Frage an die Mehrfachmamis, die stillen oder gestillt haben

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von marleni 29.01.11 - 14:00 Uhr

Hi Mitmütter!

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass das mit dem Stillen beim zweiten Kind problemlos klappt (sofern körperlich alles ok ist mit beiden, Mutter & Kind).

Jetzt hat mir eine Zweifachmama erzählt, dass sie beim zweiten Kind genau die gleichen Anfangsprobleme hatte wie beim ersten, und ich bekomme etwas Angst ;-)

Bei meiner Tochter klappte es in den ersten Tagen nicht gut mit dem Stillen, da sie zwar kein Frühchen, aber sehr zart war (2700 Gramm) und immer lieber schlief als trank. Dazu kamen dann Kinderkrankenschwestern, die überlastet waren, jede erzählte mir was anderes, keine zeigte es mir richtig, und ein Kaiserschnitt war's auch, also alles doof. Erst, als an Tag 4 eine Stillberaterin sich Zeit für uns nahm, machte es "klick" und dann übten wir viel und nach drei Wochen hatten wir eine wunderbare Stillbeziehung, die 10 Monate lang dauerte.

Ich fand's praktisch, schön, toll!

Jetzt bin ich im 9. Monat mit dem zweiten Kind und will unbedingt wieder stillen. Will auch eigentlich gar keine Milchpumpe kaufen oder leihen, keine Fläschchen und kein Pulver, aber ist das naiv und unvorsichtig?

Das zweite Kind wird ein Junge und ist sicher kräftiger als Nr. 1, wird jetzt schon so geschätzt und gemessen und ich fühle es auch. Wenn alles gut geht, wird es hoffentlich eine Spontangeburt, kein KS.

Meint Ihr, es wird alles klappen mit dem Stillen? Oder muss ich Vorkehrungen treffen, falls nicht?

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem zweiten?

LG, danke
M.

Beitrag von berry26 29.01.11 - 14:15 Uhr

Hi,

also was ich dir als "Vorkehrung" empfehlen kann, ist ein anständiges Buch. Wenn man informiert ist, dann sind diese "Anfangsprobleme" meist überhaupt keine mehr.

Ich wunder mich immer wieder über die ständig wiederkehrenden Fragen in diesem Forum. Eigentlich ist Stillen wirklich einfach aber es wird durch falsche Ratgeber, falsche Vorstellungen und einfach totales Unwissen und Vertrauen zu einem riesen Chaos.

Schau mal hier:

http://www.amazon.de/Das-Stillbuch-Hannah-Lothrop/dp/3466344980/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1296306644&sr=8-1

http://www.amazon.de/Das-Handbuch-stillende-Mutter-Nachschlagewerk/dp/3906675025/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1296306673&sr=1-5

Die Bücher sind wirklich klasse und lassen keine Fragen offen.

Mir ging es beim ersten Kind ähnlich wie dir nur das ich dann völlig verzweifelt irgendwann abgestillt habe. Mein Sohn war ein Frühchen, hatte eine Saugschwäche und wurde im KH bereits zugefüttert. Dann wurde ich an die Pumpe "gezwungen" und mein Kind bekam eine Saugverwirrung. Ich habe ihn nicht mehr an die Brust bekommen.
Meine Tochter habe ich von Anfang an völlig selbstverständlich gestillt. Es gab keine "Probleme", allerdings nur weil ich vorher wusste was auf mich zukommt bzw. zukommen kann.

LG

Judith

Beitrag von marjatta 29.01.11 - 15:57 Uhr

Also, ich hatte zum einen eine gute Hebamme und im KH gleich eine Stillberatung. Mein Sohn ist auch ein Frühchen und wir haben dank einer erfahrenen Säuglingsschwester auf der Neugeborenen-Intensiv ihn mit Hilfe von Stillhütchen sehr schnell zum selbst Stillen gebracht, trotz Saugschwäche bei 2035gr am Anfang.

Er hat nach nicht mal 14 Tagen die Zufütterung durch abgepumpte Muttermilch vollkommen abgelehnt und nach ca 2 Monaten auch die Stillhütchen.

Generell denke ich, wenn man von Beginn an weiß, worauf es ankommt, dann klappt es auch beim zweiten Kind. Meine Hebamme meinte, da ich jetzt auch noch stille und es versuche, bis Nr. 2 da ist (wenn auch mehr und mehr reduziert), dann brauche ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Denn ich werde keinen erneuten Milcheinschuss haben, sondern es wird sich nur alles an das neue Kind anpassen.

Gruß
marjatta

Beitrag von qrupa 29.01.11 - 17:21 Uhr

Hallo

die einzige Vorsorge die wirklich Sinn macht wäre ein gutes Stillbnuch und die Nummer einer ausgebildeten Stillberaterin. Das deine Brust grundsätzlich in der Lage ist genug Milch zu produzieren weißt du, es kommt also nur darauf an es dieses Mal auch von Anfang an richtig zu machen.

bei meiner großen Tochter kam der Milcheinschuß erst am 5. Tag, ich hatte wunde, blutige Brustwarzen,... dieses mal ging dagegen alles wie von selbst: Milcheinschuß nach nichtmal 48 Stunden und es hat die ersten Tage zwar etwas geziept aber wund geworden ist nie etwas. Ich wußte einfach viel besser worauf ich achten muß, wie man richtig anlegt,...

Beitrag von zwillinge2005 29.01.11 - 20:15 Uhr

Hallo,

bei unseren Zwillinge hatte ich ähnliche "Probleme" wie Du, nmlich schlechte und widersprüchliche Beratungen und TIPPS im KH. Trotzdem haben wir uns "durchgebissen" und 7,5 Monate voll und ausschliesslich und insgesamt 13,5 Monate gestillt.

Unsere Tochter stille ich auch. Im KH habe ich sofort klare "Anweisungen" gegeben - und das war gut so.

Ich habe sofort gesagt, dass ich stillen will, dass sie KEINEN SCHNULLER, KEINEN TEE, KEINE GLUCOSE, KEINE PRE-NAHRUNG bekommen soll. Dass sie IMMER in meinem Zimmer sein soll und ich zu JEDER Intervention mitgehe.

Sie hatte dann einen Zettel an Ihrem Bettchen mit diesen Anweisungen - und war das einzige Kind OHNE Schnuller und anscheinend auch das einzige, dass voll und ausschliesslich direkt an der Brsust mit Mumi "versorgt" wurde.

Pre-Nahrung, Fläschchen oder Pumpe brauchst Du sicher nicht. Solltest Du das wirklich brauchen bekommst Du das in den ersten Tagen im KH und später über Hebamme, Apotheke/Kinderarzt udn in jedem Supermarkt.

LG, Andrea