Weiß sie nicht was Hunger ist??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sineba 16.02.11 - 10:24 Uhr

Hallo!

Kurz zur Vorgeschichte: Meine Maus hat am Anfang sehr schlecht getrunken und viel abgenommen. Sie hat sich nie gemeldet viel geschlafen und selbst an der Brust ist sie nach ein paar Minuten tief und fest eingeschlafen, so dass selbst kitzeln und massieren nichts gebracht hat.
Irgendwann war dann einfach meine Milchmenge nicht mehr ausreichend und so sind wir auf Flasche umgestiegen (So hatte ich auch die Kontrolle dass sie genug bekommt). Das hat auch prima geklappt, sie hat alle 4 Stunden ihre Flasche bekommen und so auch super zugenommen. Allerdings hat sie sich auch nie selbst gemeldet sondern wir haben den 4 Stunden Rhythmus einfach beibehalten.

Gestern waren wir dann unterwegs und es ist länger als geplant geworden. Also hat sie nicht um halb 6 ihre Flasche bekommen sondern ca. 2h später. Ich hatte zwar etwas dabei für den Notfall, doch sie hat weiterhin gelacht und war super drauf. Sie hat auch dann nicht hektisch getrunken oder so.

Kann es sein, dass sie nicht weiß, wie sich Hunger anfühlt? Habe ein wenig Sorge, dass ich ihr "Empfinden" verkorkse und nicht wirklich Ahnung, was ich machen soll. Habe halt etwas Angst, dass sie wieder so sehr abnimmt wie am Anfang.

Biene

Beitrag von turbokristel 16.02.11 - 13:19 Uhr

Hallo Biene,

mein SOhn ist ein Extremfrühchen und hat auch immer schlecht getrunken. Ich hatte aus dem KH den 4-Stunden-Rhytmus beibehalten, was aber dazu führte, dass er irgendwann garnicht mehr trinken wollte. Wenn ich ihm mit Mühe und Not 100ml reingedrängelt habe, hat er die Hälfte wieder ausgekotzt.

Ich hab mich echt fertig gemacht, weil gerade bei Frühchen ja immer so
auf das Gewicht gepocht wird (ich sollte alle 2 Tage wiegen um zu sehen, ob er auch ja genug zunimmt #aerger). Naja, nach ein paar Wochen stand ich kurz vorm Nervenzusammenbruch und hatte die Schnauze voll. ICh ließ ihn in Ruhe. Das erste Mal meldete er sich nach 16 (!!!) Stunden (da war natürlich die Nacht dazwischen) und trank dann ganze 30 (!!!)ml. Und trotzdem blieb ich eisern. Er meldete sich dann wieder nach 3 Stunden, trank dann 60ml. Am ersten Tag kam er auf insgesamt 250ml. Nach 4 Tagen hatte sich ein 5/6-Stunden-Rhytmus eingestellt und er trank pro Tag ca. 450-600ml. Viel zu wenig, aber anscheinend hat es ihm gereicht. Er nahm nicht mehr so schnell zu (anfangs auch wieder ab), aber es ging ihm und mir viel besser. Und er trank wirklich nie mehr als 600ml. Dann hab ich irgendwann mit Beikost angefangen und ab da war er nicht mehr zu bremsen ;-). Er ist heute (2,5 Jahre) auch noch viel zu leicht (9kg bei 86cm), aber er ist ein guter Esser und ihm geht es gut. Das finde ich viel wichtiger als soundsoviel kg zu haben! Und ich glaube, hätte ich damals so weiter gemacht, würde er heute nicht so gut und viel essen.


Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Geschichte ein bißchen weiterhelfen...

LG Kristin

Beitrag von sineba 16.02.11 - 14:42 Uhr

Danke für den Hoffnungsschimmer :)

Sara schlabbert 5x am Tag meistens ihre Flasche leer, also scheint sie es ja zu brauchen. Ich hab halt nur Horror vor dem Abnehmen, weil sie halt schon im Krankenhaus unter die 10% gerutscht ist und mir das am letzten Tag gesagt wurde. Ich hoffe ja auch auf dem Beikoststart und sehne ihn förmlich herbei ;)

Liebe Grüße
Biene