kann mein Chef von mir erwarten, dass...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von yuka 26.01.11 - 17:31 Uhr


...ich von zuhause arbeite, wenn ich mit meinem Kind krankgeschrieben bin?

Ich war letzte Woche mit meiner Tochter die ganze Woche krankgeschrieben, weil sie das Drei-Tage-Fierber (sie hatte es vier tage) hatte, auch sehr heftig meist 40, nacht 41 Grad und mit Zäpfchen auch nur runter auf 39. Sie war sehr, sehr anhänglich und ich konnte mich selbst während ihres Schlaf nicht von ihr wegbewegen, da sie dann anfing zu weinen. Für mich war es sebstverständlich, dass ich dann rund um die Uhr für sie da bin auch nicht mein krankes Kind an Oma (die sowieso keine Zeit gehabt hätte) abschieben.

Nun sagte ich meinem Chef heute, dass ich wieder ss bin und er meinte gleich, ob ich denn dann überhaupt noch arbeiten möchte...hallo??? Ich bin mit meinen 20 Stunden sehr zufrieden, und wüßte nicht, was ich daran ändern soll, so lange es mir gut geht. Er meinte, er müsse mit mir rechnen können und kann dann nicht eine Woche von der Bildfläche verschwinden! Elli ist wirklich nicht häufig krank und ich find das wirklich frech...nebenbei sagte er dann zwar noch herzlichen Glückwunsch, aber insgesamt machte ereinen ziemlich angefressenen Eindruck. Ich find es auch deshalb so unverschämt, weil ich sonst, wenn ich mal mit ihr zuhause beliben muss, jede Minute von zuhause gearbeitet hab, wenn es irgendwie ging und nun mault er mich so an....oder ob ich nicht so wichtige Aufgaben haben möchte (ich hab nicht geschrieen, als er mir die Projektleitung gab) und es ist auch nicht leigen geblieben, da mich mein Kolege vertreten hat...ich weiß also gar nicht worüber er sich aufregt...vielleicht hatte er auch hatte er auch nur einen schlechten Tag, zum Glück war meine Chefin sehr nett und freut sich für mich...

Sorry fürs Auskotzen, aber irgenwie wollte ich mal hören, wie das bei Euch so läuft...ist das normal?

Liebe Grüße Yuka mit Elli (im März 2 und Krümel 11.ssw)


Beitrag von jeanie25 26.01.11 - 18:06 Uhr

Hallo,

Ich versteh jetzt nicht ganz deine Überschrift, hat er das denn von dir verlangt als du KK warst?

Ansonsten würd ich das nicht so für voll nehmen (wollen sie überhaupt noch arbeiten) die meißten Chefs müssen das erstmal "verdauen"

Beitrag von yuka 26.01.11 - 18:40 Uhr


naja, die überschrift meinte ich so, ob er von mir erwarten kann, dass ich von zuhause arbeite, obwohl ich zuhause bin, weil mein Kind krank ist und ich mich um mein Kind kümmern muss...

er hat es nicht angeordnet (wie auch?), war aber heute empört, dass ich eben nicht von zuhause gearbeitet hab, obwohl mein Kind krank ist...das kann er doch nicht erwarten, oder? also er geht ganz selbstverstädlich davon aus, dass man es tut, auch wenn das Kind krank ist und das finde ich echt nicht ok...

Ich hoff, es ist jetzt klarer, was ich meine...

LG, Yuka

Beitrag von hippogreif 26.01.11 - 19:16 Uhr

Nein, natürlich kann er das nicht erwarten.
Es ist natürlich toll, wenn man nebenbei ein wenig zu Hause arbeiten kann, aber wenn man ein wirklich sehr krankes Kleinkind zu betreuen hat, geht das nur sehr schwer.
Wußte er denn, wie doll sie krank war? Hat er selbst Kinder?
Ich vermute, er kann sich das als Mann nicht so richtig vorstellen, dass man mit der "Krankenbetreuung" gut ausgelastet ist. Ich würd es ihm mal in ner ruhigen Minute erklären.

Beitrag von hedda.gabler 26.01.11 - 19:17 Uhr

Hallo.

Für mich ist es in meiner Position selbstverständlich, dass ich von zu Hause aus arbeite, wenn meine Kleine krank ist (wie im Moment) ... natürlich nicht so intensiv und viel, wie im Büro, aber das was ich von hier erledigen und klären kann, mache ich auch, und stehe im engen Kontakt mit den Kollegen ...

... und um ehrlich zu sein, drehe ich auch gerade ziemlich am Rad, dass ich nicht ins Büro kann, da dort so einiges liegt.

Morgen geht es meiner Kleinen hoffentlich wieder gut genug, dass sie zwar nicht in den Kindergarten geht, aber mit ins Büro kommt, wie es eigentlich schon für gestern und heute geplant war.

Bei mir ist es so, dass ich alleinerziehend und mit 20-Stunden-Stelle die gehobene Position (persönliche Management-Assistentin und Office-Leitung, neben der Projektarbeit) im Unternehmen deswegen habe, weil mein Chef weiß, dass ich immer alles möglich mache, was möglich ist ... und das bedeutet für mich eine feste Stelle und Position, die ausbaufähig ist.

Verlangen kann Dein Chef das natürlich nicht ... Du musst eben selbst wissen, in welcher Form Du Dich einbringen willst (und ob Du den Job nach der nächsten Elternzeit auch wieder haben möchtest).

Gruß von der Hedda.

Beitrag von widowwadman 26.01.11 - 20:28 Uhr

Seh ich genauso - wenn ich an Tagen an denen mein Kind krank ist nicht von daheim arbeite, muesste ich die als Urlaub (Jahresurlaub, oder unbezahlt, Kindkrankschreibung gibt's hier nicht) nehmen.

Und ehrlich gesagt, bin ich froh dass ich die Moeglichheit habe dann zu arbeiten und nichts liegen lassen muss. Gezwungen werden kann ich dazu nicht, aber meine Vorgesetzten sehen das natuerlich auch, dass ich mich einsetze, und das kommt mir auch zugute.

Kommt halt drauf an wieviel Einsatz man zeigen will

Beitrag von nina1984 26.01.11 - 21:27 Uhr

Hey du,

also mein Chef erwartet das nicht, aber ich mach das. Wurde dieses Jahr bei den Gehaltsverhandlungen auch gut berücksichtigt. Wenn ich tag nicht zum arbeiten komme, dann arbeite ich entweder abends von Zuhause oder ´fahr in die Firma, wenn mein Mann Zuhause ist. Das hab ich sogar gemacht, als mein Kleiner im KH war. Bin immer von sieben bis 00:00 Uhr in der Firma gewesen. Mein Chef meinte auch, dass er weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, aber er sich freut, dass ich mich so überdurchschnittlich einbringe!

Beitrag von yuka 27.01.11 - 08:09 Uhr


Danke für Eure Antworten...ich frag mich nur wie ihr das dann konkret macht? Wenn ich den Rechner zuhause anschmeiße und sie anfängt zu heulen, entweder weil es ihr so schlecht geht oder weil sie natürlich auch gucken möchte, was ich hier am Rechner mache, dann kann ich keine Minute vernünftig arbeiten...

Ich mach es jedenfalls so, dass ich für mein Kind da bin, wenn es ihr schlecht geht und das ist für mich das wichtigste.


Und er selbst hat KInder, den Spruch durfte ich mir natürlich auch reinziehen, dass sie selbst auch immer ne Lösung finden...ja, nur die beiden Chefs haben insgesamt 4 Hausangestellte und Nanny...dann ist das keine Kunst. Und ich find es ehrlich gesagt armselig, wenn man sein krankes Kind an Fremde abschiebt.

Naja, dann werd ich mir wohl überlegen müssen, ob ich andere Aufgaben übernehmen werde, wenn man nicht mal eine Woche krank mit einem Kind zuhause sein kann...

LG, Yuka

Beitrag von nina1984 27.01.11 - 09:43 Uhr

Kannst du denn abend nicht arbeiten. Mein Mann macht dann immer früher Schluß und ich fahre in die Firma, Zuhause arbeite ich auch nur wenn der Kleine gerade beschäftigt ist oder schläft. Dann wäre dein Kleiner ja gar nicht bei Fremden!

Beitrag von schimpf 27.01.11 - 11:10 Uhr

Also die Meinungen hier find ich sehr interessant, weil die meisten nur der Ansicht sind, arbeiten kann man auch von zu Hause aus bei krankem Kind.

Habt ihr aber tolle Kinder, die Euch arbeiten lassen, wenn sie krank sind! Wenn meiner krank ist, dann will und braucht er meine volle Aufmerksamkeit, da kann ich nicht einfach was machen. Selbst schlafen tut er nur auf mir und wehe ich bewege mich.

Und scheinbar geht an euch vorbei, dass ich schließlich in den meisten Fällen bei Kindkrankschreibung nicht bezahlt werdet, wozu dann bitte noch von zuhause aus arbeiten! Wenn offiziell eine Krankschreibung vorliegt, wird bei mir das Geld gestrichen und ich darf es mir bei der Krankenkasse wiederholen. Ja, richtig gehört, bei Krankschreibung des Kindes erstattet die Krankenkasse den Verdienstausfall.

Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn mein Kind krank ist, ist es eben krank, da muss auch der Beruf zurückstehen. Glücklicherweise haben alle meine Kollegen kleine Kinder und mein Chef ist auch in dieser Hinsicht rücksichtsvoll, auch wenn man ihm manchmal ansieht, dass es ihm nicht passt.

Beitrag von yuka 27.01.11 - 18:20 Uhr


danke für Deine Antwort...ich dachte schon, ich mach was komplett falsch...

Und wenn ich 24 Stunden am Tag ein quengelndes Kind auf dem Arm hab, dann bin ich am Abend auch einfachmal so groggy, dass ich dann eben nicht mehr voll konzentriert arbeiten kann, sondern einfach auch jede freie Minuten schlafen muss, um den nächsten Tag zu überstehen...vielleicht sind andere da härter im nehmen...ich kann jedenfalls nicht...

Schönen Abend Dir noch...

LG, Yuka

Beitrag von widowwadman 27.01.11 - 20:06 Uhr

Ich benutze in dem Fall tatsaechlich auch den elektronischen Babysitter