Frage zu Milcheiweissallergie/-unverträglichkeit

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von salaika 02.02.11 - 22:44 Uhr

Hallo zusammen,

unser Kleiner, inzwischen etwas über 6 Monate alt, hat vorgestern zum ersten Mal einen Abendmilchbrei bekommen (4-Kornbrei von Alnatura). Am ersten Abend hab ich ihn mit MuMi angerührt und er hat ihn gut vertragen.

Gestern hab ich ihn mit Aptamil Pre-Nahrung angerührt und da hat er beim Füttern plötzlich roten Ausschlag um den Mund herum bekommen. Eine Art Nesselfieber, das nach einer halben Stunde wieder verschwunden ist. Schien auch nicht gejuckt zu haben oder so.
Bis auf einige Wochen zuvor mal 50 ml HA-Milch war es das erste Mal, dass er industrielle Säuglingsnahrung bekommen hat, er wird sonst halt noch gestillt.

Ich frage mich jetzt ob er wohl eine Milcheiweissallergie hat? Aber müsste er dann nicht auf die HA-Milch auch reagieren, die enthält ja ebenfalls Kuhmilch, wenn auch hydrolisiert? Heute haben wir den Brei mit Hipp HA-Milch angerührt und er hatte jedenfalls keinen Ausschlag. Dabei werden wir jetzt wohl auch erstmal bleiben.
Und wenn es eine Milchallergie ist, müsste er dann nicht auch andere Symptome als nur diese Nesseln haben? Durchfall, Erbrechen oder so? Beides hatte er (zum glück!) nicht.

Mir kommt es mehr wie eine Kontaktallergie als eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor. Vor allem da die Nesseln auch überwiegend dort aufgetreten sind, wo der Brei mit dem Löffel die Haut berührt hat. Aber gibt es so etwas überhaupt? Also, dass ein Lebensmittel eine Kontaktallergie hervorruft?

Muss dazu ergänzen, dass er vor einigen Monaten schon mal nach dem Baden mit solchen Nesseln reagiert hat (hatte damals auch gepostet), der Badezusatz (extra einer für Säuglinge, Ökotest sehr gut) enthielt Molke. Molke ist auch der Hauptbestandteil in der Pre-Milch... (wie ich beim Blick auf die Inhaltsstoffe festgestellt habe und wieso ich überhaupt eine Milcheiweissallergie vermute).

KENNT DAS JEMAND VON EUCH??? ODER HABT IHR SONST EINEN RAT ODER EINE INFO ZUM THEMA FÜR MICH?

Wenn ja, bitte meldet Euch. Bin für jeden Hinweis dankbar, da ich mir doch einen ziemlichen Kopf mache, wie die nächsten Monate wohl so aussehen werden, falls wir eine komplett milcheiweissfreie Nahrung probieren müssten. Das muss ja ziemlich aufwendig sein, da Milcheiweiss ja wohl so gut wie überall drin ist und teilweis noch nichtmals deklarierungspflichtig ist.

Danke für Eure Beiträge bereits vorab!

Liebe Grüße
Salaika

Beitrag von musterblume 03.02.11 - 07:37 Uhr

Hallo

Eine Milcheiweißallergie ist das nicht. Da hätte er Blähungen, Durchfall.

Kontaktallergie tritt auf wenn ma zBspl. Plaste nicht verträgt, oder Nickel, Katzenhaare, Erdnüsse etc. Oder ein Produkt in dem Brei.

Die Pusteln am Mund von Babys kommen auch von der Feuchtigkeit am Mund, durch Schnuller, Brust, Babybreigeschmiere.

Wenn es nicht juckt und kurz danach weggeht ist es nicht schlimm.
Wenn es wieder vorkommt creme es mit Zinksalbe ein, die trocknet ganz schnell die Stelle und die Pusteln können schnell verschwinden.


Laß gegebenfalls dein Kind auf eine Lebensmittelallergie testen.

Beitrag von corky 03.02.11 - 08:59 Uhr

#winke

also das klingt aber wirklich etwas seltsam wenn er so prompt reagiert hat. Ich würde das auf jeden Fall mal abklären lassen vom Kinderarzt.

Vielleicht macht du mal etwas von der pre milch in seine Armbeuge - so soll man doch auch verträglichkeiten von haarfärbungen und so etwas testen. Wenn er dort auch gleich reagiert ist es wirklich davon. Aber das dürfte echt selten sein bei solchen Stoffen. Vielleicht war es doch nur "zufall"

Liebe Grüße
Marie

Beitrag von salaika 03.02.11 - 22:46 Uhr

Hallo Marie,

gute Idee mit dem Armbeugentest. Aber ich wette jetzt schon, dass er darauf reagieren wird. Damals bei dem Molkebad war es sogar so schlimm, dass er, als er Stunden später mit dem Badehandtuch in Kontakt gekommen ist mit dem wir ihn morgens abgetrocknet hatten, wieder Ausschlag bekommen hat. Da können ja lediglich Spuren von der Molke dringewesen sein, aber er hat reagiert.
Eine Milcheiweissallergie ist bei Kindern nicht so selten, wie ich inzwischen herausgefunden habe. Nur, dass er außer den Nesseln keine Beschwerden hat ist nicht so gewöhnlich. Andersherum waren es ja auch nur ein paar Löffel Brei, mit ein wenig Pre-Milch und keine 200ml Flasche die er verzehrt hat. Das macht wahrscheinlich auch einen Unterschied.
Am 16.2. muss ich eh zur U5 da werde ich das natürlich ansprechen. Außerdem wurde mir schon eine Heilpraktikerin empfohlen, die sich auf Lebensmittelallergien spezialisiert hat.

LG
Salaika

Beitrag von wuestenblume86 03.02.11 - 10:52 Uhr

Hallo!

Ja es gibt eine Kontaktallergie bei Milch ;-) musste mich grade zwangsweise auch mit dem Thema beschäftigen.
Dass bei Ha-Milch kein Ausschlag kommt, ist normal, denn die Eiweißmoleküle sind so klein zerlegt, dass sie selten zu einem Ausschlag/Allergie führen.

Probier es nochmal aus auf der Haut an einer Stelle und sonst geh zum Arzt. Bei 3/4 aller Kinder hört diese Unverträglichkeit bis zum 3. Lebensjahr auf #schwitz

#winke

Beitrag von salaika 03.02.11 - 22:37 Uhr

Hallo Wuestenblume!

Klingt so, als hättest Du Dich bereits näher mit dem Thema befasst... Bist Du oder Dein Kind betroffen? Wäre super wenn Du noch etwas mehr dazu schreibst. Bin für alle Infos dankbar.

UND: wichtigste Frage. Bedeutet diese Kontaktallergie, dass Milch lediglich von der Haut nicht vertragen wird, also keine weiteren Symptome wie Durchfall etc. hinzukommen werden? Könnten Milchprodukte dann u. U. vielleicht sogar verzehrt werden, sofern sie nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen? Fragen über Fragen...

LG
Salaika