Mein Kleiner beisst mich

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von verenchen1508 01.03.11 - 13:19 Uhr

Mein Sohn (20 Monate) beisst mich immer dann, wenn er einen Trotzanfall hat oder wenn ich im etwas verbiete....

Zunächst habe ich ihm in ruhigen Worten gesagt, dass ich das nicht möchte und es weh tut, aber das naja, bei einem 20 Monate altem Kind, hat nicht viel gebracht.

Als nächstes habe ich mich in die Ecke gesetzt und "so getan" als wäre ich ganz traurig und habe auaaua gesagt, das hat ein paar Tage etwas gebracht. Er kam dann an und hat gekuschelt, also sich entschuldigt würde ich sagen. Aber das funzt auch nicht mehr.

Mittlerweile beisst er auch seinen Freund in besagten Situationen.

Habt ihr noch eine Idee?
Es ist mir schon klar, dass es "nur" eine Phase ist, aber wer weiß schon wie lange die geht und ich möchte ihm das auch nicht durchgehen lassen.

Wer hat Erfahrungen und Tipps damit umzugehen?

Beitrag von pegsi 01.03.11 - 13:50 Uhr

Ich habe meiner Tochter immer signalisiert, daß das nicht in ORdnung hat und für sie unangenehme Folgen hat.

Bei uns ist es mit der Methode durchgesickert: Wann immer sie mich gebissen hat, habe ich Aua und Nein gesagt, bin aufgestanden und habe mich von ihr entfernt. Manchmal zwei Meter, manchmal auch aus dem Raum raus. Meine Tochter konnte das nie leiden, wenn ich einfach weggehe.

Beitrag von lisasimpson 01.03.11 - 13:58 Uhr

hä?!

Du sagst ihm ruhig, daß du das nicht willst oder du benimmst dich wie ein kleinkind und schmollst?

dein sohn muß klar verstehen, daß beißen ein "no go" ist- sag ihm kurz und klar "nein" und sorge dafür, daß er es nicht merh macht (beim näcshten trotzzanfall wirste ja gewappnet sein- halte ihn so, daß er dich nicht beißen kann- halte ihn in jedem fall davon ab.

Um ganz ehrlich zu sein, kann ich verstehen, wenn man beim ersten mal überrascht wird von so einem biß- beim zweiten kann ich es nicht mehr vestehen. du mußt so schnell sein, daß du i nder lage bist, dein kleinkind davon abzuhalten das zu tun- jeder erneute biß hat eine wirkung, die utner umständen als serh positiv und damit verstärkend wirkt (mama macht palaver, mama will gekuschelt werden, freund weint und gibt spielzeug her.-..)
er darf gar nicht dei gelegenheit bekommen- sollte es doch passieren, muß er sofort ein nein hören und sofort aus der ituation genommen werden (weg vom freund/ weg von dir bzw. so daß er nicht beißen kann)

lisasimpson (die sich nicht vorsteleln kann wie man nach einem biß ruhig sprechen kann?!)

Beitrag von pfirsichbluete81 01.03.11 - 14:06 Uhr

Wahrscheinlich schreien alle Übermütter die einen Erziehungsratgeber gegessen haben jetzt auf, aber eine Tante von mir hat meinen Cousin in den Fuß gebissen, nachdem er meine Schwester in ihren Fuß gebissen hat.
Fazit war: beide Kinder am heulen, aber der Cousin hat nie wieder gebissen.

#nanana
Würde ich heutzutage aber auch nicht anwenden, auch wenn das Kind dadurch merken würde, was es (für Schmerzen) mit dem beißen anrichtet.
Ich denke ein klares, deutliches NEIN, das tut weh und dann aufstehen und gehen erreicht da ein besseres Ergebnis.

Was macht denn der Freund deines Sohnes in besagten Situationen?
Zeigt er eine Reaktion?

LG
pfirsichbluete81 - die noch keine eigenen Kinder hat, aber genug Verwandtschaft mit Kindern besitzt ;-)

Beitrag von verenchen1508 01.03.11 - 14:20 Uhr

naja, der Sohn meiner Freundin weint ganz arg und hat einen Gebissabdruck auf der Hand oder Arm. Ich sage meinem Sohn das es so nicht geht und wende mich dann seinem Kumpel zu, um ihn zu trösten.

Meine Schwiegermutter rät mir übrigens auch dazu einmal zurückzubeißen#rofl, am besten nachdem ich zu ihm laut "Nein" gesagt habe#kratz

Wenn ich ihn, nachdem er mich gebissen hat, stehen lasse und aus dem Raum gehe, fängt er bitterlich an zu weinen und rennt in sein Zimmer um mit seinem Schaf zu kuscheln. Das bricht mir das Herz und ich habe das Gefühl ich lasse ihn mit seinen Emotionen (die er womöglich nicht einordnen kann) ganz alleine.

Oft bin ich wirklich nicht so schnell ihn vom beissen abzuhalten, sonst würde ich es ja tun.

Beitrag von flammerie07 01.03.11 - 14:39 Uhr

ich habe laut "NEIN" gesagt und bin weggegangen bzw. habe ich ihn in den Flur gebracht und bin zurück ins WZ (Tür war und blieb geöffnet)

das fand er sowas von doof, dass es nicht lang gedauert hat und er hat das Beißen gelassen.

Du musst nur konsequent sein.

Es kam hin und wieder nochmal vor, dass er wieder beißen wollte, aber da war ich gewappnet, hab ihn davon abgehalten hab ihm ganz sachlich gesagt, dass er in den Flur muss wenn er mich beißt. Diese kleine "Erinnerung" hat meist prima geholfen.

Heute haben wir (schon lange) kein Beißproblem mehr.

LG
Flammerie07

Beitrag von nanny103 01.03.11 - 14:50 Uhr

Also ich sage dir ganz ehrlich... Dieses ganze "ruhig sagen" wird meiner Meinung nach nichts bringen. Meine Tochter hat EIN JAHR diese "Phase" gehabt und ich wr nervlich manchmal echt fix und fertig. Ständig hat sie sich wie ein kleiner Tiger auf andere Kinder gestürzt und irgendwann auch auf uns. Es war wirklich schlimm. Ich habe sie irgendwann nicht mehr "nur" aus der Situation genommen... sprich mich ein wenig entfernt, sondern wenn wir unterwegs waren, auf dem Spielplatz oder so, habe ich sofort die Sachen gepackt und bin gegangen. Einerseits sagten andere Mütter dann "Aber ihr müsst deswegen doch nicht gehen!" Andererseits haben sie schon die Kriese bekommen wenn sie uns gesehen haben. Zu Hause habe ich sie in ihr Zimmer gesetzt. Die Tür war auf, aber ich habe sie alleine gelassen. So hatte ich auch die Möglichkeit wieder runter zu kommen, denn ich war wirklich wütend deswegen. Ich kann dir leider keinen wirklichen Rat gegen, nur das ich denke das es wichtig ist das du bei einer Reaktion auf die Situation bleibst, das dein Kind genau weiß das und das passiert, wenn ich das tue. Und wenig Worte. Und viel Geduld und starke Nerven. Ich wünsche dir das es nur ein kurze Phase ist ;-)

Beitrag von bine3002 01.03.11 - 15:06 Uhr

Oft hängt es mit der Sprache zusammen. Dein Kleiner ist wütend (was ihm ja zusteht) und die Wut will raus. Da er sie aber nicht benennen oder z. B. einen Kompromiss aushandeln kann, bleibt ihm nur diese Möglichkeit (andere Kinder finden andere Möglichkeiten). Es ist in Ordnung ihm zu signalisieren, dass beissen nicht Ok ist, aber damit allein hilfst Du ihm nicht. Versuche ihm konkrete Lösungsmöglichkeiten "in den Mund" zu legen, indem Du ihm bestimmte Sätze vorsprichst, die er sagen kann, wenn ihm etwas nicht passt, etwa "Ich will das nicht!" oder "Ich bin sauer!". Das ist natürlich situtionsabhängig. Außerdem sollte er die Möglichkeit bekommen, seine Wut rauszulassen. Er könnte schreien, mit dem Fuß aufstampfen, in ein Kissen boxen, ein Kuscheltier maträtieren... lass dir was einfallen, zeig es ihm oder mach es ihm vor. Ihn zu ignorieren ist die denkbar schlechteste Lösung, weil er so aus den Konfliktsituationen nicht lernen kann.

Beitrag von s-hibbel 01.03.11 - 15:38 Uhr

Gut - mein Kleiner ist noch keine 20 Monate, aber er hat es auch schon desöfteren mal versucht, mich zu beissen, insbesondere beim Zähneputzen... Ich schreie AUA (tut ja auch echt weh) und halte ihm seinen Arm fest , begebe mich auf seine Höhe und schimpfe mit ihm - aber leise.
Dann kommt bei ihm oft ein "verlegenes Lächeln" zurück, das ich mit einem noch strengeren Blick strafe. Danach ist dann gut und vergessen....
Seinen Papa beisst er komischerweise öfters, vielleicht wehrt er sich weniger ??
Als er mir vor 3 Wochen an den Haaren gezogen hat, habe ich ihn zurückgezogen und ihm gesagt, dass Haareziehen ganz doll weh tut, da hat er AUA gesagt, sich an den Kopf gefasst und seitdem nicht mehr gezogen.

LG,
PS: Aber wie gesagt, bin mal gespannt, ob diese Hau- und Beissphase auch bei ihm nochmal stärker einsetzen wird ??
:-D

Beitrag von xyz74 01.03.11 - 15:44 Uhr

Ich hab es lange mit vielen "Nein" und weg gehen und wer weiß was nicht noch alles versucht.
Brauchte alles nichts.
Als es so extrem wurde, dass Oma heftige Blutergüsse hatte und 1x sogar geblutet hat, hab ich mal zurückgebissen.
Nicht so fest, dass es richtig weh getan hätte aber fest genug, dass er es gemerkt hat. Gab ein riesen Geheule. Danach hat er nie wieder gebissen.
So, und nun werft mit Steinen nach mir!

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 01.03.11 - 17:01 Uhr

#ball werd. ^^
ich habe es genau so macht ^^
ich habe es wenig versucht mit nein aber nix war im "scheiss egal"
dann hat er meinen finger genommen ganz langsam in den mund und ich habe das gleiche gemacht und habe immer genau so feste gebissen wie er danach brauchte ich nur noch sagen mama auch beissen da kamm gleich ein NEIN :-p kriese überwunden

Beitrag von tragemama 01.03.11 - 19:27 Uhr

Kann jetzt gerne jemand meckern, aber ich schreie Christina an, wenn sie beißt. Sie darf schon merken, dass das absolut nicht geht, finde ich. Und wenn ich höflich "nein" sage und weggehe, lacht sie, läuft hinterher und beißt erneut. Anschreien hilft. Sie weint meist kurz vor Schreck, aber dann ist das Thema erstmal gegeseen. Natürlich mache ich das nur, wenn sie absichtlich beißt.

Andrea