ANtidepressiva und stillen ?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kika1973 27.02.11 - 11:40 Uhr

hallo

ich hab mal ne Frage, kennst sich jemand aus mit AD und stillen? die meinungen gehen so weit auseinander. auch bei den ärzten.

ich bin in der 38.ssw und leide unter panikattacken. seit 1 jahr nehme ich kein medikament mehr. die ss lief soweit gut ohne, aber es wird irgendwie immer heftiger.
ich würde gern mein baby stillen, frag mich aber ob es wirklich keine schaden erlenben würde. ich will nicht das mein baby leiden muss.

danke und LG

Beitrag von lilly7686 27.02.11 - 11:42 Uhr

Hallo!

Such den Wirkstoff doch mal hier:
http://www.embryotox.de

Oder ruf dort mal an und frag nach. Vielleicht ist es möglich, wenn nicht, gibt es womöglich Alternativen zu deinem Medikament.

Alles Liebe!

Beitrag von kika1973 27.02.11 - 11:44 Uhr

danke !!

Beitrag von erdbeerschnittchen 27.02.11 - 12:27 Uhr

Hallo,
mir helfen durch solche Phasen Dr.Bach Rescue Tropfen.Die bekommst du ohne Rezept in der Apotheke.Ich bin froh keine Tranquilizer mehr nehmen zu müssen.Auf Dauer haben die Tropfen eine therapeutische Wirkung,denn ich schaffe es mittlerweile ganz ohne etwas wenn ich mal schlechte Phasen habe.Ich weiß wie schlimm du dich fühlst.#liebdrueck

Liebe Grüße

Beitrag von kika1973 27.02.11 - 22:38 Uhr

Hallo

ich kenne die Rescue Tropfen merke aber leider nichts wenn ich sie einnehme. Ich war auch froh jetzt währen der ganzen SS nichts nehmen zu müssen. Merke einfach dass ich Mühe habe, die Panik kommt immer wieder in bestimmten Situationen.

Danke dir !

LG

Beitrag von bobb 27.02.11 - 16:34 Uhr

Nehme Medis und stille.Wenn Du genaueres wissen möchtest,lieber über PN.

Beitrag von steffi0413 28.02.11 - 16:37 Uhr

Hallo Kika,

bei AD - wie bei allen Medikamentenfamilien - gibt es Wirkstoffe, die in der Stillzeit genommen werden können und wieder welche, die lieber nicht.
Man muss immer nach konkreten Wirkstoffen suchen.
Das ist vor allem sehr-sehr wichtig, dass sich die Mama wohl fühlt.

Nicht nur das ist wichtig ob die Wirkstoffe in die Mumi übergehen, es ist überhaupt nicht egal in welcher Menge, ob davon im Plasma von Baby etwas erscheint usw. Ob man das nehmen kann ist auch vom Kleinen abhängig: wie alt ist, vollgestillt oder nicht, Gewicht, gesund?, Frühchen? usw.
Im Beipackzettel steht überall, dass man in der Stillzeit nicht nehmen/verwenden darf. Die Ursache ist ganz einfach: es ist viel billiger und einfacher "nein" draufzuschreiben als die Versuche und Genehmigungsprozess durchzuführen. :-( In anderen Ländern, vor allem in der USA stehen aber sehr viele Erfahrungen zur Verfügung, die auch regelmässig aktualisiert und veröffentlicht werden.
Embryotox, la leche liga, IBCLC Stillberaterinnen kennen die internationale Fachliteratur und haben auch Zugriff.
zB. Dr. Thomas W. Hale: Medications and Mothers' Milk (Ausgabe 2010)

LG
Steffi

Beitrag von kika1973 28.02.11 - 21:42 Uhr

Hallo Steffi

Ich werde mich mal weiter erkundigen. Vielen lieben Dank für deine Tipps!
Zur Zeit nehme ich nichts und ich muss wohl schauen wie es nach der Geburt mir geht...
Ich bin froh und dankbar, dass ich während der SS keine AD gebraucht habe. Merke aber leider, dass die Panikattacken wieder zunehmen. Nun bin ich in der 38.ssw und werde nicht mehr viel machen, zuhause geht es mir immer gut. Habe mehr Mühe im Zug, Bus usw.
Ich denke, mit der Hormonumstellung wird es nach der Geburt vielleicht wieder anders, ob besser oder schlechter weiss niemand.

Vielen Dank und LG

PS: hast du selber auch Erfahrung mit Panikattacken ?

Beitrag von steffi0413 01.03.11 - 10:34 Uhr

Hallo Kika,

nein, ich habe keine persöhnliche Erfahrung mit Panikattacken, ich beschäftige mich "näher" mit dem Thema Stillen und dazu gehört auch das Thema Medikamente in der Stillzeit.

Ja, die Hormonumstellung kann die Krankheit beeinflussen. Bei vielen Frauen wurde aber beobachtet, dass Stillen die Symptome verbessert hat.

Wie gesagt, das ist sehr-sehr wichtig, dass Du dich wohl fühlst. Ich bzw. eine Stillberaterin darf Dir keine Medikamente vorschlagen, sind ja keine Ärzte, können aber bei konkreten Wirkstoffen nachschauen ob die in der Stillzeit genommen werden dürfen.

Sowohl unter selektive Serotonin-Wiedraufnahme-Hemmstoffe als auch unter trizyklische Antidepressiva sind Medis die ohne Probleme in der Stillzeit genommen werden dürfen.

Ich wünsche Dir eine schöne, leichte Entbindung und eine schöne, lange Stillzeit.

Bei weiteren Fragen/Probleme helfe ich sehr gerne.

LG
Steffi

Beitrag von kika1973 01.03.11 - 22:36 Uhr

danke !!

kennst du das medikament cipralex ?

habe gehört, dass soll das beste sein in der stillzeit..
(sehr, sehr kleines risiko fürs baby)

Beitrag von steffi0413 02.03.11 - 17:39 Uhr

Hallo Kika,

hast Du vor der SS cipralex genommen? Wieviel mg pro Tag?

Über Cipralex kannst Du einerseits hier lesen:

http://embryotox.de/cipralex.html

Neueste ausländische Ergebnisse zeigen folgendes über escitalopram (Wirkstoff vom cipralex): wenn die Mama weniger als 20 mg/Tag vom cipralex nimmt, bekommt davon das Baby durch das Stillen so winzige Menge, dass es unwahrscheinlich ist, dass Probleme verursacht. (vor allem, wenn das Baby älter als 2 Monate war)
Im Plasma von Babies konnten mehrere Studien keine Spuren vom Wirkstoff finden.
Es schaut so aus, dass escitalopram besser in der Stillzeit ist als der "verwandte" citalopram ist.
Es gibt aber noch nicht genug viele erfahrungen mit cipralex.

Ich hoffe, dass ich Dich weiterhelfen konnte.

LG
Steffi