Mieterselbstauskunft

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von no.more.tears 24.02.11 - 17:00 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage bezüglich der Mieterselbstauskunft. Eine Freundin von mir möchte gerne eine Wohnung anmieten bei der sie eine Mieterselbstauskunft ausfüllen muss. Sie arbeitet seit 2 Monaten bei einer neuen Firma, hat zwar einen unbefristeten Vertrag, ist aber noch in der Probezeit. In der Selbstauskunft wird nun gefragt wie lange sie bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt ist. Sie meint wenn sie einträgt "2 Monate" würde das schlecht aussehen und sie evtl daher die Whg nicht bekommen. Meint ihr sie kann da schummeln und schreiben 11 Monate?? Oder rufen die Mietverwaltungen bei den Arbeitgebern an und hacken nach ob und wie lange der Arbeitgeber da arbeitet? Hat jemand Erfahrungen damit?
Vielen Dank und liebe Grüße :-)

Beitrag von jane-marple 24.02.11 - 18:10 Uhr

Hi,

das die anrufen halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Allerdings ist es mir schon passiert, dass mir gesagt wurde am Telefon: "Dann bringen Sie bitte Ihre letzten 3 Gehaltsabrechnungen mit!"

Da würde deine Freundin nicht nur blöd sondern als Lügnerin dastehen.

vg

Beitrag von hummelbienchen 24.02.11 - 18:22 Uhr

die dürfen gesetzmäßig gar nicht beim arbeitgeber anrufen. viele machen es trotzdem. ich würde ehrlich sein, und zwei monate reinschreiben.
oder vorher mal anrufen und fragen ob die ein problem damit haben...

LG

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 06:59 Uhr

Welches Gesetz verbietet das denn?

Beitrag von cinderella2008 25.02.11 - 07:25 Uhr

Nur dürfte der Arbeitgeber eigentlich solch eine Frage am Telefon nicht beantworten. Was ist mit Datenschutz?#kratz

Trotzdem würde ich die Frage ehrlich beantworten. Ich musste vor dem Unterschreiben eines Mietvertrages auch schon meinen Arbeitsvertrag vorlegen und da steht bekanntlich ein Datum drauf.

Beitrag von werner1 24.02.11 - 19:18 Uhr

Hallo,

also mal davon abgesehen, dass ich kein Gesetz kenne, das mich an einem Anruf hindern könnte, steht bei jeder Gehaltsabrechnung das Eintrittsdatum dabei.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von hummelbienchen 24.02.11 - 19:48 Uhr

vermieter DÜRFEN aber NICHT beim arbeitgeber anrufen und auskunft verlangen.
nur weil du das gesetz nicht kennst, heißt es nicht, dass es nicht existiert!

Beitrag von werner1 24.02.11 - 20:09 Uhr

Ich bin ein gewohnheitsmässiger Gesetzesbrecher.

Beitrag von birkae 24.02.11 - 20:35 Uhr

Ich habe in einer I-Seite gelesen, dass sogar ein Vermieter den Arbeitgeber des Mieters wegen einer Falschaussage auf Schadensersatz verklagen kann.
http://www.rechthaber.com/schutz-des-vermieters-vor-mietbetruegern/

Und wenn dies möglich ist, wird es wohl erlaubt sein, einen Arbeitgeber eines potentiellen Mieters um Auskunft zu bitten, andernfalls wäre die Klage doch im Vorfeld abgewiesen worden...oder?

LG
Birgit

Beitrag von werner1 24.02.11 - 20:45 Uhr

Wenn jemand schon beim Arbeitgeber etwas zu verbergen hat, erledigt sich die Frage nach der Schufa-Selbstauskunft von ganz alleine

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von birkae 24.02.11 - 20:54 Uhr

Das denke ich auch!

LG
Birgit

Beitrag von wasteline 24.02.11 - 21:24 Uhr

Dann gib uns mal einen Link zu diesem Gesetz.

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 07:01 Uhr

Dann stell doch einfach bitte mal nen entsprechenden Link ein, damit wir nicht so dumm sterben!

Gruß,

W

Beitrag von werner1 25.02.11 - 07:52 Uhr

Das Telefonverhinderungsgesetz ist im BGB, gleich hinter dem Nachmietergesetz.

Im übrigen rufe ich an, wen ich will.
Ob ich dann Auskunft erhalte oder nicht, ist etwas anderes.
Und was ich mache, wenn ich keine Auskunft erhalte, ist dann wieder meine Sache.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 14:10 Uhr

Ja Mensch, jetzt, wo Du es sagst ;-)

Beitrag von wasteline 25.02.11 - 17:06 Uhr

;-)

Beitrag von josephine2003 25.02.11 - 11:25 Uhr

Ja dann bitte poste doch mal die Quelle deines Wissens

Beitrag von hummelbienchen 25.02.11 - 19:14 Uhr

Ihr Vermieter darf sich grds. über Ihre Vermögensverhältnisse und den aktuellen Arbeitgeber erkundigen (LG Wuppertal, Az: 16 S 149/98). Solche Fragen sollten Sie wahrheitsgemäß beantworten, da andernfalls ein Grund zu einer späteren fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses bestehen kann, wenn die Vermögensverhältnisse schlechter sind als angegeben.

Er darf jedoch nicht ohne Ihre Zustimmung bei Ihrem Arbeitgeber nach Details Ihres Arbeitsvertrages/Arbeitsverhältnisses anfragen; Ihr (künftiger) Arbeitgeber ist auch nicht verpflichtet, hierüber Auskunft zu erteilen. Dementsprechend sind Sie auch nicht dazu verpflichtet, Ihrem Vermieter Kopien zu überlassen

Quelle: http://www.frag-einen-anwalt.de/
und jede Menge andere Rechtsseiten... *stümper*

Beitrag von nick71 25.02.11 - 10:37 Uhr

Sie wird doch sicher auch Gehaltsabrechnungen vorlegen müssen...und da steht das Eintrittsdatum eh drauf. Lohnt sich also nicht wirklich zu lügen...

Beitrag von josephine2003 25.02.11 - 11:27 Uhr

Im Zweifel ist es nicht so tragisch erst kurz angestellt zu sein als zu lügen.

Viele ziehen aus beruflichen Gründen um und können dann auch kein langjähriges Arbeitsverhältnis beim bestehenden AG aufweisen.

Wenn ich aber sehen würde, dass ich schon bei so einer Sache beschissen werden würde, dann wäre das die letzte Person an die ich einen Teil meines Eigentums vermiete.