Nach 12 Wochen Milch fast komplett weg.....

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 08:29 Uhr

Hallo,

jetzt habe ich 12 Wochen voll gestillt und es hat (mit einigen kleinen Problemchen) eigentlich immer geklappt.

Weil ich aber auch selbst das Gefühl hatte, daß irgendwie die Flüssigkeitsmenge weniger wird (Brust vollständig 'wabbelig' und Windeln relativ trocken), habe ich gestern und vorgestern Stillproben gemacht. Normalerweise hat sie immer so um die 100 g getrunken. Momentan sind es grad mal 40 g. Auch wenn ich versuche, hinterher noch was abzupumpen, so bekomme ich lediglich einen 'Bodensatz' zusammen (wir hatten zwischendurch Probleme, weshalb ich Pumpen mußte und da habe ich deutlich mehr zusammenbekommen).

Woran kann es liegen, daß sich keine Milch mehr bildet? Ich esse/trinke nicht anders als vorher (ca. 2-2,5 l täglich und auch 3 Tassen Stilltee und Malzkaffee) - alles wie immer.

Ich wollte doch mindestens 4 Monate voll stillen :-( ......

LG

Beitrag von rebecca26 24.02.11 - 08:54 Uhr

morgen:)
also ich würde mal evtl bockshornklee probieren soll echt wunder wirken!!
ansonsten stillberatung
und anlegen anlegen anlegen
selbst wenns vorerst alle std ist..
ansonsten evtl pumpen..
#winke
rebecca

Beitrag von nele27 24.02.11 - 09:02 Uhr

***bockshornklee probieren soll echt wunder wirken!! ***

Das kann ich bestätigen... meine Stillberaterin hat mir dazu geraten. Und es wirkt super! Habe eben in 10 min 80 ml gepumpt, obwohl Alma um 7.30 Uhr bereits gestillt hat (benutze die Pumpe zusätzlich zum Anregen). Wenn das so weitergeht kann ich die Pumpe bald weglassen.

Bei mir war die Milch nach Almas schwerer Krankheit weg und ich habe knapp 2 Wochen gebraucht um es wieder soweit in den Griff zu bekommen.

LG, Nele

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 09:12 Uhr

Hallo,

den bekomme ich doch bestimmt im Reformhaus - oder? Und wie muß ich das machen/Essen/Trinken?????

Ich denke, das Problem liegt darin, daß mich alle gestreßt haben, daß sie nicht ausreichend zunimmt.

Aber ich habe es eben gemerkt.... die Morgenmahlzeit (nach 8 Stunden) war iO. Aber jetzt - 3 Stunden später - hat sie nur 50 ml (aus beiden Brüsten innerhalb von 20 Minuten) herausbekommen. Glücklicherweise habe ich mir gestern 50 ml 'zusammengespart' (4x Pumpen nach dem Trinken) und ihr die eben geben können.

Andererseits merke ich aber auch, daß ich durch das Pumpen auch schon wieder total genervt bin. Ich fühle mich so unter Druck gesetzt.
Mal schauen, wie ich das hinbekomme.

LG

Beitrag von nele27 24.02.11 - 09:35 Uhr

Ich hab die Kapseln in der Apotheke bestellt - die billigsten kosten 16 Euro (von Dr. Pandales). Die Wirkung soll nach ca. 72 Stunden kommen. Ich nehme 8 Kapseln am Tag.

Stress kannst Du jetzt gar nicht gebrauchen. Meine Stillberaterin hat gesagt, ich soll mindestens alle 2 Stunden stillen und jeweils nach den Mahlzeiten pumpen, aber am Anfang NICHT erwarten, dass überhaupt was kommt. Die ersten Tage war jeder ml ein Erfolg.

Also nimm Dir diese und nächste Woche möglichst nichts vor, setz Dich nach dem Stillen vor die Glotze oder was Dich entspannt und pumpe gaaaaaaaaanz in Ruhe jeweils 2x5 min nach dem Stillen.
Falls Dein Kurzer ne sichere längere Schlafphase hat, kannst Du da auch in der Mitte pumpen (bei mir zB 21 Uhr - Alma geht um 19 Uhr ins Bett und wacht nie vor 23 Uhr auf).

Hast Du eine elektrische Pumpe? Wenn nicht, gehe zum Kinderarzt und lass Dir eine verschreiben (Diagnose Untergewicht o.ä.). Das ist bequemer als mit der Hand rumzupumpen.

Spar Dir das Wiegen nach dem Stillen, das macht zuviel Stress. Wiege alle 2 Tage morgens.

Ist sein Gewicht denn kritisch? Alma war leider komplett aus der Kurve rausgefallen zeitweise (U 4) :-( Aber selbst da hat der Kinderarzt gesagt, ich habe noch etwas Zeit und muss nicht zufüttern.

Und das wichtigste: Denk dran, dass die Erfolge erst in ein paar Tagen kommen!!!!

Alles Gute und wenn Du Fragen hast, immer her damit.

LG

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 10:18 Uhr

Danke Dir.

Die elektrische Pumpe habe ich hier schon seit 4,5 Wochen stehen. Hatte mir grad das Nachfolgerezept geholt.

Das Problem ist, daß sie ;-) schon bei der Geburt sehr zart (aber nicht klein) war und in den 12 Wochen nur 1,2 kg über dem Geburtsgewicht liegt (also jetzt 4,2 kg).

Dann schleiche ich nachher mal bei uns zur Apotheke. 3 Tage zufüttern und Pumpen müßte ich hinbekommen. Ist zwar jetzt mit dem WE blöd und zwei 'Großen'. Aber irgendwie wird es gehen.

Naja, eben habe ich erst mal Flaschen abgekocht und für die Fütterung vorbereitet. Also heißt es ... anlegen, zufüttern, pumpen.....

LG

Beitrag von nele27 24.02.11 - 11:14 Uhr

Ah sorry: SIE :-) War irgendwie von nem Jungen ausgegangen...

Alma (*20.11.) hatte bei der U4 auch nur 4200 g. Inzwischen liegt sie immerhin bei 4700g #freu

Ich hab auch noch n Großen zu versorgen... ich nehm mir immer vor, wenigstens 2x pumpen zu schaffen, vormittags wenn der Große im Kiga ist und abends. Oft schaffe ich aber 3x.

Ist Dein Mann am WE da? Dann soll er doch was mit den Großen unternehmen (am besten außer Haus ;-)) und Du machst es Dir mit Baby und Pumpe gemütlich.

Halt auf dem Rückweg von der Apo nochmal beim Supermarkt an und hol Dir Hefeweizen (alkoholfrei). Das soll teilweise sofort wirken, haben mir Freunde erzählt.

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 09:14 Uhr

Hallo,

den bekomme ich doch bestimmt im Reformhaus - oder? Und wie muß ich das machen/Essen/Trinken?????

Ich denke, das Problem liegt darin, daß mich alle gestreßt haben, daß sie nicht ausreichend zunimmt.

Aber ich habe es eben gemerkt.... die Morgenmahlzeit (nach 8 Stunden) war iO. Aber jetzt - 3 Stunden später - hat sie nur 50 ml (aus beiden Brüsten innerhalb von 20 Minuten) herausbekommen. Glücklicherweise habe ich mir gestern 50 ml 'zusammengespart' (4x Pumpen nach dem Trinken) und ihr die eben geben können.

Andererseits merke ich aber auch, daß ich durch das Pumpen auch schon wieder total genervt bin. Ich fühle mich so unter Druck gesetzt.
Mal schauen, wie ich das hinbekomme.

Der Stillberatung (la leche liga) habe ich gestern Vormittag eine mail geschrieben, aber leider noch keine Antwort erhalten.

Malzbier (das sich schon schön auf meinen Hüften breit gemacht habe), Malzkaffee und Stilltee trinke ich ja nun schon. Aber ich denke, diesen Kleesamen werde ich auch noch probieren.

LG

Beitrag von rebecca26 24.02.11 - 09:19 Uhr

bekommste in der apotheke den bockshornklee...kapseln
#winke

Beitrag von cleomio 24.02.11 - 09:31 Uhr

hallo...


mmmmhhhh frage: hast du deine tage??

bei mir wars genau das selbe!
ich bekam meine tage und hatte null milch mehr (bekam durch pumpen insg. nur noch 20 ml raus)
wir mussten nach 9 wochen abstillen:-(#heul
wollte mind. 5 mo. stillen, aber so... schnief

die mens kann bei einigen frauen bewirken, dass man keine milch mehr hat (denn eigentlich sollte die mens ja erst dann kommen, wenn abgestillt wurde) und die milch soll auch nicht so gut schmecken, darum kurbeln die knirpse die produktion nicht wirklich an.

jedenfalls kaum war meine mens vorbei, hatte ich wieder milch im überfluss, aber da wollte basti dann nicht mehr

ansonsten... ruf deine hebi an,
akkupunktieren und globulis können helfen,
oft anlegen usw... aber das machst du bestimmt

lg
cleo

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 10:14 Uhr

Hallo,

neee, die Mens hatte ich bereits einmal nach 6 Wochen (zwischendurch war zwei Wochen schon nichts mehr vom Wochenfluß). Da hatte sie auch 'ihre Probleme' - scheinbar habe ich ihr nicht gefallen oder die Milch nicht geschmeckt. Nach 10 Wochen (also weiteren 4 Wochen) hatte ich nur einen Tag 'mensähnlich'. Und ja, da gab es auch Probleme. Aber momentan ist da nichts.

Meine Hebi hat mir ja schon zum Zufüttern geraten, da meine Kleine zu langsam zunimmt und auch jetzt mit 12 Wochen grad mal 4,2 kg wiegt.

Ich tröste mich damit, daß ich sie 12 Wochen stillen konnte. Meine Jungs haben nur 11 Tage bzw. 14 Tage Muttermilch bekommen.

Anlegen geht bei ihr leider nicht. Sobald nichts mehr kommt, schreit sie sich in Rage. Das möchte ich ihr auch nicht antun.

LG

Beitrag von zahnweh 24.02.11 - 10:49 Uhr

Hallo,

hier gibt es den "Klub der Stillenden Mamis" da ist viel los und gibt sicher auch Tipps.

Bei meiner hat immer geholfen: anlegen, anlegen, anlegen.

Auch als sie eine zeitlang nur noch einmal abends kurz stillte vorm Schlafen und dann einen Infekt bekam, schaffte sie es wieder fast voll zu stillen.

Die Nachfrage regelt das Angebot.

Was bei mir auch der Fall war: ich habe sehr auf Rote-Beete(extrakt) reagiert. Wird oft als Farbstoff in roten Lebensmitteln verwendet, wie roter Joghurt und so.

Unsere Hebamme sagte uns vorher schon: Pfefferminz, Salbei mindern die Milchmenge. Auf Rote Beete reagieren nur wenige, aber wenn dann oft sehr schnell.
Ich lutschte zwei Kirschbonbons und prompt war die Milch fast weg. Mit viel Fenchel, genauem hinschauen, dass ich nichts mehr mit Rote-Beete-Extrakt aß und oft anlegen, konnte ich die Milchproduktion wieder steigern.

Beitrag von steffi0413 24.02.11 - 11:14 Uhr

Hallo,

wenn Du in den ersten 4-6 Wochen genug MIlch hattest, kann die Milch von heute auf morgen ohne Grund nicht weiniger werden.

Wenn Du wenig abpumpen kannst, bedeutet nur, dass Du beim Abpumpen den Milchspendereflex nicht richtig auslösen kannst.

Die Stillprobe sagt auch nicht viel aus. Die Babies trinken nicht immer die gleiche Menge, mal mehr, mal weniger.

Hast Du Deine Tage schon wieder bekommen? Oder spürst Du, dass die bald kommen? Kannst Du nicht schwanger sein?
Hast Du angefangen Pille/Medikamente zu nehmen?
Wie oft trinkt die Kleine in 24 Stunden? Immer beidenseitig?
Spürst Du beim Stillen den Milchspendereflex? Hörst Du, dass sie schluckt?

Verwendet ihr Flasche, Schnuller?

Mit dem zu viel Trinken sollte man auch vorsichtig sein, das kann die Milchbildung hemmen bzw. den Milchspendereflex verhindern/schwächen.

Die Milchmenge kann man am bessten mit häufigem, beidenseitigem Anlegen (mind. 10-12x in 24 Stunden, möglichts davon 1x in der Nacht) erhöhen. Bockshornklee kann auch gut unterstützen.

Die Babys machen mit ca. 3 Monaten eine riesengrosse Änderung durch. Die ganze Welt öffnet sich, alles wird unglaublich interessant, sind sehr schnell und leicht ablenkbar. Das Trinkverhalten ändert sich auch, trinken meistens viel kürzer aber dafür öfters (mind. 10-12x in 24 Stunden) Das ist aber kein Problem, wenn sie nach Bedarf an die Brust darf dh. immer bei den ersten Signale angelegt wird und bekommt keine Flasche/Schnuller/Tee/Wasser...

LG
Steffi

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 11:52 Uhr

Hallo,

den Milchspendereflex spüre ich deutlich. Und ich höre sie auch schlucken. Bisher tranke sie immer nur an einer Seite. Mittlerweile trinkt sie pro Seite gut 10 Minuten. Pumpen mache ich erst immer danach.
Die letzten Wochen trank sie immer ca. 6x in der Zeit von 6 - 22 Uhr. Aber schon die 22-Uhr-Mahlzeit (dafür wecke ich sie) nimmt sie nur so 'lala'. Meist ist nach kurzer Zeit Schluß, weil sie schlafen möchte. Wenn sie am Tag Anzeichen von Hunger hat, so nutze ich diese auch (eben weil sie so sehr schlecht zunimmt). Aber das ist auch eher selten.

Was die Trinkmenge betrifft - so sind die Windeln eben leider deutlich trockener als vorher. Daher kann/muß ich davon ausgehen, daß einfach weniger Milch 'ins Kind' kommt.

Ich muckere seit gestern mit Kopfschmerzen rum. Einen Tag vor der Mens bzw. an den ersten beiden Menstagen litt ich bisher immer unter Migräne und die Kopfschmerzen fühlen sich auch so ähnlich an (nur glücklicherweise nicht so stark). Insofern könnte die Mens 'im Anmarsch' sein.

Pille/Medis nehme ich gar nicht. Einen Nuckel hat sie zum Einschlafen. Sobald die schläft, spuckt sie ihn aus und ich lege ihn beiseite (sie schläft in meinem Bett bzw. oftmals sogar auf meinem Bauch). Insofern würde ich nächtlichen Hunger sehr schnell mitbekommen. Tee bzw. Wasser bekommt sie gar nicht.
Die abgepumpte Muttermilch (bzw. zweimal innerhalb der letzten Woche eine Flasche Ersatznahrung) bekommt sie schon in der Flasche (mit Teesaugern). Aber auch das ist nur so 1x innerhalb von 2 Tagen und auch zu unterschiedlichen Zeiten, so daß sie das nicht 'vorhersehen' kann.

Ich denke, es ist Streß das Problem. Seit zwei Wochen reden alle möglichen Menschen (Kinderarzt, Mutter, Schwiegermutter und mittlerweile auch meine Hebi) auf mich ein, ich solle wenigstens zufüttern (was ich nicht machen möchte), weil sie eben so zart ist und nur wenig zunimmt.

Mal schauen. Eben hat sie getrunken (wieder so 10 Minuten pro Seite) und scheint erst einmal glücklich zu sein. Ich habe sie dann neben mich gelegt und versucht, noch 'Reste zu sichern', aber das waren dann auch nach 2x5 Minuten grad mal 10 ml.

Jetzt werde ich mich mal mit ihr im Bett verkrümeln. In 4 Stunden muß ich meine Jungs vom Kindergarten abholen - da habe ich dann keine Zeit mehr auszuruhen.

LG

Beitrag von steffi0413 24.02.11 - 20:38 Uhr

Hallo,

"einfach weniger Milch 'ins Kind' kommt"

Da hast Du etwas ganz wichtiges geschrieben! Die sind 2 unterschiedlichen Sachen, wieviel Milch Du produzieren kannst bzw. wievel die Kleine rausbekommen kann.

Wenn vielleicht Deine Tage wirklich kommen würden, dann kann sein, dass 1-2 Tage vorher und an den ersten 1-2 Menstagen ein bisschen weniger Milch hast. Die Milch kann auch ein bisschen anders schmecken, so kann sein, dass die Kleine nicht so gerne bzw. weniger trinkt. Das ist aber kein Grund für Zufüttern, kann man mit häufigeres Anlegen überbrücken.

Durch Stress wird die Milchmenge nicht weniger, ABER Stress, Schmerzen, Sorgen können den Milchspendereflex negativ beeinflussen.

Flasche, Schnuller (auch wenn sie nur selten bekommt) können leider Saugverwirrung verursachen. An der Flasche/Schnuller muss man mit einer ganz unterschiedlichen Methode/Technik "nuckeln" als an der Brust. Mit der falschen Technik kann sie dann aus der Brust nicht effektiv trinken. Die Babies sind halt nicht gleich. Manche haben mit Flasche-Brust parallel monatenlang keine Probleme, manche schon nach 2-3 Versuchen.
Wenn Du abgepumpte Mumi geben möchtest, versuche aus dem Becher anzubieten.
http://www.stillgruppe-ml.de/becherfuetterung.htm

10 Minuten pro Seite trinken ist super und wenn sie zufrieden ist, würde ich mir keine Sorgen machen.

Das ist super, dass sie in Deinem Bett schläft, Körpernähe regt die Milchbildung an und so kann sie viel besser signalisieren, wenn sie trinken möchte. Nächtliches Stillen ist supergut für die Milchbildung da in der Nacht Prolaktinspiegel höher ist. :-)

Ich würde folgendes tun:

-mind. 10-12x in 24 Stunden BEIDENSEITIG (kannst Du aber auch mehrmals Seite wechseln) anlegen. Je mehr Stimulation die Brüste bekommen, desto mehr Milch wird produziert. Das muss nicht in gleichen Abständen (also nicht in allen 1-2-3 Stunden) sein. Die Babies trinken normalerweise in ihren Wachphasen vielleicht in allen 10 Minuten, dann schlafen sie für eine längere Zeit ein.

-mit dem regelmässigen Wiegen aufhören (macht nur Stress und ist nicht informativ) und wöchentlich einmal nackt wiegen.

-Schnuller und Flasche komplett weglassen, anstatt auch immer anlegen

-Bockshornkleesamen besorgen

-viel-viel Körpernähe sogar Hautkontakt

-zusätzliches Abpumpen ist auch Stimulation für die Brust, auch wenn überhaupt nichts kommt (muss aber nicht unbedingt sein, wenn Du oft anlegst)

-beim Stillen kannst Du die Positionen wechseln bzw. C-Griff verwenden: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte ein bisschen so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss, den Milchspendereflex, erhöht die getrunke Milchmenge und das Fettgehalt.

Wie oft hat sie Stuhlgang und wie schaut der aus?

Wenn die Lage nicht besser wird, kannst Du versuchen Dich an eine ausgebildete Stillberaterin zu wenden.

http://www.afs-stillen.de
http://lalecheliga.de/
http://www.bdl-stillen.de/einstieg.html

Ich drücke Euch sehr den Daumen!

LG
Steffi

Beitrag von crumblemonster 24.02.11 - 21:00 Uhr

Guten Abend,

danke für Deine ausführlichen Ratschläge.....

Stuhlgang hat sie momentan kaum. Bis vor ca. 3 Wochen hat sie sich mehrfach täglich 'entleert'. Mittlerweile nur noch so alle 1,5 Wochen. Allerdings 'leidet' sie schon vorher drunter. D.h., sie hat Bauchweh und pupst (und die stinken dann auch). Der Stuhlgang an sich ist 'normal', also nicht anders als vorher. Klar, er riecht (was er bei häufiger Entleerung eben nicht macht), er ist auch etwas dunkler (aber ganz normal hellbraun, während er sonst ja eher gelblich ist), aber von der 'Konsistenz' her genauso flüssig wie immer.

An die La leche liga habe ich mich gestern Vormittag per mail gewandt, aber leider bisher keine Antwort erhalten.

Momentan lege ich sie sowieso beidseitig an. Das Pumpen habe ich aber heute Vormittag aufgegeben. Das 'streßt' mich. Morgens war sie auch zufrieden nach dem Trinken, aber jetzt am Tag - sie kam so alle zwei Stunden (habe ich natürlich auch zugelassen), wurde sie schon sehr unruhig nach wenigen Minuten trinken und weinte dann auch sehr. Und leider hat sie auch 'nichts zuzusetzen'.

Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Ich möchte das Stillen auch nicht aufgeben, aber ich möchte mich auch nicht stressen. Ich habe ja noch zwei andere Kinder, die auch meine Aufmerksamkeit benötigen. Und gerade nachmittags/abends, kann ihc sie nicht einfach 'zur Seite stellen'.

Das mit dem Bockshornklee werde ich probieren. Ich habe schon ein bißchen im Netz gestöbert - da gibt es ja auch Kapsel - da frage ich morgen in der Apotheke mal nach.

Andererseits.... ich merke, daß ich mit der jetzigen Situation natürlich nicht glücklich bin und mich selbst unter Druck setze. Eine Teil von mir sagt - versuche alles. Ein anderer Teil von mir sagt - Du hast jetzt shcon gut 10 Wochen länger gestillt als die Jungs, freue Dich darüber und nehme es jetzt so hin.
Ich habe auch die Vermutung, daß es eine 'Hormonsache' ist. Ich weiß ganz genau, daß bei den Jungs (als ich nicht mehr stillen konnte - aus unterschiedlichen Gründen) an dem Tag, als die Milch dann fast komplett weg war (einmal von allein, das andere Mal aufgrund der Tabletten), die 'Heultage' einsetzten (so wie kurz nach der Geburt) und genauso ist es heute auch wieder. Es ging schon gestern Abend los und wurde heute über den Tag schlimmer.

Das Anlegen ist so ein Problem. Ich hätte in der jetzigen Situation kein Problem, würde sie meine Brust als 'Nuckelersatz' annehmen. Da sie ja nicht nur bei mir im Bett, sondern auch (böse, böse) ohne Schlafsack mit mir unter meiner Decke liegt (und wenn nicht auf meinem Bauch, dann doch zumindest so, daß sie seitlich auf meinem Arm liegt und wir 'Bauch an Bauch' liegen, wäre das absolut unproblematisch zu machen. Aber sie stößt die Brust auch weg und schreit.

Im Moment ist einfach alles Mist......

LG und dankeschön noch mal

Beitrag von steffi0413 28.02.11 - 15:53 Uhr

Hallo,

sorry, dass ich erst jetzt antworte, Wochenende wird bei uns irgendwie ziemlich hecktisch...#schwitz

Der Stuhl ist ganz normal, nach der 4.-6. Lebenswoche kann ein Stillkind 10x am Tag oder einmal in 14 Tagen Stuhl haben, alles normal.

Rascher Abstillen kann wirklich Depression verursachen, momentan ist das bei Dir aber eher durch Stress und Druck evt. Mens.

Ich weiss, dass es jetzt sehr stressig und schwierig ist. 3 Monaten ist eine sehr schwierige, anstrengende Phase. Alles ändert sich, die Babys werden viel bewusster, nehmen viel mehr von der Umgebung wahr, trinken hechtischer, kürzer, öfters, sind dabei ablenkbarer, haben einen sehr markanten Schub, alte Lösungen, Regel funktionnieren nicht mehr, nehmen weniger zu usw. Man muss einander neu kennenlernen. Wenn Du nur ein wenig Lust und Kraft hast weiter zu stillen, lasse Euch noch 1-2 Wochen Zeit, bis sich alles wieder neu einspielt.

Wenn Du nicht möchtest, kann ich auch verstehen, vor allem, wenn Deine Umgebung Dich nicht 100% unterstützt. Das ist wirklich super, dass das kleine Mädchen Mumi bekommt! #pro

Wenn ein Baby die Brust anschreit, hat in den meisten Fällen als Ursache nicht die zu wenig Milch. Die häufigsten Ursachen sind Schmerzen (zB. Ohrenschmerzen, Mundsoor, verstopfte Nase), Saugverwirrung, zu starker Milchspendereflex oder sie übernimmt Deinen Stress.

Lasse den Schnuller/Flasche weg. Wenn sie nach paar Minuten anfängt zu weinen, kannst Du C-Griff oder Brust wechseln versuchen.

Wenn sie nicht an die Brust möchte, kannst Du sie und Dich selber auch beruhigen und 15 min später wieder versuchen. Ausserdem kannst Du noch versuchen sie im Schaukeln/Spazieren anzulegen bzw. vor dem Anlegen ein wenig Milch auf ihre Lippen zu streichen.

Du kannst eine kleine "Zungenübung" versuchen: stecke deinen Zeigefinger in ihren Mund, so dass Du die Grenze zwischen weichem und hartem Gaumen erreichst (Achtung! Sehr gründlich gewaschen, Nagel sehr kurz geschnitten!!!) - Nagel schaut nach unten – lasse sie so ein bisschen nuckeln und beobachte was sie macht: macht sie einen "Hügel/Buckel" hinten mit ihrer Zunge? Liegt die Zunge über der unteren Zahnleiste? Die Zunge schmiegt sich um den Finger? Zunge und Unterkiefer bewegen sich rythmisch? Beisst sie auf den Finger oder versucht den Finger mit ihrer Zunge rauszuschieben? Wenn sie einen Buckel macht und/oder die Zunge NICHT über der unteren Zahnleiste liegt, dann drehe den Finger vorsichtig um (Nagel schaut nach oben) und vorsichtig drück die Zunge nach unten und/oder ziehe ein bisschen nach vorne. Lasse sie so auch eine Weile nuckeln.

Damit kannst Du ihre Saugtechnik überprüfen und falls nötig korrigieren. Kann vor jedem Anlegen gemacht werden.

Ich wünsche Euch viel Geduld und Ausdauer!

LG
Steffi

Beitrag von meandco 24.02.11 - 11:46 Uhr

versuch mal das - ich hab nach 3 tagen dagestanden wie beim milcheinschuss und die kleine wusste nicht wohin mit der ganzen milch ;-):

je 1 el anis, fenchel und kümmel (getrennt aufbewaren und immer neu abmessen) in 2 l kaltes wasser geben
aufkochen und 5 min KOCHEN lassen
danach je 1 prise brennessel und geißrautenkraut hinzugeben
10 min ziehen lassen
noch einmal aufkochen
abseihen, mit schlehensirup süßen und über den tag verteilt trinken, mindestens 3 tage lang ...

alles gute
me