen, aber meistens spielt sie alleine, schauen Bücher, sie hilft mir ein bisschen im Haushalt (Wäsche in den Trockner und so :-)) und ich nehme sie überall hin mit. Einkaufen, zu Freunden etc.
Ich gehe mit ihr mittwochs in den Spielkreis und freitags in die Musikschule. Samstags gehen wir schwimmen, da wechseln mein Mann und ich uns ab.

Mein Mann ist frühestens um 18 Uhr zu Hause und verbringt dann die Zeit mit ihr sehr intensiv. Ich gehe dann meine Wege, mache meistens den Haushalt. Ab und zu unternimmt er auch am Wochenende mit ihr etwas alleine, damit ich auch mal ein bisschen Zeit für mich habe.

Habe schon oft gehört das sei nur eine Phase, aber diese Phase ist schon sehr lange.
Mich macht es irgendwie traurig, dass sie sich so gar nicht für mich interessiert wenn mein Mann da ist. Sie schubst mich weg, schreit wie am Spieß und hat auch schon nach mir gehauen #schmoll
Ich hab schon so oft deswegen geheult und frage mich ob wir vielleicht etwas falsch gemacht haben? Ich bin sehr sensibel und wohl auch oft zu empfindlich, aber es ist echt nicht schön wenn man so "abgewiesen" wird.
Geht es jemandem vielleicht ähnlich? Und wie geht ihr damit um?

Traurige Grüße
Jule

Beitrag von widowwadman 17.01.11 - 21:31 Uhr

Du hast sie also den ganzen Tag, und der Papa nur die kurze Zeit am Abend und am Wochenende, und da wirst du eifersuechtig?

Das ist schon traurig

Beitrag von juen 17.01.11 - 21:45 Uhr

Hmm also eifersüchtig bin ich nicht, vielleicht ist das falsch rüber gekommen...

Es macht mich einfach traurig, dass sie mich wegschubst, haut und nicht gewickelt werden möchte geschweige denn mal ins Bett gebracht werden möchte...

Beitrag von phoebemiau 17.01.11 - 21:42 Uhr

Sie sieht den papa doch viel weniger als dich, da ist das normal!

Das du da eifersüchtig wirst versteh ich nicht. Versetz dich doch mal umgedreht in die Situation!

Meine Töchter hatten beide so eine Phase und sogar unser Hund wurde mir eine ganze Zeit lang vorgezogen von meiner Großen.

Wenn die bei der Oma war und ich mit dem Hund kahm hieß es nur "Wauwau" nach dem Aufstehen die ersten Worte "Wauwa" auf die Frage ob Mama einen Kuss bekommt schüttelte sie den Kopf und ging zu "Wauwau".
ich fand das ehr lustig als das ich eifersucht entwickelte. Kinder in dem Alter haben kein unrechtsbewusstsein und machen das zu 100% nicht absichtlich weil sie dich nicht leiden könen.

LG

Beitrag von juen 17.01.11 - 21:50 Uhr

Eifersüchtig bin ich nicht, das kam vllt. falsch rüber.
Eher traurig... Lustig fand ich es anfangs auch und es hat mir nichts aus gemacht, aber nach mehreren Monaten macht es mich halt auch irgendwie traurig...

Beitrag von lieka 17.01.11 - 21:45 Uhr

Ich selbst war auch immer ein Papa-Kind und jetzt da ich selbst ein Kind habe kann ich auch verstehen das das meine Mama oft traurig gestimmt hat.
Du hast viel Zeit mit deinem Kind genieße diese. Deine kleine sieht den Papa nur wenig und wenn sie weiß das er da ist dann will sie ihn auch bei sich haben (kann man schon nachvollziehen)
wenn ich selbst Zeit mit meiner Mum allein hatte war das auch immer schön und ich habe es genossen, aber wenn Papa da war wollte ich immer was mit ihm machen.
Deine Maus liebt euch beide nur mit Papa hat sie nicht so viel Zeit also gönne sie den beiden!

Beitrag von schnupps22 17.01.11 - 22:07 Uhr

Hallo,
so ist es bei uns auch momentan. Meine Tochter ist 18 Monate alt und klebt auch am Papa. Ich freu mich aber darüber, weil es auch schon ganz anders war und da tat der Papa mir ganz schön leid. Ich kann damit umgehen. Tagsüber gibt sie sich ja auch gerne mit mir ab. ;-) Sie fragt aber oft nach Papa?! Ich find das total süß.
Ich fühle mich nicht abgewiesen sondern freu mich dass ich mal Auszeit hab.
Glaub mir, das meint Deine Tochter nicht persönlich.

LG
Schnupps

Beitrag von theresa_baby 17.01.11 - 22:28 Uhr

Oooooooh, das kenne ich so gut! Und ich habe sooooo viele Tränen deswegen vergossen!

Meine Große war IMMER ein Papa-Kind. Vom ersten Tag an war es so, wie Du es jetzt beschreibst. Jetzt ist sie 5,5 und seit einigen Wochen ist es (erstmals) anders. Sie "versteht" langsam, dass jedes Elternteil so seine Vorteile hat. Der eine tröstet besser (ich), der andere spielt lustiger (der Papa). So erklärt sie es mir jedenfalls.

Mein Sohn ist gestern 2 geworden und er hat bis vor 2 Wochen sehr an mir gehangen. Seit kurzem ist er aber ebenfalls ein Papa-Kind. Ignoriert mich, wenn Papa in der Nähe ist und schreit und haut sogar nach mir. Ist der Papa aber nicht da, ist alles wunderbar.

Ich kenne die Aussage, dass es daran liegen soll, dass das Kind Papa so wenig sieht. Bei mir ist es jedoch nicht der Grund. Bei mir ging es los, als ich wieder anfing zu arbeiten. Ob er mir das "übel nimmt"?

Hm, Du willst jetzt wissen, wie man damit umgeht... Oh je, wenn ich daran denke, wieviele Tränen ich deswegen vergossen habe... Habe mich gefühlt wie ein Versager. Ich hielt es einfach nicht für normal, dass ein Kind die Mama so "ablehnt". Ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht.

Ein Patentrezept habe ich leider auch nicht. Aber mittlerweile sehe ich es etwas entspannter. Mit Sicherheit liebt und braucht Dein Kind euch beide!!! Ich denke, der Papa bedeutet "Spielen", weil er sich sehr intensiv kümmern kann. Du dagegen bist "Sicherheit". Einfach immer da. Deine Tochter genießt die Zeit mit Papa eben besonders, weil sie ihn so selten sieht. Und sie merkt natürlich nicht, dass es Dich verletzt, wenn sie so deutlich zeigt, dass sie eben gerade Lust auf Papa hat. Versuch bewußt wahrzunehmen, wenn sie (tagsüber) mit dir spielt und Spaß hat!

Ich drück Dir die Daumen, dass es bald wieder anders wird!

Tanja

Beitrag von sinchen01 18.01.11 - 08:07 Uhr

Hallöchen!

Also bei uns ist das genau anders herum! Ich bin ebenfalls den ganzen Tag allein mit meinem Sohn, wenn dann der Papa nach hause kommt und sich mit seinem Sohn beschäftigen möchte und die Mama mal ein bisschen Zeit für etwas anderes hätte gibt es nur geschrei nach der Mama! Also wie du siehst ist es so auch nicht viel besser! Ich würde die Zeit genießen in der ich mal Kinde(r) frei hätte! Du wirst sehen, das ist auch nur eine Phase! Irgendwann wird sie es verstehen und euch beide gleich viel in Anspruch nehmen! Sei froh, das sie so einen tollen Papa hat, der sich mit ihr beschäftigt! Viele Männer kommen von der Arbeit und wollen ihre ruhe haben!

LG Sina + Till ( 18 Monate )

Beitrag von emeri 18.01.11 - 08:19 Uhr

hey,

magst du tauschen?! ich habe hier seit zwei wochen einen "mama-zwerg". nur mama, mama, mama. nur rumtragen lassen von mama, nur wickeln lassen von mama. wenn ich nicht da bin ist es überhaupt kein problem, das andere (papa, oma, ...) sich um ihn kümmern, aber sobald ich nur in riechweite bin wird der rest der welt ausgeblendet. eine "papa-phase" fände ich zur abwechslung wirklich sehr nett.

nicht falsch verstehen, ich liebe meinen zwerg über alles. #herzlich

lg