Stillmütter, brauche mal euren Zuspruch

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von seluna 24.02.11 - 20:52 Uhr

Hallo,
ich habe gerade ein mächtiges Formtief und benötige dringend Zuspruch, den könnt ihr mir glaube ich am besten geben.

Mein viertes Kind ist heute einen Monat alt.

Mein erstes Kind, stillte ich vier Wochen und dann gab ich auf.
Ich hielt dem druck aus der Familie nciht stand, war schlecht informiert und hatte keine Unterstützung.
Mein Kind war zu diesem Zeitpunkt sehr unruhig an der Brust, schlief ständig ein und veranstaltete so etwas wie Kampftrinken an meiner Brust.
Mir wurde eingeredet, er würde nicht mehr satt werden und irgendwann kaufte ich ein Paket Milch und bekam Ordnung ins System.
Ich war unglücklich über mein Versagen und froh das es vorbei war.

Kind 2 und 3, stillte ich sehr lange und sehr erfolgreich.
Ich war einfach anders drauf, hatte eine gute Beratung und es klappte einfach alles gut..


Nun ist Kind 4 da und natürlich kam für mich nur stillen in Frage.
Ich stille auch, aber seit 3 tagen gleicht das ganze ehr einem Kampftrinken.
Ich vermute das sie in irgendeinen Schub steckt und der Energiebedarf höher ist.
Sie trinkt z.Zt wie eine Wahnsinnige und jedes mal als würde sie gleich verhungern.
Sie stürzt sich förmlich auf die Brust und auf den Arm nehmen, heißt bei ihr seit 3 tagen auch, das sie natürlich auch an die Brust muss und wehe das passiert nicht.
Sie hat ein starkes Saugbedürfnis und hat auch einen Schnuller, mit dem sie gut zurecht kommt.
Seit 3 Tagen nuckelt sie aber voller Verzweiflung an dem und wird sauer weil nichts raus kommt, evtl fliegt das Ding dann im hohe Bogen oder sie wird immer verzweifelter und wütender.

Sie motzt und meckert eigentlich nur noch solange sie wach ist, sie will an die Brust.
Anfangs wird getrunken wie eine Verhungernde und später wird genüsslich genuckelt und getütschert.
Wehe ich nehme ihr die Brust weg oder biete ihr den Schnuller an, das hat sie längst durchschaut.

Schläft sie dabei ein und ich lege sie weg, ist sie gleich wieder wach und das Kampftrinken geht in eine neue Runde.
Meiner Meinung nach trinkt sie aktuell mehr Milch, als sie eigentlich bräuchte.
Sie trinkt problemlos beide Brüste leer und meckert dann weil sie leer sind.

Es geht mir an die Substanz, vorhin habe ich ihr aus purer Verzweiflung einen leichten Fencheltee gemacht.

So früh war ich noch nie mit diesem Tee und die Flasche kannte sie bis dato auch noch nicht, nur den Schnuller (in gleicher Form)
Meine beiden großen Mädels kannten die Flasche gar nicht, aber ich war echt verzweifelt.

Ich habe mit Verweigerung gerechnet, aber sie haute die 120 ml Tee weg, als wäre das Milch und das in null komma nix.
Sie hat nicht mal mit der Wimper gezuckt, Hauptsache da kommt was in den Bauch.
Zuvor 1,5 Brüste und nach dem Tee wieder Brust.

Das war um 18.30Uhr, dann schlief sie und jetzt hängt sie wieder an der Brust und verleiht mir das Gefühl sie wird nicht satt und morgen gibt es nix mehr.
So geht das seit 3 tagen....
fragt nicht wie es bei mir aussieht.

Kurzum... ich bin gerade so hilflos und verzweifelt, ich spiele mit dem Gedanken abzustillen.
Dabei will ich das gar nicht.
Ich möchte gerne wieder Langzeitstillen, aber mit dem hier komme ich gerade nicht klar.

:-(






Beitrag von caylan-81 24.02.11 - 20:58 Uhr

#aerger

Das geht vorbei, ich habs auch gerade hinter mir!
Mein 6ter Sohn war auch aufm Kampfnuckeltrip;-)

Irgendwie hat sich das dann wieder gelegt.
Halt durch! Es geht auch wieder vorbei#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Beitrag von woelkchen1 24.02.11 - 21:06 Uhr

#liebdrueck

Das gehört dazu! Leider! Sie trinkt jetzt mehr, als sie bräuchte und bringt deine Milchproduktion damit in Gange. Lege sie an, wenn sie will und es wird sich in wenigen Tagen wieder legen, vielleicht morgen schon!

Ich finde das dann immer gemein- ein paar Tage wird getrunken, als ob es kein Morgen gebe. Von einem Tag auf den anderen ist das vorbei, die Abstände werden wieder normal und ich hab dann Hupen bis zum Platzen und weiß nicht wohin mit der Milch!#augen

Halte durch, mit der Flasche ist doch keinem geholfen, weil du den Wunsch hast zu stillen! 3 Tage hast du schon geschafft, lange dauert es nicht mehr!

Beitrag von maerzschnecke 24.02.11 - 21:48 Uhr

Meine Kleine wird übermorgen einen Monat alt. Wir hatten vor zwei Wochen mal so ein bis zwei Tage - da ging es mir wie Dir. Ich habe an einem Abend sogar 4 Stunden lang das Kind fast ununterbrochen an der Brust.

Heute war es auch wieder etwas schräg. Sie kam stündlich, die Anzeichen standen aber auf Bauchweh und das haben wir erfolglos 'therapiert', bis ich auf die Idee kam, sie doch an die Brust zu nehmen und sie hat gierig und hastig getrunken. Also doch Hunger....

Beim ersten Mal habe ich die Hebamme gefragt und sie bestätigte mir, dass das durchaus normal sein kann. Meistens kommen solche Saugattacken vor, wenn das Kind wächst.

Google dazu mal ggf. Cluster-Feeding. Da ist das ganze ganz gut erklärt.

Beitrag von sarahjane 24.02.11 - 23:04 Uhr

Man kann und sollte nichts erzwingen. Alles Gute!

Beitrag von anarchie 25.02.11 - 08:02 Uhr

huhu!


Na, zunächst mal ist das ein völlig normales verhalten - aber das weisst du ja sicher...

und du weisst sicher auch, das die 120ml Tee, der den bauch nur sinnlos füllt, besser aus deiner brust gekommen wären - denn nur wenn deine Brust ausrecihend stimuliert wird, kommt sie mit dem gesteigerten bedarf mit.
Gerade in schüben ist tee/Flasche der erste Weg zum echten Milchmangel.

ich habe ja auch 4 Kinder(8,7,3,1), alle langzeitgestillt bzw.2 davon langzeitstillend - ich weiss, dass Einem die Zeit echt fehlt, die man das Kindlein stillt, ich weiss auch, dass es anstrengend sein kann...dennoch:

wenn du wirklich wieder lange stillen willst, musst du da durch.
es geht vorbei.
Ich habe das Tragetuch teils so gebunden, dass der Mini darin trinken konnte, dann konnte ich wenigstens umhergehen, hier und da mal nen handgriff tun.

Abends habe ich mich einafch darauf eingestellt, dass ich igrnedwo festgenagelt bin;-) und hab mich mit Essen, trinken, Buch und fernbedienung bewaffnet...

es geht ja vorbei, es lohnt sich, halte durch.


Könnte es sein, dass dein Wurm sich so auch seine Aufmerksamkeit sichert?
Nicht, dass du den Mini nicht beachtest oder so...aber ein haushalt mit so vielen Leuten ist einfach turbulent, da liegt viel an, vielleicht schafft das zwergi sich so ein paar ruheinseln?
Könntest du jetzt am WE mal eine tag mit dem zwerg im bett bleiben?
nur nackig kuscheln und stillen, so viel sie mag - OHNE dass es dich stresst und nervt?

lg

melanie, die gerade den kleinsten an der brust hat zum 2. Frühstück;-)

Beitrag von neroli83 25.02.11 - 09:13 Uhr

Hallo!

#liebdrueck
Ich weiß nur zu gut, was du meinst.
Meine Kleine ist heute 8 Wochen alt und wir haben so einige Kampftrinkabende hinter uns. Ich hab (obwohl ich es eigentlich vermeiden wollte) irgendwann den Schnulli eingeführt, aber leider hat der zu einer Saugerwirrung geführt und ist nun wieder eingelagert....da hat sie auch immer mit weit aufgerissenen Augen wie wild dran genuckelt, von wegen Beruhigungssauger.....

Gerade haben wir wieder sehr anstrengende Abende, sie ist stundenlang fast pausenlos an der Brust, abwechselnd trinkend, nuckelnd, schmusend. Da ich auch laaaaaaaaange stillen möchte, denk ich: Da musst du durch, bald wirds besser.

Tagsüber ist sie auch ganz pflegeleicht: Zügige Mahlzeiten, lang Schlafphasen.

Ich versuche auch mich drauf einzurichten, leg mir alles nötige in Greifweite, um uns herum Stillkissen, Kuschelkissen. Wir wechseln immer wieder mal die Position, sehr bequem find ich auf dem Rücken liegend, Oberkörper etwas erhöht, Kissen unter dem Ellbogen auf der Stillseite, das lässt sich lange aushalten.

Ich habe nur ein Kind, daher kann ich mich ihr in diesen Phasen voll widmen. Mit drei Großen ist es sicherlich nochmal ein gutes Stück anstrengender. Ich hoffe, du hast Mann und Familie, die dich etwas entlasten. Die Sache ist es Wert, auch dein Jüngstes hat es verdient. So wie du schreibst, bin ich mir sicher, dass du es nach einer Weile bereuen würest, wenn du jetzt aufgibst. Es lässt sich ja leider nur schwer rückgängig machen.

Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen, hoffentlich ist dieser Schub bald vorbei und es kehrt wieder mehr Ruhe ein bei euch!

Alles Liebe,

Neroli mit Brustjunkie Finchen *31.12.10 #verliebt

Beitrag von stefannette 25.02.11 - 09:18 Uhr

Ich hab auch 5 Kinder und kann nachvollziehen,dass das irre stressig ist.
Halt durch!! Es gibt einfach TAge wo man nur am Stillen ist. Der Schub geht sicher bald vorbei.#liebdrueck

Beitrag von lhyra 25.02.11 - 10:07 Uhr

Ach Süße, mach Dich nicht verrückt. Das ist doch ganz normal. Um 6 Wochen herum haben die Kids nen Wachstumsschub. Da stillen die in einer Tour.
Immer Anlegen ist die Devise. Das packt ihr beide schon.
Lies hier nach:
http://www.stillgruppen.de/milchproduktion.html

Alles Gute Euch!