Jemand da der Abpumpt?? Erfahrungen gesucht

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von schatz-schatzi 21.03.11 - 15:45 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich bin zwar noch recht früh dran aber für mich ist klar das mein Kind auf jeden Fall Muttermilch bekommen soll...

Nun ist es aber so das mein Mann auch gerne eine enge Beziehung zum Baby haben möchte und nicht so aussen vor sein will...beim Stillen wäre ja eigentlich nur ich diejenige die sich ums Baby kümmert...

Meine Idee war nun das es vielleicht gar nicht schlecht wäre abzupumpen...besonders auch weil ich als Frau dann nicht so eingespannt wäre und mir auch mal einen Nachmittag Auszeit nehmen könnte...ich gebe zu daran habe ich gar nicht gedacht...mein Mann ist schon Vater und hat mir klar gemacht wie wichtig es ist das die Mama sich auch mal eine Pause gönnen kann #verliebt

Jetzt stellt sich mir die Frage wie das eigentlich funktioniert???
Wie oft muss man Abpumpen?? Wieviel Zeit sollte man dafür einplanen??
Fühlt sich das unangenehm an??
Vielleicht mögt ihr mir mal eure Erfahrungen mitteilen? Würde mich freuen:-)

lg schatzi + #ei

Beitrag von nele27 21.03.11 - 16:05 Uhr

Hi,

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Nun ist es aber so das mein Mann auch gerne eine enge Beziehung zum Baby haben möchte
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Das ist aber kein Grund fürs Abpumpen... es gibt tausende Gelegenheiten, wo der Vater eine Beziehung zum Baby aufbauen kann: Wickeln, in den Schlaf begleiten, spazieren gehen, beruhigen und und und
Da muss es ja nicht ausgerechnet das Füttern sein, oder?

***
mir auch mal einen Nachmittag Auszeit nehmen könnte
***

Das ist natürlich wichtig - kann man aber auch zwischen den Mahlzeiten machen :-)

Du musst bedenken, wenn Du abpumpst, pfuschst Du im natürlichen Stillablauf rum und riskierst Stillprobleme.

Versteh mich nicht falsch, ich will nicht auf Dir rumhacken - ich habe bei beiden Kindern abgepumpt. Aber ich weiß dadurch eben auch, wie sensibel so eine Stillbeziehung sein kann...

Aber nun zu Deiner Frage: Wenn Du nur alle paar Tage/Wochen mal eine Mahlzeit ersetzt haben willst, ists das einfachste, wenn Du entweder nach jedem Stillen ca. 10 min pumpst und die Reste in der Gefriertruhe sammelst bis Du ca. 120 ml zusammen hast (ist wahrscheinlich zu viel, aber besser als zu wenig).
Oder Du führst zB während einer Schlafphase eine zusätzliche Mahlzeit ein. Wenn das Baby zB immer ab 19 Uhr bis 22 Uhr schläft, kannst Du täglich um 20.30 Uhr abpumpen. Damit solltest Du nach 3-4 Tagen die Menge zusammen haben.

Viel Erfolg!

LG, Nele

Beitrag von schatz-schatzi 21.03.11 - 16:17 Uhr

Hallo Nele,

#danke für deine Antwort

Also falls es so rübergekommen ist dann berichtige ich das gerne :-)

Ich habe nicht vor nur wegen meinem Mann abzupumpen...ich kann das einfach mit mir selber besser vereinbaren...meine beste Freundin hat ihren 2. Sohn die ersten 6 Monate komplett gestillt...beim ersten ging es leider nicht... wenn ich daran denke wie wenig flexibel sie trotz unterstützung von ihrem Mann gewesen ist #zitter Nee also das möchte ich für mich auf keinen Fall...
Zwar finde ich es toll wenn Frauen davon berichten wie wundervoll die Stillzeit ist und das es eine unglaubliche Nähe schafft...aber ich denke es gibt auch genug Frauen die aus verschiedenen Gründen gar nicht stillen können und die haben sicher eine genauso enge Bindung zum Kind :-)

lg schatzi

Beitrag von nele27 21.03.11 - 16:25 Uhr

Hi,

ich sehe gerade, dass das Baby noch gar nicht da ist...
Dann stimmen natürlich die Mengen nicht, die ich angegeben habe :-) Wenn Du in den ersten 2 Monaten abpumpen willst, reichen sicherlich 50 oder 60 ml.

Allerdings würde ich Dir raten, erst abzupumpen, wenn sich die Stillbeziehung eingependelt hat. Sonst hast Du hinterher mehr Probleme, als wenn Du es gleich bleiben gelassen hättest.
Meist ist das ab dem 3. Monat der Fall.
Stillen ist zwar äußerst praktisch, aber viele müssen es am Anfang auch erst lernen. In der ersten Zeit kann es auch sein, dass Du damit beschäftigt bist, die richtige Position zu finden, Milchstau etc. zu behandeln. Da hast Du andere Sachen im Kopf als ausgehen :-)

Daher würde ich sagen: Bekomm das Kind, entwickle eine stabile Stillbeziehung und nimm Dir die erste Auszeit für die Zeit nach der 8. Woche vor!

Ich hatte übrigens vor der Geburt überhaupt keine Meinung dazu, wie ich das Stillen finden werde... es ist einfach was Neues und nicht gut vorstellbar. Daher mach Dir nicht so einen Kopf - wenn Du mal ohne Baby weggehen willst, findet sich ein Weg!

LG, Nele

Beitrag von schatz-schatzi 21.03.11 - 16:37 Uhr

Hallo nochmal ;-)

danke für Deine Ergänzung :-)

Also an Ausgehen oder dergleichen habe ich dabei nicht gedacht sondern eher mal an 2 Stunden alleine shoppen gehen oder mal zum Friseur oder einfach nur schlafen...

Ich mache mir da eigentlich keinen grossen Kopf drum...für mich steht fest das ich nicht "klassisch" stillen möchte daher werde ich in die Richtung auch keine Versuche unternehmen...aber das bleibt ja jedem selbst überlassen:-)

Was die Zeit nach der Geburt angeht denke ich da ist jede Frau verschieden wie sie diese gestaltet...ich denke ich werde mit grosser Wahrscheinlichkeit schon vor der 8.Woche mein Baby mit Papa alleine lassen (habe in der Zeit Prüfungen) das Baby braucht ja nicht ausschließlich seine Mama ;-)

lg schatzi

Beitrag von delphinia1982 21.03.11 - 16:19 Uhr

ja ich musste von anfang an pumpen ! klar hat es vor und nachteil vor teil auch ich konnt nachts mal so richtig schön schlafen : nach teil mir tat es am anfang weh kommt auch drauf an was du für eine pumpe hast welche marken ! ich pumpe alle 4 stunden vor meine kleine hunger hat das ich ihr gerade den schoppen machen kann !!

Beitrag von gslehrerin 21.03.11 - 17:20 Uhr

Wenn ich das jetzt richtig lese, möchtest du nur pumpen "ohne" Stillen?

Zeitlich hat das für dich keinerlei Vorteile, im Gegenteil. Du darfst dann nämlich pumpen UND das Fläschchen geben, der Papa wird ja nicht ständig zu Hause sein. Da kannst du drauf an, dass das Kind grad dann was haben möchte, wenn du pumpen willst/musst.
Ich hab die ersten neun Wochen parallel gestillt und gepumpt, glaub mir, das machst du nicht lange mit. Meine tochter schlief schön durch und ich musste zum pumoen aufstehen, das war riesig. Es gibt hier ein paar Frauen, die das sogar über Monate gemacht haben, die standen dann aber auch voll hinter dem Stillen und hatte unterschiedliche Gründe, weshalb das an der Brust nicht funktionierte.

Ich bin wirklich für das Stillen, aber wenn du dir das gar nicht vorstellen kannst, spar dir den Stress mit dem Pumpen.

LG
Susanne

Beitrag von dustyli 21.03.11 - 19:31 Uhr

Wenn dein Kind an die Brust geht, dann still!!!!
Ich hab ein Frühchen und bin auf pumpen angewiesen, die erste Zeit weil er ja noch in der Klinik war und zu Hause dann weil ich Angst hatte, dass er zu wenig bekommt. Völliger quatsch, aber ich hatte leider auch keine stillfreundliche Hebamme, die mich unterstützte.

Ich pumpe 4-5 mal am Tag eine halbe Stunde, hab allerdings das Glück, dass ich reichlich Milch habe.
Kann mich keinen halben Tag von meiner Pumpe entfernen und muss mind. 2x tgl. Fläschchen und Pumpzubehör sterilisieren.
Planung ist alles. Ich steh jeden morgen um 5.00 Uhr auf, zum ersten pumpen, damit ich fertig bin, wenn der kleine Mann aufwacht.
Wenn er vormittags schläft pumpe ich wieder, dann noch mal nachmittags und abends noch mal. Wenn mal die Milch weniger ist, dann muss ich auch nachts noch mal ran.

Hab das Glück, dass ich ein Superliebes Baby hab, was viel schläft und wenig schreit.
Klar kann der Papa mal füttern, aber der Papa kann auch andere Sachen mit dem Mäuschen machen.

Und lange und weit weg gehen, geht beim Pumpen auch nicht:

dustyli
mit Jonathan (31+4 5 Monate)



















Beitrag von haruka80 21.03.11 - 19:57 Uhr

Huhu,

probiers, du wirst sehen, obs was für dich ist.

Für mich wars der Horror! Ich habe 3 Monate gepumpt, in der Zeit konnte ich nicht rausgehen, war wie eingesperrt und hatte oft mit Milchstau und ner zu niedrigen Milchmenge zu tun. Unterwegs mußte man immer nen Flaschenwärmer dabei haben um die Milch warm zu machen und nach spätestens 3-4 Std mußte man wieder bei der Pumpe daheim sein.
Mein Alltag bestand aus pumpen, füttern, 2 Std Ruhe, pumpen, füttern usw.

Klar konnte mein Mann so auch füttern, aber so mußten wir beide nachts aufstehen. Mein Mann hat gefüttert und ich hab gepumpt ind er ZEit. Auch nachts mußte ich alle 4 Std aufstehen zum Pumpen, weil ich nie genügend Milch hatte. Beim Anlegen reguliert sich das anders als mit ner Pumpe.

Nie wieder hab ich mir geschworen. ich hoffe, mein 2. Kind kommt nicht zu früh, dass es Probleme mit dem Stillen gibt, sonst würde ich diesmal gleich Pulvermilch nehmen. DEN Stress tu ich mir nicht nochmal an, grad mit 2 Kindern zu Hause. Ich könnte dann ja nichtmal auf den Spielplatz, weil nach 3 Stunden die Pumpe ruft...
Was anderes ist es, wenn du stillen willst, dann kann sich das die ersten Wochen einspielen und dann kann man auch mal abpumpen, damit Papa füttert-wobei es auch viele Kinder gibt, die die Flasche verweigern.

L.G.

Haruka

Beitrag von sockikatze 21.03.11 - 21:05 Uhr

Hallo,

also ich habe ca. 10 Wochen nach der Geburt abgepumpt und die Muttermilch in der Flasche gegeben. Aus welchen Gründen auch immer du das machen willst. Es ist in jedem Fall anstrengender als Stillen oder nur Flaschen. Ich hab alle 4 Stunden abgepumt. Jedesmal nachdem meine Maus eine Flasche bekommen hat. Hatte eine elektr. Pumpe. Die bekommst du 2x 4 Wochen nach der Geburt auf Rezept. Man hat halt doppelte Arbeit. Das Abpumpen hat meist so ca. 15 min gedauert. Am Anfang tut es schon etwas weh, das die Pumpe ganz schön doll an der Brust zieht. Aber man gewöhnt sich dran. Ich habe es bei unserer Maus nicht bereut. Wenn wir allerdings noch ein zweites Kind bekommen würde ich das nicht machen. Da ist einfach nicht genug Zeit da.

Die Entscheidung liegt bei dir/euch. Aber es ist schon auch schön wenn der Papa mal eine Malzeit übernehmen kann. Vorallem nachts. Achso. Anfänglich hab ich auch nachts 1x abgepumpt. Hab ich aber dann schnell gelassen. Das ist nämlich echt doof.
Wenn du nochwas wissen willst dann schreib mir!

LG

Beitrag von steffi0413 22.03.11 - 02:19 Uhr

Hallo,

hier kannst Du darüber ziemlich detailliert lesen:

http://still-lexikon.de/ unter Abpumpen....

Wenn Du überhaupt nicht stilllen möchtest, ist das auch eine Lösung und in allen Fällen viel-viel besser als wenn das Baby überhaupt keine Mumi bekommen würde.

Das ist wichtig, dass Du relativ schnell nach der Geburt (aber unbedingt innerhalb von 24 Stunden) mit dem Abpumpen anfängst. Einerseits weil Kolostrum sehr-sehr wertvoll für das Baby ist, wäre schade wenn es das nicht bekommen würde, andererseits um die Milchproduktion anzuregen.

In den ersten 4-6 Wochen (dann stellt sich die Milchmenge ein) solltest Du mind. 8x in 24 Stunden beidenseitig abpumpen, später können 5-6x auch genug sein. 7-7, 5-5, 3-3 Minuten werden in den meisten Fällen empfohlen.

Angenehm ist das sicher nicht, aber wenn man richtig macht schlimm auch nicht. Das ist wichtig, dass Du die Pumpe nicht zu stark einstellst, das kann schlimme Verletzungen verursachen und verbessert die Effektivität des Abpumpens überhaupt nicht.

Für das Baby ist natürlich viel-viel Körpernähe, Tragen und Hautkontakt genau so wichtig als wenn Du anlegen würdest.

Schöne Kugelzeit!

LG
Steffi

Beitrag von chriszx9r 23.03.11 - 14:53 Uhr

Ich erzähle mal wie wir das gemacht haben:

Nachdem das Stillen super klappte und das Risiko einer Saugverwirrung kleiner wurde ( unserer Tochter war da ungefähr 4 Wochen) , habe ich das erste Mal abgepumpt und mein Mann hat es ihr mit der Flasche gefüttert.

Grund : Wir wollten das unsere Tochter auch aus der Flasche trinkt und ich zum Beispiel abends zum Rückbildungskurs kann und mein Mann mit der Kleinen zu Hause bleiben kann und sie keinen Hunger leiden muss

Das Abpumpen an sich hat gut geklappt und ich konnte sogar einen kleinen Vorrat in die Tiefkühltruhe stellen. Ich habe allerdings immer nur maximal 1x am Tag abgepumpt um nicht zu sehr die Milchproduktion anzukurbeln.

Leider hat sich meine Tochter als sie 3 Monate alt war doch zu einer erfolgreichen Flaschenverweigerin entwickelt und das trotz der tollen Startes...

Und nun zu deinen Fragen :

Ich rate dir , dass du und dein Kind erstmal eine tolle Stillbeziehung aufbaut. Dein Mann kann zum Beispiel eurer Kind baden.

Einigt euch drauf, wieviele Mahlzeiten er geben will in einer Woche, damit du das Abpumpen planen kannst.

Abpumpen dauert meistens nicht viel länger als das Stillen, kommt allerdings wahrscheinlich auf die Pumpe drauf an. Würde dir da zu einer elektrischen raten. z.B. Philips hat eine die den Saugbewegungen des Kindes sehr nahe kommt.
Dann fühlt sich das Abpumpen auch nicht unangenehm an. Tipp: Pumpe im gleichen Raum ab, wo sich dein Kind aufhält, dann gehts meistens schneller.

LG Chris