Elternbrief besagt das Nachtmahlzeit mit 6 Monaten nicht nötig ist

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von anjockel 12.02.11 - 20:12 Uhr

Hallo,
ich bekomme immer diese Elternbriefe vom Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.. Diese Karte zum anfordern hab ich im Krankenhaus ausgefüllt. Da steht immer drinnen was die Kinder mit dem Monat schon können usw.
Im 6. Monat steht nun:
"Eine Nachtmahlzeit ist in der Regel nicht mehr nötig. Wenn Babys noch lange nachts eine Flasche bekommen, gewöhnt sich ihr Organismus daran, und sie werden vor Hunger wach!"
Ja was denn nun???? Hier schreiben alle man soll Milch geben sooft die Babys es wollen #schock und alle Ärzte die ich kenne und Hebammen sind der Meinung das Babys keine Flasche ab dem 6. Monaten brauchen.
Was stimmt denn nun??? Mich wundert nur das alle Mütter hier im Forum sagen "immer Flasche geben nachts wenn das Baby es will" und die erfahrenen Ärzte, Hebammen und Klinikpersonal reden genau vom Gegenteil.
Ich will meinen Kindern nicht die Flasche später entziehen, aber bei Zwillingen überlegt man schonmal, ob man weiter 4x nachts aufsteht und Flaschen macht. Tagsüber schlafen ist bei 2 Babys nicht möglich, einer ist immer wach.

Liebe Grüße Anjockel+Twins #winke

Beitrag von mimilotta1976 12.02.11 - 20:23 Uhr

Hallo #winke
meine Maus ist nun 7 Monate alt und wird
nachts mind. 2x gestillt.
Würde gar nicht auf die Idee kommen, ihr stattdessen
Wasser anzubieten.
Wenn sie nachts stillen möchte oder einfach nur
kuscheln möchte, dann mache ich das doch:-D
Was andere sagen, ist mir da komplett egal.
Liebe Grüße
Mimi

Beitrag von lilly7686 12.02.11 - 20:31 Uhr

Hallo!

Weißt du, es stimmt schon. Mit 6 Monaten sind Kinder in der Lage, durch zu schlafen.

Und jetzt kommt das große ABER:
Aber Kinder holen sich in der Nacht die Nährstoffe, die sie tagsüber zu wenig bekommen haben.
Du kannst nun versuchen, deinen Kindern tagsüber mehr Milch usw. rein zu stopfen. Du kannst ihnen erklären, dass sie laut Elternbrief, Ärzten usw. keine Milch mehr nachts brauchen.

Meinst du allerdings wirklich, dass sie deshalb aufhören werden, nachts Milch zu wollen/brauchen?
Nein. Weder kannst du sie tagsüber zum Essen zwingen noch kannst du ihnen nachts die Flasche entziehen.

Glaube mir, deine Kinder werden nicht ewig die Nachtflasche wollen ;-) Sie werden irgendwann schlafen.

Klar, 4x aufstehen ist nicht leicht. Vorallem nicht bei zwei Kindern und noch weniger bei zwei Flaschenkindern.
Aber diese Zeit geht vorbei. Also halte durch und gib deinen Süßen, was sie brauchen, und wonach sie verlangen.

Im Übrigen: Hebammen haben Geburtshilfe studiert. Nicht Ernährungswissenschaft. Ärzte haben Medizin studiert, nicht Ernährungswissenschaft. Krankenschwestern haben Pflege studiert. Nicht Ernährungswissenschaft.
Aber die Mütter hier haben meist bereits mehrere Kinder erfolgreich groß gezogen. Sie haben praktische Erfahrung mit Kindern. Dagegen sehen Ärzte usw. nur Momentaufnahmen von Kindern ;-)

Lg

Beitrag von eisbluemchen1809 12.02.11 - 21:05 Uhr

Hallo und guten Abend,

also wenn es danach geht... unser Sohn hat bis das er 6 Monate alt geworden ist, durchgeschlafen... und danach jetzt nicht mehr jetzt ist er fast 10 Monate alt und möchte 1-2x gestillt werden....und da ist nix zu machen, er brüllt uns sonst die Hütte zusammen :-D.
Soviel zu den offiziellen Empfehlungen.

Nun ja

lg Bine

Beitrag von ronjaleonie 12.02.11 - 21:20 Uhr

Na, wenn das so im Elternbrief steht, ist das auch wohl DAS richtige überhaupt.

#kratz

Meine Tochter Svenja hat mit 18 Mon damals selbst entschieden, das sie nix mehr braucht und Ronja bald 1 Jahr nun fängt auch schon an, immer weniger und seltener Nachts etwas einzufordern. Ich höre da auf meine Kinder, die zeigen mir ihren Weg.

LG
Nicole

Beitrag von littlelight 12.02.11 - 21:23 Uhr

Was nun richtig ist? Erscheint es dir denn schlüssig, dass Babys so konzipiert sind, dass sie sich selbst schaden oder unnötige Dinge angewöhnen? Mir nicht.

Ich gewöhne meinem Sohn die nächtliche Nahrung nicht an, die fordert er von ganz alleine, das ist ein Unterschied. Weißt du angewöhnen heißt für mich, dass ich das Kind aktiv an etwas heranführe, was es nicht fordert. Z.B. gewöhnen viele ihr Kind an ein Schmusetuch, ein Plüschi, den Nuckel... Das sind alles Dinge, an die man ein Kind gewöhnen kann und auch erst gewöhnen muss, denn von allein würde ein Baby das nie fordern. Diese Dinge sind an sich nicht nötig. Wären sie notwendig, würde ein Baby sie auch fordern. Die nächtliche Mahlzeit fordert ein Kind aber nun mal selbst ein. (Ich denke doch mal, dass niemand freiwillig aufsteht, sein Baby nachts weckt und ihm ne Flasche andreht / stillt.) Warum sollte ein Kind etwas fordern, was es nicht braucht, oder was ihm schadet? Die Natur richtet keine unsinnigen Dinge ein.

Mein Sohn wird mit fast einem Jahr auch noch nachts gestillt. Ich vertraue darauf, dass er weiß, was er braucht. Ich stecke nicht in ihm drin, woher soll ich also wissen, ob er es braucht oder nicht? Weil es Babys gibt, die mit 6 Monaten keine mehr brauchen? Sicherlich, aber man kann nicht von den paar Hanseln auf alle Babys schließen. Die Mehrheit aller Babys (und auch Kleinkinder!) brauchen nachts (Mutter-)milch, wenn man die Sache weltweit betrachtet. Babys, welche ab 6 Monaten keine Milch mehr brauchen, sind eigentlich in der Unterzahl. Warum mein Sohn das nächtliche Stillen braucht, ist mir egal. Vielleicht ist es Hunger, manchmal ist es sicherlich das Gefühl von Geborgenheit und Nähe, was er braucht und das ist für mich ok, weil ich weiß, dass es natürlich ist. Ich lasse mir auch nicht vorschreiben, was ich brauche, denn das weiß ein Außenstehender gar nicht. Meinem Kind spreche ich ebenso die Kompetenz zu eigene Bedürfnisse zu erkennen.

LG littlelight

Beitrag von quink 12.02.11 - 22:11 Uhr

Hallo

Grundsätzlich sollte es möglich sein, theoretisch, dass die Kleinen ab 6 Monate durchschlafen.
Mit Nerven kannst Du das evt. sogar erziehen. Aber willst Du das?

Ich habe mich dagegen entschieden. Habe in der Nacht keine Geduld für Geschrei. Da gebe ich meiner Kleinen lieber schnell die Brust wenn sie danach verlangt und nachher schlafen wir alle beide wieder friedlich. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass sie nur im Schlaf weint, dass sie gar nicht die Flasche oder Brust will sondern auch zufrieden ist wenn sie nur den Schnuller bekommt. Das muss man dann halt irgendwie herausfinden.

Ich hab irgendwo gelesen, dass ein Kind zu beruhigen 10 Minuten dauert. Wenn man es Schreien lässt dauert es 3 h und 10 Minuten. Denn irgendwann gibst Du doch nach.

Meine Kleine ist nun 13 Monate alt und kam bis vor einer Woche noch regelmässig 1 x nachts. Das mit Essen am Tag vorholen habe ich versucht. Gab ihr immer kallorieenreiche Breie. Sie isst tagsüber wie ein Mähdrescher und trotzdem kam sie nachts.
Seit einer Woche nun kommt sie nun nicht mehr regelmässig jede Nacht. Evt. braucht sie nun die Nachtmahlzeit wirklich nicht mehr.

Viel Glück bei Deiner Entscheidung.
Quink#sonne

Beitrag von flausch 13.02.11 - 08:05 Uhr

Mein großer Sohn hat schon sehr früh durchgeschlafen und brauchte Nachts keine Flasche mehr. Aber ich glaube, dass das vom KH so "antrainiert" wurde!

Mein 2. Sohn ist jetzt auch 6 Monate alt und er kommt auch 1x nachts und möchte eine Flasche haben (die er mit Heißhunger leertrinkt) danach schläft er meist schon wieder auf meinem Arm ein.

Wobei heute Nacht hat er durchgeschlafen bis um 7 Uhr und wollte keine Flasche haben. Abends hat er gestern Brei bekommen. Ob es nun daran lag, kann ich noch nicht sagen - ich werds beobachten.

Aber was ich sagen will ist, wenn sie doch eine Flasche brauchen, dann würde ich die ihnen auch geben. Klar es ist anstrengender mit Twins als mit einem, aber es wird die kürzeste Zeit im Leben Deiner Süßen sein!!!

Beitrag von berry26 13.02.11 - 09:19 Uhr

Hi,

ich empfehle dir ein gutes Buch, anstatt dieser völlig sinnlosen und meist werbegebundenen Elternbriefe!

Du hast ja bereits alles gesagt bekommen. Die Bedürfnisse eines Babies sollte man einfach stillen! Wenn sie eine Flasche wollen, dann sollen sie diese auch bekommen. Ein Baby weiß noch genau was es braucht und wann es etwas braucht. Die machen das nicht zum Spaß;-)

Das mit der Gewöhnung ist Blödsinn! Wie lang sollte diese Gewöhnung denn andauern? Ich kenne zumindest kein 5jähriges Kind das nachts noch seine Flasche oder ne Stulle will, weil es sich als Baby daran "gewöhnt" hat.#rofl

Ärzte, Hebammen und Klinikpersonal vertreten sehr häufig noch die Ansichten von vor 20-30 Jahren. Da sollten Kinder mit einigen Wochen durchschlafen und sich generell einfach anpassen! Heute weiß man es besser.

LG

Judith

Beitrag von anjockel 13.02.11 - 10:27 Uhr

:-D Danke für Eure Antworten. Icvh will ,um Gottes Willen, meinen Kindern keine Flasche entziehen, sondern diese Meinungen des Fachpersonals wundert mich immer wieder. Die haben doch selbst Kinder, aber ihre Meinung ist anders.
Meine bekommen ihre Flaschen, solange sie brauchen.

GLG Anjockel+Twins #winke

Beitrag von pili79 13.02.11 - 11:47 Uhr

hallo!
ich habe auch zwillinge, die sind mittlerweile fast 9 monate und sie melden sich 3 mal nachts, manchmal sogar häufiger. klar ist es anstrengend, aber ich haben es mir mittlerweile so eingerichtet, dass ich zwischen den beiden schlafe und mich zum stillen nur einmal nach links bzw. rechts drehen muss! so schlafen wir beim essen schon wieder ein ,-)
ich habe auch üner die flasche mit wasser entwöhnung nachgedacht, aber, mal abgesehen davon, dass die beiden keine flasche nehmen, denke ich auch, dass sie sich nehmen was sie brauchen.
mit der richtigen einstellung sind die nächte gut durch zu stehen, denn ich denke mir: diese paar monate in meinem leben bringen meinen kindern so viel, da kann ich auch mal zurückstecken ;-)
alles liebe dir,
pili