Ich habe meine mama, die Oma meiner kleinen verloren :-(

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sonnenkind1 11.02.11 - 07:58 Uhr

Hallo,

habe erst jetzt diese Rubrik hier gesehen.
habe schon vor einigen tagen in einer andere Rubrik ein wenig darüber angedeutet, hier passt es aber besser rein.
Meine Mutter ist letzte woche bei einem schweren verkehrsunfall ums Leben gekommen :-( Sie war noch nicht mal so alt (weit unter 60)!
Einfach so und unvorgewahrnt! Keine krankheit die uns vorbereiten liess, NEIN, es war einfach ein Unfall!
das schlimme ist, das ich erst 4 h später per telefon bescheid bekam (da lebte sie noch) und ich ewig ins KH brauchte!
genau in der sekunde wo ich im KH ankam, starb sie.
ich konnte sie nicht mehr lebend sehen,aber ein paar minuten später als sie schon tod war, konnte ich mich von ihr verabschieden.Diese Bilder die ich sah, werde ich nie vergessen.
es war nur 1 sekunde die ein ganzen Leben verändert hat.1 sekunde!
Hätte sie nur einmal mehr den Hund gestreichelt, ein schluck mehr vom kaffee getrunken, einmal mehr.... dann wäre es nicht passiert!

Mache mir auch vorwürfe das ich so spät angerufen wurde und nicht früher im KH sein konnte.aber ich hätte ihr eh nicht mehr helfen können, nur der gedanke, dass sie nicht alleine hätte sterben müssen.
alle sagen mir, es sei wohl Schicksal gewesen, nicht vorher m Kh gewesen zu sein, denn ich hätte vielleicht dann noch schlimmere Bilder gesehen, die ich wirklich nie mehr aus meinem Kopf bekommen würde.
Und laut ärzte war sie ab geschehen des Unfalls zu großer warscheinlichkeit schon gehirntod, hat ab da nicht mehr reagiert, geschweige denn die Augen wieder aufgemacht udn hätte mich nie mehr gehört, auch wenn ich vorher da gewesen wäre.

Meine kleine hat nun diese Oma nicht mehr.
Mich macht das alles unendlich traurig und ich stehe unter Schock!

ich habe gott sein dank noch meinen Bruder/Vater und den ganz alten Opa.
Aber es ist so unendlich schwer für mich, ich fühle mich wie gelähmt und empfinde im moment nix mehr.(ist ja auch erst ein paar tage her)
Meine Kleine und mein Mann geben mir halt.

Wer sowas ähnliches erlebt hat, bitte sagt mir, wann eure ganz schlimme reaktion darauf, also der schock, der riesen Schmerz, besser wurde.

danke fürs "zuhören".

Beitrag von hannah.25 11.02.11 - 08:48 Uhr

Hallo,

ich hab Tränen in den Augen, wenn ich deinen Beitrag lese. Es tut mir sehr leid, dass du deine Mama verloren hast.
Ich glaub, es ist normal, dass du dir Vorwürfe machst. Aber du musst dir gar keine Vorwürfe machen und ich bin mir sicher, dass deine Mama in ihren letzten Momenten nicht allein war. Denn ihr wart alle bei ihr und habt an sie gedacht.

Ich hoffe, dass dir deine Familie Halt und Kraft geben kann, diesen Schicksalsschlag zu überstehen. Es wird leider nie mehr so sein, wie es mal war. Deine Mama fehlt immer.
Ich bin mir aber sicher, dass sie dir von oben zuschaut, ganz stolz auf dich ist und merkt, wie sehr sie vermisst und geliebt wird.

Ich wünsch dir und deiner Familie alle Kraft der Welt und ganz viel Halt!

#kerze für deine Mama

Stille Grüße
Hannah mit #stern Niklas und #stern Sarah fest im Herzen und Per ganz fest im Arm

Beitrag von criseldis2006 11.02.11 - 10:04 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr leid, was passiert ist. DU hast keine Schuld und Du darfst dir keine Vorwürfe machen.

Meine Schwägerin starb 2003 auch bei einem VU. Sie hinterließ uns eine damals 3jährige Tochter. Olga wurde an der Unfallstelle reanimiert und ins KH geflogen. Leider hat sie es nicht geschafft. Nach 4 Tagen wurden die Maschinen abgestellt. Am Tag des Unfalls war ich aus unsere großen Familie die einzige, die erreichbar war. Mein Schwager und mein Schwiegervater waren mit im Auto. Alle drei waren in drei verschiedenen KH im Umkreis von 60 km. Ich fuhr also zuerst ins nächste KH, dann weiter ins nächste und zuletzt ins 60 km entfernte.

Bis zur Beerdigung habe ich nur funktioniert und gar keine Zeit gehabt zur Ruhe zu kommen und darüber nachzudenken. Danach kam eine sehr schwere Zeit für uns alle. Zumal ja auch die Kleine versorgt werden musste. Sie ist mittlerweile 10 Jahre alt und lebt bei meinen Schwiegereltern. Der Schmerz lässt nie ganz nach, aber es wird besser.

Bei Dir ist es noch sehr frisch. Du darfst nicht zuviel darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn. Ich dachte auch, warum habe ich nicht noch eine Tasse Kaffee mit ihr getrunken usw. Wir lebten in einem Haus. Sie unten, wir oben. Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, dass sie nicht mehr unten ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für die nächste Zeit und drücke dich unbekannterweise ganz fest.

LG Heike

Beitrag von dur 14.02.11 - 13:32 Uhr

Hallo


Lass dich mal ganz lieb drücken #liebdrueck

Du darfst dir keine Vorwürfe machen weil du nicht bei ihr sein konntest.
Ihr wart alle in Gedanken bei ihr und das ist auch viel wert. Ich bin mir sicher das sie in ihren letzten Minuten nicht alleine war.


Das dich das traurig macht verstehe ich. Als mein Vater damals starb war ich in der Arbeit. Meine Schwester rief mich an und als mein Kollege zur Ablöse kam bin ich so schnell es ging zu ihm ins KH. Er lag da ganz friedlich. infach eingeschlafen aber er war auch sehr krank und da war sein Tod eine Erlösung.
Aber das ein mensch einfach so auis dem Leben gerissen wird ist einfach unverständlich.

Ich wünsche Dir und deinen Angehörigen alle Kraft der Welt diese schreckliche Zeit durchzustehen

#kerze für dich und deine Familie

lg, Frossi die sehr geschockt ist

Beitrag von sonnenkind1 15.02.11 - 09:15 Uhr

danke :-(