Vorsichtsmaßnahmen bei 2. Schwangerschaft?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von dicke10 25.02.11 - 11:39 Uhr

Hallo Mädels,

mein Sohn ist zwar ein "spätes" Frühchen ohne Probleme (Geburt bei 35+5), aber ich musste ab SSW 30+5 für 4,5 Wochen wegen vorzeitiger Wehen und Trichterbildung im KH liegen. Das war alles andere als angenehm und hängt mir irgendwie immer noch nach.

Nun tragen wir uns langsam mit dem Gedanken an ein zweites Kind und ich wollte mal fragen, ob die Ärzte bei Euch bei einer weiteren Schwangerschaft besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben (also z. B. häufigere Kontrollen beim Arzt (wie oft?), Medikamente, Beschäftigungsverbot, etc.)?

Danke und liebe Grüße
Peg

Beitrag von twingo1985 25.02.11 - 11:50 Uhr

Hallo,

ich denke das ist Gesichtenabhängig. Ich hatte eine schwere Gestose. In der jetztigen SS bin ich seit der 8 SSW im BV, nehme seite der 9 SSW ASS100 und spritze seit der 13 SSW Herparin. Ich muss alle 2 Wochen zum Blutabnehmen, noch sind die Kontrolluntersuchung alle 4 Wochen, wenn der Blutdruck kippt, denn wird engmaschiger kontrolliert.

LG Nicole

Beitrag von dicke10 25.02.11 - 12:11 Uhr

Hallo Nicole,

danke für Deine Antwort. Deine Vorgeschichte ist ja dann um einiges heftiger. Ist das BV bei einer vorherigen Gestose so früh üblich? ASS 100 musste ich wegen einer Gerinnungsstörung auch nehmen und ab dem KH dann Heparin spritzen #schwitz.

Wünsch Dir alles Gute für Deine SS.

LG Peg

Beitrag von twingo1985 25.02.11 - 20:21 Uhr

Ich habe auch in der ersten Schwangerschaft sehr früh ein BV bekommen, da war es nach der 12 SSW. Ich arbeite nicht am Wohnort und muss täglich 220 km Auto fahren. In der ersten SS war mein Blutdruck mit Beginn erhöht und deswegen hat sie mich raus genommen, damit er nicht stressbedingt noch höher wird. Geendet hat sie SS denn bei 29+0 wegen Plazentaverkalkung dritten Grades und schlechter Blutwerte sowie einem Blutdruck von 180/120.

Generell hätte ich wegen der Fahrerei wieder ab der 13 SSW ein BV bekommen. Leider habe ich diesmal sehr stark mit Übelkeit zu kämpfen und habe es daher bereits in der 8 Woche bekommen.

Nach der SS wurden viele Untesuchungen gemacht und man hat eine Autoimmunerkrankung festgestellt, die macht eigentlich Trombose und kann zu Fehlgeburten führen. Es ist aber auch nachgewiesen, dass die Erkrankung zu Früheburten durch Präklamise führen kann. Deswegen nun das ASS und das Herparin. Wenn alles gut geht, wird das ASS in der 34 SSW abgesetzt, wenn der Blutdruck früher verrückt spielt oder nicht mehr kontrollierbar wird, denn früher.

Vielen dank für deine Glückwünsche!!!

Ein schönes Wochenende und viel viel Glück bei einer weiteren SS

Beitrag von hase2101 25.02.11 - 12:24 Uhr

Hallo!

Ich wurde bei meiner 2. Schwangerschaft engmaschiger kontrolliert, habe von Anfang an einen Gang zurückgeschaltet - und lag dann trotzdem ab der 24. SSW wieder. (Cervixinsuffizienz, wie bei der 1. Schwangerschaft auch)

Lt. meiner Ärztin ist das leider ziemlich normal, auch, dass es beim Zweiten früher anfängt mit GMH-Verkürzung & Co.

Was du auf jeden Fall machen kannst/solltest sind solche Sachen wie Haushaltshilfe / Betreuung fürs große Kind im Vorfeld abklären. Das erleichtert dann einiges, WENN es zum Liegen kommen sollte.

Ich drück dir alle Daumen, dass es nicht passiert!! #pro

Liebe Grüße!

Beitrag von dicke10 25.02.11 - 12:48 Uhr

Hallo,

die Ärzte haben mir schon gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit zwischen 30 und 50% liegt, dass ich wieder die gleichen Probleme bekomme. Wie weit hast Du es denn in beiden SS geschafft? Nur mit Liegen zu Hause oder im KH und mit Medikamenten?

Mit der Betreuung mach ich mir auch schon Gedanken. Dachte gar nicht, dass man eine Haushaltshilfe bekommt, wenn man nur 1 Kind zu betreuen hat und dann ja auch noch der Mann helfen kann?

LG Peg

Beitrag von hase2101 25.02.11 - 12:57 Uhr

In der ersten Schwangerschaft lag ich ab der 29. SSW 5 Wochen stationär im Krankenhaus. Der Kleine kam dann bei 34+3

In der zweiten Schwangerschaft lag ich ab der 24. SSW für 2 Wochen zu Hause, dann 2 Wochen Uniklinik und dann bis zum Blasensprung bei 35+1 wieder zu Hause.

Meine Krankenkasse hat die Haushaltshilfe sofort genehmigt, ich hätte sie im Bedarfsfall 5 Tage à 8 Stunden beschäftigen können. (Das war mir aber echt zuviel :-) )

LG

Beitrag von dicke10 25.02.11 - 13:19 Uhr

Da bist Du ja immer in eine "gute" Woche gekommen. Danke für den Tipp mit der Haushaltshilfe #blume.

Beitrag von moeriee 25.02.11 - 13:08 Uhr

Oh man! Das sind ja verlockende Aussichten. :-( Ich lag in der ersten SS schon ab der 20. SSW. :-(

Beitrag von hase2101 25.02.11 - 13:12 Uhr

#liebdrueck

Es MUSS ja nicht sein!!!!

#klee #klee

Beitrag von moeriee 25.02.11 - 14:48 Uhr

Ich weiß ja! Trotzdem hat man natürlich Angst davor! #zitter Und da ich eine Bindegewebsschwäche habe, ist es gar nicht so abwegig. Ich möchte schon irgendwann noch mal ein zweites Kind, aber ich hab' auch echt Schiss!

Beitrag von hase2101 25.02.11 - 20:56 Uhr

Klar hat man Angst, hatte ich auch - was ja leider auch nicht unbegründet war. Aber soll ich dir was sagen: jeder verdammte Tag Liegen (12 Wochen!) hat sich dermassen gelohnt!!! Die Zeit geht vorbei und man wird mit was ganz Wunderbarem belohnt! #pro

#liebdrueck

Beitrag von moeriee 25.02.11 - 21:41 Uhr

Ich weiß ja! #liebdrueck Ich lag bei Louis insgesamt 16 Wochen, davon 2 Monate im KKH wegen vorzeitigem Blasensprung in der 27. SSW. Und ich finde auch, dass es sich gelohnt hat. Vielleicht ist es einfach noch zu frisch (er ist jetzt 12 Wochen alt), um sich über eine 2. SS Gedanken zu machen. :-)

Beitrag von hase2101 25.02.11 - 22:04 Uhr

Definitiv zu früh! Lass erstmal sacken und geniess den Kleinen. Und irgendwann wird der Horror davor verblassen und der Wunsch nach dem Zweiten wahrscheinlich so groß, dass du das Risiko auf dich nimmst!

Beitrag von maggy79 25.02.11 - 15:53 Uhr

Hi,

meine neue FÄ hat gesagt, dass ich auf jeden Fall vorsorglich eine Cerclage bekommen soll.
Bei der letzten Schwangerschaft kam ich in der 28+0ssw ins KH mit <5mm GMH und Wehen (war ab 22 ssw krankgeschrieben(GMH war bei 2,3cm), aber ohne besondere Kontrollen oder Maßnahmen, nicht mal geguckt ob ich Wehen habe #kratz).

LG
Maggy

Beitrag von dicke10 28.02.11 - 19:05 Uhr

Hi Maggy,

ab wann sollst Du denn die Cerclage bekommen? Da kann ich dann ja auch mal vorsorglich fragen :-)

LG Peg

Beitrag von yumah 25.02.11 - 21:42 Uhr

Hallo,
meine Zwillinge wurden 2007 aufgrund des FFT nach 6 Wochen KH bei 30+0 geholt. Sie waren 680 gr. und 1400 gr. schwer. Obwohl das Problem der Beiden ja kein "Mamaproblem" war wie die Gestose oder die GMH-Verkürzung wurde ich in dieser SS bisher sehr engmaschig ( alle 2 Wochen ) kontrolliert. An Medis spritze ich Fragmin was ich aber ohnehin immer tue (Gerinnungsstörung ) und ansonsten habe ich natürlich beim Arzt nachgefragt ob ich sonst noch Vorkehrungen treffen kann. Er hat mir noch dazu geraten alle 2 Tage Vagi C zu nehmen um Infektionen vorzubeugen und mich beim Hallo Baby Programm meiner KK angemeldet. ( Pävention vor Frühgeburten )
Zum Glück verlief die SS bisher ganz unproblematisch, den die Anspannung ist wahnsinn und ich bin vor jedem neuen Kontrolltermin blank mit den Nerven....
Viele Grüße
Yumah

Beitrag von dicke10 28.02.11 - 19:03 Uhr

Hallo Yumah,

bei dem Programm von der KK war ich auch. Das mit dem Vagi C werd ich mir mal merken. Komischerweise scheinen hier viele Mädels eine Gerinnungsstörung zu haben (ich hab Faktor V Leiden).

Ich wünsch Dir alles Gute für Deine SS.

LG Peg

Beitrag von hannah.25 28.02.11 - 07:53 Uhr

Hallo Peg,

wir haben 2007 in der 27.ssw unsere Sarah zu früh bekommen. Leider war das alles ziemlich unvorbereitet (Blasensprung und Wehen kamen plötzlich), sodass wir auch keine Lungenreife hatten.
Ich hab schon in dieser SS Heparin gespritzt, da ich eine Gerinnungsstörung habe.

In der letzten SS mit unserem Per wurde ich jede Woche kontrolliert, was mich sehr beruhigt hat und ich hab auch wieder Heparin von Anfang gespritzt. Ich hab allerdings wieder sehr früh Wehen bekommen und einen verkürzten GbmH, sodass ich fast nur Liegen konnte. Ein Beschäftigungsverbot gab es ab Woche 11. Ich lag ab der 18.ssw fast nur im KH und am Wehentropf. Eine Cerclage hab ich auch bekommen. Ich denke, das hat alles gut geholfen, dass wir es bis in die 31.ssw geschafft haben (hätten es auch theoretisch länger geschafft. nur mein Körper machte nicht mehr mit) und somit Per sehr gute Chancen hatte (die Lungenreife gab es auch).

Ich glaube, dass es echt geschichtenabhängig ist, ob man einer erneuten Frühgeburt vorbeugen kann. Ich bin frühgeburtengefährdet, habe dazu noch die Gerinnungsstörung und für meinen Körper ist es von SS zu SS schwerer geworden, sodass wir keine weitere SS eingehen werden. Die Gefahr ist uns zu groß und zwei FA´s haben mir auch davon abgeraten.

Aber ich denke, dass man mit häufigeren Kontrollen, BV und eventuellen Medikamenten (wenn die entsprechende Krankheit vorliegt) sich zumindest ein bisschen ein sicheres Gefühl schaffen kann.

Ich wünsch euch alles Gute!

Liebe Grüße
Hannah mit Niklas und Sarah fest im Herzen und #baby Per ganz fest im Arm (30+2, 17 Wochen alt)

Beitrag von dicke10 28.02.11 - 19:00 Uhr

Hallo Hannah,

Mensch, da hast Du ja auch schon viel hinter Dir. Find das klasse, dass Du hier trotzdem immer so positiv schreibst (lese oft still mit).

Ich hab langsam das Gefühl, dass Gerinnungsstörungen auch irgendwie zu den Problemen führen (hab Faktor V Leiden). Ich hoffe, dass mein FA mich dann auch so gut unterstützt.

Euch alles Gute und viel Spaß mit Eurem Per (die Zeit vergeht sooo schnell - aber mit 2 sind die Kleinen auch lustig #verliebt).

Liebe Grüße
Peg