Milchallergie: Erfahrungen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mutterfreuden 06.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo,

mein kleiner Sohn, anderthalb, hat wahrscheinlich eine Milchallergie. Aber so richtig sicher sind wir uns nicht. Waren schon im Allergiezentrum und haben Blut abgegeben. Nun warten wir auf das Ergebnis.

Aber ich wollte trotzdem mal hier nach euren Erfahrungne fragen. Ich habe meinen kleinen bis zum 7 Monat voll gestillt, danach gab es HA-Nahrung. Als wir mit der Beikost angefangen haben, hat er recht schnell die Familienkost mitgegessen.
Mit einem Jahr haben wir dann auf Kuhmilch umgestellt (wobei er vorher damit schon in Kontakt kam, weil er wie gesagt, normal bei uns mitgesgessen hat und man ja ab und an mal mit Sahne etc. kocht).
Seitdem er Kuhmilch getrunken hat, war sein Stuhl eher breiig, was ja aber nicht unnormal ist. Er hat dann Jogurt und so bekommen.
Anfang diesen Jahres fing es dann an, dass er ganz starken Durchfall bekommen hat. Wir durften teilweise mehrmals nachts das Bettzeug komplett wechseln. Es war echt enorm, was da aus dem kleinen Mann rauskam. Als wir die Milch weggelassen haben, wurde es besser. Dann kam es dazu, dass er sogar öfter gebrochen hat, also haben wir komplett auf Milchprodukte verzichtet und siehe da: Er hatte mal wieder festen Stuhl. Seit dem verzichten wir auf alle Milchprodukte und haben jetzt das Allergiezentrum aufgesucht.

Wie sind eure Erfahrungen? Wie organisiert ihr den Alltag mit einem Allergiekind (Kita, Geschwister etc)?
Wir haben jetzt gehört, dass die Allergie möglicherweise nur vorübergehend besteht? Komisch ist auch, dass er anfangs alles vertragen hat und auf einmal so empfindlich gegenüber Milch geworden ist, oder?
Freue mich über einen Erfahrungsaustausch...

Viele Grüße#blume

mutterfreuden

Beitrag von sunflower.1976 06.03.11 - 14:37 Uhr

Hallo!

Unser kleiner Sohn hat "nur" eine Milchunverträglichkeit, jedenfalls wird seine Neurodermitis stärker, wenn er Milchprodukte gegessen/getrunken hat. Eine Allergie wurde allerdings nicht festgestellt.

Er bekommt Reismilch bzw. Sojapudding statt normaler Milchprodukte. Das klappt gut. Ziegenkäse verträgt er auch (geht auch bei manchen Formen der Kuhmilchallergie - testen lassen!).
Laut KiA (Allergologe) verringern sich Kuhmilch- und Hühnereiallergien häufig, anders als Allergiene gegen Nüsse/Erdnüsse, die sich in der Regel verstärken.

In der Kindergartengruppe meines kleinen Sohnes sind die Erzieherinnen leider nicht so fit. Ich habe schriftlich und mehrfach mündlich mitgeteilt, was unser Sohn nicht essen darf, also auf keinen Fall Nüsse/Erdnüsse weil gegen letztere eine Allergie festgestellt wurde und der Arzt geraten hat, dass er besser gar keine Nüsse essen solle. Bzgl. der Milchprodukte haben wir das Okay, dass er mal Kuchen essen darf, in dem Milch ist, aber keine Milch als Getränk, keinen Joghurt, Quark usw.
Nach der Karnevalsfeier erzählte mir dann seine Erzieherin ganz stolz, dass er zusammen mit den anderen Kindern Kuchen gegessen udn Kakao getrunken hat. Ich fragte nochmal nach, ob es Kakao mit seiner Reismilch war (ich habe im KiGa eine Packung abgegeben)...nein es war normaler Kakao :-[ Okay, er hat keine Allergie und zum Glück hat er auch nicht mehr so stark mit einem Neuro-Schub reagiert wie vor ein paar Monaten. Aber trotzdem müsste ich mich darauf verlassen können, dass sie sich dan meine Vorgaben halten. Die Erzieherin meines großen Sohnes bekam das Gespräch zufällig mit und fragte mich später, ob mein kleiner Sohn jetzt Milch vertrage und seine Neuro besser geworden sei. Dabei hat sie die Problematik nur mitbekommen, weil mein großer Sohn ihr das ein Mal (!) vor einem halben Jahr erzählt hat. Bei ihr hätte ich keine Bedenken, dass sie darauf achtet, was unser kleiner Sohn essen darf.
Es hängt also viel von der Fähigkeit und Engagement der einzelnen Erzieherinnen ab.

Zuhause ist es kein Problem. Ich backe Kuchen usw. mit Reismilch und nehme statt Sahne eine Art Sahne aus Soja.

LG Silvia

Beitrag von schwilis1 06.03.11 - 15:20 Uhr

vll hat er ja "nur" eine laktoseintolleranz, dann macht es auch sinn dass er ne zeitlang milch vertragen hat. denn das enzym muss aufgebraucht werden bevor probleme bestehen.

was auch immer rauskommt: wie oben schon geschriebe. milch ist nicht überlebensnotwendig.
es sollte nur sehr darauf geachtet werden was die kinder essen.
klar fehler passierne, aber bei nüssen kann so ein fehler schnell mal mit geschwollenen atemwegen und im schlimmsten fall tod enden. :(

ich koche mit hafermilch für den zwerg und den bekommt er auch zu tirnken. soja bin ich kein fan von, da bei vielen milchallergikern auch soja nicht vertragen wird. ich hab es noch nicht wirklich ausprobiert. will es aber auch nicht wikrlich ausprobierne. zumal ich hafermilch selber machen kann.