Mein Schwager

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von swordy 26.01.11 - 01:35 Uhr

Hallo ihr Lieben,

es ist Gott sei Dank schon etwas länger her, dass ich das Verlangen hatte, mich auszusprechen, aber nun trifft es mich mit voller Wucht.

Von meinem Schwager habe ich schon des öfteren erzählt. Nun, die Chemo lief ganz gut, die Schmerzen blieben allerdings immer.
Nun vor fünf Monaten kam dann die Untersuchung, bei der tatsächlich jede Krebszelle verschwunden war - Chemo lief natürlich weiter.

Nun der furchtbare Schock. Vor drei Wochen ca. wieder eine Routineuntersuchung. Diesmal ist der Tumor zurückgekehrt - diesmal um die Bauchaterie gewickelt. Ich - ich weine nur noch....

Nun war es so schlimm, dass die Ärzte sagten, operieren können sie an dieser Stelle nicht. Tumor war schon wieder bei 3 x 4 cm - innerhalb dieser fünf Monate.
Die Chemo wurde sofort eingestellt - auch Bestrahlung wäre nicht möglich.

Heute dann ein Gespräch mit dem Professor, der ihn damals auch operiert hatte.
Wir haben uns alle auf das schlimmste vorbereitet - aber dass es so schlimm ist , hätte niemand erwartet.

Der Professor klärte meinen Schwager über die OP auf, die sie trotz aller Gefahren versuchen wollen. Er sagte ihm, dass die Wahrcheinlichkeit, dass er bei der OP sterben wird sehr hoch liegt, aber bei Gelingen mit Bestrahlung begonnen werden könnte - für den Fall, das sie den Teil erwischen, den sie im Visier haben.

Nun fragte der Prof. wann er dazu bereit wäre....Mein Schwager sagte ok. Dann im März. Daraufhin kam der absolute Wahnsinn....Tut mir Leid Herr ...solange können wir nicht warten. Mein Schwager fragte also, wie lange er noch hat.
Ohne OP wären es noch 4 Wochen ca.
Nun kommt er nächste Woche ins Krankenhaus und ich glaube am 7. oder 9. ich weiß es nicht genau gerade findet dann die OP statt.

Ich bin so verzweifelt. Ich meine, sein Krebs, das geht ja mittlerweile seit 2 Jahren. Aber innerhalb von einem Monat?
Ich bin so. Ich fühl mich so- Es ist so furchtbar. Ich weine nur, seit ich das erfahren habe heute Abend. Ich---Ich weiß gar nichts mehr.

Nur noch 4 Wochen?...Es bricht mir so unsagbar mein Herz - ich liebe ihn wie einen Bruder...Und was ist mit meiner Schwester und den Kindern....
Ich wollte das einfach mal loswerden. Meine gesamte FAmilie ist so fertig - ich versuche weiterhin stark zu sein für meine Familie - das werde ich auch weiterhin. Aber...Ich bin so fertig gerade...So unendlich traurig....

Also entweder kann er bei der OP schon sterben, oder sie schaffen es, dass sie Bestrahlen können. danach sehen sie weiter...Oder sie bekommen das Teil nicht raus, er überlebt , hat aber nur noch vier Wochen....

:(

Das tut so weh - so verdammt weh

Beitrag von francie_und_marc 26.01.11 - 06:51 Uhr

Das tut mir wirklich leid für diesen tollen Menschen. :-( Es trifft so oft die Menschen die lieb, hilfsbereit und wahre Engel auf Erden sind. Ich drücke ganz doll die Daumen für die OP und zünde eine #kerze der Hoffnung an.

Alles, alles Liebe Franca mit Marc an der Hand, Marten still geboren 21.SSW am 19.09.2010 tief im #herzlich und Bauchwunder #ei 10.SSW.

Beitrag von boreh 26.01.11 - 09:07 Uhr

Ich drücke für die OP ganz ganz ganz fest die Daumen und schicke Schutzengel die ich für disen Moment entbehren kann. Es tut mir so leid zu lesen:-(

Dir und Deiner Familie wünsche ich alle Kraft der Welt!

Beitrag von beni76 26.01.11 - 14:08 Uhr

Es tut mir sehr Leid, es ist grausam, so etwas hören zu müßen!
Meine Freundin ist 10 Monate nach Diagnosestellung verstorben, an einem inoperablen Gehirntumor #heul

Ich wünsche Deinem Schwager alles Glück dieser Weilt,
dass er es nochmal schafft #klee #klee #klee

#liebdrueck

#blume beni

Beitrag von swordy 26.01.11 - 15:06 Uhr

Oh Nein, das tut mir sehr Leid.

:(

Es ist furchtbar und Krebs sowas von heintückisch und gemein.


Ich danke dir
und #liebdrueck

Beitrag von swordy 26.01.11 - 15:04 Uhr

Ich danke euch vielmals für euren lieben Worte.

Heute habe ich mit ihm telefoniert - Er ist sehr tapfer und vesucht es mit FAssung zu "ertragen"

Ich habe versucht ihn aufzubauen - dass ja doch noch Hoffnung da ist - sonst würden die Ärzte wohl nicht weiter operieren.
Auch mit meiner Nichte habe ich gesprochen. Es ist alles furchtbar traurig. Auch meine Mama habe ich heute lange fest gehalten.
Ich tu das alles unsagbar gerne - jemand muss ja schließlich stark sein in dieser Zeit. Aber sobald ich fertig bin nit telefonieren, oder trösten und alleine bin, hauts mich mit voller Wucht um.
Ich bete wahrlich zu Gott. Er möchte kämpfen und ich hoffe, dass der blöde Krebs ihn weiter kämpfen lässt.

Ich danke euch nocheinmal für die lieben Worte.

Aber besteht denn nicht wirklich noch ein Funken Hoffnung? Ich meine sonst würden sie ihn dochnicht operieren...Ich klammere mich an jeden STrohhalm.

Traurige liebe Grüße
Saraj

Beitrag von sonntagsmalerin 26.01.11 - 16:16 Uhr

Ich kann so gut nachfühlen, wie verzweifelt ihr alle sein müsst... das ist wirklich eine schreckliche Situation :-(

Aber ich finde auch - solange da noch ein Funken HOffnung ist, kann man sich daran klammern! Sie operieren - das heißt ,er hat noch eine kleine Chance - und es gab schließlich auch schon viele, die trotz schlechter Prognosen wieder gesund geworden sind!!
Ich nehme an, dein Schwager ist ja noch nicht so alt.. also hat er bestimmt gute körperliche Voraussetzungen, er kann kämpfen... und ihr alle kämpft mit ihm, das wird ihm Kraft geben!!

Solange es noch Hoffnung gibt, dürft ihr nicht aufgeben!! Wenn alles nichts mehr bringen würde, würden die Ärzte noch gar nicht operieren. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass er es schafft, und dieser scheiß Krebs ein weiteres Mal besiegt wird!!

#liebdrueck

LG
Clarissa

Beitrag von swordy 26.01.11 - 17:21 Uhr

Ich danke dir sehr - das macht noch mehr Hoffnung.

Gestern hatte ich immer nur diese dummen vier Wochen im Kopf - aber heute denke ich tatsächlich daran - sie würden sonst bestimmt nicht mehr operieren...Ich hoffe hoffe hoffe - auch dass er es dieses Mal wieder schafft.

Er hat schon so viel durch. Er ist 45. Hat schon einen Bypass - hatte einen Infarkt - dann einen Unfall seit dem ist sein Arm ohne Nerven - gott sei dank denn eigetnlich sollte er amputiert werden. Der Prof. meinte gestern auch - so wie er ihn sich gerade anschaut - hat er gute Kraft die OP zu überstehen. Hat mir mein Schwager heute alles erzählt.

Er ist mittlerweile von 54 kg wieder auf fast 70...und fühlt sich sonst auch recht gut.

Nein - ich gebe die Hoffnung nicht auf...
Ich muss immer an Peter Lustig denken. Bei denen die Ärzte ja schon 86 sagten - es sieht schlecht aus. Nun heute lebt er immer noch glücklich.

Solange meinen Schwager diesen starken Lebenswillen hat - und wir hinter ihm stehen - werden wir die Hoffnung nicht aufgeben.

Ich danke dir so sehr, dass du mir noch einmal Mut gemacht hast...Das habe ich so sehr gebraucht.

Vielen Vielen Vielen vielen Dank

Beitrag von sannchen1968 26.01.11 - 18:28 Uhr

Hallo Du!!!
Lass dich mal#liebdrueck!!!
Scheiß,blöder Krebs das es immer noch nix gescheites gibt um den Betroffenen zu helfen ist echt ein Kreutz!!!
Wünsch deinem Schwager viel,viel Glück das er es packt(4Wochen#schockoh man)!
Lg,drück die Daumen Sanne

Beitrag von swordy 26.01.11 - 20:41 Uhr

Dankeschön---#

Ja ich sage immer Krebs ist so eine blöde Arschlochskrankheit - anders kann mans nicht sagen.
Das Problem ist dieses Mal nicht nur der Krebs an sich. Normalerweise könnte man ihn mit Chemo oder Bestrahlung weiterbehandeln.
Da er aber um die Bauchaterie gewachsen ist, würde das zerkleinern des Tumors die Arterie irgendwie zusammenquetschen...

Aber ich hoffe jetzt auf die OP...Alles andere kann ich nicht zulassen - in meinen Gedanken...

Ich danke dir

Beitrag von diekleeene 28.01.11 - 16:13 Uhr

Hallo liebe Swordy,

ertmal möchte ich Dich gerne erstmal drücken#liebdrueck. Es ist furchtbar, was Ihr alle schon so lange ertragen müsst. Diese schei... Krankheit.
Ich möchte Euch mal einen Tip geben, obwohl ich nicht weiß, ob es bei Deinem Schwager so möglich ist.
Ich arbeite ja in einer Klinik mit Krebspatienten. Wir hatten jetzt schon zwei Patienten, denen mit einer Peritoneal Chemotherapie geholfen wurde. Es gibt mittlerweile schon einige Ärzte in Deutschland, die den Patienten nach erfolgter OP eine Chemo in den Bauch "schütten". Dann liegen die Pat. für ca. 4 Tage im künstl. Koma, damit der Körper alles gut verarbeiten kann und vorallem die Nebenwirkungen nicht den Körper noch zusätzlich schwächen. Ich weiß, dass das schlimm klingt, aber scheint gute Wirkung zu zeigen.. Wird soviel ich weiß, nur bei Tumoren im Bauchraum angewandt.
Vielleicht habt Ihr ja einen Arzt, der Euch dazu weitere Infos geben kann.

Jedenfalls drücke ich alle Daumen und wünsche Deinem Schwager alles alles Gute.

Liebe Grüße

diekleeene81