Ich schon wieder - total depressiv

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von cappuccino. 14.02.11 - 10:39 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben,
ich wieder :-( es tut mir so leid, aber ich weiß nicht wohin mit mir.

Seit ich am Freitag das negative Ergebnis bekommen habe, weiß ich nichts mehr mit mir anzufangen. Ich habe das ganze Wochenende nur geweint und bin sehr abwesend gewesen. Heute bin ich wieder arbeiten, aber ich musste mich wirklich aufraffen und zur Arbeit quälen. Ich kann es nicht richtig erklären, aber es ist mehr als nur die Traurigkeit, die es sonst jeden Monat war. Ich fühle mich depressiv, mag niemanden sehen und sprechen. Meine Lebensfreude ist schon seit dem Zeitpunkt der IUI weg, mir macht nichts mehr Spaß und ich bin von mir selber genervt.

Vor einigen Jahren hatte ich schon mal ähnliches Befinden und habe eine Therapie gemacht. Aber ich fühle mich momentan nicht dazu in der Lage. Ich möchte nicht reden, habe keine Kraft, bin ausgelaugt und so müde.

Vielleicht hört sich das übertrieben an, aber ich habe in meinem Leben schon einiges mitmachen müssen. Jetzt habe ich das Gefühl, das seit Freitag ein Punkt gekommen ist, wo ich einfach auf bin. Ich weiß nicht was ich tun soll....

#herzlich eure cappuccino.

Beitrag von kathy-80 14.02.11 - 10:52 Uhr

Guten Morgen!

Mir geht es im Moment ähnlich. Könnte bei jedem Gedanken an den Kiwu anfangen zu weinen. Ich hoffe, dass ändert sich bald und wird nicht noch schlimmer.
Uns hat ein Urlaub ganz gut getan. Aber jetzt, wo es mit den Untersuchungen losgegangen ist, fängt es wieder von vorne an. Über's Wochenende hatte ich viel Abwechselung und kaum die Möglichkeit nachzudenken, das war recht gut. Abwechselung ist super! Ich habe mich jetzt noch im Fitnessstudio angemeldet um mich abzulenken.
Reden tut auch gut - mir zumindest.

Ich hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht.

LG Kathy

P.S. Wir schaffen das schon!

Beitrag von cappuccino. 14.02.11 - 12:59 Uhr

Danke für deine lieben Worte #blume Aber wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht das es nur mit Ablenkung getan ist. Zumindest bei mir. Meine ganze Gundstimmung ist nicht gut.

Beitrag von sushihase 14.02.11 - 11:26 Uhr

Hallo cappucino,

Lass dich mal ganz doll #liebdrueck

Mir geht's grad ähnlich. Ich mag nicht mehr und ich kann nicht mehr :-(
Zum Arbeiten musste ich mich auch sehr aufraffen heut.

Aber ich geb Kathy recht, Ablenkung ist gut, auch wenn's so einfach dahergesagt ist.

Wir schaffen das!

Liebe Grüße
Sushihase

Beitrag von motmot1410 14.02.11 - 11:41 Uhr

Bei einer wirklich Depression oder auch "nur" einer depressiven Verstimmung, hilft "Ablenkung" eigentlich nicht mehr. Im Gegenteil: Von sich selbst Unmögliches zu verlangen, verstärkt diese negative Stimmung nur noch.

Cappucino: Ich hatte es ja schon in Deinem letzten Thread geschrieben. Für mich klingen Deine Beiträge so, als bräuchtest Du einfach mal wieder etwas Hilfe von außerhalb. Das ist auch kein bißchen böse gemeint. Und es bedeutet auch nicht, dass ich Dich für schwach halte. Im Gegenteil! Sich einzugestehen, dass man einfach mal etwas Unterstützung benötigt, es selbst nicht mehr schafft, bedarf einer sehr großen Stärke.
Auch wenn Du schon einmal eine Therapie gemacht hast, heißt das nicht, dass Du diese Hilfe nicht immer mal wieder benötigst.
Ich war selbst 1,5 Jahre regelmäßig bei einer Therapeutin, weil ich nach mehrere traumatischen Ereignissen einfach nicht mehr allein hochkam. All meine Beschwörungen, ich sei so stark, ich sei ein "Stehaufmännchen", usw. haben mich plötzlich nur noch mehr runtergezogen. Mein Umfeld hat mich dann regelrecht gedrängt, mich endlich Hilfe zu suchen.
Und als dann die ICSI-Diagnose kam, war ich wieder gestärkt genug, um positiv an alles heranzugehen.
Obwohl die nicht eintretenen Schwangerschaft meine größte Angst gewesen war, konnte ich nach der Diagnose auf die Sitzung verzichten. Allerdings hab ich mit meiner Therapeutin vereinbart, dass ich jederzeit wieder kommen könnte. Hin und wieder nehme ich das auch noch in Anspruch. Manchmal reicht es, wenn man einfach so eine Option im Hintergrund hat.
Du musst da nicht wieder alleine rauskommen. #herzlich

Beitrag von cappuccino. 14.02.11 - 12:57 Uhr

Hallo du Liebe,
ich sehe das auch gar nicht als bös an :-) Wie ich schon geschrieben habe, ich damals eine Therapie gemacht nachdem ich eine Fehlgeburt habe. Nur ist es momentan einfach so, das ich überhaupt nicht über mich und meine Probleme reden möchte. Ich habe das schon so oft und so viel getan und selbst dafür fehlt mir die Kraft. Bin von mir selber total genervt und kann es einfach nicht mehr haben. Dauernd ist irgendwas....

Meine Familie möchte ich auch gar nicht mehr belasten, auch wenn immer alle für mich da sind. Aber mittlerweile komme ich mir vor wie das schwarzw Schaf der Familie. Ich weiß das dem nicht wirklich so ist, aber ständig passiert etwas Neues und ich will dat einfach nicht mehr.

Ich bin nun 31Jahre und wünsche mir mal ein Jahr, in dem nichts Negatives vorfällt oder ich irgendwem Problem machen. Kennst du das, wenn du dich selber nicht mehr ertragen kannst?

Beitrag von cappuccino. 14.02.11 - 13:01 Uhr

Du bist lieb #liebdrueck
Ich möchte im Moment nicht unter Menschen, weil ich so eine schlechte Stimmung habe, da möchte ich niemanden mit rein ziehen. Ich schlepp mich gerade so durch die Arbeitszeit und das ist die Hölle. Am liebsten bin ich für mich und lenk mich zu Haus ab. Habe das ganze Wochenende auf- und umgeräumt. Aber das hilft nur für den Moment.

Beitrag von besen5 14.02.11 - 15:42 Uhr

Liebe Cappuccino,

das was Du beschreibst haben hier schon ganz viele durchgemacht, ich befürchte fast sagen zu müssen das es "ganz normal" ist, wenn man das überhaupt so sagen kann.

Wir quälen unsere Körper mit Hormonen, warten, hoffen, bangen, werden enttäuscht...... das hält man doch nur eine gewisse Zeit aus, zumindest ich habe das nur eine gewisse Zeit ausgehalten.

Als ich dan dem Punkt war an dem Du jetzt bist bin ich raus aus der KIWU-Klinik und habe erstmal eine Pause gemacht. Als ich wieder gespürt habe wie schön das Leben eigentlich ist, auch ohne Kinder, haben wir weiter gemacht bis ich wieder an den gleichen Punkt kam.

Jetzt sind wir wieder raus aus der KIWU Klinik und werden auch nicht weiter machen! Wir wollen es einfach noch mal so versuchen ohne Unterstützung und wenn es dann auch nicht klappt leben wir ohne Kinder. Und auch der Gedanke haut mich micht mehr um.

Mach Dich nicht krank über all das hier und über den Kinderwunsch!
Mach mal eine Pause und gönn auch Deiner Seele und Deinem Körper mal eine Pause.

Seit ich aus der KIWu Klinik raus bin habe ich wieder einen eigenen, gut funktionierenden Zyklus, der war mir total bahanden gekommen. Und es ist so schön, den "eigenen"Körper mal wieder zu spüren.

Pass auf dich auf und überleg Dir mal, ob eine Pause vielleicht möglich ist für Dich!

Alles Liebe #blume
Besen



Beitrag von cappuccino. 14.02.11 - 17:15 Uhr

Danke Besen #liebdrueck
Mir gehtes vom Gedanken her ähnlich bzw. uns. Wir haben gesagt, das wir noch einen Versuch machen möchten und dann nicht weiter gehen werden. Der Versuch wird im April sein, wenn ich eine Woche Urlaub habe.
Den zusätzlichen Stress mit meinem Job, das schaffe ich einfach nicht. Sehr komplizierte Geschichte, egal.

Ich meinte eigentlich, das ich vorher in den letzten Jahren sehr viel erlebt und mitgemacht mache und das ich demnach kaum noch Kraft habe. Der unerfüllte Kiwu und das negative Ergbnis am Freitag hat mich dann umgehauen. Ich bin eigentlich ein Kämpfer, aber geht gerad nicht.
Da wir beide gesund sind, ist es fast noch schlimmer.


Ganz liebe Grüße
#winke