häufiges Stillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kaetzchen79 20.03.11 - 21:17 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist jetzt gut eine Woche alt. Sie ist beim Stillen zum Teil noch sehr unentschlossen. Trinkt fünf Minuten und wird dann scheinbar zu müde um weiter zu trinken. Will ich sie dann aber ins Bett legen, möchte sie wieder an die Brust. Trinkt dann vielleicht noch mal fünf Minuten. Bis ich sie dann mit Wickeln und Einschlafen lassen wieder im Bett habe, vergehen meist 1,5 Stunden. Ist das normal?
Leider hält sie dann auch häufig nicht besonders lang durch bis zur nächsten Mahlzeit, kann sein, dass sie schon nach einer Stunde wieder ankommt.
Dann hab ich gelesen, dass die Milch sich verändert während der Mahlzeit, ist erst durstlöschend und später sättigend. Wann ist denn später? Wonach richtet sich das , wann der Fettgehalt steigt und sie wirklich satt wird?
Und wenn sie dann ne Pause von ner Stunde macht, ist dann wieder der erste Schluck aus der selben Brust wie zuvor nur durstlöschend?

Sorry, für die vielen Fragen, aber bin da echt ratlos.

Danke schon mal,

bis bald , Kätzchen+Malin 10 Tage alt. #schrei

Beitrag von tauchmaus01 20.03.11 - 21:27 Uhr

Erstmal sollte man wissen...Stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme.

Du stillst alle Bedürfnisse eines Säuglings durch das Stillen.
Das Bedürfniss nach Nähe, Wärme, Geborgenheit.....

Dein Kind ist erst eine Woche alt, verlass Dich auf Dein Kind und stille wirklich nach Bedarf.
Der Magen eines Neugeborenen ist ja noch Mini, klar dass man da echt öfter stillen muß.

Die Milch verändert sich tatsächlich. Zuerst ist es Durstlöschend, dann wird sie sättigend. Stillen Kinder dann noch ausdauernd weiter, kommt wohl sogar ein kleiner Nachtisch;-)

Wann genau die Milch sich verändert kann ich Dir nicht sagen, ich erinner mich aber daran dass ich es gehört habe.
Je nachdem wie mein Kind geschluckt hat irgendwie......kann es nicht erklären.

Übrigens, es kommen immer wieder Phasen in denen Du meinst dass die Milch nicht reicht weil das Kind immer und immer wieder gestillt werden will. Das kann bis zu einer Woche und manchmal länger dauern.
Der Grund ist dass Dein Kind natürlich immer vitaler wird und es mehr Energie braucht, dein Kind will öfters gestillt werden und signalisiert so der Brust "Achtung, Milchproduktion steigern"

Das ist nach ein paar Wochen schon der Fall. Die meisten Frauen stillen nach der 12 Woche etwa ab und sind sich 100% sicher "Die Mílch ist alle!"
Immer durchhalten.......auch solche Phasen gehen vorrüber.....

Viel Spaß noch

Mona

Beitrag von debbie-fee1901 20.03.11 - 21:28 Uhr

Hallo, also erstmal: Nachfrage regelt das angebot.
Deine Malin hat am anfang nur eine magengröße einer Murmel. Nun wächst sie ja und dementsprechend auch der magen. Du solltest anlegen, anlegen, anlegen.
Wenn sie beim stillen ermüdet dann kitzel sie an der wange.
Du kannst auch sehen ob sie trinkt oder nur nuckelt. Beim trinken bewegt sich der ganze kiefer denn sie massiert die milch aus den milchbläschen raus und das ohrläppchen wackelt richtig.
Beim nuckeln bewegen sich nur die wangen.
Achte mal drauf. Ansonsten neu anlegen.
Vllt gibt es in deinem KH oder von deiner Hebi ein Stillcafe. Ich gehe jeden monat hin. Ist super interessant.

Und da sie im moment enorm wächst kann es sein das sie öfter kommt.
Helena hing die ersten wochen alle 1,5 std an der BW und von 18h an bis 22h ständig. Das ist normal.
Hab geduld ihr müsst euch ja auch erstmal kennenlernen.

LG Debbie

Beitrag von debbie-fee1901 20.03.11 - 21:30 Uhr

Und ich kann mich meiner vorschreiberin ur anschließen.
Stillen bedeutet: Nähe, Geborgenheit, sicherheit, schutz, liebe und natürlich auch nahrung.
Meine Helena ist 19 wochen und ich stille immernoch sehr sehr gerne.

Beitrag von kaetzchen79 20.03.11 - 21:52 Uhr

danke euch für die antworten. hab mir sowas schon gedacht und auch schon vorher mal gegooglet.
mit kitzeln klappt immer nur ab und zu.... ;-)

das stimmt aber, das schlucken ändert sich auch im laufe der zeit. am anfang trinkt sie ganz schnell und schluckt auch viel, später döst sie halb ein und hängt praktisch nur an der brust, schluckt und saugt aber seltener.

hoffe auf eine ruhige nacht.... gestern war sie drei stunden am stück wach....
trinken, wickeln, eindösen auf mamas arms, windel voll macken, wickeln, noch mal trinken, eindösen bei mama, erst dann konnt ich sie ins bettchen legen und selbst noch mal zwei stunden schlafen bis sie wieder kam.... ;-)

lg kätzchen

Beitrag von steffi0413 22.03.11 - 02:40 Uhr

Hallo Kätzchen,

hat die Kleine keine Gelbsucht? Kurzes Zungenbändchen?
Spürst Du beim Stillen den Milchspendereflex?
Verwendet ihr Flasche, Schnuller, Stillhütchen?
Hat sie mind. 5-6 nasse Windel und mind. 2 mit Stuhl?

Die kleinen Babies möchten oft fast immer an der Brust sein, das ist nichts ungewöhnliches, dass sie sich nur dort wohl und sicher fühlen. :-)
Das ändert sich dann mit spätestens 12 Wochen. ;-)

Die meisten Babies trinken mind. 8-12x in 24 Stunden. Das aber nicht in gleichen Abständen (also nicht in allen 1-2-3 Stunden), sondern in ihren Wachphasen vielleicht in allen 10 Minuten, dann schlafen sie für eine längere Zeit ein.
Einerseits ist Mumi in 60-90 Minuten verdaut, andererseits ist Stillen nicht nur Nahrung sondern Getränk, Beruhigung, Körpernähe, Schmerzmilderung, Einschlafhilfe, Mamiduft...;-)

Wenn sie aber beim Stillen schnell einschläft, kannst Du folgendes versuchen: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte ein bisschen so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss und sie fängt wieder an zu schlucken.
Ungefähr so:
http://www.babanet.hu/album/foto.php?album=523&page=2&image=6990

Ja, das stimmt, zuerst kommt die dünnere milchzuckerreiche Vordermilch, dann die fettere Hintermilch. Das ist schwierig zu sagen, wie lange das dauert, bis sie genug Hintermilch bekommt, es ist bei verschiedenen Babies und Frauen unterschiedlich. Wenn sie den Milchspendereflex auslösen kann und die Brust irgendwann freiwillig loslässt, dann kann man davon ausgehen, dass sie genug Hintermilch bekommt.

Häufiger, evt. grüner, wasserdünner Stuhl mit Blähungen und/oder Bauhweh deutet bei Stillkindern oft darauf, dass die zu viel milchzuckerreiche Vordermilch und weniger fette Hintermilch trinken.

Hast Du sowas bemerkt?

LG
Steffi