Ich würde gerne langsam abstillen ... aber wie soll das gehen???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von coconut05 13.03.11 - 22:49 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn ist jetzt fast 9 Monate alt. 6 Monate habe ich ihn voll gestillt, seit 3 Monaten bekommt er Brei, aber stillen tu ich immer noch SEHR oft :-(

Er ist ein sehr schlechter Schläfer. Seit über 6 Monaten ist er Nachts alle 1 - 2 h wach und schläft dann meist nur wieder ein wenn ich ihn stille. Wir haben es auch immer mal wieder anders probiert, das mein Mann hingeht und beruhigt, aber meist geht das nur kurz gut. Unter der Woche ist mein Mann berufstätig und hat viel Stress, da will ich ihn dann natürlich auch nicht um seinen Schlaf bringen. Und da ich, durch den vielen und schon so langen Schlafentzug, dann oft keine Nerven und Lust habe ihn anders zu beruhigen oder schnell aufgebe, stille ich halt.

Vor paar Wochen waren wir tagsüber schon fast vom Stillen weg, aber seit ein paar Tagen stille ich auch da wieder so 3 mal.

Langsam bin ich echt verzweifelt und habe einfach keine Lust mehr. :-(
Die letzten beiden Nächte war er bei mir im Bett und hing fast nur an der Brust. Mir wird das echt zu viel. Ich habe wirkich gerne gestillt ... aber es ist einfach kein Ende in Sicht. Abends wäre ja okay und einmal die Nacht, aber nicht 8 mal!!! Jeden Tag biete ich ihm Fertigmilch an, aber mit sehr mäßigem Erfolg. Aber er muss ja trinken!!!

Hat jemand den "ultimativen" Tip für mich? ;-) Welche Fertigmilch schmeckt Stillkindern und wie kann ich ihm Nachts die Brust abgewöhnen?

LG Sandra

Beitrag von sarahjane 13.03.11 - 23:01 Uhr

Ich fürchte, da hilft nur liebevolle Konsequenz.

Immer und immer wieder mit viel Liebe und Geduld das Fläschchen anbieten (kleinste Saugergröße der von Euch bevorzugten Marke und möglichst brustähnlich geformt, wobei bei einem Kind von 9 Monaten wohl schon die nächstgrößere Saugergröße angezeigt wäre).

Ideal wäre es, wenn der Papa das Fläschchen so oft wie möglich anbieten könnte, ohne dass Du in der Nähe bist (ich weiß, wird schwierig, weil Dein Mann am nächsten Morgen zur Arbeit muss).

Schnuller anbieten, denn es scheint sich ja nicht immer um Hunger/Durst zu handeln.

Wenn Euer Kind nicht hochgradig allergiegefährdet ist, bietet statt hypoallergener Säuglingsmilchnahrung normale Prenahrung an (Pre wäre gut, weil diese so dünnflüssig wie Frauenmilch sein soll und neben Frauenmilch besonders gut für Babys geeignet ist).

Nicht jedes Kind mag/verträgt jede Milchnahrung.
Ganz allgemein heißt es, Brustkinder würden Aptamil und Milumil von Milupa gut akzeptieren. Die Kleine meiner engsten Freundin hat nach der Brustentwöhnung lieber Hipp Biomilch gewollt.

Jedes Kind is(s)t anders.


Viel Erfolg!

Beitrag von coconut05 14.03.11 - 09:01 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Mein Mann hat es gestern geschafft ihm die Milch zu geben und er hat wirklich viel getrunken. Danach hat er tatsächlich über 5 h geschlafen :-)

Wahrscheinlich hat er doch Hunger, obwohl er Abends auch noch eine große Portion Brei isst. Aber er ist halt tagsüber auch schon sehr aktiv und ich kann auch nicht wirklich einschätzen wieviel Milch bei mir noch kommt.

LG Sandra

Beitrag von muehlie 13.03.11 - 23:18 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann dich zwar durchaus verstehen, dass das dieses permanente nächtliche Stillen anstrengend ist (Du kannst offensichtlich nicht dabei weiterschlafen?), aber es ist an sich nicht ungewöhnlich, dass Babys in dieser Phase, in der so vieles passiert, ihre Mütter (und die Brust) nachts wieder öfter brauchen und auch generell nachts sehr unruhig sind. Ich weiß nicht, ob du dir selbst da wirklich so einen großen Gefallen tust, wenn du JETZT abstillst. Im schlechtesten Fall stehst du dann nachts mehrfach auf, um dem Kleinen ein Fläschchen zu bereiten. :-)

Wirkliche Erfahrungen mit dem Abstillen und dem Umstieg auf das Fläschchen habe ich nicht, aber such doch mal nach der Methode nach Gordon. Die ist wohl recht sanft.

Beitrag von coconut05 14.03.11 - 09:06 Uhr

Ich weiß schon das diese Phase durchaus normal ist, aber bei uns geht es schon über 6 Monate so und so langsam mag ich halt nicht mehr. Es wäre halt auch einfacher wenn der Papa mal beruhigen könnte.

Ich schlafe schon nach dem Stillen immer wieder ein, aber immer wieder nach 1 oder 2 h aus dem Schlaf gerissen zu werden, geht, zumindest bei mir, auf Dauer auf die Substanz. Ich werde auch immer dünner und mein Nervenkostüm ist tagsüber auch nicht das Beste. Mein Großer verlangt am Nachmittag auch meine Aufmerksamkeit und oft kann ich ihm die dann nicht so geben wie ich gerne möchte.

Gestern Abend hat der Kleine dann tatsächlich die Flasche getrunken und danach 5 h!!! geschlafen. Ich konnte es nicht fassen. Wahrscheinlich hat er doch Hunger. Wir werden es weiter versuchen.

LG

Beitrag von lilly7686 14.03.11 - 06:47 Uhr

Guten Morgen!

Ulitmativen Tipp gibts da keinen...

Gerade unter einem Jahr würde ich nachts die Brust gar nicht abgewöhnen. Wenn, dann durch Flasche ersetzen. Denn gerade in dem Alter, wo dein Kleiner gern ist, holen sich die Kleinen all die Nährstoffe, die sie tagsüber nicht bekommen, nachts. Warum das so ist, ist einfach erklärt. Tagsüber gibts vermutlich schon fast überwiegend Brei. Der ist weniger sättigend als MuMi (zumindest meist, bzw. isst ein Baby ja meist weniger vom Brei als es von der Milch trinken würde).
Außerdem krabbelt er vielleicht schon, oder robbt oder rollt? Dann braucht er viel mehr Energie.
Und die holt er sich nachts, weil Tagsüber keine Zeit war (weil ja alles andere sooo spannend ist).

Das heißt, du wirst sowieso nachts raus müssen. Entweder nun zum Stillen oder zum Flasche machen. Allein deshalb würd ich im Moment nicht abstillen (meine persönliche Meinung, was du dann tust, musst selbstverständlich du entscheiden!).

Die Methode, die schon erwähnt wurde, nach Gordon, würde ich erst machen, wenn dein Kind über ein Jahr alt ist, und tagsüber wirklich wirklich gut isst und trinkt, sodass er nachts wirklich merkbar nur noch nuckelt und nicht trinkt! Sonst läuft das Ganze erst Recht auf ein Ferbern raus.

Wenn du abstillen möchtest und Flasche füttern möchtest, dann würde ich Pre Nahrung geben bzw. höchstens 1er. Was dein Kleiner verträgt musst du probieren.

Ansonsten kann ich dir nur raten, deinen Kleinen nachts bei dir im Bett schlafen zu lassen. So kannst du beim Stillen weiter dösen und dein Schlaf ist sehr viel weniger gestört, als wenn du permanent aufstehen musst.

Alles Liebe!

Beitrag von coconut05 14.03.11 - 08:59 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Bei mir im Bett lasse ich ihn auch oft schlafen. Nur ist da oft das Problem das er wirklich permanent an der Brust nuckeln will, was einmal für die Brustwarzen nicht angenehm ist und ich auch so nicht auf Dauer liegen kann.

Ja, er verbraucht sehr viel Energie tagsüber da er sehr aktiv ist und schon krabbelt, sich setzt, ... Das ist auch absolut verständlich für mich.

Mein Mann hat es gestern Abend tatsächlich geschafft ihm die Flasche zu geben und er hat dann von 23 Uhr bis 4:15 geschlafen :-) Ich konnte es gar nicht fassen und scheinbar hat er doch Hunger. Ich kann ja auch schlecht einschätzen wieviel Milch bei mir noch kommt.

Wir versuchen es weiter, mir würde es auch schon reichen wenn mein Mann ihn wenigstens mal mit der Fertigmilch beruhigen kann und nicht immer nur ich hin muss.

LG Sandra

Beitrag von margarita73 14.03.11 - 11:22 Uhr

Hallo Sandra,

bei uns sieht das ähnlich aus und meine Kleine wird morgen 10 Monate alt. Ich hab auch noch 2 Große und so langsam aber sicher geh ich echt am Stock. Wenn mein Mann mir eine Unternehmung für abends vorschlägt, bricht mir fast der Angstschweiß aus (leicht übertrieben, aber so ähnlich), weil ich fürchte, noch weniger schlafen zu können. Ich hab im Schlafen-Forum den Tipp bekommen, auf der www.rabeneltern.de -Seite zu schauen. Da gibt es Tipps zum abgewöhnen des nächtlichen Stillens, die ich sehr sanft und babyverträglich finde. Gestern abend wollte ich damit anfangen und prompt schlief meine Kleine von 23 bis fast 6 Uhr durch.#sonne Wahrscheinlich hat sie die geplante "Attacke" gerochen...:-p Schau doch mal auf die Seite, vielleicht hilft es Dir.

LG Sabine

Beitrag von coconut05 14.03.11 - 16:01 Uhr

Hallo Sabine,

Danke, da werde ich mal schauen :-)

Ging uns in der letzten Nacht ähnlich. Mein Kleiner hat von 23 bis 4:30 geschlafen. Mein Mann hat ihn gegen 22 Uhr eine Flasche gegeben, die er dieses Mal erstaunlicherweise angenommen und fast ausgetrunken hat. Für mich ein Zeichen das er wohl doch Nachts noch viel Hunger hat!?!?

Man fühlt sich halt mit der Zeit auch hilflos, jedenfalls gehts mir so. Das Kind muss ja trinken und ist richtig abhängig von dir und niemand anderes kann ihm was geben. Ich hoffe bei uns klappt es weiter mit dem Trinken aus der Flasche, das wäre echt super.

Euch alles Gute.
LG Sandra

Beitrag von margarita73 14.03.11 - 16:29 Uhr

Also, wenn er auch die Flasche nimmt und daraus eine richtige Menge trinkt, würde ich auch denken, dass er Hunger hatte. Vielleicht macht er einen Wachstumsschub und braucht gerade Extra-Energie?!
Ich bin so hin und her gerissen: einerseits möchte ich gerne wieder unabhängiger sein, andererseits will ich nicht mit gekaufter Milch anfangen, wenn ich doch selbst viel gesündere produzieren kann. Und außerdem ist die Kleine unser letztes Baby, da hab ich irgendwie ein bißchen Schwierigkeiten, das Ende der Stillzeit einzuläuten. #hicks

Euch auch alles Gute! #winke

Beitrag von coconut05 14.03.11 - 17:11 Uhr

Das kann ich sehr gut verstehen. So ganz will ich auch nicht aufhören, kann ich auch irgendwie nicht. Ich weiß auch nicht ob wir noch mal ein Baby bekommen und irgendwie fällt der Schritt dann nochmal schwerer. Ich will es auch langsam angehen und gerne am Abend noch eine Weile weiterstillen.

LG Sandra