Wie werden Tagesmütter(externe Tagesstätte) bei Ausfall verrechnet?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tabehaki 08.02.11 - 20:05 Uhr

Hallo,

nach ewigem Kampf um eine Kita, die uns nun leider vergönnt ist#aerger (5 Anmeldungen, lange Wartezeiten und Absagen), haben wir bald einen Termin mit einer Tagesmutter "TagMu" (Kindertagesstätte) zur Voranmeldung.
Der Platz, man könnte ihn mit einem KitaPlatz vergleichen. 2 Betreuer, 10 Kinder u3 in einer externen Wohnung mit 2 Räumen.

Ich kenne mich da absolut nicht mit aus, was Preise angehen. Aber mir ist jetzt aufgefallen, dass die Betreuer öfter mal "ausfallen". Da waren Krankheiten bei den Kindern, Krankheiten bei den beiden Beteuern, Fortbildungen und Urlaub etc.
Soweit ich weiß, zahlt man einen Festbetrag an die Stadt, je nach Einkommen etc. Plus Essens/Kostgeld und sonstiges.

Was ist aber, wenn die Betreuer wiedermal krank sind oder eben die Einrichtung aus sonstigen Gründen geschlossen ist? Muss ich dann weiterhin den Vollbetrag + Zusatzleistung an die Einrichtung zahlen. Wenn ja, wäre es doch irgendwie ungerecht, oder? Ich kann doch nicht für eine Leistung zahlen, die nicht geleistet wird. Sonst wäre es ja nicht verwunderlich, dass sie so oft ausfällt. Klar kann ich nachfragen, aber der Termin ist noch lange hin und sicherlich haben einige hier mehr Erfahrungen damit.
Wenn nein, wie wird denn sowas abgerechnet? Wir würden das Geld ja an die Stadt zahlen.

Wie wird das bei euch gehandhabt? Bei einer TagMu wäre das Abrechnungssystem bestimmt einfacher, aber wie wird sowas verrechnet bei einer Tagesstätte?

#danke
Mari + Sohnemann 10. Monate

PS: brauche ich dafür eigentlich eine extra Versicherung? Wo oder bei wem ist der Kleine dann versichert???

Beitrag von sternchen1208 08.02.11 - 21:05 Uhr

Hallo,

ich kann dir leider nur aus Berlin berichten, arbeite selbst als Tagesmutter (und ich bin echt selten krank, arbeite jetzt seit 2009 und war zweimal nur krank für je zwei Tage).

Hier ist es so geregelt, dass wenn ich krank werde, mein Kind krank wird oder Fortbildungen am Tage sind (natürlich lange vorher angekündigt) dass diese Ausfallzeiten trotzdem bezahlt werden müssen von den Eltern, warum sollte es auch bei einer Tagesmutter anders sein als in der Kita, da musst du doch auch wenn die Kita Schließzeit hat weiter bezahlen - ist doch völlig normal (in meinen Verträgen zwischen Eltern und Jugendamt ist es sogar geregelt das Eltern kein Anspruch auf Ersatz haben wenn ich ausfalle, wegen Krankheit).

Aber ganz ehrlich, man muss davon überzeugt sein, dass man sein Kind zur Tagesmutter geben möchte (ich sagen den Eltern beim ersten Gespräch schon immer das der Fall eintreten kann, dass ich oder mein Kind krank wird und ich ausfallen kann, wenn die Eltern große Bedenken haben ob sie das schaffen wegen Arbeit oder so, dann raten ich davon ab).

Überlege es dir vorher gut, ob du es mit deiner Arbeit vereinbaren kannst (oder Oma & Opa in der Nähe die sich bei Ausfall um das Kind kümmern).

LG Sternchen #stern

Beitrag von co.co21 08.02.11 - 21:07 Uhr

Hallo,

also bei uns in der Kita ist es so, dass wir insgesamt 11 Monate im Jahr zahlen. Ist quasi ein Monat frei, das ist für die festen Schließzeiten.

Ansonsten sind es noch ca. 2-3 Tage im Jahr, wo was ist, wie ein Betriebsausflug, Planungstag etc., da wird normal weitergezahlt. Wenn ein Erzieher krank ist, ist bei uns auch nicht zu...sind ja genug als Ersatz da.
Wenn wir Lara mal wegen Urlaub oder so nicht bringen, dann müssen wir dennoch weiterzahlen...ist ja auch logisch, die haben ihre Kosten ja trotzdem! Nur vom essen können wir sie abmelden.

Versichert sind die Kleinen über die BG, Lara hatte nämlich grad nen Unfall mit Platzwunde und wir mussten zu nem speziellen Unfallarzt, weil das nicht über die KK abgerechnet wird...ist also so, wie wenn du selbst nen Arbeitsunfall hast.

LG Simone

Beitrag von hedda.gabler 08.02.11 - 23:12 Uhr

Hallo.

Hier bei uns wurde das mit der Erhöhung des Tagespflegesatzes (also das was die Tagesmütter pro Stunde bekommen) so geregelt, dass den Tagesmüttern automatisch 30 Tage pro Jahr für Urlaub/Krankheit angerechnet werden ... so zahlt man als Eltern durchgehend seinen Elternbeitrag, kann aber bei Bedarf auf Ersatzbetreuungen/Notfall-Tagesmüttern zurückgreifen ...

... was natürlich in der Praxis nicht funktioniert, da es überhaupt nicht genug von diesen Notfall-Betreuungen gibt und man zudem sein Kind nicht wirklich gerne einem total fremden Menschen anvertraut.

Ich hatte das Glück, dass ich 2 Jahre lang eine total zuverlässige Tagesmutter hat, die immer Plan B parat hatte, wenn sie mal ausfiel (wenn sie z.B. zum Arzt musste, sprangen Ehemann oder die Nachbarin ein, die die Kinder auch kannten) ... es ist in der Zeit nur 3x vorgekommen, dass sie komplett ausfiel.

>>> brauche ich dafür eigentlich eine extra Versicherung? Wo oder bei wem ist der Kleine dann versichert??? <<<

Die Tagesmutter hat eine Unfallversicherung ... und ich habe meine Kleine in meiner Haftpflichtversicherung mitversichert (müsste man eigentlich bei einem deliktunfähigen Kind unter 7 nicht).