Papa in Elternzeit...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 12:55 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Gibts hier bei Urbia Mütter die sofort nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen sind, so dass der Papa in Elternzeit gehen konnte?
Wir überlegen, ob wir das bei Nr.2 so handhaben sollen. Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen. Ich kann mir nämlich nur sehr schlecht vorstellen, gut damit klar zu kommen.
MfG KTF

Beitrag von criseldis2006 24.02.11 - 13:02 Uhr

Hallo,

ich bin beim 1. Kind nach 8 Wochen wieder arbeiten gegangen und beim 2. Kind auch. Mein Mann machte bei beiden Kinder die Elternzeit.

1. ich habe den besseren Job
2. ich verdiene mehr Geld
3. meine Arbeit ist im Wohnort

Mein Mann hat im Ausland gearbeitet und hatte morgens und abends eine Anfahrt von fast 2 Std.

Wir haben gemeinsam beide Varianten durchgerechnet, aber wenn wir noch das Benzin hätten bezahlen müssen, wäre es eng geworden.

Beim ersten Kind war es verdammt schwer die erste Zeit. Ich bin jeden Tag in der Mittagspause nach Hause gefahren, weil ich sie so vermisst habe. Auch heute vermisse ich meine Kinder noch.

Aber wir würden uns immer wieder so entscheiden.

LG Heike mit Laura *31.08.2006 und Helena *06.04.2009, die beiden jetzt im KiGa Siesta machen

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:08 Uhr

Hallo!

Erstmal#danke für deine Antwort!
Der finanzielle Aspekt und der organisatorische sind bei uns noch gar nicht geklärt, wobei es vermutlich auf ähnliche Ergebnisse wie bei euch hinauslaufen wird...
Hattest du bedenken, dass dein Mann das alles schafft? Und hast du gestillt, oder gab's Flasche vom Papa?

MfG KTF

Beitrag von criseldis2006 24.02.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

ich habe bei beiden Kindern nicht gestillt. Sie bekamen von Anfang an Fläschchen.

Ich hatte keine Bedenken, dass mein Mann das schafft. Er ist ein sehr liebevoller Vater. Beim ersten Kind rief er schon mal im Büro an, weil er in manchen Sachen unsicher war, aber das legte sich nach 1-2 Wochen wieder.

LG Heike

Beitrag von sillysilly 24.02.11 - 13:03 Uhr

Hallo

lange, lange ist es her
aber mein Mann war mit unserem ersten Kind über 2 Jahre in Elternzeit zu Hause.
Ich bin nicht gleich - aber als unsere Tochter 5 Monate alt war - wieder Vollzeit arbeiten gegangen.
Hat super geklappt - zum Stillen hat er sie vorbei gebracht - war dann eben wie Essen auf Rädern nur umgekehrt.
Meine Arbeit ist aber auch nur 4 Straßen weiter.

Für meine Mann war es eine tolle Zeit, hat es super gemacht und alles gut geklappt.
Allerdings haben mir bestimmt jede Mutter gesagt, daß sie das ja niiiiieeee könnte, das Kind beim Mann lassen ....... das nervte irgendwann :-p
Wobei wir die ersten Monate Beide gemeinsam zu Hause waren und so alles ganz ruhig und entspannt begann. Da wußte ich die zwei schaffen das locker.


Ich persönlich fand es schade, vieles in der Entwicklung, wie das erste Wort, die ersten Schritte nicht persönlich erleben zu können.

Beim zweiten und dritten Kind war dann ich zu Hause, aber auch weil mein Mann dann einen tollen Job hatte.

Grüße Silly

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:12 Uhr

Hallo!

#dankefür deine Antwort!
Wenn ihr beide die ersten Monate zu Hause wart, wie ist das denn dann mit dem Elterngeld? Ist der Betrag der selbe, wie wenn einer zu Hause bleibt, oder bekommen beide den entsprechenden Teil des letzten Nettolohns? Und wird das Geld dann trotzdem für 12 Monate ausgezahlt?

Ich gönne meinem Mann von Herzen diese tolle Zeit mit seinen Kindern, allerdings hab ich echt Angst, dass ich innerlich ein bisschen "zerbreche", wenn ich - wie du ja auch schreibst - vieles in der Entwicklung einfach "verpasse".

MfG KTF

Beitrag von sillysilly 24.02.11 - 13:23 Uhr

Hallo
war 2004 da gabs noch kein Elterngeld ......

soweit ich weiß gibt es Elterngeld nur für einen, aber der andere Elternteil kann trotzdem Elternzeit nehmen.

Ja es ist für die Papas super - mein Mann kann das aber auch toll und es war etwas für ihn.
Er hatte Anfangs nur Angst wie das mit dem Stillen klappt - nicht das sie total ausflippt bis er bei mir ist.
Aber das hat echt gut geklappt, da sie ja dann auch schon so 4 - 5 Std. ausgehalten hat.


Ich bin gerne arbeiten gegangen, aber ehrlich gesagt hätte ich auch die Ruhe und den Anfang zu Hause mit dem Kind mehr genießen wollen.
Es ist so eine schöne Zeit, es passiert so viel und ich wollte gerne dabei sein.
Aber bei uns war klar, daß wenn wir jetzt ein Kind bekommen nur mein Mann zu Hause bleiben kann. Der hat dann Samstags und Abends eine Umschulung, Ausbildung nebenher gemacht und ich hatte einen sicheren Job.

Was ich aber so toll fand, dieses Gefühl von Zeit haben beim zweiten Kind. Einfach zu Hause bleiben zu können ..... nicht wieder arbeiten gehen zu müssen .....
ich arbeite sehr gerne ...... aber die Zeit daheim mit Kind ist einfach toll.



Wir haben auch bei Kind Nr.2 und Kind Nr. 3 die erste Zeit zu Hause gemeinsam verbracht. Da hat mein Mann auch 2 Monate Elternzeit genommen.

Grüße Silly

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:35 Uhr

Hmmm, ich befürchte, egal wer von uns beiden Elterngeld bekäme, wir könnten es uns nicht leisten gemeinsam zu Hause zu bleiben. Obwohl ich das für einen wunderbaren Kompromiss halte die ersten paar Monate gemeinsam mit dem Kind zu verbringe.
Da ich beim 1. Kind nur 14 Tage gestillt habe und nicht sicher bin, ob ich's nochmal versuchen würde, steht das bei uns vielleicht gar nicht mehr zur Debatt.
Ich bin vor dem Mutterschutz gar nicht mehr gerne arbeiten gegangen. Hatte ziemlichen Ärger mit meinem Arbeitgeber zum Schluss und bin nach der Ausbildung bis zum Mutterschutz einfach in die falsche Fachrichtung geschlittert. Ich werde mir also nach meiner Elternzeit - egal ob nun mein Mann zu Hause bleibt, oder doch nochmal ich - auf jeden Fall eine neue Stelle suchen. Somit kann ich auch noch nicht sagen, ob ich mich dann dort wohl fühlen werde. Und ich weiß die Zeit zu Hause mit dem Kind wirklich sehr zu schätzen und kenne sie ja jetzt auch schon. Ob sie mir dann nicht doppelt fehlen wird?

Beitrag von sillysilly 24.02.11 - 13:55 Uhr

Hallo
"leisten" konnten wir es uns auch nicht - aber wir haben es trotzdem gemacht.

Viele Urlaub mit Familie kostet 1.500 bis 2000 Euro - das machen wir halt nicht, wir nehmen das Geld um zu Hause bleiben zu können.
Wir haben extra vorher was angespart, damit es klappt
Nichts war uns wichtiger als die erste Zeit zu Hause.

Eben weil wir es beim ersten Kind auch so toll, so intim und so entspannt erlebt haben.
Und diesen behüteten Anfang wollten wir jedem Kind schenken.

Achja, mein Mann hat sogar seine Stelle verloren als er Elternzeit angemeldet hat.
Als er den Wunsch geäußert hat war er noch in der Probezeit ...... hätte er mal nur geschwiegen.
Er wollte es aber rechtzeitig sagen, damit nicht alle ihre Urlaube da legen wo er nicht da war ...... dabei hätte er es erst ganz kurze vorher sagen müssen, und das wäre dann lange nach der Probezeit gewesen .....
Aber er wollte ehrlich sein ......

Naja, so war er dann auch die Zeit zu Hause, die neue Stelle hat er dann erst nach der Elternzeit von Kind 3 angefangen.


Grüße Silly

Beitrag von rmwib 24.02.11 - 13:07 Uhr

Also für MICH wär es nix, ich könnt das nicht als Mama.
Und vor allem für meinen Freund nicht #schwitz der kriegt schon beim Gedanken an Babies Schweißperlen auf der Stirn... der kann mit so kleinen Kindern ungefähr GAR NIX anfangen und wäre total überfordert.
Ewig zu Hause bleiben wär für mich auch nix gewesen, aber ich finde, im 1. Jahr gehört ein Baby zur Mama, schon allein wegen Stillerei usw.-

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:15 Uhr

Hallo!

#danke für deine Antwort!
Wie gesagt, vorstellen kann ich mir's auch noch nicht wirklich. Allerdings kann mein Mann schon recht gut mit Babies umgehen und ich würde ihm das vom Prinzip her schon zutrauen. Mit dem Stillen ist allerdings wirklich eine Zwickmühle#kratz
Ewig zu Hause bleiben könnte ich schon! Finde es sehr wichtig und interessant bei meinem Kind zu sein und halte nicht viel von Fremdbetreuung unter 3 Jahren.

MfG KTF

Beitrag von rmwib 24.02.11 - 13:21 Uhr

Ich denke, es kommt halt auf das Familiengefüge an sich an, bei manchen klappt das sicher toll.

Wie gesagt, bei uns wäre es undenkbar, weil mein Freund sich da absolut NULL sehen würde und es daher gar nicht zur Diskussion steht. Wenn ich den frage, ob er ein Jahr zu Hause bleiben will, fragt der mich wahrscheinlich, ob ich Fieber habe #rofl
Und ich würde ihn auch niemals mit einem Baby alleine lassen einen ganzen Tag oder so, der wüsste gar nicht was er damit machen soll...

Ich habe lange gestillt und möchte ein mögliches 2. Kind auf jeden Fall auch wieder 2 Jahre stillen, wobei es da ja sicher Lösungen gibt, wenn man aktiv welche sucht ;-).

GLG

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:26 Uhr

Da hast du recht, dass ist ganz gewiss von Familie zu Familie sehr sehr unterschiedlich.
Ich hab eigentlich auch nie darüber nachgedacht. Allerdings hat mein Mann wirklich damit zu kämpfen, dass er so wenig von der Wurst hat. Und das kann ich wirklich gut verstehen.
Ich habe nur 14 Tage gestillt und bin mir noch gar nicht sicher, ob ich's überhaupt nochmal versuchen würde. Von daher ergibt sich die Lösung vielleicht von ganz alleine...

Beitrag von funkadelic 24.02.11 - 13:12 Uhr

Hallo!

also wir haben uns das aufgeteilt. ich bin neun monate nach der Geburt wieder arbeiten gegangen (vollzeit) seitdem ist mein mann zu hause als hausmann. nach einem halben jahr wo er ganz daheim war hat er dann wieder bei seiner alten firma angefangen teilzeit zu arbeiten (2 vormittage). in dieser zeit ist unsere kleine einmal bei der oma und einmal in der spielgruppe. ausserdem macht er weiterhin den haushalt.

die ersten drei monat hab ich in der früh und am abend noch gestillt und war halt untertags arbeiten. am wochenende und am abend gibts mich dann nur noch mit kind, das ist mir sehr wichtig. Rita hat eine tolle bindung zu mir UND zu ihrem vater.... fürs kind ist es meiner meinung nach das beste. ausserdem bin ich der meinung dass in einer gleichberechtigten partnerschaft auch beide die möglichkeit haben sollten diese erfahrung zu machen, es ist super für das gegenseitige verständnis und das kind profitiert auf jeden fall.

allen vätern die daheim bleiben sollte aber schon klar sein dass sie nicht dazu da sind den ganzen tag das baby zu bespassen sondern dass auch die anderen häuslichen pflichten wie waschen, bügeln, putzen, kochen ,einkaufen, amtsgänge, kindergeburtstage, organisatorisches etc. zu ihren tätigkeiten gehört.
wenn das nämlich weiterhin die frau macht wird der frust ganz schnell sehr hoch - spreche zwar nich aus eigener erfahrung aber man muss sich solche dinge schon vorher ausmachen.

als berufstätige mutter muss man sich dran gewöhnen dass der mann den haushalt vielleicht anders macht als man das selber gewohnt ist und dass man nicht wirklich das recht hat da dreinzureden (solange die dinge erledigt werden - das "wie" ist dann seine sache). ausserdem sieht man sein kind halt weniger. in dieser zeit hat man aber dann nichts anderes zu tun. ich komm abends heim, und spiel mit Rita dann essen wir gemeinsam zu abend, spielen wieder, oder ich les ihr was vor, so gegen halb acht / acht bring ich sie ins bett und es gibt ja uch die wochenenden...

wenn ich auf dienstreise bin und meine tochter nciht sehe, dann rehlt sie mir ungemein aber das ist nun mal so...



wenn du mehr wissen willst - gerne auch per pn.

lg
funkadelic

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:22 Uhr

Hallo!

Vielen dank für deine ausführliche Antwort!

Wie du schon schreibst sollten in der Partnerschaft beide die gleichen Möglichkeiten haben. Das sehe ich auch so ( und mein Mann auch ). Allerdings sähe diese Gleichberechtigung bei uns dann so aus, dass ich jetzt bei der Wurst 3 Jahre zu Hause sein kann und beim zweiten Kind dann mein Mann für 3 Jahre. Ich denke, dass macht auch nochmal einen Unterschied.
Die Sache mit der Haushaltsführung schwirrt mir auch schon im Kopf herum. Hab allerdings darüber noch gar nicht mit meinem Mann gesprochen. Ich denke, dass er das dann alles erledigt wird kein Problem sein. Allerdings habe ich jetzt schon arge Probleme damit, wenn er etwas anders macht als ich es machen würde. Danke für diesen Denkanstoß. Werd mich dann heute Abend nochmal mit ihm zusammen setzen um darüber zu reden.

Vielleicht melde ich mich wirklich nochmal bei dir....

MfG KTF

Beitrag von funkadelic 24.02.11 - 13:32 Uhr

versuch das nciht so starr zu sehen er drei jahre, dann du drei jahre. macht mal beim ersten kind wie ihr meint und das heisst dann nciht dass das beim zweiten dann genau umgekehrt sein muss. vielleich tkommst du auf den geschmack und beim zweiten willst du auch arbeiten gehen.

es kommt ja auch immer auf den job an - wenn der passt und einen ausfüllt ist das ja auch ganz was anderes als wenn der job nervt....

lg
funkadelic

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:38 Uhr

Ich bin ja aktuell beim ersten Kind zu Hause. Und zwar für 3 Jahre. Das ist ja nunmal schon so. Und ich möchte meinem Mann eben genau das auch ermöglichen, weil ich sehe, wie er darunter leidet, das beim ersten Kind zu vermissen. Aber auch ich möchte das nicht missen. Nicht jetzt und auch nicht bei weiteren Kindern. Das ist ziemlich verzwickt...
Die Sache mit der Sicherheit der Jobs ist wieder eine ganz andere. Im Moment mache ich mir um den emotionalen Teil sehr viele Gedanken. Bin hin und her gerissen zwischen der Liebe zu meinem Mann und der Liebe zum Kind...

Beitrag von lisboeta 24.02.11 - 13:53 Uhr

Hallo KTF,

mein Mann war bei beiden Kindern in Elternzeit und arbeitet auch heute noch reduziert, um sich um die Kinder zu kümmern.

Der Grund war einfach, dass ich den besseren Job hatte. Mein Mann hat das ganze glaube ich nie bereut.

Ich komme eigentlich gut klar damit, ich versuche so viel Zeit mit den kids zu verbringen wie nur geht. Mir fehlt schon manchmal die Zeit mal was mit den kids z.b. am Nachmittagzu machen. Fußballtraining, Turnen, Schwimmkurs etc. Zum Glück habe ich flexible Arbeitszeiten so dass ich mir auch mal spontan den Nachmittag frei nehmen kann, wenn die kids eine Aufführung im Kindergarten haben.

LG
lisboeta

Beitrag von kruemmelteefee 24.02.11 - 13:57 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort!

Die Sache mit dem besseren Job scheint häufiger der Grund für diese Entscheidung zu sein. Mich interessiert allerdings auch die emotionale Seite. Hat es dir nichts ausgemacht, die rasante Entwicklung in den ersten 3 Lebensjahren deiner Kinder zu "verpassen"? Hast du dir nie gewünscht auch mal mitten in der Woche dein Kind nochmal zu dir ins Bett zu holen und einfach noch ne Stunde rumzulümmeln? Oder dir deine Zeit ganz selbstbestimmt einteilen zu können?

MfG KTF

Beitrag von lisboeta 24.02.11 - 14:53 Uhr

Hallo,

nein ich finde nicht, dass ich was verpasst habe. Ich muss dazu sagen, dass meine Kinder auch beide in der Krippe waren und mein Mann nebenher noch studiert hat.

Klar mal länger schlafen wäre toll, aber das geht halt nicht bzw, nur am Wochenende.

Ich habe das Gefühl, seit ich arbeite habe ich ein wenig zeit mal für mich. In der Mittagspause schnell mal zu H&M oder so :-p. vorher habe ich mich ja immer nach den Kindern gerichtet.

LG
lisboeta