Was tut ihr für Eure Psyche?!?

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von mella235 31.01.11 - 20:34 Uhr

Hallo!
Sicher kennen das viele von Euch-dieses ständige Hoffen auf eine Schwangerschaft zerrt an den Nerven und wenn es dann wieder nicht geklappt hat, ist man erstmal ziemlich traurig, enttäuscht...
Wie geht ihr mit der Belastung um und was hilft Euch dabei, nach vorne zu schauen und den Mut nicht zu verlieren?
Freue mich über Eure Antworten!
Lieben Gruß
Melanie

Beitrag von shiningstar 31.01.11 - 20:38 Uhr

Die größte Stütze war stets mein Mann. Wir haben uns immer gesagt, dass wir ja auch vor dem Kiwu glücklich miteinander waren und man ja auch im Falle, dass es evtl. nie klappt, miteinander glücklich sein will. Das Leben soll ja nicht nur aus dem Kiwu bestehen. Wir haben versucht, die Zeit zu zweit so intensiv wie möglich zu genießen -Ausflüge machen, Freunde besuchen, Spaziergänge machen, ins Kino, und und und...
Urlaub usw. blieb natürlich immer auf der Strecke weil wir Geld sparen mussten.

Nach der zweiten ICSI habe ich aufgegeben, war beim Jugendamt wegen Adoption. Und dann war es mein Mann, der mich ganz langsam zu einem dritten Versuch überredet hat, in einer neuen Praxis.... Und das Ergebnis wird in etwa 13 Wochen bei uns sein :)

Beitrag von nuka77 31.01.11 - 20:52 Uhr

Hallo :)
wir sind mittlerweile seit über einem Jahr am probieren, haben den Weg in die Kinderwunschklinik aber noch nicht gewagt. Nachdem ich letztes Jahr eine FG hatte, waren wir zuversichtlich, dass es bald wieder klappen würde. Nun letzte Woche die Nachricht meiner FÄ, dass meine GMS zu niedrig ist für eine SS. Mein Mann sagt nach jeder "schlechten" Nachricht : wir probieren es nächstes Mal wieder... und er unterstützt mich in jeder Hinsicht.
Ansonsten tue ich mir was Gutes: Kurzreisen, ein entspannendes Bad, ich laufe, lese, und genieße jedes Ausschlafen... ;)
Ab morgen probiere ich es nun mit Fruchtbarkeitsmassagen :)
Bin guter Hoffnung, und wenns nicht klappt, dann ist es wenigstens entspannend und das kann ja nur helfen!
Gib den Mut/Hoffnung nicht auf!

Beitrag von darismama 31.01.11 - 21:05 Uhr

Hallo Melanie,
das ist eine gute Frage! Ich weiß es auch manchmal nicht! Wir haben wieder neue Hoffnungen geschöpft, aufgrund des besseren Spermiogrammes (wegen Kortison). Unsere angenommenen Kinder geben uns auch jeden Tag das Gefühl gebraucht zu werden und sie lieben uns bedingungslos- das schönste Gefühl überhaupt. Und natürlich ist mein Mann mir auch eine große Unterstützung. Er möchte auch so gerne, dass wir dieses große Wunder noch einmal erleben dürfen. Aber es ist schon schwer, immer diese großen Hoffnungen zu haben und dann wieder diese bittere Enttäuschung. Und dann keine Garantie zu haben, das es je nochmal klappt...... Ich gehe oft mit unseren Hunden joggen, das tut mir auch sehr gut und lenkt mich ab.
Was machst du denn, um dich abzulenken?
Wir werden noch so lange alles ausprobieren, bis ich keine Eizellen habe und ich bin mir sicher, dass es irgendwann klappen wird...
Ich drücke dir die Daumen, dass es bald klappen wird, liebe Grüße Meike

Beitrag von skea 31.01.11 - 21:44 Uhr

Huhu
Ich gehe generell mit einer LMAA Einstellung in die Behandlung.
Dann zieht es mich nicht ganz so runter wenn es negativ ausgeht und wenn es Positiv ausgeht freu ich mich halt.

Wichtig ist aber halt zu wissen.. Wir geben nicht auf und wir machen weiter.. egal wie unser Weg aussehen wird. Irgendwann werde auch ich ein Baby im Arm halten.

Selbst als ich jetzt diese zwei Fehlgeburten hatte.. Für mich ist es passiert und es bringt nichts mich jetzt deswegen kaputt zu machen. Vorallem lässt meine Ärztin keine weitere Behandlung zu wenn sie merkt mir gehts nicht gut. Ich stufe also diese zwei Schwangerschaften als Negativen Versuch ein.

Heisst aber nicht das sie für mich nicht existieren sie haben halt einfach nicht lange an meinem Leben teilnehmen wollen trotzdem sind sie meine Kinder und ich bin froh das ich sie habe.

lg Skea

Beitrag von mella235 01.02.11 - 10:14 Uhr

Hallo

lieben Dank für Eure Antworten und Eure persönlichen Erfahrungen-auch mit happy End :-)

wir sind mittlerweile im 22. ÜZ angekommen, diese Woche bekommen wir endlich die Ergebnisse der Hormonuntersuchung bzw. des SG.
Gestern habe ich vom Büro aus meine FA angerufen, um mir meinen Röteln-Titer durchgeben zu lassen (ich hatte als Kind schon Röteln, dachte, ich sei geschützt und meine FA hat das nie untersuchen lassen-jetzt nach 1,5 Jahren KiWu kam sie dann mal auf die Idee den Titer zu bestimmen...) und siehe da, er ist mit 1:16 zu niedrig.
Da sagt doch meine FA, dass wir die Hormonwerte abwarten, wenn die ok sind, schieben wir den KiWu vor die Impfung (-hä?? das finde ich verantwortungslos...), sonst müßte ich mich impfen lassen und ein halbes !Jahr verhüten.
Zack-schon saß ich heulend in meinem Büro...

Da habe ich mal wieder gemerkt, dass ich umbedingt was für meine Psyche tun muss, dass ich nicht gleich so empfindlich bin-und auch klare Entscheidungen treffen kann.

Ich habe einen total stressigen Job, zudem habe ich einen Arbeitsweg von 1-1,5 Stunden per Strecke. Wenn ich dann Abends nach Hause komme bin ich platt. Früher war ich regelmäßig schwimmen, hab Yoga gemacht etc. Im Moment mache ich eher nichts-das muss ich wohl dringend ändern. Reduzieren kann ich meine Arbeit nicht, wechseln ist auch schwierig-also muss ich nach Lösungen suchen...

Sorry-ich bin jetzt etwas vom Oberthema abgewichen, lang ist´s auch geworden...

Lieben Gruß
Melanie