zahlt die KK Kosten für Behandlung bei PCO? Vll. kann mir wer raten?

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Beitrag von dani258 02.03.11 - 20:33 Uhr

Guten Abend,

ich frage hier nach für meine Freundin. Die ist total am Ende. Sie ist 26 und mit meinem Schwager (52) zusammen. Die beiden wünschen sich ein Kind. Sie hat im Dezember die Pille abgesetzt und seitdem keine Periode gehabt, nur mal Zwischenblutungen. Vor etwa 4 Wochen hat der FA PCO diagnostiziert anhand eines US, wo viele Bläschen zu erkennen waren, ausserdem eine überhöhte Produktion männlicher Hormone.
Sie ist wohl sehr schlank (im Netz steht, dass die meisten übergewichtig sind).
Ich habe versucht, sie zu beruhigen und gut zuzureden. Jetzt sind die Blutergebnisse gekommen und es hat sich wohl bestätigt. Nun hat sie am 24.03. ein Termin in einer Kiwu Klinik und hat nun heute im Internet recherchiert und rausgefunden, dass die Behandlung bis zu 6000 EUR kostet und die KK das nicht übernimmt, weil ihr Freund über 50 ist.
Ich finde da leider nichts zu und kann nicht so recht glauben, dass sie nun direkt alles hinwerfen will.

Vll. hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir ein paar Infos geben. Würde ihr gerne was positives sagen!

Vielen Dank im Voraus

Dani (Drück allen die Daumen, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen)

Beitrag von shiningstar 02.03.11 - 20:34 Uhr

PCO ist eine Hormonstörung, die mit Hormonen behandelt werden kann -natürlich zahlt das ihre Krankenkasse.

Wenn bei ihrem Partner alles in Ordnung ist, müssen sie nichts dazu zahlen.
Erst wenn es um eine künstliche Befruchtung geht, werden sie Selbstzahler sein...

Beitrag von biene0812 02.03.11 - 20:39 Uhr

hallöle #winke

bin auch pcolerin und hab das volle programm an medis - kostet ca. 30 eus im zyklus zuzahlung - den rest trägt selbstverständlich die kk.

liebe grüße

Beitrag von dani258 02.03.11 - 20:42 Uhr

#winke

Ahhhhh, das hört sich doch schonmal gut an. Kenn mich nicht gut aus und im Internet ist schwierig rauszukriegen.

Was gibt es denn da jetzt erstmal für Möglichkeiten?

Beitrag von sunnysunshine1984 02.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

immer mal halblang :-)

Die Behandlung von PCOS ist bei den meisten Frauen kein Problem. Es würde wahrscheinlich (so war es zB auch bei mir), Metformin gegeben werden, evtl noch etwas zur Senkung der männl. Hormone. Die Schilddrüse wird dann wahrscheinlich auch nochmal genau kontrolliert - viele KiWus stellen die SD sehr genau ein, sodass viele SD-Hormone nehmen sollen... das alles ist bis hier hin kein Problem mit der KK abzurechnen!

Dein Schwager wird für die weitere Behandlung erstmal ein Spermiogramm machen lassen müssen... am besten auch direkt in der KiWu. Im Prinzip hängt dann davon alles weitere ab. Entweder, es ist alles ok und deine Freundin wird "nur" mittels Spritzen behandelt und GV nach Plan. Manche KiWus probieren auch erst Clomi aus, was auch noch von den KK übernommen wird. Spritzen leider nicht mehr.

Wenn das Spermiogramm eingeschränkt ist, kommts halt drauf an, in wie weit und ob man eben hierfür Prozedere wie eine Insemination oder IVF/ICSI (künstl. Befruchtung) machen muss. Das würde aus 2 Gründen nicht von der KK übernommen werden: 1. Er ist über der Altersgrenze und 2. sind die beiden nicht verheiratet (?? so lese ichs jedenfalls). Wir waren Selbstzahler bei einer ICSI - also kompl. Künstl. Befruchtung, da ich unterhalb der Altersgrenze war. Wir haben komplett 3800 € bezahlt und damit ca. 1000 e gespart, indem wir die Medikamente in Luxemburg gekauft haben.

So - aber ob es wirklich soweit kommt, steht ja noch in den Sternen.

Wie gesagt, normlaerweise bekommt man PCOS gut mit Spritzen hin, sodass wieder Eibläschen reifen. Die zwei sollten einfach den Termin in der KiWu abwarten. Die Ärzte werden sie sicher gut beraten.

LG
Sunny

Beitrag von dani258 02.03.11 - 20:50 Uhr

Hallo Sunny,

vielen lieben Dank für die Mühe.
Das war jetzt genau die Antwort auf meine Fragen.
Jetzt rufe ich meine Freundin an und werde ihr das sagen und ich hoffe, sie kann dann auch wieder hoffen.

#herzlich

Beitrag von fraeulein-pueh 03.03.11 - 05:58 Uhr

Hallo Dani,
so ganz richtig war das jedoch nicht von Sunny. Auch Spritzen werden von den KK übernommen - solange man nur Sex nach Plan macht. Alles ab einer IUI - also jede künstliche Befruchtung wird von der KK nicht mehr bezahlt.

Aber selbst hier würde es (zumindest hab ich das mal auf nem Flyer im Kiwu gelesen) Fördervereine geben, die Paare unterstützen, bei denen die KK die Kosten für die künstliche Befruchtung nicht übernimmt (weil man z. B. nicht verheiratet ist).

LG,
Püh

Beitrag von engel28072003 02.03.11 - 23:18 Uhr

hallo ich würde ihr raten mit ihrem frauenarzt über die behandling zu sprechen,macht meiner auch!

habe fast genau das gleiche nur das ich etwas zu schwer bin,also leicht übergewichtig!

Mein frauenarzt behandelt mich jetzt mit metformin gegen das pco und mit dexamethason gegen die zuvielen männlichen hormone!

habe eigentlich auch einen zu hohen prolaktinwert,aber bei der letzten messung ohne bromocriptin eingenommen zu haben war dieser im normbereich!

Ich bezahle für die behandlung grademal die rezeptkosten,also pro medikament 5euro!

waren auch in einer kinderwunschbehandlung,aber die wollten uns gleich mit künstlicher befruchtung und sowas kommen,und da wir schon auf natürlichem weg einen sohn bekommen haben,trotz der bestehenden probleme,wollen wir jetzt auch nur mit medikamenten nachhelfen!

Sie sollte einfach mal mit ihm darüber sprechen!