Mutterschaftsgeld

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von need83 01.02.11 - 11:43 Uhr

Hallo,
habe gerade eine ziemliche Wut auf die Krankenkasse.
Am 9.12. ist meine Tochter -acht Wochen zu früh- geboren. Zuerst hat die KK keine Ahnung gehabt, dass sich der Mutterschutz auf 12 Wochen erhöht, und nun haben sie mir das Mutterschaftsgeld noch immer nicht überwiesen... #wolke

Da mir mein AG den Dez. voll bezahlt hat, habe ich mit der KK vereinbart, dass diese an den AG zahlt und mein AG weiter an mich.
Als ich gestern auf mein Konto schaute traf mich gleichzeitig der Blitz! Verminderte Auszahlung, und es kommt noch besser:
Die KK zahlt nun nicht ab dem 9.12. für 18 Wochen, sondern 6 Wochen rückwirkend. Sodass mein Gehalt von Oktober und November korrigiert wird. Damit habe ich auch 6 Wochen lang mehr Elterngeld und eine zu Mutterschaftsgeld verminderte Summe auf meinem Konto!

Wer kann mir sagen, ob diese Rückrechnung richtig ist. (ist sie meiner Meinung nach NICHT!)#aerger

Beitrag von lilly-dirndlmaus2010 01.02.11 - 12:10 Uhr

Hallo need83,
die Rückrechnung ist falsch. Normalerweise läuft die Zahlung des Mutterschaftsgeld 6 Wochen vor Geburt, in deinem Fall ist dieses nicht möglich somit erfolgt die Zahlung ab Geburt und von da an gerechnet 18 Wochen. Danach Zahlung von Elterngeld bis zum 08.12.11.. Lass unbedingt Deine Gehaltsabrechnungen berichtigen!! Sollten noch Fragen sein schick mir eine PN
Viele Grüße

Beitrag von need83 01.02.11 - 12:32 Uhr

darf ich kurz fragen, wie du das meinst mit Gehalt berichtigen?
bisher habe ich korrekte Abrechnung bis einschließlich November erhalten. Oder meinst du den Dezember?
Ich weiß nicht wie es weiter gehen wird. Die Sachbearbeiterin der KK meint, da die Bescheinigung der FA (7 Wochen vorher) nicht vorlag, muss zurückgerechnet werden statt Zahlung ab Geburt und leider ist genau diese für mich zuständig!
Danke für deine Hilfe. Meinst du es kann tatsächlich an der Bescheinigung liegen? Diese dürfte bei den meisten Frühcheneltern nicht vorliegen...

Beitrag von turbokristel 01.02.11 - 12:46 Uhr

Nein, es liegt keinesfalls an der Bescheinigung. Ich brauchte nur eine Bescheinigung vom Krankenhaus, dass mein Sohn am XX.XX.XXXX geboren wurde und wieviel Wochen das zu früh war. Danach hab ich für 18 Wochen Mutterschutzgeld bekommen, danach hab ich noch meinen Resturlaub genommen (den ich eigentlich vor dem Mutterschutz nehmen wollte) und dann bin ich erst ins Elterngeld gegangen...

LG Kristin

Beitrag von mukkelchen 01.02.11 - 15:06 Uhr

Du hättest Dir lieber den Resturlaub für nach der Elterzeit aufgehoben, denn so hast Du leider Elterngeld verschenkt !!!!! Du bekommst vom Staat max. 12 Monate Elterngeld, wobei in diese 12 Monate der Mutterschutz und auch Resturlaub nach Mutterschutz mit eingerechnet werden.

Mukkelchen

Beitrag von turbokristel 01.02.11 - 16:17 Uhr

Ich muss aber meinen Resturlaub bis Ende Januar des Folgejahres genommen haben. Wenn ich gewartet hätte, wären 15 Tage verfallen und so hab ich halt 3 Wochen noch volles Gehalt bekommen....

Beitrag von mukkelchen 01.02.11 - 20:18 Uhr

Resturlaub darf gesetzlich nicht verfallen. Man muß den Resturlaub bis zum Endes des Jahres genommen haben in dem man nach der Elternzeit wieder anfängt.

Beispiel:

Elternzeit von April 2010 bis April 2011, dann muß der Rsturlaub bis spätestens 31.12.2011 genommen werden. ist dieses durch betriebliche Gründe nicht möglich, so ist der Arbeitgeben verpflichtet Ihn auszuzahlen !!!!

Ich kenn mich da sehr gut mit aus und hab mit nem Anwalt drüber gespeochen, weil meine Firma immer versucht einen zu bescheißen und ich habe für dieses Jahr noch sage und schreibe 31 Tage Resturlaub + den neuen Jahresurlaub :-D

Mukkelchen

Beitrag von turbokristel 01.02.11 - 20:39 Uhr

Danke für die Info. Naja, ist jetzt eh zu spät ;-)

Beitrag von lilly-dirndlmaus2010 01.02.11 - 13:18 Uhr

Du bekommst Dein volles Gehalt vom AG bis zum 08.12.2010, keine Kürzung wg. Mutterschaftsgeld. Bei einer FG ist diese Bescheinigung nicht möglich, ich habe bei 25+0 entbunden, Schreiben vom KHs mit Bescheinigung für Frühchen reicht aus. Evtl. Vorgesetzte der Sachbearbeiterin verlangen und Dein Problem schildern.

Beitrag von need83 01.02.11 - 13:45 Uhr

danke. habe eben mit der SB telefoniert und sie bleibt dabei. es hätte eine bescheinigung vorliegen müssen. sowas kann es doch nicht geben!!!
habe um einen schriftlichen gesetzesauszug gebeten. bin mal gespannt.
ärgere mich tierisch, da sie felsenfest überzeugt ist.
Habe ihr sogar versucht verständlich zu machen, dass dann die wenigsten Eltern davon was haben. (zwischen der 33. und 37. ssw)

Beitrag von lilly-dirndlmaus2010 01.02.11 - 14:39 Uhr

was hätte ich meiner Krankenkasse geben sollen? Ich war schließlich bis zur Geburt davon überzeugt dass diese noch 15 Wochen auern sollte. Wenn Du willst kann ich gerne mal mit ihr telefonieren. Ich war zuvor im Persnalbüro beschäftigt! LG