Habt Ihr auch so Muffe vor einer weitern SS?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von gartenrose 08.03.11 - 22:12 Uhr

Hallo,

mein kleiner Mann ist nun genau ein Jahr alt und ich denke immer häufiger darüber nach, ob ich noch ein 2. Kind haben wollen würde, oder halt nicht.

Mein Gebärmutterhals hat sich ab der 25.SSW von Woche zu Woche verkürzt und ich habe ein dazu noch ein schwaches Bindegewebe. Habe es mit der letzten SS mit viel Liegen immerhin bis zur 34+3 SSW geschaftt.

Mein kleiner hatte eine unreife Lunge und man wußte damals nicht mal ob er überleben würde. Leider hat man mir trotz des Befundes nie eine Lungenreife gegeben.

Ich muss dazu sagen, mein Mann ist Gynäkolge und sieht alles wesentlich dramatischer als mein behandelnder FA. Mein Mann ist sich ziemlich sicher, dass eine 2. SS auch nicht komplikationslos verlaufen würde und ich früh viel liegen müßte, was mit einem Kleinkind und keine Verwandschaft in der Nähe ja nicht so leicht wäre.

Mein FA meinte aber, ich würde eine Haushaltshilfe verschrieben bekommen. Hat da zufällig jemand Erfahrung mit?

Ich hätte soo gerne ein 2. irgendwie, aber um jeden Preis?? Ach, ich weiß nicht, sollen wir das Glück nochmal herausfordern??

Hat noch jemand solche Gedanken und kann sich nicht entscheiden? Ich bin so hin und her gerissen.

Sorry für das #bla, aber es beschäftigt mich derzeit ganz schön.

Beitrag von hessimaus33 09.03.11 - 09:09 Uhr

huhu!!!

wir haben auch laaaaaaaaaaaaaaange überlegt ob wirs nochmal wagen,aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.
wir entschlossen uns für ein kleines geschwisterchen.

meine erste tochter kam mit695g und war 32 cm klein,ich hatte eine ss-vergiftung (aber ganz schwere).mit leber-und nierenversagen...meine plazenta war total verbraucht und die nabelschnur war zu.

also musst sie per not sectio in der 30.ssw geholt werdenwar wie 24.ssw entwickelt.hatte aber 2 lungenreife bekommen.sie lag 4 monate im KH.und wir wissen auch das die chance bei 30% ist das es alles wiederpassiert.

bin jetzt in der 28.ssw und das baby ist jetzt schon 3cm grösser wie meine erste zur geburt.aber fa meint sie liegt 1 wochezurück mitder entwicklung...muss jetzt wieder zum doppler und so.

wir sind auf alles gefasst...hoffen aberdas alles gut geht.

LG susi

Beitrag von vijo02 09.03.11 - 10:03 Uhr

Hallo,

ich habe in meiner 2. und 3. SSW jeweils eine Haushaltshilfe vom FA verschrieben bekommen. In der 2. SSW für 3 Monate und in der 3. SSW für 4 Monate. Der FA legt die Stundenanzahl fest, die die Hilfe benötigt wird. Man kann jemanden von der Caritas o.ä. nehmen oder auch jemanden aus dem Bekanntenkreis oder Ehemann, Oma o.ä. Wobei bei mir damals für die Hilfe von der Caritas 24,50 € pro Stunde von der KK bezahlt wurde und für die privat organisierte Hilfe nur 8 € pro Stunde. Nach meiner Erfahrung würde ich wieder jemanden von der Caritas o.ä. nehmen. Aber wir hatten auch echt Glück mit unserer Dame (Abitur, Hauswirtschaftspflegermeisterin, Gärtnerin und Altenpflegerin in einem). Die Hilfe muss alle anfallenden Arbeiten des HH machen (Kochen, Wäsche, Putzen, Kinderbetreuung, Einkaufen) aber natürlich keine ausergewöhnlichen Sachen wie Fensterputzen und Großputz...

Die Entscheidung für oder gegen eine weitere SS kann dir niemand abnehmen. Mein FA meinte nach der 1. SS noch, kein Problem bei weiteren SS. Leider war dem nicht so. Ich mußte sehr viel liegen (am STück in der 2. SS für 3 Monate strenge Bettruhe) und trotzdem sind meine Kinder alle zu früh, aber ohne weitere Probleme auf die Welt gekommen (36+6, 34+5 und 31+0). Eine 4 SSW rät nun auch mein FA definitv ab und wir auch, aber man weiß nie, Nr. 3 war auch nicht geplant...

LG

Beitrag von gartenrose 09.03.11 - 10:11 Uhr

Oh vielen, Dank für die Infos bzgl. der Haushaltshilfe. Ich habe schon überlegt, wo man eine her bekommt. Caritas oder so ist ja da einleuchtend#klatsch.

Mein FA sagte mal ich würde 8 Std täglich eine bekommen. Na ja, mal gucken wie wir uns entscheiden. Ich denke der kleine sollte wenigstens im Kiga sein, damit er nicht allzusehr unter dem Mama-Spiel-Entzug leidet.

Beitrag von moeriee 09.03.11 - 11:09 Uhr

Hi Gartenrose! #winke

Bei uns ist es noch nicht ganz so weit, dass wir jetzt wirklich über ein Geschwisterchen nachdenken, denn Louis ist erst 3 Monate alt. Aber ich kann deine Ängste verstehen. In meiner Familie kommt es eigentlich bei allen Frauen mütterlicherseits vor, dass sie schon sehr früh sehr viel liegen müssen (Bindegewebsschwäche). Wir haben auch sehr viele Frühchen in meiner Familie, genau eben aus diesem Grund. Meine Mutter kam bspw. in der 32. SSW und das Kind meiner Cousine in der 33. SSW. Mein Sohn kam jetzt an 34+5 und ich hatte ab der 20. SSW einen verkürzten GMH. Ich wurde in der 27. SSW eingewiesen und hatte im KKH noch einen vorzeitigen BS. :-( Meine Krankenkasse hätte mir auch in dieser SS schon eine Haushaltshilfe gezahlt, aber meine FÄ hat sich geweigert. Sie fand meinen Zustand jetzt nicht so tragisch. #aerger Ich habe also ingesamt 16 Wochen gelegen, bis unser kleiner Mann das Licht der Welt erblickt hat. Es war eine ziemlich beschissene Zeit, wenn ich es mal so sagen darf. Und ja: Auch ich hätte gerne irgendwann ein zweites Kind. Aber ich weiß einfach nicht, ob ich mich das noch einmal traue. Ich habe tierische Angst davor, wieder so lange ins KKH zu müssen. Was wird dann aus meinem Sohn? Ich habe hier auch niemanden, der mein Kind dauerhaft betreuen könnte. Mein Mann arbeitet so viel, dass er unseren Sohn abends teilweise gar nicht mehr zu Gesicht bekommt, wenn er nach Hause kommt. Meine Mutter geht ebenfalls arbeiten und meiner Oma möchte ich den Kleinen aus verschiedenen Gründen nicht anvertrauen. Zudem die Angst davor, diesmal wieder ein Frühchen zu bekommen. Ich fand es schon schlimm, meinen Sohn 5 1/2 Wochen früher zur Welt zu bringen. Was, wenn wir beim nächsten Mal nicht mehr so viel Glück haben und so weit kommen? Wenn das Kind es dann vielleicht nicht schafft oder monatelang im KKH liegt und vielleicht bleibende Schäden davon trägt? Sollten wir das wirklich wagen? Wir sind jetzt auch mit einem Kind glücklich, auch wenn der Wunsch nach einem zweiten Kind da ist. Sollte man das Glück wirklich herausfordern oder auf's Spiel setzen, weil man dem Wunsch dann doch erliegt?

Du siehst: Ich habe dieselben Gedanken! Ich weiß auch nicht, ob das irgendwann noch einmal besser wird. #gruebel In Anbetracht der Tatsache, dass mein Bindegewebe nach der 1. SS voraussichtlich nicht besser geworden ist, weiß ich ziemlich genau, dass ich auch bei der nächsten SS sehr viel liegen müsste. Ich kann noch nicht sagen, ob es mir das wert ist, es wirklich zu riskieren. Viele hier schmeißen ihre Befürchtungen doch irgendwann über Bord. Schauen wir mal, ob und wann es bei uns soweit ist.

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (13 Wochen alt) #verliebt


PS: Ich wollte mich noch einmal bei dir für den Tipp mit dem Öl bedanken. Seither machte Louis mir die Windel alle 1,5 Tage voll und seit wir noch beim Osteopathen waren, sogar einmal pro Tag. #danke

Beitrag von gartenrose 09.03.11 - 14:25 Uhr

Hey,

dass freut mich, dass das Öl auch bei Deinem kleinen geholfen hat. Viele Mütter würden vermutlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn sie lesen, dass einem Säugling Öl in die Milch gegeben wird. Aber ich denke es ist immer noch besser als alle vier Tage einen Einlauf geben zu müssen.

Du schreibst mir was die Sorgen, Ängste und Gedanken angeht aus der Seele. Sollte man wirklich lange im KH liegen müssen, ohhhh ich mag nicht daran denken.....

Ich bin auch sooo glücklich, dass mein kleiner trotz der füneinhalb Wochen zu früh so fit und gesund ist. Die ersten bangen Tage vergißt man vermutlich nie und na ja.....mal gucken, wie wir in 1-3 Jahren denken. Ach ja und mein Mann arbeitet auch sehr viel. Er geht morgens um 6.45 aus dem Haus und kommt abends zwischen 19.00 und 20.00 Uhr nach Hause. Viel ist da nicht mit Unterstützung.

Beitrag von belala 09.03.11 - 11:26 Uhr

Hallo gartenrose,

mein 2.Kind wurde wegen Gmh Verkürzung mit Trichterbildung und Fruchtblasenprolaps in der 24+3 Ssw geboren (es gab keine Ursache)
Ich lag zuvor 3 Wochen im KH.
Danach hatte ich eine beidseitige Lungenembolie wegen einer mir bis dahin unbekannten Gerinnungsstörung.

Ein 3.Kind war für mich nie ausgeschlossen.
Ich vertraute darauf, dass "es gut geht", aber dennoch hatte ich Ängste besonders in den Wochen 20-28.
Nur war da noch die Angst der weiteren Lungenembolie, die viel größer war, wie ich im Laufe der Wochen feststellte (hatte nochmals eine Thrombose in der 35.SSw)
Viel Vertrauen brachten mir auch meine FÄ, meine Hebamme und selbstverständlich mein Mann entgegen.

Mein 3.Kind wurde ohne lange Bettruhe in der 40+3 Ssw geboren.

Mit einem Gynäkologenehemann ist es sicher schwieriger manche Ängste auszublenden, aber einen Versuch ist es wert.

Als ich wegen meines 2.Kindes im KH lag, wurde mein 1.Kind in der Krippe versorgt und vom Vater.

LG, belala