Mietminderung!?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von cool 20.02.11 - 22:03 Uhr

Hallo

Ich schreibe hier im Namen meiner Freundin,da es mich sehr interessiert und wir beide nach einer Lösung suchen.

Folgendes ist passiert....

Von Mittwoch zu Donnerstag kamm aus beiden Toiletten(hat ein Badezimmer und eine kleine Toilette)und aus den Waschbecken Fäkalienwasser,mit dicke Klumpen,sorry #zitter
Es kamm also von anderen Wohnungen da massive Verstopfungen im Hauptrohr waren(wie wir dann vom Klemptner erfahren haben)

Das "Wasser"war in beide Räume und ist dann in den Flur,wo Laminat liegt.
Die anderen Räume konnte sie noch gerade retten,da sie sämtliche Handtücher an die Türen gelegt hat.


Vermietung wurde informiert und der Hausmeister kamm auch gleich um die Sachlage vor Ort zu klären.Ich war schon eher da....gestunken hat es da wie in einer Jauchengrube.

Er telefonierte mit der Vermietung und schilderte alles.Die klempner kammen und beseitigten erst einmal die Verstopfung,das dauerte über eine Stunde.
Dann kamm eine Reinigungsfirma und säuberte beide Bäder,was ich auch verlangt hätte.

Dann kamm noch eine Fußbodenfirma und hat das Laminat entfernt,da ja das "Wasser" schön darunter lief.
Nun ist es so das der Flur seit Donnerstag keine Flur mehr ist,da der reine Beton da ist.Die Firma muss erst das Laminat bestellen,kann sich noch hin ziehen.
Sie ist jeden Tag am wischen und saugen,da ständig vom Beton in andere Räume Staub liegt.

So die Vermietung verlangt Fotos von den Handtüchern,den Anziehsachen die Im Wäschekorb lagen(wurden ja auch nass),den Badezimmergarnituren und den Schränken(Holzunterschränke beulen sich auf)
Soweit kein Problem haben wir schon gemacht.

Jetzt die eigentliche Frage,die Mängel wurden beseitigt,inwiefern kann man jetzt eine Mietminderung angehen?
Wegen dem Betonflur,den Staub usw....

Wäre wirklich nett wenn hier jemand ein paar Tipps hat.


lg Nicole

Beitrag von tauchmaus01 20.02.11 - 22:17 Uhr

Warum Mietminderung? Wird was gemacht oder lassen die sie im Regen stehen?


Mona

Beitrag von wasteline 20.02.11 - 22:27 Uhr

Viel wichtiger als eine Mietminderung ist im Moment das richtige Vorgehen zur Beseitigung etwaiger Fäkalkeime.
Eigentlich müsste im Estrich und in den Wänden gemessen werden, ob sich dort Fäkalkeime befinden. Wenn das der Fall ist, dann muss richtig saniert werden und nicht nur neues Laminat gelegt werden. Darauf solltest Du Deinen Vermieter mal ansprechen.

Beitrag von kawatina 21.02.11 - 07:59 Uhr

Hallo,

auf den Beton kann man auch Pappe legen - einfach im Baumarkt nach Verpackungen von Zimmertüren fragen - die gibt es bestimmt umsonst.
Oder eine alte Decke oder Handtücher....

Man kann sich das Leben auch selber schwer machen....Mietminderung ist nicht drin - da der Vermieter ja willig ist und die Arbeiten veranlasst hat.
Deine Freundin wird wohl kaum ihren Lebensmittelpunk im Flur haben.

Grüße

Beitrag von demy 21.02.11 - 08:31 Uhr

"....Mietminderung ist nicht drin - da der Vermieter ja willig ist und die Arbeiten veranlasst hat...."

Hallo,
das ein Vermieter "willig" ist und alles dafür macht damit der Mangel beseitigt wird ist für eine eventuelle Mietminderung völlig unerheblich.

Eine Mietminderung ist immer dann möglich, wenn der Wohnwert in erheblichen Maße herabgesetzt ist und der Vermieter von dem Mangel in Kenntnis gesetzt wurde.

Es kann sogar eine Miete gekürzt werden wenn der Vermieter für den Mangel gar nichts kann und diesen nicht einmal beseitigen kann.
Stichwort Großbaustelle mit Lärmbelästigung gegenüber.

In dem Fall den die TE beschreibt sehe ich es sogar so, dass die Miete in einem großen Anteil gekürzt werden kann.

Gruß
Demy

Beitrag von kawatina 21.02.11 - 08:39 Uhr

Hallo,

dann soll sie mal kürzen.....mit großem Anteil #rofl

Die Wohnung ist nicht gänzlich unbewohnbar.
Da ist gerade mal ein kleiner Anteil drin, wenn überhaupt.
Außerdem muss man erst mal den Vermieter mit Frist abmahnen, bevor man nur daran denkt die Miete zu kürzen.#augen

Leute geht mal zum Mieterverein - die lachen euch aus...

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 09:45 Uhr

Du erteilst eine falsche Rechtsauskunft und auf Hinweis das Du daneben liegst gibts einen (aus)lachenden urbini nebst einen mit rollenden Augen?

Du liegst komplett daneben! Wenn jemand diese urbinis verdient hat dann Du, wegen Deinber vollkommen daneben liegenden Reaktion.

Und auf Deine falsche Rechtsauskunft, dass keine Mietminderung möglich sein folgt auch noch gleich eine weitere falsche Rechtsauskunft, dass man den Vermieter mit Frist abmahnen müsse.

Die Mieterin hat selbstverständlich einen Anspruch auf Mietminderung (wenn die Verstopfung nicht von ihr verschuldet wurde).

Und zwar ohne Wenn und Aber!

Warum gibst Du eigentlich so komnplett falsche Rechtsauskünfte?? Bist Du Vermieter und möchtest Die TE aufs Glatteis führen?

Was ist Deine Motivation jemanden (vorsätzlich?) von seinen Rechten abzubringen? Ich verstehe Deine Reaktion wirklich nicht.

Gruß
parzifal

Beitrag von wasteline 21.02.11 - 14:11 Uhr

Wenn man keine Ahnung hat, dann sollte man besser nichts schreiben.

Beitrag von darkblue81 21.02.11 - 09:02 Uhr

Hallo,

man kann sich aber mit solchen Aktionen auch das Leben selbst schwer machen #gruebel

Was soll der Vermiter denn noch machen? Das Laminat herbei zaubern?
Es war doch bereits eine Firma da und diese wird sobald das Material da ist ihre Arbeit auch zu Ende führen.

Abgesehen davon, um eine Mietminderung durch zu bekommen, muss man dem Vermieter erstmal einen geeigneten Zeitraum zur Mangelbeseitigung setzen und dann kann man weiter sehen.

Ich wäre froh solch einen Vermieter zu haben, der parat steht und eine Firma anrücken läßt.

Grüße

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 09:59 Uhr

Man muss keinen "geeigneten" Zeitraum zur Mangelbeseitigung setzen!

Ich frage mich weshalb sich diese Mär so hartnäckig hält?

Gruß
parzifal

Beitrag von darkblue81 21.02.11 - 17:05 Uhr

Ok, dann muss man halt keinen "geeigneten" Zeitraum zur Mangelbeseitigung setzen und was änder das?

Die TE schreibt hier von einem guten Mietverhältnis, der Vermieter hat sich umgehend um alles gekümmert, da muss man doch nicht noch mit Kanonen auf Spatzen schießen auch wenn man im Recht ist, oder?

Der Vermieter um den es hier geht, weiß das er wohl Mist gebaut hat und übernimmt ohne Murren und Knurren die Kosten,läßt eine Firma anrücken, mein Vermieter zankt mit mir um die defekte Drückerplatte vom Klo (mittlerweile geht das alles über einen Anwalt, auch wegen anderer Dinge), obwohl es sein Fehler ist, das dieser Defekt überhaupt entstanden ist (Pfusch beim Einbau, hat er selbst gemacht)

Grüße

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 23:40 Uhr

Was das ändert? Ist die Frage ernst gemeint?

Bei Deiner Behauptung besteht kein Minderungsrecht obwohl dieses doch besteht.

Ich verstehe auch nicht warum die TE dieses Recht nicht wahrnehmen soll.

Ich möchte nicht für eine Wohnung mit zugeschissenem Flur und Bad plus Gestank, Staub und Dreck den vollen Mietpreis zahlen.

Und das auch noch, wenn der Vermieter dies sogar verschuldet hat.

Das sind doch auch keine Kanonen die auf Spatzen schießen. Was ist denn das für eine merkwürdige Einstellung?

Gruß
parzifal

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 09:51 Uhr

Deine Freundin hat natürlich einen Anspruch auf Mietminderung.

Entweder macht sie eine eigene Forderung geltend oder sie schreibt den Vermieter an und fordert auf einen geeigneten angemessenen Vorschlag der Mietminderung zu unterbreiten, der die Einschränkungen der Wohnqualität (Fäkaliengeruch Sanierungaareiten etc.) wirklich angemessen berücksichtigt.


Gruß
parzifal

Beitrag von cool 21.02.11 - 10:00 Uhr

Hallo

Danke für eure Antworten.

Pappe haben wir ausgelegt,so schlau waren wir.
Es ist trotzdem massiver Staub in allen Räumen.
Der Flur allein hat schon 22 qm²,von insgesamt 95qm² Wohnfläche.
Die Wohnung ist im Erdgeschoss,das heist Kälte kommt noch obendrein,obwohl Heizung auf höchster Stellung läuft.

Meine Freundin hat Säuglinge von 4 Wochen,ich denke mal soviel Staub ist auch nicht so gut.

Hinzu kommt das sich die Klempnerei gemeldet hat und gesagt hat,das so eine Verstopfung hätte vermieden werden können,wenn denn der Vermieter vor Jahren das Rohrsystem geändert hätte.Es entspricht nämlich nicht den Vorgaben,kein ausreichendes Gefälle usw.Das war bekannt,so wie sie es von anderen Mietern erfahren hat.

Das man auf das Laminat warten muss,ist ja noch vertretbar,vielleicht im Sommer wenns warm ist und man nicht ständig drin hocken muss;-)

Ich war am We bei ihr und hab ein bisschen geholfen,es ist nicht schön so zu wohnen,zumal sie nich nur n Appel und n Ei an Miete zahlt.
Hinzu kommt ja noch die versauten Möbel,keine Handtücher mehr und Bekleidung der Kinder,ihres Mannes und von sich selbst.

Möchte mal euch sehen wie ihr drauf wärt wenn eurer Hab und Gut in der Scheisse anderer Leute schwimmt und obendrein noch ne Baustelle danach wäre.....und man erfährt das es hätte in der Form garnicht passieren hätte müssen.


Versteh ich nicht

Beitrag von hoeppy 21.02.11 - 15:38 Uhr

Zum einen denke ich mal nicht, das ihr gesamtes Hab und Gut und alle Bekleidungsstücke die sie besitzen im Bad waren...

ZUDEM-Wenn ich Dich richtig verstehe, bekommt sie doch die Kosten für Kleidung, Badvorleger und Handtücher erstattet.

Wo ist dann das Problem?
Laminat ist bestellt, der Vermieter hat sich sofort gekümmert.

Mal angenommen sie könnte nun die Miete um 50-100 Euro rein rechtlich kürzen... das gute Verhältnis zum Vermieter ist hin.
Er hat sich um alles gekümmert und er übernimmt sämtliche Kosten FREIWILLIG.
Glaub mir, es gibt andere Vermieter. Da wird halt dann Heizöl erst später bestellt und Du sitzt mit nem Säugling bei 12Grad in der Wohnung,...

Ich würde wegen der paar Kröten nicht das Risiko eingehen das mein Vermieter künftig nicht mehr sofort springt wenn was ist.

Recht hin oder her.

Manchmal muss man mit dem zufrieden sein was man hat. Und es geht nichts über ein gutes Mietverhältnis.

Ich würde keine Mietminderung machen. Laminat wird in absehbarer Zeit kommen und verlegt, und die Summe für Badvorleger, Kleidung und Handtücher wird wohl auch demnächst von der Versicherung angewiesen. Dafür waren wohl die Belege...

LG Mona

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 16:01 Uhr

Was verstehst Du unter "freiwillig"?

Eine Zahlung aus reiner Kulanz oder eine Zahlung zu der man rechtlich verpflichtet ist und diese leistet ohne verklagt werden zu müssen?

Letzteres wäre aber nicht wirklich freiwillig oder?

Gruß
parzifal



Beitrag von hoeppy 21.02.11 - 19:06 Uhr

mit freiwillig meine ich, das es sich hier um korrekte Vermieter handelt.
Glaub mir, ich habe schon verschiedene Exemplare kennen gelernt. Die haben nie etwas freiwillig übernommen.
Immer nur mit Anwalt oder unter Androhung eines solchen...

Nach allem was die TE geschrieben hat bemühen sich die Vermieter alles schnellstens zu erledigen, fragen VON SICH AUS nach Belegen für die Versicherung.
Welcher Vermieter macht das schon.
Die meisten würden (wenn der Mieter es nicht erwähnt) die Sache unter den Tisch kehren.

Hast Du mich jetzt verstanden?

LG Mona

Beitrag von milka700 21.02.11 - 21:32 Uhr

Mieter zahlt Miete = Vertragspflicht
Vermieter kümmert sich um Mietschäden = Vertragspflicht
Wohnung zum Teil nicht 100% nutzbar = Mietminderung = vom BGB geregelt

Der Großteil der VM (Gesellschaften) erledigt seine Pflichten nicht bei derlei Dingen, daher ist Mietminderung nicht abhängig zu machen von einem "Verhältnis" zum Vermieter, sondern den Vorgaben des BGB.

Beitrag von hoeppy 22.02.11 - 08:01 Uhr

Ich habe auch nicht geschrieben das sie kein Recht zu Mietminderung hätte...

Nur kann es dann sein, das der Vermieter dann in Zunkuft nicht mehr so ist wie er jetzt ist, sondern das solche Sachen künftig nur noch mit Anwälten,... möglich sind.
Mir persönlich ist ein gutes Mietverhältnis wichtiger als in so einem Fall auf 50 oder 100 Euro zu pochen wenn ich sehe der Vermieter tut alles Menschenmögliche.

Verstehst Du mich ein bisschen? Ich würde in diesem Fall auf mein Recht verzichten um weiterhin einen Vermieter zu haben der immer gleich einspringt,...
Jetzt einmal RECHT einfordern KANN in die Hose gehen indem man künftig nur noch Ärger hat-obwohl man im Recht ist...

LG Mona

Beitrag von parzifal 21.02.11 - 22:17 Uhr

Ich habe jetzt verstanden was Du mit freiwillig meinst.

M.E. erfüllt er nur etwas wozu er auch verpflichtet ist. Das nenne ich nicht freiwillig.

Wenn er erst durch einen Anwalt oder Gericht dazu aufgefordert bzw. gezwungen werden muss wird es doch auch teurer.

Gruß
parzifal

Beitrag von hoeppy 22.02.11 - 08:05 Uhr

Ich habe der Userin die mir auch geantwortet hat eine Antwort geschrieben. Wenn Du Lust hast, dann kannst Du es lesen. Darum geht es mir...

Ich hatte halt schon viele Griffe ins Klo mit Vermietern. Und ich musste oft zig Mal schriftlich die Mängel anzeigen, dann hat es trotzdem ewig gedauert bis jemand aktiv wurde. Dann der Gang zum Anwalt-klar war ich im Recht. Doch oftmals ist es Zeitaufwendig das auch durchzusetzen...

Kostet viel Zeit und Nerven.,..

Ich persönlich würde bei meinem jetzigen Vermieter (der kümmert sich um alles sofort) in so einem Fall keine Mietminderung machen weil ich Angst hätte das er sich dann künftig auch so quer stellt wie die anderen... Und das dann wieder der Stress los geht wenn was ist.

Das wären mit die 50oder 100 Euro Mietminderung nicht wert...

LG Mona

Beitrag von parzifal 22.02.11 - 08:38 Uhr

Die Höhe der Mietminderung kann mangels Kenntnis relevanter Daten gar nicht beurteilt werden.

Gruß
parzifal

Beitrag von thea21 22.02.11 - 13:27 Uhr

Ich denke, das eine in Anspruchnahme nicht so sehr verkehrt ist.

Würdest du in einer Fäkalgetränkten Wohnung wohnen wollen, bei bloßer Reinigung dieser?

Aufgrund der dort nun wahrscheinlich herrschenden Keime ist da ein wenig mehr notwendig.